Wirklich zu wenig Milch?
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bigfoot
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Wirklich zu wenig Milch?
Hallo.
Ich habe mal eine Frage für eine Freundin. Sie hat vor gut 2 Wochen auf natürlichem Weg entbunden und danach einige Tage im Krankenhaus verbracht. Ihre Kleine wog bei der Geburt 3200 gr. und war 48 cm groß. Sie hat mir erzählt, dass sie von Anfang an sehr wenig Milch hatte und schon im Krankenhaus bekam die Kleine Zusatzmilch aus der Flasche. Meine Freundin sagt, sie produziert weniger Milch, da sie große Brüste hat. Das kann ich nicht glauben. Als ich sie letztens besucht habe, hat sie gerade abgepumpt und es kamen auf jeder Seite ca. 40 ml Milch. Danach hat sie die Kleine angelegt und kurz darauf festgestellt, dass nicht genug Milch kommt und sie mit abgepumpter Milch aus der Flasche gefüttert. Neben ihrem Bett gab es eine ganze Ansammlung von Flaschen. Dann stand dort die Milchpumpe und die Fertignahrung und ich dachte nur, was für ein Stress... Ich habe nie nachgemessen wieviel Milch aus meinen Brüsten kam und immer wieder angelegt. Ich glaube, meine Freundin sollte dies auch tun. Aber ihre Hebamme ist da wohl anderer Meinung. Soweit ich weiß, hat ihre Kleine nach der Entbindung nicht dramatisch abgenommen. Meint ihr, es ist möglich, nach zwei Wochen die Fertignahrung wegzulassen und halt immer und immer wieder anzulegen? Oder ist es dafür zu spät? Ich denke, meine Freundin isst auch zu wenig, weil sie einfach nicht dazu kommt, sich etwas zuzubereiten. Mittag isst sie warm, aber ansonsten glaube ich, eher gar nichts. Ist es ok, wenn sie ihren Kalorienbedarf auch mit Keksen etc. regelt? Würde ihr gern helfen, denn ich finde stillen einfach wunderbar und sooo wichtig. Aber ich bin halt keine Fachkraft und möchte ihr auch nichts falsches raten.
Danke für Eure Antworten.
Ich habe mal eine Frage für eine Freundin. Sie hat vor gut 2 Wochen auf natürlichem Weg entbunden und danach einige Tage im Krankenhaus verbracht. Ihre Kleine wog bei der Geburt 3200 gr. und war 48 cm groß. Sie hat mir erzählt, dass sie von Anfang an sehr wenig Milch hatte und schon im Krankenhaus bekam die Kleine Zusatzmilch aus der Flasche. Meine Freundin sagt, sie produziert weniger Milch, da sie große Brüste hat. Das kann ich nicht glauben. Als ich sie letztens besucht habe, hat sie gerade abgepumpt und es kamen auf jeder Seite ca. 40 ml Milch. Danach hat sie die Kleine angelegt und kurz darauf festgestellt, dass nicht genug Milch kommt und sie mit abgepumpter Milch aus der Flasche gefüttert. Neben ihrem Bett gab es eine ganze Ansammlung von Flaschen. Dann stand dort die Milchpumpe und die Fertignahrung und ich dachte nur, was für ein Stress... Ich habe nie nachgemessen wieviel Milch aus meinen Brüsten kam und immer wieder angelegt. Ich glaube, meine Freundin sollte dies auch tun. Aber ihre Hebamme ist da wohl anderer Meinung. Soweit ich weiß, hat ihre Kleine nach der Entbindung nicht dramatisch abgenommen. Meint ihr, es ist möglich, nach zwei Wochen die Fertignahrung wegzulassen und halt immer und immer wieder anzulegen? Oder ist es dafür zu spät? Ich denke, meine Freundin isst auch zu wenig, weil sie einfach nicht dazu kommt, sich etwas zuzubereiten. Mittag isst sie warm, aber ansonsten glaube ich, eher gar nichts. Ist es ok, wenn sie ihren Kalorienbedarf auch mit Keksen etc. regelt? Würde ihr gern helfen, denn ich finde stillen einfach wunderbar und sooo wichtig. Aber ich bin halt keine Fachkraft und möchte ihr auch nichts falsches raten.
Danke für Eure Antworten.
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Sally
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Re: Wirklich zu wenig Milch?
Sie hat erst abgepumpt und DANACH das Baby angelegt??? Ist doch logisch, dass dann nicht mehr genug Milch kommt. Und ihre Hebamme hat zu dieser Vorgehensweise geraten???
Die Begründung mit den großen Brüsten ist auch unsinnig. Ich habe 80 J und genug Milch.
Die Begründung mit den großen Brüsten ist auch unsinnig. Ich habe 80 J und genug Milch.
Sally mit Mopsi (07/2007) und Mopsine (02.10.09)
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jusl
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Re: Wirklich zu wenig Milch?
Nur kurz in Stichpunkten:
Sollte sie durch korrekt(!) durchgeführte Wiegeproben feststellen, dass das Baby nur wenige ml rauskriegt, dann liegt der Verdacht sehr nahe, dass das Kind durch die Flaschenfütterung Saugstörungen ("Saugverwirrung") entwickelt hat. Hier sollte sie dann schnell handeln und sich an eine Stillberaterin wenden.
