[Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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stietz
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von stietz »

marymary hat geschrieben:Wie ist das den mit Wasserfiltern(die mittelpreisigen) hat jemand einen den er empfehlen kann, wenn ja warum?
Die günstigen Wasserfilter arbeiten meist mit einem Aktivkohlefilter. Diese ziehen gewisse Schadstoffe (Blei, Chlor, Kupfer) is zu einem gewissen Grad an. Unsere Leitungen stauben, da ist so ein Filter schon gut, weil sonst weiße Kalkteilchen im Wasser schwimmen. :shock: Ich sehe es aber eher als Mittel an, damit Wasser weich wird. Ein richtiges Filtern findet da nicht statt. Zudem muss man die Filter aber regelmäßig tauschen, da sie sonst Bakterien sammeln und / oder die angesammelten Schadstoffe bei Überschreitung der Aktivkohlekapazität wieder in das Wasser einschwemmen. DAS möchte wohl niemand haben.

Ich meine, dass Systeme, die wirklich filtern (z.B. Umkehrosmose), fest installiert werden und eben ihren Preis haben.

Bin kein Spezialist, hatte mich da im Sommer mal eingelesen, weil ich eine Alternative gesucht habe. Bin jetzt doch wieder bei Plastikflaschen. Und bei Plastik gibt es ja Unterschiede. Nicht jede Plastikverbindung enthält BPA usw.
Ministietz geboren 01.02.2014
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stietz
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von stietz »

Vicky, diese Gegenargumente für Bio höre ich sooo oft. Ich diskutiere da mittlerweile nicht mehr, weil die meisten ehrlich gesagt nur reden, aber eben keinen Austausch haben wollen. Schön ist auch immer das Argument "Bio schmeckt auch nicht besser". Na dann, ein Hoch auf die geschmacksneutralen Pestizide. :twisted:

Ich versuche, wo es geht, auf Plastik zu verzichten. Aber manchmal fehlt leider schlichtweg die Möglichkeit. Käse ist da ein sehr gutes Beispiel. Ich kenne es noch, dass man früher seine eigenen Behälter mitnehmen und mit Käse oder Wurst befüllen lassen konnte (Tupper in meinem Fall). Ob das heutzutage auch noch geht?

Flüssige Handseife habe ich durch feste Seifenstücke ersetzt.
Körperpflege versuche ich in Glasflaschen zu kaufen (z.B. Mandelöl für die Haut).
Zum Einkaufen nehme ich immer Jutebeutel mit. :D
Ich habe meine Arbeitskollegen so lange vollgeredet, bis sie alle immer ihren Kaffeebecher mit zum Kaffeeautomaten geschleppt haben, statt immer einen Plastikbecher zu ziehen.

Ach ja, es gibt auch Plastik aus wiederverwertbarem Rohstoffen. Das steht dann meist auf den Packungen drauf. Habe das bei Müllbeuteln schon gesehen. Diese Sachen dümpeln dann nicht jahrhundertelang in der Gegend rum. Einige Wassertrinkflaschen bestehen auch teilweise (also nicht komplett) aus diesem Plastik. Leider muss der Druck von den Verbrauchern groß sein, sonst ändert die Industrie da wenig. Ist zwar auch nicht optimal, denn Plastikvermeidung wäre sinnvoller, aber eine kleine Verbesserung ist es schon.

Schlimm finde ich ja, dass in jedem Biomarkt hier das Obst nur in kleine Plastiktüten gesteckt werden kann. Ging doch früher auch mit Papier.

Ich denke, dass jeder einzelne kleine Schritt schon was bringt.
Ministietz geboren 01.02.2014
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Miracleine »

Bei Plastikflaschen bin ich nicht nur wegen des Plastiks an sich kritisch. Ich habe bei einem Vortrag mal gehört, dass die Plastikflaschen vor der Befüllung sterilisiert werden müssen, weil sie ja nur kalt (anstatt heiß wie Glasflaschen) befüllt werden können. Dieses Mittel ist an sich ungefährlich. Aber zwischen 35 und 40 Grad reagiert das Zeug mir der Kohlensäure. Dabei entsteht unter anderem Ameisensäure. Den zweiten Bestandteil habe ich vergessen, aber Ameisensäure möchte ich auch nicht regelmäßig trinken. :?
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Potsdame »

in berlin gibt es bald einen verpackungslosen supermarkt unverpackt
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Sonnenblume83 »

Ich bin erst gerade über deb Thread gestolpert.
Find ich toll.
Ich finde es auch erschreckend, wieviel Menschen sich darüber keine Gedanken machen.
Ich versuche so gut wie möglich auf Plastik zu verzichten.

