vegane kinder

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Tofuwurst
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Re: vegane kinder

Beitrag von Tofuwurst »

Lila hat geschrieben: eigentlich finde ich den sprich "wer intelligent ist, isst nichts was augen hat" o.s.ä.
auf der anderen seite finde ich es eine so bescheuerte anmaßung.
Bin gerade über diesen Artikel gestolpert und musste an diese Diskussion denken. :-D

Spiegel: IQ und Ernährung: Kluge Menschen essen weniger Fleisch.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 40,00.html

Owned! :-D
kathi1981
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Re: vegane kinder

Beitrag von kathi1981 »

Ich bin seit Ewigkeiten Vegetarier, mein Mann ist Fleisch, "braucht" es aber nicht. Ich halte Fleischkonsum einfach für völlig unnötig. Zuhause essen wir alle nur vegetarisch, sehr selten (so dreim Jahr) teilen sich Mann und Tochter mal ne Biosalami. Außerhäusig bei der Arbeit oder im Restaurant isst mein Mann gerne mal gutes Fleisch (Filetsteak zum Beispiel) und genießt das auch. Tochter hat immer auch gegessen, was es halt im Kindergarten gab (auch mit Fleisch, obwohl das meiner Meinung nach hier in Dänemark gerne weniger sein könnte), aber zur Zeit gibts da Lunchpakete, so dass der Fleischkonsum stark zurückgegangen ist. Ich will ihr das Vegetarische nicht aufzwängen, aber ich gewöhne sie gerne an eine Art zu leben, die ohne oder mit wenig Fleisch auskommt. Wir essen mittlerweile auch ab und zu echt gute Soja-Ersatzprodukte und unseren Besuchern fällt nie auf, dass das kein Fleisch ist, meine Tochter und andere Kinder mögen den Ersatz sogar oft lieber.

LG, Kathi
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FreakyMummy
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Re: vegane kinder

Beitrag von FreakyMummy »

Ich weiß nicht, ob es so klug ist, wenn ich das hier wieder aufwärme. Aber ich wollt mal kurz meinen Standpunkt darlegen.

Mein Sohn wird von Geburt an vegan ernährt. Ich kann es nicht mit mir und meinem Gewissen vereinbaren, ihm tierische Lebensmittel zu geben. Wenn jemand anderes das tut, dann muss ich damit leben. Bis jetzt lehnt Fionn es jedoch ab - und zwar wirklich mit "Ich esse das nicht, das kommt von einem Tier!" und nich mit "Ich darf nicht!".

Kindergarten und Geburtstage sind kein Problem. Ich weiß, was es im Kindergarten zum Mittagessen gibt, koche das vegan nach und es wird dort aufgewärmt (ja, eine Extrawurst...). Genaus verfahre ich mit Geburtstagsfeiern - ich rufe vorher an, frage nach und versorge Fionn mit dem veganen Equivalent.

Für mich hat das auch nichts mit Aufzwingen zu tun. Es gehört zu meinen moralischen Vorstellungen und ich will meine Werte auch an meine Kinder weitergeben. Wenn jemand von euch ein Problem mit Unpüntklichkeit hat, dann bringt ihr euren Kindern ja auch bei, pünktlich zu sein.
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wibke
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Re: vegane kinder

Beitrag von wibke »

puh, alles gelesen..
könnt nun so viel schreiben
und weiss garnicht wo ich anfangen soll...
ach ja, es geht ja nur um die kinder.

meine jungs haben übrigens alle einen veganen vater,
da habe ich extra drauf geachtet...*ggg*
kleiner scherz..
das zum thema partner..
fleischfresser würde für mich nicht gehen,
absolut nicht...

die kinder haben alle lange zeit vegan gegessen..
vor allem der grosse,
aber dann durch den opa nebenan hat er dann irgendwann was veget. gegessen.

in den schwangerschaften habe ich manches vegetarische gegessen,
aber zuhause fast nur vegan.

nun ist es schon lange wieder so das hier nur vegan gekocht/gebacken wird.
die kinder essen aber ausserhaus vegetarisch,
z.b. kiga oder ki-geburtstage.

aber, und da bin ich mir ganz sicher, sie würden auch nix totes anrühren.
ich habe nie verheimlich wie es mit der tierhaltung abgeht etc.
wir haben ja schon seit 9 jahren auch die schafe
die alle gerettet sind und hier leben bis an ihr lebensende,
hier liegen auch viele tote tiere
und meine kinder lieben tiere über alles
und von daher essen sie nix davon...

