Kann sich der Stillrhythmus noch ändern?

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kruemelkekschen
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Kann sich der Stillrhythmus noch ändern?

Beitrag von kruemelkekschen »

Hallo,

mein Sohn wollte von Anfang an alle 2 bis 3 Stunden gestillt werden, manchmal auch häufiger. Ich weiß, dass das bei Stillkindern durchaus normal sein kann. Jetzt wird er aber immer älter, hält aber nicht länger aus. Er wird noch voll gestillt. Nachts will er auch alle 2-3 Stunden an die Brust (er schläft bei uns im FB). Er hat ein einziges Mal fast 6 Stunden am Stück geschlafen. Ganz selten schläft er mal 4-5 Stunden und dann auch nur direkt nach dem Einschlafen. Da er um 19 Uhr ins Bett geht, habe ich leider davon nicht viel, da ich um diese Zeit noch nicht schlafen kann.
Sein Rhythmus ist auch keine Phase, da er dann sogar alle 30-60 Min gestillt werden möchte. So langsam wird es doch recht anstrengend, da ich keinen Schlaf am Stück bekomme. Tagsüber kann ich mich auch nicht hinlegen, da Sohnemann nur im Tragetuch schläft.
Wie war das bei Euch? Kann aus so einem Schlaf- und Stillrhythmus noch ein längerer werden? Wird sich da mit Beikoststart noch was verändern? Mein Kleiner kann beim ins Bettgehen sogar alleine und ohne Brust einschlafen, das hilft aber nicht in der Nacht :( Habt Ihr sonst noch Tipps, was ich vielleicht versuchen könnte, um an ein wenig mehr Schlaf zu kommen? Ach ja, ich habe bisher immer im Liegen gestillt und konnte daruch fast ungestört weiterschlafen, aber seit ca. 2 Wochen möchte Sohnemann das nicht mehr. Ich muss mich also immer im Bett aufsetzen, dann trinkt er auch direkt. Und noch eins: mein Kleiner ist ein "Turbotrinker", er trinkt tagsüber nie länger als 5 Min an einer Brust, oft auch nur 2-3 Min. Nachts schafft er auch mal 7 Min an einer Brust, aber nur, weil er dabei weiterschläft :lol: Holt er sich vielleicht dann einfach zu wenig? Aber länger will er einfach nicht trinken.

LG kruemelkekschen
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AmysMom
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Re: Kann sich der Stillrhythmus noch ändern?

Beitrag von AmysMom »

Hallo, Kruemelkeckschen!

Man kann ja so etwas schlecht prognostizieren, ich kann nur von unseren Erfahrungen berichten. Als Amy klein war, war sie eine Super-Schläferin. Umso älter sie wurde, umso kürzer wurden die Abstände zwischen den Wachphasen. Bei uns gibt es zwischendurch immer wieder gute Phasen - damit meine ich 3 bis 4 Stunden Schlaf am Stück, die bringen mir immer wieder etwas Kraft.

Da wir beide auch Vollzeit arbeiten gehen, sind solche Phasen wie jetzt, wo es nicht so gut läuft, echt übel. Wir machen es dann so, dass wir uns die Nacht quasi aufteilen. Mein Mann schläft die erste Hälfte, so bis ca. 3 Uhr, mit ihr auf der Couch. Da hab ich dann ein paar Stunden Schlaf am Stück. Dann bringt er sie mir ins Bett und dann kann er noch ein bisschen ungestört schlafen.

Ach ja, und ich gehe oft um 20 Uhr mit meinem Kind ins Bett... Klar hat man dann nicht viel vom Partner und der Haushalt liegt brach. Aber - hey, was soll's? Lässt sich momentan halt nicht ändern.

Ich hoffe, ihr findet einen Weg, wie ihr eure Schlafbedürfnisse irgendwie unter einen Hut bringen könnt.

Völlig übermüdete Grüße
Franzi
Liebe Grüße
F.

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Amber
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Re: Kann sich der Stillrhythmus noch ändern?

Beitrag von Amber »

Der Rhythmus kann sich ändern, genauso die Trinkgewohnheiten. Wie alt ist denn Dein Sohn? Vielleicht schaffst Du es, tagsüber die Stillabstände zu vergrößern, damit er dann richtig Hunger hat und gut und lange trinkt. Etwas Abwechslung wo was los ist (z.B. eine längere Einkaufstour) helfen, die Zeit zu verlängern.

Wenn er nachts beim Stillen weiterschläft, dann kann er eigentlich keinen Hunger haben. Zum Wieder-Einschlafen setze ich mich gerne mit meinem Kleinen Mann auf einen Sitzball, durch das Gewippe pennt er schnell weiter. Außer er hat wirklich Hunger.

