Wir leben hier auch alle vegan, wir Erwachsenen schon seit über 11 bzw. 14 Jahren, die Kids ( 6 und 3 Jahre und der Krümel im Bauch) ab der Zeugung.
Bei uns läuft der vegane Alltag sehr gut. Da wir schon so ewig vegan leben, haben wir in der Familie und im Freundeskreis keine Probleme, da wird vegan gekocht/gebacken, wenn wir kommen. Selbst meine Großeltern haben sich noch richtig reingefuchst, kaufen vegane Koch- und Backbücher um uns was Besonderes/Leckeres zu zaubern wenn wir kommen. Da sind wir sehr privilegiert!

Zuhause bei uns gibts eh nur Veganes.
In der Kita haben wir das Glück dass für unsere Tochter veganes Mittag gekocht wird, da war der Essensanbieter sehr entgegenkommend und offen, obwohl wir hier auf dem Land leben und hier sonst sehr fleischlastig gegessen wird. Frühstück und Vesper bekommt sie vegan von uns mit (das übernehmen hier generell die Eltern). Bei Feiern und Geburtstagen in der Kita hat sie eine Kiste mit veganem Naschkram, aus der sie was bekommt. Teilweise werden wir von den anderen Eltern sogar gefragt, was sie veganes für unsere Tochter machen können, wenn die Eltern den Kindergeburtstag ausrichten oder so. Da haben wir wirklich sehr nette Erfahrungen gemacht, auch wenn wir das nicht erwarten würden. Wir geben auch gern was veganes mit. Blöde Kommentare bekommen wir eigentlich nie.
Der Große bekommt sein Mittag für die Schule von mir zuhause vorgekocht und es wird dann dort erwärmt, weil die Schulküche wegen eines Kindes nicht extra vegan kochen möchte. Ist aber auch kein Problem und läuft. Auch er hat dort ne Naschkiste für anstehende Feiern etc.
Für unsere Kids ist eine vegane Ernährung selbstverständlich, sie fragen von allein nach ob etwas vegan ist und wollen auch gern Hintergründe wissen, warum etwas nicht vegan ist. Der Große kann das natürlich schon viel besser kommunizieren und diskutieren als die Kleine.
Ich denke ein sehr großer Vorteil in unserer Familie und wichtiger Grund warum es hier gut klappt ist, dass wir uns als Eltern absolut einig sind und wir beide vom Veganismus (ethisch und in zweiter Linie auch gesundheitlich) überzeugt sind. Wir kennen einige Freunde wo nicht beide Partner vegan leben und in all diesen Fällen die wir kennen, gibt es eher mal Probleme und Unsicherheiten sowohl bei den Eltern als dann auch bei den Kids bzgl. der veganen Ernährung. Bei diesen anderen Paaren erleben wir auch mehr Ablehnung aus dem Umfeld. Das traut sich bei uns glaub ich keiner, uns kennen viele Leute einfach nur so, weil wir ja wirklich schon so lang vegan leben, das ganz selbstverständlich leben und auch ausstrahlen

und weil es objektiv keinen Grund zu bemängeln gibt. Wir sind alles gesunde Leute (das betone ich deshalb, weil zu Beginn unseres veganen Lebens vor über einem Jahrzehnt waren die Reaktionen noch anders, da hat die damalige HÄ meinem Mann noch vorhergesagt, dass er in die Psychiatrie gehört und bald an Mangelernährung sterben wird

an sich weiß ich natürlich dass Gesundheit unabhängig von der Ernährung nicht immer selbstverständlich ist) und man sieht uns und den Kids einfach an dass es uns gut geht.
Achso und falls das für jemanden von Interesse ist: Wir supplementieren nur B12, die Kids genauso wie wir Erwachsenen.