Ich habe die Kleine jetzt 6 Monate lang (bis auf anderthalb Wochen Beikostversuch, der scheiterte) vollgestillt. Es lief immer gut, ich hatte nie das Gefühl, die Milch könnte nicht reichen, ganz im Gegenteil. So ist es auch immernoch. Nun hat sie seit ebenfalls seit etwa 1½ Wochen etliche Abende lang geschrieen. Ich habe mit der Beikost aufgehört, weil ich Bauchweh vermutete. Die Tatsache, dass sie tagelang keinen Stuhlgang hatte (wo sie sonst 5-8x am Tag welchen hat) hat das irgendwie für mich bestätigt. Ich habe sie jetzt ein paar Tage wieder nur gestillt, bis auf ein paar Löffelchen Birnenmus jeden Tag (so 3-4), zwecks Stuhlauflockerung. Stuhlgang war wieder okay und die letzten beiden Nächte liefen auch prima.
Sie hat gerade ganz viel neues gelernt (krabbeln, sich selbst hinsetzen und heute auch noch zum Stehen hochziehen), alles innerhalb von ebenfalls anderthalb Wochen...und irgendwie hat sie das wohl heute alles sehr ermüdet, so dass sie abends nur am Brüllen war. Schon auf dem Weg von der Ferienhütte der Grosseltern wieder nach Hause. Wenn wir gehalten haben, damit ich sie stillen konnte, tat sie alles, nur nicht stillen. Sie hat's kurz probiert und dann war sie durch alles mögliche abgelenkt (Knöpfe, Gangschaltung...alles halt was so im Auto ist). Sie trank also nicht. Ich quetschte mich dann (mal wieder) zwischen die Mädels auf den Rücksitz und versuchte sie eben die 1½ Stunden (mit 2 weiteren Stillversuchen und "freispielen auf Mama") irgendwie bei Laune zu halten. Die letzten 15 Minuten schlief sie. Als das Auto anhielt, war sie wieder wach, aber ich habe direkt versucht sie hinzulegen. Sie meckerte aber bei dem Versuch, egal ob mit oder ohne Brust.
Ich bin dann einfach mit ihr wieder raus aus dem Schlafzimmer und sie krabbelte umher und zog sich das erste Mal zum Stehen hoch, und dann noch weitere zwei Male. Als sie quengelig wurde habe ich versucht sie ins Bett zu bringen und zu stillen...d hat sie zwar angesaugt, aber den Milchspendereflex nicht ausgelöst und dann riss sie sich von der Brustwarze los und schrie ...und schrie...probierte immer wieder an Milch zu kommen...schrie weiter. Ich hab' sie dann umhergetragen, zwischendurch wurde sie dann auch fröhlicher, aber sie war schon deutlich übermüdet. Zum Schluss schrie sie nur noch und war nicht zu beruhigen. Da habe ich dem Papa gesagt, er soll bitte die Milchnahrung (wir haben von einer Freundin hier aus dem Ort ein Päckchen hier, das sie für den Notfall dagelassen hat, also das war wirklich Zufall) warm machen. Ich habe ihr die dann gegeben (ihr Kopf an meine nackte Brust gekuschelt). Ich habe die Flasche gehalten, sie hat die Flasche gleichzeitig mitgehalten...sie hat sich sofort beruhigt und ich habe so geheult.
Das macht mich jetzt echt fertig. 30ml. Auf die Idee, einfach ANzupumpen, bis der Milchspendereflex ausgelöst ist kam ich überhaupt nicht, die Idee kam mir jetzt hinterher.
Es fiel mir schon so schwer zu sagen, dass er die Flasche machen soll und dann nimmt sie sie auch noch.
Ich versuche wohl morgen mal einen kleinen Vorrat Milch abzupumpen, falls wir so eine Situation nochmal haben. Ich mag ihr nicht nochmal Fertigmilch geben müssen.
Ich weiss gar nicht, was ich lesen will, ich hab's einfach nur irgendwie rauslassen müssen.
LG, Jenni