Mein Kleiner Mann macht seinen Mittagsschlaf auch im Tuch, wir legen uns dann zusammen ins Bett: Ich binde die WKT, wenn er eingeschlafen ist mache ich den Knoten auf und lasse ihn etwas tiefer rutschen. Meinen Rücken unterstütze ich mit einer gefalteten Bettdecke, damit ich nicht ganz flach liege, nochn Kopfkissen drauf, Wolldecke und fertig. So schlafen wir beide bis er aufwacht. Und meistens grinst er mich dabei bis über beide Ohren an! Vielleicht klappt das auch bei Euch, viel Erfolg! Denn jede Minute Schlaf zählt...
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
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kruemelkekschen
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Re: Kann sich der Stillrhythmus noch ändern?

Beitrag von kruemelkekschen »

Danke für Eure Antworten. Mein Sohn ist 5 Monate alt. Mal sehen, ob das klappt, tagsüber die Abstände zu vergrößern. Er ist nämlich derzeit tagsüber sehr abgelenkt und alles ist für ihn interessanter als Stillen. Er trinkt immer nur das Nötigste und schaut dann wieder in der Welt rum :roll: Ich kann ihn ja nicht zum Trinken zwingen. Und dann hat er natürlich auch schnell wieder Hunger.
Nachts trinkt er wirklich, ich höre ihn schlucken. Er schläft dann aber ein, trinkt aber noch weiter, bis er dann abdockt.
Ich werde mal probieren, mich mit dem Kleinen im TT ins Bett zu legen.
@AmysMom: die Nächte aufteilen geht bei uns leider noch nicht, mein Mann weigert sich, den Kleinen zu stillen :lol: Ist für später aber sicher eine gute Möglichkeit. Drücke Euch die Daumen, dass Ihr auch bald wieder mehr Schlaf findet
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Re: Kann sich der Stillrhythmus noch ändern?

Beitrag von jusl »

Hallo,

ich rate eher davon ab, zu versuchen, am Stillrhythmus (bzw. Stilltemperament) des Babys zu manipulieren. Meist klappt es nicht (v.a. wenn das Baby faktisch gar kein "echtes" Problem hat!), und dies kann zu viel Frust auf beiden Seite führen (und damit tatsächlich zu echten Problemen!..).

Dein Baby mag durchschnittlich alle 2-3 Stunden trinken - dies ist absolut normal. Viele Kinder entwickeln im 2. Lebensjahr längere Schlafphasen, manche schlafen dann schon viele Stunden am Stück oder sogar durch, und spätestens im Kindergartenalter hat sich bei den allermeisten Kindern das Schlafverhalten von "Baby" auf "Kind" geändert. Von der Einführung von Beikost ist dies i.d.R. unabhängig - die Schlafmuster die ein Gehirn produziert, haben nur sehr unwahrscheinlich etwas mit dem genauen Füllstand des Magens zu tun ;-)

Dein Baby trinkt nur wenige Minuten - wunderbar; er kann es einfach sehr schnell. Er versteht es nicht (kann dabei vielleicht sogar richtig sauer werden?!?), wenn Du versuchst, ihn länger an der Brust zu halten. Man kann aus einer Schnecke kein Rennpferd machen; und umgekehrt genauswenig. Dein Baby hat gar kein Problem. Deshalb führen vermeintliche "Verbesserungen" leider oft zum Gegenteil des Erhofften.
Habt Ihr sonst noch Tipps, was ich vielleicht versuchen könnte, um an ein wenig mehr Schlaf zu kommen?
Vielleicht magst Du doch ab und zu EHER ins Bett gehen? Der Tipp mit dem TT ist auch einen Versuch wert. Und was auch noch geht, besser noch in einigen Wochen/Monaten: bei heftiger Müdigkeit hab ich mich gerne mal mit Kind(ern) ins Kinderzimmer oder Schlafzimmer eingeschlossen, ihnen einen Haufen Bauklötze oder ähnliches vor die Nase gestellt, gefährliches weggeräumt, und hab dann selbst einen Stunde geschlafen/gedöst, während die Kinder spielen. Durchaus erholsam - und manchmal muss man einfach auch die Notbremse ziehen; dann geht es eben nicht anders. Meine Notbremse war dieses Einschließen :lol:
Ach ja, ich habe bisher immer im Liegen gestillt und konnte daruch fast ungestört weiterschlafen, aber seit ca. 2 Wochen möchte Sohnemann das nicht mehr.
Das wiederum ist irgendwie das Problem Deines Babys, oder? ;-) "Stillen nachts gibt's nur im Liegen" - dies ist etwas, mit dem ein Baby defintiv klarkommen sollte! (Falls dies tatsächlich schwierig bis unmöglich geworden ist, würde ich mögliche Ursachen dafür ärztlich abklären lassen! Vielleicht hat Dein Baby Schmerzen, Blockaden, Ohreninfektion oder ähnliches, die es hindern, im Liegen schmerzfrei und angenehm stillen zu können.)
mein Kleiner ist ein "Turbotrinker", er trinkt tagsüber nie länger als 5 Min an einer Brust, oft auch nur 2-3 Min.
Wie gesagt; dies ist sein Naturell. Dies wirst Du nicht ändern können.

LG und viel Glück, dass Ihr bald ein Arrangement findet, mit dem Ihr beide gut zurecht kommt!
Julia
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