2 Tage nicht gestillt - und nun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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2-fachMama
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2 Tage nicht gestillt - und nun?

Beitrag von 2-fachMama »

Hallo,

die Woche war wirklich besch***. Am Dienstag hatte ich mit meinem Schatz (14Mon) einen Unfall, wobei er sich das Bein gebrochen hat. So, dann hab ich Mandelentzündung bekommen und auf Antibiotika eine Kolik - ich bin letztendlich im Krankenhaus gelandet. Weil die nicht gepeilt haben, dass ich ihn noch stille, haben sie mir einen zwar wirkungsvollen aber stillunverträglichen Cocktail durch die Venen gejagt. Dann hat die Ärztin festgestellt, dass ich jetzt mindestens zwei Tage nicht stillen darf. Zwei Horrornächte und einen ganz guten Tag haben wir jetzt schon hinter uns. Da ich ihn sowieso Nachts abstillen wollte (er ist Nachts seehr anstrengend, will toujour gestillt werden) ist das für mich eigentlich ein guter Anfang. So, doch nun kommt die Krux: Er hat ja tagsüber auch sich fast nur von Mumi ernährt, Essen und Trinken hat er großteils verweigert. Nun, da ich ja nich stillen darf, isst und trinkt er plötzlich super, ganz normal halt. Ich bin nun am überlegen, ob ich ihm und mir überhaupt einen Gefallen tue, wenn ich ihn ab morgen wieder stille und so alles wieder nur noch vom Stillen dominiert wird *ratlosbin*. Irgendwie will ich ihn schon noch stillen, mir fehlen diese intensiven Kuscheleinheiten, andererseits genieße ich es auch, dass er gut isst und mir so gewisse Freiheiten beschert.
Puh, bitte gebt mir Ratschläge bzw. eure Meinung!

Liebe Grüße
Mama mit Mausi (* Jan 05) und Wurschtl (* Jun 09)
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Kathymami
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Re: 2 Tage nicht gestillt - und nun?

Beitrag von Kathymami »

als wenn er jetzt nicht mehr Leidet und das stillen nicht umbedingt möchte,dann würde ich ihn einfach nur noch NACH den Mahlzeiten stillen und auch Nachts dann nicht mehr-
aber am beste höre auf dein Herz und deinen Sohn- der wird dir sicher sagen was er möchte :wink:
an der Hand Emily-Sophie *30.08.2003 , Lennart *25.01.2005 , Josefine *14.06.2007 , Lucy Leona * 10.06.2011 und Seraphine Luisa * 11.09.2014

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Iris
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Re: 2 Tage nicht gestillt - und nun?

Beitrag von Iris »

Puh, da habt Ihr ja was hinter Euch. Ich hoffe, es geht Dir wieder einigermaßen gut?
Zu Deinen Fragen ein paar Anmerkungen: Weißt Du genau, was in dem Cocktail drin war? Ist es überhaupt sicher, dass Du zwei Tage nicht stillen darfst bzw. nicht hättest stillen dürfen? Meist sind die Angaben ja aus Vorsicht (und leider oftmals auch Unwissenheit der Ärzte) viel zu lang, zumal Du ja eindeutig kein zartes Neugeborenes mehr stillst. Dies schreibe ich v. a. um andere LeserInnen dieses Threads darüber zu informieren, dass in Eurem Fall eine Rücksprache der behandelnden Ärzte mit Embryotox oder eine Konsultation der verlinkten Seite Euch zwei "Horrornächte" (Deine Formulierung :wink: ) erspart hätte, was ich nicht nur Dir, sondern auch Deinem Sohn mit seinem gebrochenen Bein gewünscht hätte.
Du überlegst nun also, wie es nun weitergehen soll.
Nächtens ist es also schwerer gewesen als tagsüber. Nachts wolltest Du aber sowieso abstillen und tagsüber siehst Du durch das Nicht-Stillen positive Effekte. Keine leichte Entscheidung. Die Nächte werden wohl noch eine Weile schwer bleiben und Du hast keine Garantie, dass Nicht-Stillen zu Durchschlafen führt. Viele erleben diesen Erfolg tatsächlich, viele machen aber auch die Erfahrung, dass das Kind genauso oft wach wird, aber ohne Stillen schwerer wieder einschläft. Dennoch: Wenn nächtliches Abstillen Dir ein Bedürfnis ist, dann ist es sicher einen Versuch wert. Aber ich würde mir sehr gut überlegen, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist. Auch Dein Sohn hat es ja gerade ganz schön schwer - das gebrochene Bein und eine Mama im Krankenhaus.
Tagsüber würde ich abwägen, welche Still-Situationen mich nerven und welche sehr angenehm sind. Niemand zwingt Dich, ewig nach Bedarf zu stillen. Gerade bei Kleinkindern ist es relativ einfach, bestimmte Rituale einzuführen. Bei uns z. B. wird meist nach dem Aufwachen und vor dem Schlafengehen gestillt und gelegentlich nach der Rückkehr aus dem Kindergarten. Diese Situationen sind für uns beide (!) angenehm und daher pflegen wir sie. Am T-Shirt reißen bei jeder Kleinigkeit - nein, das wäre nichts für mich und daher habe ich dafür gesorgt, dass das nicht passiert. :wink:
Lange Rede, die letztlich am Schluss das unterstreicht, was Dir auch schon kathymami geschrieben hat: Hör auf Dein Herz! Meine eigene Erfahrung, aber auch die Erzählungen vieler Mütter, die ich bereits begleitet habe, zeigen, dass Schritte in Richtung Abstillen (ebenso wie Veränderungen der Schlafsituation, aber die meisten Erziehungssituationen) relativ leicht zu meistern sind, wenn die Mütter (bzw. die Eltern/Erziehungspersonen allgemein) genau wissen, was sie wollen.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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