ich habe mir eine antrophosophische hausärztin gesucht und war gestern das erste mal bei ihr.
ich mag die sichtweise der antrophosophen was die medizin betrifft und weiß auch das sie das lange stillen nicht gut finden.
aber der termin gestern war
nachdem ich ihr erzählt habe warum ich da bin (weil ich immer mehr abnehme und ich lange eine schilddrüsenunterfunktion hatte - ich wollte einfach abgeklärt haben, ob es damit zusammenhängt), kam gleich die frage ob ich denn stille und wieoft.
als ich sagte, dass ich das nicht so genau sagen kann, weil ich nach bedarf stille, wollte sie wissen, woher ich denn weiß, wann er stillen möchte?! schließlich wollte sie unseren tagesablauf wissen was das stillen und essen betrifft. ich hab ihr dann irgendwas erzählt, weil sie das mit dem bedarf nicht verstanden hat. hab gesagt, dass er zum frühstück obst und ne reiswaffel isst, vormittags nach bedarf gestillt wird, mittags gibts nudeln, reis oä. und gemüse, nachmittags wird er nach bedarf gestillt und abends gibts obst und ne reiswaffel. er mag brei nicht, sondern will selber essen.
dazu meinte sie, dass es sehr planlos wäre und überhaupt nicht sättigend, wer mich denn da beraten hat und das der kleine ja schon 9monate alt ist und wie er denn so essen lernen soll?! außerdem sieht man das ja daran, dass er keinen brei möchte.
oh man...
ich habe dann erzählt, dass ich zur lll stillgruppe gehe und es da viele frauen gibt, die ältere kinder haben und öfter stillen
davon hält sie nichts. dann meinte ich noch, dass man heutzutage doch weiß, dass man babys nicht mehr nach plan stillt. aber das gilt, laut ihrer meinung nur für die ersten drei monate
ich erzählte noch von der who empfehlung, aber auch dass ist schwachsinn und gilt überhaupt nicht für unsere länder.
immerhin meinte sie, dass das stillen ja nicht nur nahrung ist. immerhin etwas.
aber auch als ich sagte, dass ich das alles anders sehe, hat sie weiter auf das stillen rumgepocht.
mir erzählt, dass sie nichts gesundes mehr beinhaltet und und und.
dann meinte sie noch, dass schlafen und abstillen die ersten erzieherischen maßnahmen seien
als ich raus war, gings mir echt beschissen. sie gab mir das gefühl, dass ich den kleinen verhungern lasse, dass ich angst haben muss, dass das jugendamt vor der tür steht,...
nun warte ich auf die blutwerte. wenn es nicht die schilddrüse ist, hat sie ihren grund ja bestätigt (schon währenddessen hat sie immer wieder gesagt, dass es am stillen liegt).
ich will da nicht mehr hin, weil ich denke, dass sie das thema nicht lässt.
selbst wenn ich sagen würde, dass das stillen mein ding ist und ich das nicht weiter mit ihr besprechen möchte.
zumal es ihr ja eigentlich gar nix angeht, ob und wieoft ich stille.
nach meinen mahlzeiten hätte sie ja mal fragen können! schließlich war ich wegen mir da und nicht wegen dem kleinen.
wie geht ihr denn damit um, wenn ihr in so eine situation kommt?
ich hätte gedacht, dass ich wesentlich cooler damit umgehe - dem war aber nicht so!


