Wieso so vorsichtig?
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
- Zhea
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Wieso so vorsichtig?
Hi
So ich bin beim Beikostthema angelangt. Meine Kleine ist 5 Monate alt und bisher vollgestillt. Aufgrund baldiger externer Betreuung möchte ich 1-2 Mahlzeiten ersetzen.
Ganz nach Protokoll hab ich nun mit Kartoffel angefangen und es kam schon mal gut an.
Ich würde gerne MIttags Gemüse/Früchte-Brei geben. Anfangen mit Kartoffel .. mit der Zeit ein bisschen Karotte rein, dann vielleicht Apfel, Banane. Was auch immer.
Abends dann gerne Reisflocken mit Wasser (von Holle).
Wieso muss man da so langsam und vorsichtig vorgehen? Was kann denn da alles schief gehen? Muss ich jetzt erst jedes Gemüse 2-3 Wochen geben, bevor ich das nächste einführe? Wie lange müsste ich denn warten mit den Reisflocken? Kann ich das nicht Parallel machen?
Wie ist das mit Fingerfood? Geht das auch irgendwie?
Ach sorry für meine unqualifizierten Fragen, aber ich find das so kompliziert und seh den Sinn darin noch nicht ganz. Ich möchte das gerne intuitiver und nach Gefühl angehen.
Zhea
So ich bin beim Beikostthema angelangt. Meine Kleine ist 5 Monate alt und bisher vollgestillt. Aufgrund baldiger externer Betreuung möchte ich 1-2 Mahlzeiten ersetzen.
Ganz nach Protokoll hab ich nun mit Kartoffel angefangen und es kam schon mal gut an.
Ich würde gerne MIttags Gemüse/Früchte-Brei geben. Anfangen mit Kartoffel .. mit der Zeit ein bisschen Karotte rein, dann vielleicht Apfel, Banane. Was auch immer.
Abends dann gerne Reisflocken mit Wasser (von Holle).
Wieso muss man da so langsam und vorsichtig vorgehen? Was kann denn da alles schief gehen? Muss ich jetzt erst jedes Gemüse 2-3 Wochen geben, bevor ich das nächste einführe? Wie lange müsste ich denn warten mit den Reisflocken? Kann ich das nicht Parallel machen?
Wie ist das mit Fingerfood? Geht das auch irgendwie?
Ach sorry für meine unqualifizierten Fragen, aber ich find das so kompliziert und seh den Sinn darin noch nicht ganz. Ich möchte das gerne intuitiver und nach Gefühl angehen.
Zhea
- gaurangi
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Re: Wieso so vorsichtig?
mir war das Breilekochen zuwider und so hat unsere Kleine von Anfang an Fingerfood bekommen. So gehts unkomplizierter, aber auch länger, bis die Kleinen bedeutende mengen essen und so eine Stillmahlzeit ersetzt werden kann.
Beim BWL gibt man eigentlich alles, was dem Baby Spass machen könnte, da gibts keine Regeln, was wann und wie lange und so. Tabu ist nur, was auch sonst tabu ist im ersten Lebensjahr: Salz, zuviel Zucker, zu scharf, Honig, ganze Nüsse.
Soviel ich weiss ist das langsame Einführen von Lebensmitteln eine Allergieprävention. Wenn in der Familie Allergien vorkommen, wird das von der MüBe dringend angeraten. So könnte nämlich eine allfällige allergische Reaktion einfacher einem gewissen Lebensmittel zugeschrieben werden.
Mittlerweile aber gibt es auch die Theorie, das gerade dieses Selektionieren zu vermehrten Allergien führt. Also ich würd auf mein Mamainstinkt hören und mein Kind gut beobachten und auf den selektionierten Menüplan pfeiffen
Beim BWL gibt man eigentlich alles, was dem Baby Spass machen könnte, da gibts keine Regeln, was wann und wie lange und so. Tabu ist nur, was auch sonst tabu ist im ersten Lebensjahr: Salz, zuviel Zucker, zu scharf, Honig, ganze Nüsse.
Soviel ich weiss ist das langsame Einführen von Lebensmitteln eine Allergieprävention. Wenn in der Familie Allergien vorkommen, wird das von der MüBe dringend angeraten. So könnte nämlich eine allfällige allergische Reaktion einfacher einem gewissen Lebensmittel zugeschrieben werden.
Mittlerweile aber gibt es auch die Theorie, das gerade dieses Selektionieren zu vermehrten Allergien führt. Also ich würd auf mein Mamainstinkt hören und mein Kind gut beobachten und auf den selektionierten Menüplan pfeiffen
- Iris
- Profi-SuTler
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Re: Wieso so vorsichtig?