später mehr.... :D
lg von wibke mit t., n., r. und m.
und gadi ganz fest im herzen

http://www.lebenshof-fuer-tiere.de Bild

"jede minute spüre ich, dass es kein grösseres unglück auf der welt gibt, als ein kind zu verlieren."
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darkdragonsoule
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Re: vegane kinder

Beitrag von darkdragonsoule »

hallo wibke

ich bin schon gespannt was du schreibst.eine frage hab ich schon:

"ich habe nie verheimlich wie es mit der tierhaltung abgeht etc."

erzähl mal :D


und wie kamst du zu den schafen genau?woraus hast du die gerettet und kann jeder tiere zuhause halten (also muss man das wo melden oder so?) eibfach aus neugier.

wir waren letztens auch auf einem gnadenhof und ich fand das so so klasse dass es solche menschn gibt!
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
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Stell dir vor es wär Krieg,und keiner geht hin!
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Manili
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Re: vegane kinder

Beitrag von Manili »

Schade das der Beitrag hier schon so alt ist, aber einen neuen wollte ich auch nicht aufmachen.
Mich interessiert einfach wie andere Veganer das mit ihren Kindern handhaben. Und da wir ja nun 2015 schreiben schreiben vielleicht mal wieder ein paar wie vielleicht auch 2011 noch gar nicht vegan waren und der Beitrag wir ein bisschen aus der Versenkung geholt...

Wir leben seit 02/14 vegan und waren vorher Allesesser. Erst war es nur eine Challange in der Fastenzeit für mich und daraus wurde dann tiefe Überzeugung!
Anfangs haben wir für unsere Tochter auch noch ab und an Wurst und Käse im Reformhaus gekauft, aber als aus der Neugier Überzeugung wurde hatte saß ziemlich schnell ein Ende. Leni war zu diesem Zeitpunkt 2 Jahre alt und ihr viel es am schwersten, weil sie ja vorher gewohnt war an der Fleischtheke ne Wurst zu bekommen usw.
Bei den Omas/Opas/Tanten/Onkeln sieht sie manchmal wenn tierisches gegessen wird und möchte es dann auch manchmal und das darf sie dann auch. Wobei das auch immer seltener wird. Fleisch wollte sie schon lange nicht mehr essen. Die fährt mehr auf die 'Muhmilch' ab und fordert die wenn sie die sieht.
Interessant wird es wenn sie im August in den Kiga kommt. Da wir noch keine Zusage haben und die Auswahlverfahren laufen müssen wir dann mal gucken auf was wir uns einlassen können.

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Louise Odier
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Re: vegane kinder

Beitrag von Louise Odier »

Wir leben hier auch alle vegan, wir Erwachsenen schon seit über 11 bzw. 14 Jahren, die Kids ( 6 und 3 Jahre und der Krümel im Bauch) ab der Zeugung.
Bei uns läuft der vegane Alltag sehr gut. Da wir schon so ewig vegan leben, haben wir in der Familie und im Freundeskreis keine Probleme, da wird vegan gekocht/gebacken, wenn wir kommen. Selbst meine Großeltern haben sich noch richtig reingefuchst, kaufen vegane Koch- und Backbücher um uns was Besonderes/Leckeres zu zaubern wenn wir kommen. Da sind wir sehr privilegiert! :D Zuhause bei uns gibts eh nur Veganes.
In der Kita haben wir das Glück dass für unsere Tochter veganes Mittag gekocht wird, da war der Essensanbieter sehr entgegenkommend und offen, obwohl wir hier auf dem Land leben und hier sonst sehr fleischlastig gegessen wird. Frühstück und Vesper bekommt sie vegan von uns mit (das übernehmen hier generell die Eltern). Bei Feiern und Geburtstagen in der Kita hat sie eine Kiste mit veganem Naschkram, aus der sie was bekommt. Teilweise werden wir von den anderen Eltern sogar gefragt, was sie veganes für unsere Tochter machen können, wenn die Eltern den Kindergeburtstag ausrichten oder so. Da haben wir wirklich sehr nette Erfahrungen gemacht, auch wenn wir das nicht erwarten würden. Wir geben auch gern was veganes mit. Blöde Kommentare bekommen wir eigentlich nie.
Der Große bekommt sein Mittag für die Schule von mir zuhause vorgekocht und es wird dann dort erwärmt, weil die Schulküche wegen eines Kindes nicht extra vegan kochen möchte. Ist aber auch kein Problem und läuft. Auch er hat dort ne Naschkiste für anstehende Feiern etc.
Für unsere Kids ist eine vegane Ernährung selbstverständlich, sie fragen von allein nach ob etwas vegan ist und wollen auch gern Hintergründe wissen, warum etwas nicht vegan ist. Der Große kann das natürlich schon viel besser kommunizieren und diskutieren als die Kleine.
Ich denke ein sehr großer Vorteil in unserer Familie und wichtiger Grund warum es hier gut klappt ist, dass wir uns als Eltern absolut einig sind und wir beide vom Veganismus (ethisch und in zweiter Linie auch gesundheitlich) überzeugt sind. Wir kennen einige Freunde wo nicht beide Partner vegan leben und in all diesen Fällen die wir kennen, gibt es eher mal Probleme und Unsicherheiten sowohl bei den Eltern als dann auch bei den Kids bzgl. der veganen Ernährung. Bei diesen anderen Paaren erleben wir auch mehr Ablehnung aus dem Umfeld. Das traut sich bei uns glaub ich keiner, uns kennen viele Leute einfach nur so, weil wir ja wirklich schon so lang vegan leben, das ganz selbstverständlich leben und auch ausstrahlen :D und weil es objektiv keinen Grund zu bemängeln gibt. Wir sind alles gesunde Leute (das betone ich deshalb, weil zu Beginn unseres veganen Lebens vor über einem Jahrzehnt waren die Reaktionen noch anders, da hat die damalige HÄ meinem Mann noch vorhergesagt, dass er in die Psychiatrie gehört und bald an Mangelernährung sterben wird :roll: an sich weiß ich natürlich dass Gesundheit unabhängig von der Ernährung nicht immer selbstverständlich ist) und man sieht uns und den Kids einfach an dass es uns gut geht.
Achso und falls das für jemanden von Interesse ist: Wir supplementieren nur B12, die Kids genauso wie wir Erwachsenen.
Das Röslein mit ihrer kleinen veganen Familie
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Manili
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Re: vegane kinder

