ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
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Erika
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ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
Hallo,
um es vorweg zu schicken:
(1) iIch bin noch nicht fix und fertig, für meinen Geschmack ist alles noch im "normalen Rahmen". Ich würde aber schon gerne nachts wenigstens etwas länger am Stück schlafen.
(2) Ich weiß, dass viele hier nachts viel öfter stillen (müssen) und das die hier vorgetragene Frage für sie kein ernsthaftes Problem darstellt....
Mein Sohn (11 Monate) wird noch vollgestillt. Bei den Familienmahlzeiten knabbert er ein bißchen mit rum, aber das sind homöopathische Mengen, deshalb rede ich von Vollstillen. Er krabbelt seit 2 Monaten und kniet sich seit 2 Tagen hin.
Tagsüber stille ich ihn etwa alle zweieinhalb bis vier Stunden nach Bedarf, nachts will er aber alle anderthalb bis zwei Stunden etwas trinken. Tagsüber lässt sich das Stillen auch mal etwas hinausschieben, je nachdem, wie es eben gerade passt (in diesem Alter sind die Kinder ja schon etwas flexibler). Nachts hingegen will er unbedingt und sofort an die Brust. Er schläft eigentlich nur wieder ein, wenn er wieder was getrunken hat. Bis 3 Monate hat er nachts häufig durchgeschlafen (traumhaft war das), später wollte er mindestens 1x was trinken, dann irgendwann 2x, inzwischen sind wir bei 4-5x nachts. Es macht keinen Unterschied, ob er mit bei uns im Bett schläft oder ich ihn jedesmal in sein Bettchen zurück lege. Pünktlich nach anderthalb/zwei Stunden wacht er wieder auf und will an die Brust.
Ich habe den Eindruck, dass er nachts genausoviel oder sogar mehr Milch trinkt als tagsüber. Woran liegt das? Dass er sich nachts nicht nur ernährt, sondern auch trinkt, um sich meiner Nähe zu vergewissern ist mir klar. Aber muss das 5x die Nacht sein? Ist die Verarbeitung der Erlebnisse des Tages so anstrengend, dass er nachts mehr Energie verbraucht und deshalb mehr stillt?
Was habt Ihr für Tipps, um das nächtliche Stillen entspannter zu sehen?
um es vorweg zu schicken:
(1) iIch bin noch nicht fix und fertig, für meinen Geschmack ist alles noch im "normalen Rahmen". Ich würde aber schon gerne nachts wenigstens etwas länger am Stück schlafen.
(2) Ich weiß, dass viele hier nachts viel öfter stillen (müssen) und das die hier vorgetragene Frage für sie kein ernsthaftes Problem darstellt....
Mein Sohn (11 Monate) wird noch vollgestillt. Bei den Familienmahlzeiten knabbert er ein bißchen mit rum, aber das sind homöopathische Mengen, deshalb rede ich von Vollstillen. Er krabbelt seit 2 Monaten und kniet sich seit 2 Tagen hin.
Tagsüber stille ich ihn etwa alle zweieinhalb bis vier Stunden nach Bedarf, nachts will er aber alle anderthalb bis zwei Stunden etwas trinken. Tagsüber lässt sich das Stillen auch mal etwas hinausschieben, je nachdem, wie es eben gerade passt (in diesem Alter sind die Kinder ja schon etwas flexibler). Nachts hingegen will er unbedingt und sofort an die Brust. Er schläft eigentlich nur wieder ein, wenn er wieder was getrunken hat. Bis 3 Monate hat er nachts häufig durchgeschlafen (traumhaft war das), später wollte er mindestens 1x was trinken, dann irgendwann 2x, inzwischen sind wir bei 4-5x nachts. Es macht keinen Unterschied, ob er mit bei uns im Bett schläft oder ich ihn jedesmal in sein Bettchen zurück lege. Pünktlich nach anderthalb/zwei Stunden wacht er wieder auf und will an die Brust.
Ich habe den Eindruck, dass er nachts genausoviel oder sogar mehr Milch trinkt als tagsüber. Woran liegt das? Dass er sich nachts nicht nur ernährt, sondern auch trinkt, um sich meiner Nähe zu vergewissern ist mir klar. Aber muss das 5x die Nacht sein? Ist die Verarbeitung der Erlebnisse des Tages so anstrengend, dass er nachts mehr Energie verbraucht und deshalb mehr stillt?
Was habt Ihr für Tipps, um das nächtliche Stillen entspannter zu sehen?
LG
Erika
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mit großem Schnuffel (*Jan 2009) und kleinem Schnuffel (*Aug 2011)
Erika
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vroni
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Re: ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
Du hast nach Gründen für das häufigere nächtliche Stillen gefragt.
Neben der Nähe und der Verarbeitung des Erlebten spielt auch das Gehirnwachstum eine große Rolle. Ein großer Teil der Gehirnentwicklung findet nachts statt, und das verbraucht eine Menge Energie, die die Muttermilch in optimaler Weise liefert.
