Das Argument halte ich für Augenwischerei. "IT-Kenntnisse" erwirbt man nicht dadurch, dass man sich "berieseln" lässt, d.h. passiv konsumiert. Um überhaupt irgendwelche Kenntnisse zu erwerben, braucht es vor allem erstmal Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Eigene Strategien entwickeln, sich Dinge zu erarbeiten, sich eben nicht "berieseln" lassen oder einfach zuzumachen, sondern konstruktive Wege zu finden, mit Erschöpfung umzugehen. Alles Dinge, die das frühe Computerspielen ja nun nachweislich behindern. Ich hänge nach einem anstrengenden Tag auch ab und an mal im Internet ab - und bereue es später fast immer. Ne Runde Joggen oder Nähen hätten mehr gebracht.asujakin hat geschrieben:
Klar geht es auch ohne und klar kann man sein Wissen auch nachholen, so wie es bei deinem Bruder offenbar war. Aber ich glaube das bedeutet dann mehr Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Zeitaufwand als wenn man damit groß wird. Die heutige Generation kann man auch NICHT mit der unseren vergleichen was die Computertechnologie etc anbelangt! Heute machen sie ja in der Grundschule schon Hausaufgaben am Computer. Für unsere Kinder werden IT-Kenntnisse später unerlässlich sein, bei uns damals war das alles ja noch im Wachstum und neu usw. Da taten es ein paar Spezialisten![]()
Mein Mann erzählt gerne, wie er mit 7 Jahren am selbstgebauten Computer Spiele programmiert hat. DA hat er was fürs Leben gelernt. Ja, er hat später auch mal etwas gedaddelt, aber da konnte er schon nicht nur sicher lesen und schreiben und rechnen, sondern eben auch schon selbst programmieren.
Ich denke auch, es braucht heutzutage kaum mehr IT-Kenntnisse als früher, zumindest keine "anspruchsvollen". Man muss halt Programme bedienen können. Internetdaddeln, Textverarbeitung, bisschen Tabellenkalkulation... das kann ja nun jeder schnell lernen. Und wer mehr braucht, wird eh keine Schwierigkeiten haben, es sich anzueignen. Ich bin mit 15 zum ersten Mal mit einem Computer in Berührung gekommen und habe immerhin mal Informatik im Nebenfach studiert.
Ich will neue Medien und speziell Computer nicht verteufeln, aber dass sie im Vorschulalter dem Kind "nützen" können, glaube ich im Leben nicht. Sie sind eine bequeme Einrichtung für Eltern und im besten Fall schaden sie nicht allzusehr. Da sind dann halt echt die Eltern gefragt, ein Auge drauf zu heben.
Welchen Lernvorteil erhoffst du dir denn konkret, wenn du davon sprichst, dass dein Sohn früh "IT-Kenntnisse" erwerben soll? Also, welche konkreten Fähigkeiten?