Georg ist unser zweites Kind, jetzt 7 Wochen alt.
Seine große Schwester habe ich 11 Monate voll gestillt, mit 18 Monaten hat sie sich (wohl wegen der neuen Schwangerschaft) dann selbst abgestillt. Ich hab mich wahnsinnig aufs wieder-stillen gefreut, und dachte eigentlich, daß ich halbwegs gut vorbereitet drauf bin.
Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt...
Mit Georg hat´s von Anfang an nie so richtig klappen wollen. Er verhält sich, als hätte er eine Saugverwirrung - welche er (theoretisch jedenfalls) eigentlich gar nicht haben kann. Im Krankenhaus hatte ich ihn - bis auf 2x ca. 3 Stunden in der Nacht - immer bei mir, ich hab ausdrücklich drum gebeten bzw. drauf hingewiesen, daß ich weder Schnuller noch Fläschchen haben möchte.
Und trotzdem - er hatte von Beginn an Schwierigkeiten, die Brust richtig zu fassen - ohne Hilfe kann er´s bis heute nicht. Er rollt die Zunge so komisch zusammen, fuchtelt ganz hektisch mit dem Mund vor der Brust hin und her, aber kann sie nicht packen... ich muss ihm die Brust jedesmal hinhalten bzw. in den Mund führen - dann klappts.
Er trinkt einige Schluck, verliert die Brust dann und ich muss ihm wieder helfen, damit er sie erwischt...
Oft ist es so, daß er 2-3 Schluck trinkt, sich dann nach hinten durchbiegt, ganz steiff wird und brüllt wie am Spieß. Als täte ich ihn vergiften wollen
Besonders anstrengend ist´s derzeit in der Nacht, weil das einschlafstillen so gar nicht klappen will.
Wenn ich ihn im Bett sitzend stille, wird er sofort wach, wenn ich ihn ablege.
Stille ich ihn im liegen, verliert er dauernd die Brust aus dem Mund was natürlich dazu führt, daß er immer wacher (und zorniger) wird - während ich mit dem einschlafen kämpfe.
Was mir noch aufgefallen ist - meine Tochter hat wahnsinnig gerne an der Brust so dahingenuckelt, auch zur Beruhigung ohne Hunger. Georg will das so gar nicht - es zipft ihn maßlos an, wenn er nuckeln will und immer Milch kommt -> Gebrüll, im Endeffekt kommt alles wieder in hohem Bogen raus.
Ich hab ihm ein paar Mal den Schnuller gegeben, weil ich mir so gar nimmer anders zu helfen wusste - er hat ihn liebend gerne angenommen.
Stillen wurde dadurch weder schlechter, noch besser. Aber zu oft getrau ich mich das nicht (den Schnuller geben) weil ich wirklich Angst hab, daß ich mir das Stillen dadurch komplett zusammenhau´ und gar nix mehr klappt (aber schlimmer kann´s bald eh schon nimmer werden)
Momentan pfeif´ ich echt aus dem letzten Loch, ich bin ziemlich erledigt.
Gottseidank ist mein Mann den ganzen Jänner zuhause und hilft mir mit der "Großen"...
Ich wäre echt dankbar für Tipps / Erfahrungsberichte usw. - irgendwas sollte sich bei uns da echt schleunigst ändern.
Stillen will ich unbedingt, Flascherl ist keine Alternative.