Bin seitdem mein grosser auf der Welt ist da schon ziemlich "komisch" in den Augen von vielen.

Super sich mit anderen darüber auszutauschen :D
Sorry, mein Tab schreibt nicht immer was ich schreibe...

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Miracleine
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Miracleine »

Sagt mal gibt es éigentlich auch kleine Edestahlbrotdosen für unterwegs? Die Lunchbots duo sind mir schon zu groß. Meine Kleine nimmt zur Tamu oft zwei Dosen mit, die beide halb so groß sind wie die Lunchbots Duo. Da der Trennsteg ja aber leider nicht bis nach unten geht, läuft Feuchtigkeit da ja hin und her. Ich mag somit nicht z.B. Würstchen oder Apfelsine mit einem Brot oder Sesamstangen zusammen in eine Lunchbots-Dose tun.

Gibt es kleinere, eckige, Alternativen?
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Blümchen84 »

Hallo,

ich habe diese Doku auch gesehen und mir wurde ganz anders dabei. Spontan habe ich überlegt wo wir überall Plastik verwenden. Es ist immens!!! Fast alle Lebensmittel sind in Plastik verpackt. Ich denke immer: Unser tägliches Plastik gib uns heute. (Sorry, ist nicht blasphemisch gemeint...)
Deshalb versuche auch ich unseren Plastikkonsum einzuschränken und vorallem Lebensmittel mit wenig Plastik zu kaufen. Aber selbst der Bio-Käse kommt in ner Plastikverpackung daher. Und wenn ich ihn in ne Tupperdose umpacke, dann treibe ich den Teufel mit dem Belzebub aus. Da hilft nur noch auf einem Teller lagern und Alufolie drüber - ABER ist die nicht auch gesundheitsschädlich. Meine neulich so was gelesen zu haben....(kein Witz)

Vor kurzem sah ich aber auch eine andere Doku auf ARD. Es ging um eine gewisse Panikmache unter den Verbrauchern. Beispielsweise zeigten sie eine APP, die sagt welche gefährlichen Stoffen in Lippenstift sind. Eine Passantin wollte daraufhin ihren Lippenstift direkt wegwerfen.
Doch dann kam das Bundesinstitut für Risikobewertung zu Wort und die Wissenschaftlerin meinte, dass in dem Lippenstift zwar diese Stoffe vorkommen, allerdings in so geringer Konzentration, dass man schon 10 Lippenstifte (oder noch mehr) am Tag essen müsste, um eine schädliche Wirkung zu bekommen. Das Problem wäre, dass die Messinstrumente heute so genau sind, dass man kleinste Mengen von etwas nachweisen kann, auch wenn diese Mengen vollkommen unerheblich sind, z.B. Pipi im Bodensee.
Es wurde dann auch ein Spot vom BUND zeigt, in dem Babys als Pflanzen dargestellt sind und mit dem Flugzeug mit Pestiziden besprüht werden. Antwort des Bundesinstituts f. Risikobewertung: Die Pestizide wären für die Menschen in den Plantagen schädlich (was eine Schande ist), nicht aber für uns. Außerdem würde alles nach bestimmten Grenzwerten kontrolliert werden.

Zuletzt kam ein Risiko-Panikforscher zu Wort der meinte, das heute vor sehr vielem gewarnt wird: Shampoo, Kosmetika, belastete Nahrung etc. Das Problem wäre dabei, dass alles als potentiell schädlich gilt und der Mensch so verlernt zu unterscheiden was wirklich schädlich ist.

Und mal ehrlich: Ich kann nicht überprüfen ob das was als gefährlich oder schädlich gilt wirklich gefährlich und schädlich ist. Dazu fehlt mir das Know How. Ist der Lippenstift jetzt schädlich oder nicht? Kann ich dem Bundesinstitut für Risikobewertung glauben oder stehen die auch nur unter der Fuchtel von Großkonzernen? Und schüren im Gegenzug nicht auch bestimmte Umweltverbände eine gewisse Panik? Und die Medien? Kann ich denen glauben, wenn es ARD und ZDF sind? Wer sagt mir, dass die Grenzwerte nicht zu hoch sind? Oder leben wir vielleicht heute schon deutlich gesünder und unbelasteter als die Menschen in den 70ern und 80ern?
Das sind alles Fragen die ich mir stelle, die aber niemand beantworten kann. Deshalb versuche ich einfach so zu leben wie ich mich wohl fühle: Ich kaufe nur Naturkosmetik Shampoo. Das ist mir lieber, mal abgesehen davon, dass andere Shampoos jucken. Ich kaufen vermehrt Bio-Produkte bzw. heimische Produkte. Nein, ich brauche keine Birnen aus Südafrika.

