Hilfe! Alles so schwierig....

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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gabi
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Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von gabi »

Hallo!

Ich bin neu hier und zufällig auf Euch gestossen. Ich bin ziemlich verzweifelt und ich hoffe, Ihr könnt mir irgendwie helfen.

Ich bin Mutter von zwei Kindern. Unser Sohn ist 2, 5 Jahre und unsere Tochter 4 Monate. Bei meinem Sohn hat das Stillen von Anfang an nicht geklappt. Er hat an der Brust nur geschrien und auch schleppend zugenommen. Hebamme, KIA und Stillberaterin wussten auch keinen Rat und keine Ursache. Habe mit 3 Monaten abgestillt und mit der Flasche lief es dann.Ich war damals sehr sehr traurig, aber mein sohn schien glücklicher damit und dann wars halt so....

Jetzt ist unsre Tochter geboren und ich war voller Hoffnung, daß es diesmal klappt. Und es lief auch gut an. Sie hat die erste Zeit die Brust gut angenommen, viel getrunken und gut zugenommen. Aber schon seiteinigen Wochen- immer schleichend- wurds schwieriger. Sie schreit jedes Mal an der Brust.Erst weil die _Milch nicht sofort kommt und wenn dann die Milch kommt nimmt sie ein paar Züge. Wenn sie dann aber "arbeiten" muss, schreit sie wieder und sie kann auch nicht satt aufhören, sondern auch da schreit sie. Das ganze dauert nur ein paar Minuten- das ganze Stillen ist bestimmt vom Schreien, japsen, verschlucken und hektischem Gehampel. Man könnte meinen sie kriegt nix ab, aber sie nimmt stetig zu. So ist es übrigens zum Teil auch in der Nacht. Da klappt es manchmal ganz gut...
Die Brust war von Anfang an kein Beruhigungsort für sie, sondern nur Nahrungsquelle. trotzdem möchte sie im Schnitt alle 2 Stunden trinken.

Sie ist insgesamt ein ganz unruhiges Kind. Hat die ersten 3 Monate extrem viel geschrien. Einschlafen und länger am Stück schlafen ist neben dem Stillen auch ein großes Problem. Ich trage sie viel und pucke sie zum Schlafen.

Mittlerweile kann ich nicht mehr. Dieser ewiger Kampf- dieses wahnsinnge Schreien- ich bin kurz vorm erneuten Abtsillen. Unser großer Sohn fordert ja auch seine ihm zustehende Aufmerksamkeit.

Ich würd so gern weiterstillen- aber so nicht. was läuft nur falsch?

Weiß jemand Rat?

LG, Gabi
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mayra
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von mayra »

Also spontan fallen mir zwei Dinge ein:

1. In dem Alter, in dem deine Tochter grade ist, ist das Stillen bei den meisten eh grade eher schwierig, die Kinder meckern, zappeln, schimpfen usw. Das legt sicht meist wieder nach einiger Zeit. Da wäre der Rat: Augen zu und durch.. :D

2. Warst du mit deiner Tochter mal beim Ostheopathen? War die Geburt schwer, oder besonders schnell? Hat sie eine Lieblingsseite, ist ihre Haltung "schief" o.ä.? Dann würde ich sie mal checken lassen, ob sie Blockaden hat, die ihr zb. beim Stillen Schmerzen bereiten, bzw. auch so (würde dann auch das viele Schreien erklären). Evtl. würde ich sie sogar auf KISS untersuchen lassen.

Oh, da fällt mir noch was ein:

3. Das Stillen an sich scheint ja kein Thema zu sein, wenn sie weiterhin normal zunimmt, also daran liegts wohl eher nicht.

Mal schauen, was die anderen noch vorschlagen...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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darkdragonsoule
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von darkdragonsoule »

hallo liebe gabi

und herzlich willkommen :D hier wirst du sicher geholfen :wink: schön dass du uns gefunden hast

hast du schonmal an eine blockade (kiss) gedacht? da verhalten sich die kinder ganz oft so.
ich habe aber auch schon gaaaaaanz oft gelesen dass babys in diesem alter so eine phase haben wo sie sich so komisch verhalten und sich das dann aber wieder gibt.also gib nicht auf,ihr werdet das schaffen :D
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
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darkdragonsoule
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von darkdragonsoule »

oh es kam ein beitrag dazu,steht ja schon alles drin :)
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gabi
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von gabi »

Hallo, Danke für Eure Antworten.

Also beim osteopathen waren wir schon, als sie 4 Wochen alt war. Sie hat aber keine Blockade- auch keine Vorzugshaltung. Die Geburt war schnell, aber unkompliziert.

Hab ja auch bisher gedacht: Alles nur ne Phase! Aber es dauert ja schon bestimmt 8/9 Wochen und wird immer heftiger. Dieses ständige Schreien kann ja auf Dauer auch nicht gut sein....

Oh man, ich weiß echt nimmer weiter......
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Iris
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von Iris »