Beitrag von Manili »

Das klingt total toll!!

Wir supplementieren bisher auch nur B12, aber ich wollte jetzt gerne noch mit VitD anfangen. Da haben ja viele Deutsche nen Mangel. Muss nur noch bestellt werden!

Mein Handy hat seine eigenen Rechtschreibregeln...
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Mutterhenne
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Re: vegane kinder

Beitrag von Mutterhenne »

Manili hat geschrieben:Das klingt total toll!!

Wir supplementieren bisher auch nur B12, aber ich wollte jetzt gerne noch mit VitD anfangen. Da haben ja viele Deutsche nen Mangel. Muss nur noch bestellt werden!

Mein Handy hat seine eigenen Rechtschreibregeln...
Welches Präparat nehmt Ihr da? Die meisten sind ja nicht vegan...?
Ich finde es klasse, dass dieser Thread eine Wiederbelebung erfahren hat - für uns ist das gerade sehr akut, da unsere Kleine ab März in eine nicht-vegane (auch nicht vegetarische) KiTa gehen wird und man dort (zumindest scheint uns das so) nicht besondes kooperativ ist. Zum Glück gibt es dort 'nur' einmal/Woche Fleisch... Habe jetzt icht so viel Zeit, nachher mehr :-)
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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Manili
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Re: vegane kinder

Beitrag von Manili »

Mutterhenne hat geschrieben:
Manili hat geschrieben:Das klingt total toll!!

Wir supplementieren bisher auch nur B12, aber ich wollte jetzt gerne noch mit VitD anfangen. Da haben ja viele Deutsche nen Mangel. Muss nur noch bestellt werden!

Mein Handy hat seine eigenen Rechtschreibregeln...
Welches Präparat nehmt Ihr da? Die meisten sind ja nicht vegan...?
Ich finde es klasse, dass dieser Thread eine Wiederbelebung erfahren hat - für uns ist das gerade sehr akut, da unsere Kleine ab März in eine nicht-vegane (auch nicht vegetarische) KiTa gehen wird und man dort (zumindest scheint uns das so) nicht besondes kooperativ ist. Zum Glück gibt es dort 'nur' einmal/Woche Fleisch... Habe jetzt icht so viel Zeit, nachher mehr :-)
Ich habs jetzt endlich mal geschafft was zu bestellen.
Also für unsere Leni habe ich Vitashine bestellt. Das ist ein Spray was man direkt in den Mund sprühen kann. Säuglinge 5 Sprühstöße, Kinder bis 10 10 Sprühstöße Ich denke aber auch, dass man es falls sie das nicht mag einfach aufs Essen sprühen kann (Vitamin D ist hitzestabil).
Und für uns Erwachsene habe ich bei einer Apotheke Sterogyltropfen bestellt. Die sind letztendlich günstiger als das Vitashine, sind aber in Alkohol gelöst.

Ich hatte mich hier über die Supplementierung schlau gelesen: http://www.tofufamily.de/gesundheit/vitamin-d/
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