Dein Kleiner verhält sich instinktiv richtig und gut.
Das kann sehr anstrendgend für eine Mutter in unserem Kulturkreis sein, weil die Erwartung eine andere ist und das "Durchschlafen"(vor der Zeit) so ein wichtiges Ziel darstellt.
Neben der Nähe und der Verarbeitung des Erlebten spielt auch das Gehirnwachstum eine große Rolle. Ein großer Teil der Gehirnentwicklung findet nachts statt, und das verbraucht eine Menge Energie, die die Muttermilch in optimaler Weise liefert.
Dein Kleiner verhält sich instinktiv richtig und gut.
Das kann sehr anstrendgend für eine Mutter in unserem Kulturkreis sein, weil die Erwartung eine andere ist und das "Durchschlafen"(vor der Zeit) so ein wichtiges Ziel darstellt.
Liebe Grüße
vroni mit Augenstern (*10/02) und Goldkrümel (*10/06)
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- Altraia
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Re: ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
Es könnte helfen, ihn tagsüber häufiger stillen zu lassen. Mit 11 Monaten, quasi vollgestillt, sind Abstände von 2,5 -4 Stunden tagsüber eher lang. Irgendwie muss er seinen Energiebedarf ja decken.
Ich kenne genau diese Situation von meinem Sohn damals in dem Alter. Tagsüber war alles spannender als Stillen, nachts wurde das dann nachgeholt... Es wurde übrigens mit gut über einem Jahr von selbst, bald schlief er dann sogar durch. Aber Du könntest wirklich schauen, ob er tagsüber öfter stillen mag. Ansonsten hat Vroni die Gründe für das nächtliche Stillbedürfnis ja schon gut erläutert.
Ich kenne genau diese Situation von meinem Sohn damals in dem Alter. Tagsüber war alles spannender als Stillen, nachts wurde das dann nachgeholt... Es wurde übrigens mit gut über einem Jahr von selbst, bald schlief er dann sogar durch. Aber Du könntest wirklich schauen, ob er tagsüber öfter stillen mag. Ansonsten hat Vroni die Gründe für das nächtliche Stillbedürfnis ja schon gut erläutert.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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jusl
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Re: ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
Ergänzend dazu: der Prolaktinspiegel ist nachts i.d.R grundsätzlich höher als tagsüber. D.h. er wird mehr Milch gebildet (wie Altraia schon ganz richtig schrieb: ein 1-jähriger muss ja irgendwie auf seine Kalorien kommen!) - es ist also "effektiver", zu dieser Zeit den Hauptteil der Milch zu trinken. Auch hierzu passt natürlich der Hinweis: ruhig tags wieder öfter anbieten. 
LG;
Julia
LG;
Julia
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Erika
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Re: ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
Danke Euch dreien, das klingt sehr plausibel.
Ich kann versuchen, tagsüber öfter zu stillen. 4 Stunden sind äußerst selten, es stimmt völlig, dass er so nicht auf seinen Energiebedarf kommen kann. Meist sind es schon 2,5 Stunden Abstand. Da er gerne stillt, wird sich er sicher etwas trinken, wenn ich es anbiete, bevor er sich meldet.
Aber in der Tat hatte ich den Eindruck, dass es für das häufige nächtliche Stillen einen (triftigen) Grund gibt. So verschlafen, wie er nachts ist, wacht er garantiert nicht aus Langeweile auf. Nun hab ich eine Erklärung, herzlichen Dank!
Ich kann versuchen, tagsüber öfter zu stillen. 4 Stunden sind äußerst selten, es stimmt völlig, dass er so nicht auf seinen Energiebedarf kommen kann. Meist sind es schon 2,5 Stunden Abstand. Da er gerne stillt, wird sich er sicher etwas trinken, wenn ich es anbiete, bevor er sich meldet.
Aber in der Tat hatte ich den Eindruck, dass es für das häufige nächtliche Stillen einen (triftigen) Grund gibt. So verschlafen, wie er nachts ist, wacht er garantiert nicht aus Langeweile auf. Nun hab ich eine Erklärung, herzlichen Dank!
LG
Erika
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mit großem Schnuffel (*Jan 2009) und kleinem Schnuffel (*Aug 2011)
Erika
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- Anima
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Re: ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
Wir hatten das auch, bei beiden Kindern... nachts stuendliches Stillen um den ersten Geburtstag herum. Mir half das Muetter-Mantra:
Es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase
Es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase es ist nur eine Phase
- tania
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Re: ich wüsste gerne, warum er nachts mehr trinkt als tags
mein kind ist auch elf monate. er isst schon recht gut, trinkt aber auch nachts viel mehr als tagsüber. richtiges stillen macht er tagsüber vielleicht drei bis viermal und ansonsten noch zehn zwölfmal kurzes stillen und nachts oft und lange. ich habe das gefühl, dass er tagsüber oft nicht die ruhe hat, ausgiebig zu stillen.
tania mit sohn *09 und sohn *12