Hallo,
ich habe diese Doku auch gesehen und mir wurde ganz anders dabei. Spontan habe ich überlegt wo wir überall Plastik verwenden. Es ist immens!!! Fast alle Lebensmittel sind in Plastik verpackt. Ich denke immer: Unser tägliches Plastik gib uns heute. (Sorry, ist nicht blasphemisch gemeint...)
Deshalb versuche auch ich unseren Plastikkonsum einzuschränken und vorallem Lebensmittel mit wenig Plastik zu kaufen. Aber selbst der Bio-Käse kommt in ner Plastikverpackung daher. Und wenn ich ihn in ne Tupperdose umpacke, dann treibe ich den Teufel mit dem Belzebub aus. Da hilft nur noch auf einem Teller lagern und Alufolie drüber - ABER ist die nicht auch gesundheitsschädlich. Meine neulich so was gelesen zu haben....(kein Witz)
Vor kurzem sah ich aber auch eine andere Doku auf ARD. Es ging um eine gewisse Panikmache unter den Verbrauchern. Beispielsweise zeigten sie eine APP, die sagt welche gefährlichen Stoffen in Lippenstift sind. Eine Passantin wollte daraufhin ihren Lippenstift direkt wegwerfen.
Doch dann kam das Bundesinstitut für Risikobewertung zu Wort und die Wissenschaftlerin meinte, dass in dem Lippenstift zwar diese Stoffe vorkommen, allerdings in so geringer Konzentration, dass man schon 10 Lippenstifte (oder noch mehr) am Tag essen müsste, um eine schädliche Wirkung zu bekommen. Das Problem wäre, dass die Messinstrumente heute so genau sind, dass man kleinste Mengen von etwas nachweisen kann, auch wenn diese Mengen vollkommen unerheblich sind, z.B. Pipi im Bodensee.
Es wurde dann auch ein Spot vom BUND zeigt, in dem Babys als Pflanzen dargestellt sind und mit dem Flugzeug mit Pestiziden besprüht werden. Antwort des Bundesinstituts f. Risikobewertung: Die Pestizide wären für die Menschen in den Plantagen schädlich (was eine Schande ist), nicht aber für uns. Außerdem würde alles nach bestimmten Grenzwerten kontrolliert werden.
Zuletzt kam ein Risiko-Panikforscher zu Wort der meinte, das heute vor sehr vielem gewarnt wird: Shampoo, Kosmetika, belastete Nahrung etc. Das Problem wäre dabei, dass alles als potentiell schädlich gilt und der Mensch so verlernt zu unterscheiden was wirklich schädlich ist.
Und mal ehrlich: Ich kann nicht überprüfen ob das was als gefährlich oder schädlich gilt wirklich gefährlich und schädlich ist. Dazu fehlt mir das Know How. Ist der Lippenstift jetzt schädlich oder nicht? Kann ich dem Bundesinstitut für Risikobewertung glauben oder stehen die auch nur unter der Fuchtel von Großkonzernen? Und schüren im Gegenzug nicht auch bestimmte Umweltverbände eine gewisse Panik? Und die Medien? Kann ich denen glauben, wenn es ARD und ZDF sind? Wer sagt mir, dass die Grenzwerte nicht zu hoch sind? Oder leben wir vielleicht heute schon deutlich gesünder und unbelasteter als die Menschen in den 70ern und 80ern?
Das sind alles Fragen die ich mir stelle, die aber niemand beantworten kann. Deshalb versuche ich einfach so zu leben wie ich mich wohl fühle: Ich kaufe nur Naturkosmetik Shampoo. Das ist mir lieber, mal abgesehen davon, dass andere Shampoos jucken. Ich kaufen vermehrt Bio-Produkte bzw. heimische Produkte. Nein, ich brauche keine Birnen aus Südafrika.
Außer Frage steht natürlich das Problem des Plastikmülls und des entstehenden Umweltschadens.
Liebe Grüße