Aaaaalso: Was sich geändert hat, ist, dass die Liste der "verbotenen" Lebensmittel nicht mehr so lang ist. Im Prinzip kann ab dem 7. Lebensmonat so ziemlich alles (also z. B. auch Fisch und Ei) gegeben werden. Bis vor Kurzem galt die Empfehlung, bestimmte Lebensmittel, die als allergen gelten, möglichst lange zu meiden.
Was sich nicht geändert hat, ist der Tipp, möglichst nur ein neues Nahrungsmittel pro Woche einzuführen. Dies ist dann praktisch, wenn ein Kind auf einmal eine (allergische) Reaktion zeigt. Dann weiß ich genau, worauf es reagiert hat, nämlich auf das eine neu eingeführte Lebensmittel. Aber eine Woche reicht wirklich - 2-3 Wochen sind übertriebene Vorsicht.
Was sich nicht geändert hat, ist der Tipp, möglichst nur ein neues Nahrungsmittel pro Woche einzuführen. Dies ist dann praktisch, wenn ein Kind auf einmal eine (allergische) Reaktion zeigt. Dann weiß ich genau, worauf es reagiert hat, nämlich auf das eine neu eingeführte Lebensmittel. Aber eine Woche reicht wirklich - 2-3 Wochen sind übertriebene Vorsicht.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
- Zhea
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Re: Wieso so vorsichtig?
hi
na das klingt ja schon ganz anders.
kann ich dann mittags brei und nachmittags/abends diese reisflocken gleichzeitig einführen? müsste dann doch eigentlich gehen oder?
allergien haben wir eigentlich fast keine in der familie. denke nicht, dass da besondere vorsicht geboten ist.
danke
zhea
na das klingt ja schon ganz anders.
kann ich dann mittags brei und nachmittags/abends diese reisflocken gleichzeitig einführen? müsste dann doch eigentlich gehen oder?
allergien haben wir eigentlich fast keine in der familie. denke nicht, dass da besondere vorsicht geboten ist.
danke
zhea
- Amber
- Power-SuTler
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- Registriert: 30.01.2010, 16:44
Re: Wieso so vorsichtig?
Die Regel, nur ein Lebensmittel pro Woche einzuführen, gilt nicht nur für Allergiker, sondern anfangs für alle Babys. Es geht nicht nur darum, eventuelle Allergien zu erkennen, sondern jede Art von Unverträglichkeiten (wunder Po nach Apfelbrei etc.). Falls irgendwas auftritt, kann man die Ursache leicht ausschließen. Bekommt das Baby schon verschiedene Sachen, ohne dass Unverträglichkeiten aufgetreten sind, reichen auch drei Tage Abstand. Ich würde lieber eine Woche mit den Reisflocken warten.
Vergesse einfach alle starren Regeln ("erst Kartoffel, dann Möhre, dann...") sondern höre auf Deinen Bauch. Nur den zeitlichen Abstand solltest Du berücksichtigen. Wahrscheinlich wird sich auch bei Euch die Breimenge nach Deiner Kleinen richten. Ebenso ist es mit Fingerfood. Manche Babys lieben es, andere nicht. Mein Kleiner Mann hat wochenlang nur den Inhalt einer Espressotasse an Brei gegessen, mehr nicht. Bis heute (12 Monate) lehnt er Fingerfood ab, Nahrung muss breiförmig sein. Außer Reiswaffeln, die knuspert er mit Begeisterung.Zhea hat geschrieben: Ich möchte das gerne intuitiver und nach Gefühl angehen. Zhea
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Wieso so vorsichtig?
Da meine Kinder, außer Kind 1, dre bekam anfangs noch Brei, eifnach bei uns mitaßen, haben wir uns an keine Regeln gehalten.
Ich weiß ja, dass das so geraten wird, tue das ja selber auch meist - aber mir kam das so verkopft vor. Und so unnatürlich. Sie durften essen, was wir auch aßen - evtl. kindgerecht zubereitet (also ohne scharfe Gewürze usw.) Fleisch gab es im ersten Jahr nicht.
Ich weiß ja, dass das so geraten wird, tue das ja selber auch meist - aber mir kam das so verkopft vor. Und so unnatürlich. Sie durften essen, was wir auch aßen - evtl. kindgerecht zubereitet (also ohne scharfe Gewürze usw.) Fleisch gab es im ersten Jahr nicht.
- Zhea
- Power-SuTler
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Re: Wieso so vorsichtig?
ok - ich hör auf mein gefühl
mag mich nicht an so starre regeln halten. kartoffelbrei haben wir jetzt eh für ne woche. also kriegt sie das mal.
mag mich nicht an so starre regeln halten. kartoffelbrei haben wir jetzt eh für ne woche. also kriegt sie das mal.