Vielleicht magst Du Deiner Freundin vorschlagen, sich hier selbst mal zu melden? "Second Hand-Stillberatung" funktioniert nicht
Fakt ist: die ersten 2-3 Wochen sind geraaaaaade noch so die Grenze, um evtl Störungen im Frühwochenbett noch auffangen zu können. Wenn sie jetzt noch weitere 4 Wochen weiterhin viel künstliche Milch zufüttert, dann ist DIESER Zug (Laktation auf Vollstillniveau bringen) wahrscheinlich abgefahren. Auch Saugverwirrung ließe sich JETZT noch recht schnell erfolgreich behandeln; in einigen Wochen wäre das erheblich schwieriger und langwieriger.
LG;
Julia
UNSINN. Sog. "Fleischbrüste" sind ein Ammenmärchen.Meine Freundin sagt, sie produziert weniger Milch, da sie große Brüste hat.
Das ist als "Pumpleistung" sehr viel, und dazu ein recht sicheres Zeichen dafür, dass sie so sogar den MSR ausgelöst bekommt.Als ich sie letztens besucht habe, hat sie gerade abgepumpt und es kamen auf jeder Seite ca. 40 ml Milch.
Wie hat sie das denn festgestellt?!? Und was meint sie denn, wie viel da kommen müsste, damit es "genug" ist?Danach hat sie die Kleine angelegt und kurz darauf festgestellt, dass nicht genug Milch kommt
Das hängt v.a. vom Zeitpunkt des Zufütterbeginns und der Zufüttermenge ab - lässt sich nur individuell klären!Meint ihr, es ist möglich, nach zwei Wochen die Fertignahrung wegzulassen und halt immer und immer wieder anzulegen? Oder ist es dafür zu spät?
Vielleicht magst Du Deiner Freundin vorschlagen, sich hier selbst mal zu melden? "Second Hand-Stillberatung" funktioniert nicht
Fakt ist: die ersten 2-3 Wochen sind geraaaaaade noch so die Grenze, um evtl Störungen im Frühwochenbett noch auffangen zu können. Wenn sie jetzt noch weitere 4 Wochen weiterhin viel künstliche Milch zufüttert, dann ist DIESER Zug (Laktation auf Vollstillniveau bringen) wahrscheinlich abgefahren. Auch Saugverwirrung ließe sich JETZT noch recht schnell erfolgreich behandeln; in einigen Wochen wäre das erheblich schwieriger und langwieriger.
LG;
Julia
- tania
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Re: Wirklich zu wenig Milch?
bitte bitte morgen stillberatung ind anspruch nehmen. hebammen sind klasse und für die vorsorge und die geburt und die nachsorge da. fürs stillen gibt es stillberaterinnen.
(klingt nach klassischen still-"problemen", die sich beheben lassen. toll, dass sie dich hat. wir hatten gerade erst wieder eine frau mit ähnlichen problemen und ähnlich altem kind in unserer stillgruppe, inzwischen füttert sie nicht mehr zu
)
(klingt nach klassischen still-"problemen", die sich beheben lassen. toll, dass sie dich hat. wir hatten gerade erst wieder eine frau mit ähnlichen problemen und ähnlich altem kind in unserer stillgruppe, inzwischen füttert sie nicht mehr zu
tania mit sohn *09 und sohn *12
- MamaSonja
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Re: Wirklich zu wenig Milch?
Kleiner Tipp noch fürs Zum-Essen-kommen: Ist zwar kulinarisch nicht gerade das Größte, aber warmer Haferbrei (Instant-Babybrei) ist gut für die Milchbildung und ganz schnell gemacht. Besser als gar nichts essen! Auch Mandeln zum Knabbern machen keine Arbeit und fördern die Milchbildung.
Sonja (06/76) mit Kobold (06.07.2007) und BES-gestilltem Täubchen (08.10.2009)
- PumpenBienchen
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Re: Wirklich zu wenig Milch?
Nur mal zum Mutmachen auch später sind solche Stillschwierigkeiten in den Griff zu bekommen und nicht unbedingt so schwer wie man vermutet wir haben is mit 9 Wochen begonnen mit Fingerfeeding... und so und überraschenderweise ging es schneller als wir uns Stillberatung vermutet hatten auch die Milch konnten wir schnell weglassen. Meine Erfahrung sagt alles ist möglich und wenn man schon zur Hälfte auf dem Berg ist ist er nur noch halb so hochjusl hat geschrieben: Fakt ist: die ersten 2-3 Wochen sind geraaaaaade noch so die Grenze, um evtl Störungen im Frühwochenbett noch auffangen zu können. Wenn sie jetzt noch weitere 4 Wochen weiterhin viel künstliche Milch zufüttert, dann ist DIESER Zug (Laktation auf Vollstillniveau bringen) wahrscheinlich abgefahren. Auch Saugverwirrung ließe sich JETZT noch recht schnell erfolgreich behandeln; in einigen Wochen wäre das erheblich schwieriger und langwieriger.
LG;
Julia
- PumpenBienchen
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Re: Wirklich zu wenig Milch?
die Fläschchenmilch konnten wir schnell weglassenPumpenBienchen hat geschrieben: auch die Milch konnten wir schnell weglassen.