Außer Frage steht natürlich das Problem des Plastikmülls und des entstehenden Umweltschadens. :evil:

Liebe Grüße
Laraliese
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Laraliese »

Wir wollten auch keine Plastikwasserflaschen mehr haben, dann sind wir auf Glasflaschen umgestiegen und dann haben wir beschlossen uns einen Wassersprudler zu kaufen. Den haben wir jetzt auch, mit Glasflaschen von Sodastre*m. Und sind total begeistert, wie gut unser Leitungswasser schmeckt. Die letzten vollen Wasserkästen stauben ein :lol: Also die Investition hat sich schon gelohnt.
Um Putz- und Waschmittel selbst herzustellen war ich bislang noch ein wenig zu faul, habe meine Ökomittel aber Ende letzten Jahres in den größtmöglichen Gebinden übers Internet bestellt und fülle jetzt nach bedarf in die kleinen alten Fläschchen um. So muss ich dieses Jahr nichts mehr in der Richtung kaufen.
Obst und Gemüse, wenn ichs kaufe, dann immer lose im Bioladen oder auf dem Markt.
Ich kaufe nur Bio, nicht wegen Geschmack, oder nur wegen unserer Gesundheit, sondern einfach weil ich möchte, dass auch die Kinder meiner Kinder noch von unserem Planeten leben können und der Kassenbon ist mein Stimmzettel.
Das ist doch der einzige direkte Weg auf dem wir etwas erreichen können als Verbraucher.
So wie alle überflüssige Verpackung im Supermarkt zu lassen, das find ich auch gut, auch wenn ich die Sachen meist eh nicht kaufe bei denen ich schon sehe die haben superviel unnötiges Plastik dran.
Sagt mal hat jemand Ideen zum Einfrieren?
Ich mag diese Gefrierbeutel überhaupt nicht.
stolze Mama vom Michel aus Lönneberga *06/2013
Miracleine
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Miracleine »

Laraliese hat geschrieben:Sagt mal hat jemand Ideen zum Einfrieren?
Ich mag diese Gefrierbeutel überhaupt nicht.
Für Obst nehme ich, mangels Alternativen, meist auch die blöden Tüten. Die verwende ich dann aber reichlich mehrfach, bis sie wirklich Löcher haben. Ich glaube, ich habe vier verschiedene Größen an Tüten und habe die Rollen, die ich gekauft habe als ich mit meinem Mann zusammengezogen bin noch. Das war vor 15 Jahren. :wink: Ich finde, dann geht es.

Ich nehme meist für fettige Sachen oder fertiges Essen Plastikdosen. Allerdings fülle ich die Sachen immer nur kalt ein, um nicht unnötig viel von den Stoffen aus dem Plastik zu lösen. Wenn ich mal welche übrig habe, nehme ich auch Glasdosen, aber die sind mir zu teuer, um entsprechende Massen für den Gefrierschrank zu kaufen. Ich koche oft auf Vorrat und friere das dann ein, weil es oftmals mittags schnell gehen muss. Wenn ich das den Abend vorher in den Kühlschrank stelle, ist es aufgetaut und ich muss es nur noch im Topf warm machen. Das ist mir wesentlich sympatischer, als im Zweifelsfall immer irgendeine Form von Fastfood.
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
kerstins
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von kerstins »

Man kann sehr gut in weckgläsern einfrieren, muss nur erstmal den Deckel offen lassen. Wenn es angefroren ist, draufmachen und fertig.

Ich verfolge diesen thread schon länger mit gemischten Gefühlen. Ich finde es auch nicht gut, wie viel Plastik verwendet wird, sehe oft gar keine Alternativen bei unserer Gesetzgebung und Lebensweise und da wo es sie gibt denke ich oft, man kommt vom Regen in die Traufe.
Ersatz für Plastik ist manchmal in anderen Bereichen umweltschädlicher als Plastik, das jahrelang wiederverwendet wird. Ich denke,hier kann man schon trennen......

Zu den Plastiktüten im Supermarkt hat der NDR neulich bEi Markt oder so einen Beitrag gebracht. Gibt's bestimmt in der mediathek noch. War auf jeden fall dieses Jahr. dort wurde festgestellt, dass es mit Papier eher schädlicher ist als gesamtbilanz glaube ich. Aber da wurde vielleicht der Müll auch nicht mit eingerechnet? Ich weiß es nicht mehr genau.

Jedenfalls, ich lese weiter hier rein :)
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