- Iris
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3025
- Registriert: 04.05.2006, 22:38
Re: Wieso so vorsichtig?
Na ja, das wären ja dann ggf. 2 Nahrungsmittel auf einmal.Zhea hat geschrieben: kann ich dann mittags brei und nachmittags/abends diese reisflocken gleichzeitig einführen? müsste dann doch eigentlich gehen oder?
Auch die Verdauung muss sich ja auf die feste Kost einstellen. Ich würde erst einmal eine Zeitlang bei einer Mahlzeit bleiben, bevor ich die zweite einführe. Wenn keine Verdauungsprobleme auftreten, kannst Du ja die "Schlagzahl" erhöhen.
Grundsätzlich ist hier auf jeden Fall Dein eigenes Gefühl/die Beobachtung Deines Kindes gefragt.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Sagittaria
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- Registriert: 26.12.2007, 19:04
- Wohnort: Überlingen
Re: Wieso so vorsichtig?
Die neuesten Empfehlungen bei einem nicht allergievorbelasteten Kind sind, dass Du eigentlich Alles von Anfang an geben kannst.
Vorsicht natürlich bei Salz und Gewürzen, sowie Honig z.B. wegen der eventuell enthaltenen Bakterien, nicht wegen des Allergiepotentials.
An sich kannst Du Querbeet alles, was gerade so wächst (regionales Obst und Gemüse) anbieten.
Rücksicht auf bestimmte Zeitpunkte udn bestimmte Nahrungsmittel brauchst Du nicht zu nehmen. Außer natürlich Dein gesunder Menschenverstand - also keine Pommes mit Currywurst oder so
Vorteilhaft bleibt weiterhin, dass viel Muttermilch zusammen mit wenig Beikost gegeben wird. Ansonsten musst Du auf Flüssigkeitszufuhr und Zusammensetzung schon etwas mehr achten (Öl beigeben z.B., wenn vor der Mahlzeit nicht gestillt wird).
Vorsicht natürlich bei Salz und Gewürzen, sowie Honig z.B. wegen der eventuell enthaltenen Bakterien, nicht wegen des Allergiepotentials.
An sich kannst Du Querbeet alles, was gerade so wächst (regionales Obst und Gemüse) anbieten.
Rücksicht auf bestimmte Zeitpunkte udn bestimmte Nahrungsmittel brauchst Du nicht zu nehmen. Außer natürlich Dein gesunder Menschenverstand - also keine Pommes mit Currywurst oder so
Vorteilhaft bleibt weiterhin, dass viel Muttermilch zusammen mit wenig Beikost gegeben wird. Ansonsten musst Du auf Flüssigkeitszufuhr und Zusammensetzung schon etwas mehr achten (Öl beigeben z.B., wenn vor der Mahlzeit nicht gestillt wird).
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas
Trageberatung - Trageschule ClauWi - GK, AK und Zerti
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Montana
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 27.12.2009, 16:18
- Wohnort: Backnang
Re: Wieso so vorsichtig?
Schätzt du dein Kind eher unempfindlich ein? Merkt man meist schon früher;-)
Meine ist nämlich was den Magen angeht recht robust, ich habe zwar wenig Allergie aber nicht arg. Deshalb bin ich sehr nach Gefühl rangegangen und habe auch durchaus mehrere Dinge in kurzem Abstand eingeführt (jedoch leichtverdauliches). Morgens gab es Hirseflocken mit Birnenmus, Mittags habe ich soweit ich noch weiß mit Pastinake begonnen, es gab aber auch Kartoffel, Brokkoli, Zuchini etc. Meine hat ohnehin anfangs länger nur Minimengen gegessen und weiterhin viel gestillt, das fand ich instinktiv am Besten zum Kennenlernen von neuen Speisen.
Meine ist nämlich was den Magen angeht recht robust, ich habe zwar wenig Allergie aber nicht arg. Deshalb bin ich sehr nach Gefühl rangegangen und habe auch durchaus mehrere Dinge in kurzem Abstand eingeführt (jedoch leichtverdauliches). Morgens gab es Hirseflocken mit Birnenmus, Mittags habe ich soweit ich noch weiß mit Pastinake begonnen, es gab aber auch Kartoffel, Brokkoli, Zuchini etc. Meine hat ohnehin anfangs länger nur Minimengen gegessen und weiterhin viel gestillt, das fand ich instinktiv am Besten zum Kennenlernen von neuen Speisen.