Hallo Gabi, herzlich willkommen hier!
Darf ich Dir mal zurückschreiben, wie "Du Dich bei mir anfühlst"? :wink: Wenn Du dann reagierst, weiß ich besser, ob ich richtig liege. Du hast die Erfahrung gemacht, dass das Stillen schwierig ist - Dein Sohn hat die Brust angebrüllt, Du fandest keine Lösung - trotz vieler Mühen - und warst sehr traurig darüber. Ich kann mir vorstellen, dass man sich ziemlich abgelehnt vorkommt, wenn das Kind die Brust anbrüllt, anstatt zufrieden dankbar dort ruhig zu werden (Mir ging es jedenfalls so - ich kenne das von meiner ersten Tochter leider nur zu gut). Nun passiert so etwas ähnliches und der Misserfolg scheint sich zu wiederholen? Ist es so?
Nein, eigentlich (!!) nicht. Wie Mayra ja schon schrieb, ist das Verhalten Deines Kindes ein Klassiker. Einige sprechen in diesem Zusammenhang von der "Brustschimpfphase", in der das Kind merkt, dass die Brust eben nicht ihm gehört, sondern zur Mama und die eben nicht immer verfügbar ist. Mir persönlich ist das etwas zu psycho, aber es könnte eine Erklärung sein. Aber vordringlich haben Kinder in diesem Alter gelernt, effizient zu trinken und sind einfach viel schneller fertig. Manchmal wollen sie nur mal kurz den Durst löschen (so wie Du zwischendurch auch mal schnell einen Schluck aus der Wasserflasche nimmst), manchmal schnell was essen (so wie Berufstätige morgens schnell ihr Frühstück zu sich nehmen) und manchmal wollen sie das Dreigänge-Menü oder Silvester-Fondue, das richtig lange dauert (das man sich aber eben nicht so oft gönnt). Hinzu kommt, dass es für ein 4-monatiges Kind, das seine Umgebung viel deutlicher wahrnimmt, auf einmal 1000 wichtigere Dinge gibt als an der Brust zu liegen und nix zu sehen.
Die Tatsache, dass Deine Tochter gut zunimmt, spricht dafür, dass Ihr alles richtig macht. Habe Mut, Dir und Deinem Kind zu vertrauen, auch wenn es in solchen Umbruchsphasen schwer fällt.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Emjoni
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von Emjoni »

Wir hatten auch recht lange so eine Phase, rückblickend kann ich sagen, dass es eine Phase war. Als wir mitten drin steckten hatte ich das Gefühl es geht gar nichts mehr, Fläschchen hatte ich schon gekauft...Abgesehen von 'selbst absolut ruhig bleiben' haben bei uns aufrechtere Stillpositionen besser geklappt (Kindchen reitet auf meinem Oberschenkel, ich lehne mich etwas zurück und stütze es mit den Händen) und Stillen im Gehen (Wiegeposition, Spaziergang durch die Wohnung) oder Stillen in absoluter Ruhe mit Null Ablenkung.
Wenn ich gemerkt habe, dass sie anfängt zu meckern und sich als Nächstes wieder einschreien würde, dann habe ich abgebrochen. Ich hab versucht sie mit einem Liedchen, etwas Schunkeln oder auch einer Runde im Tragetuch abzulenken, und es dann noch einmal in Ruhe versucht. Trotzdem hat sie oft sehr geweint im Zusammenhang mit dem Stillen, aber ich bin im Umgang damit ruhiger geworden als ich ein paar Tricks gefunden hatte.

Mit grob fünf Monaten war der Spuk dann vorbei...dann kamen andere Phasen, aber es wurde bisher nie mehr so anstrengend - zumindest nicht in der Art. Ich habe ständig an mir gezweifelt und war mir sicher, dass ich irgendetwas total falsch mache..

Und noch mit einem großen Kind dabei, ich glaub ich kann mir nicht recht vorstellen wie anstrengend das dann ist..Aber es geht bestimmt vorbei!
Es grüßt Emjoni mit Tochter (2009)

When you become a mother you stop being the picture and start being the frame. ~Unknown
Wolke

Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von Wolke »

Kann ich nur zustimmen.

Wir sind auch in dieser "Phase"
Zu dem habe ich gemerkt das mein Milcheinschuss ziemlich spät kommt. Dann fängt sie an mit meckern. Milch kommt. Sie trinkt.
Das geht total fix...dann will sie plötzlich nur noch nuckeln. Das merke ich daran, weil sie immer wieder an und abdockt und dabei wieder
quengelt, weil eben immer wieder Milch kommt.
Dann halt das sie sich total schnell ablenken lässt. Jedes geräusch wird wahrgenommen und es wird in der Gegend rumgeschaut.

Das einzig ruhige Stillen ist bei uns das 1. Stillen Morgens und das EWinschlafstillen!

Du musst da echt versuchen drüber hinweg zu sehen und entspannt zu bleiben.

Durchhalten, Durchhalten, Durchhalten :mrgreen:
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Iris
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von Iris »

Genau, Emmy, wie konnte ich das vergessen? :oops:
Gabi, Deiner Beschreibung nach (Unruhe, Hampeln, Verschlucken) könnte es auch sein, dass nicht das "Arbeiten" für die Milch bzw. das Warten auf den Milchspendereflex das Problem ist, sondern genau umgekehrt ein "Zuviel" an Milch auf einmal. Manche Kinder kommen nicht damit zurecht, wenn die Milch direkt in den Rachen spritzt; da helfen tatsächlich Stillpositionen gegen die Schwerkraft, wie Emmy sie beschrieben hat.
Auch ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mir für das Stillen möglichst entspannte Situationen zu verschaffen: Im Liegen, im Umhergehen/Tragetuch, im Schaukelstuhl, bei ruhiger Musik oder eigenem Summen/Gesang, in der Wanne. Am besten klappte es bei uns im Halbschlaf.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
gabi
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Re: Hilfe! Alles so schwierig....

Beitrag von gabi »

Oh mensch, Danke für Eure Antworten.

Ja, Iris, zweifel tatsächlich an mir und überlege was ich falsch mache. Wenn ich aber jetzt von Euch höre (Danke an Emmy und Wolke), daß ihr auch diese Phase mitgemacht habt oder noch mitten drin steckt, dann flammt ja nochwas Hoffnung auf.

Aber lange darf diese Phase nicht mehr andauern....Wenn sie mein einziges Kind wäre, dann würd ich mich ausschließlich darauf einstellen, aber der Alltag mit einem kleinem Trotzkopf und einem schreienden Baby sieht anders aus....
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