Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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pqr
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von pqr »

Vivilotta

Isst sie auch kein rohes Obst oder Gemüse?

Die Nudelphase und Neophobie sind in dem Alter nicht total ungewöhnlich in meinem Umfeld, aber meist schon in Kombi mit Obst, Brot, Joghurt.
Viele Grüße
pqr

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Vivilotta
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Vivilotta »

pqr hat geschrieben: 09.03.2018, 15:43 Vivilotta

Isst sie auch kein rohes Obst oder Gemüse?

Die Nudelphase und Neophobie sind in dem Alter nicht total ungewöhnlich in meinem Umfeld, aber meist schon in Kombi mit Obst, Brot, Joghurt.
Sie isst Apfel, Birne und Erdbeeren. An Gemüse Zucchini (aber nur geraspelt, nicht anders) und Gurke. Ich versuche, dass sie am Tag zumindest einmal Obst oder Gemüse isst. 2 Apfelschnitze sind schon richtig richtig gut. Wir haben einen Obstkorb, aus dem sie sich jederzeit was nehmen kann, sie fragt aber nie. Also das bin schon ich, die da fragt, ob ihr was schneiden kann und meist ist sie dann kurz vorm Schlafen zumindest mal ein bisschen Apfel. Ein paar mal im Monat trinkt sie mit mir Rote Beete Smoothies, da bin ich dann richtig froh.

an Snacks isst sie Quetschis und Fruchtriegel und Toast mit Frischkäse, immer das Gleiche ... nur Süssigkeiten, da wäre sie experimentierfreudiger :wink:
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Nusserl
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Nusserl »

Meine Mittlere ist auch total wählerisch beim Essen und braucht auch viel weniger Menge als die beiden anderen.
In den Kindergarten gebe ich ihr als Vormittagjause jeden einzelnen Tag 2-3 Maiswaffeln und 2 Stück Apfel mit. Alles andere wird unangetastet nach Hause gebracht, ausser sie bestellt es extra, wie eine Erdbeer.
An 4 von 5 Abenden isst sie Toastbrot (ungetoastet) ohne alles. Manchmal noch ein bisschen Obst. Am 5. Abend gibt es extra ihr Lieblingsessen, das sie sich gewünscht hat wie etwa Pizza oder Lasagne. Wenn es Nudeln gibt, dann nur ohne Sosse, obwohl sie die in der Lasgane ja isst :lol: Als einziges Gemüse isst sie manchmal rohe Karotten.
Aber sie ist glücklich und zufrieden damit. Ich habe gelernt, es nicht persönlich zu nehmen und auch der Nanny gesagt, dass sie sie ja nicht zum Essen zwingt.
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Vanillekuechlein
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Vanillekuechlein »

sens hat geschrieben: 08.03.2018, 20:30
Vronilein hat geschrieben: 08.03.2018, 18:34
Ich ermuntere auch stark alles aufzuessen, was sie sich selbst aufgeladen hat. Ich zwinge sie natürlich nicht, und es gibt auch keine Sanktionen. Aber ich möchte schon dass sie lernt ihren Hunger richtig einzuschätzen. Oft sind die Reste halt irgendwie unsppetitlich und am Ende muss ich es wegschmeißen. Dafür ist mir Essen wirklich zu schade.
Genau das finde ich äußerst fatal. Jeder Mensch hat einen Instinkt der ihm sagt wieviel er wovon braucht. Diesen zu brechen, auch wenn es "nur" Ermunterungen, aufzuessen sind, prägt für´s ganze Leben. Selbst Ermunterungen führen dazu daß das Kind genau das tut, was es ohne diese NIE getan hätte, aus Selbstschutz vor Überlastung(Es sind nicht nur "ein paar Kalorien mehr, das das Kind beim nächsten Mal weniger isst, es geht viel tiefer). Nur um dem Kind beizubringen, sich nicht zu viel aufzuladen, würde ich eine solche, für uns Erwachsenen vielleicht unerheblichen, Grenzübertritt nie machen wollen. Vielleicht würde es helfen, dem Kind bei jedem Mal nur das aufzuladen zu gestatten, was es das letzte Mal mengenmäßig gegessen hat. Und dann tee-/esslöffelweise nachfüllen.(?)

Ich bin sehr glücklich, daß ich nie aufessen musste, außer bei meiner Oma. Aber davor hat meine Mutter uns dann geschützt und ich bin ihr sehr dankbar dafür!
Tut mir leid, daß das so harsch klingt, das will ich eigentlich nicht. :oops: Ich weiß mich grad nur nicht besser auszudrücken. :oops:
Ich bin da ganz bei dir.
Ich erinnere mich sehr genau wie mein Vater verlangt hat, dass ich ALLES probieren muss und es ist ein furchtbares Gefühl.
Ich finde es übergriffig und völlig respektlos darüber zu bestimmen, was ein anderer Mensch essen muss. Stellt euch vor, eure Eltern wären im Altenheim und würden euch unter Tränen erzählen, sie müssten das Essen unter Zwang probieren, obwohl sie beteuert haben dass sie es nicht essen wollen. Da wäre es doch völlig egal, wie groß der Löffel wäre, niemand würde das für seine Eltern wollen, oder?
Jetzt mal im Ernst, kein Kind nimmt Schaden weil es viel Joghurt oder Brot oder was auch immer isst.
Kein Kind wird mit Genuss sein Gemüse essen wenn es dazu genötigt wird.
Meine Kinder wählen selbst, was sie vom angebotenen Essen auf ihren Teller nehmen möchten. Und wieviel. Und wenn sie es nicht möchten, gibt es immer Brot als Alternative. Sollte ich etwas gekocht haben, von dem klar ist dass sie es nicht essen, stelle ich selbstverständlich eine Alternative bereit. Würde ich für jeden Menschen tun, den ich schätze, ob Familie oder Gast.
Mein Mann muss nicht unser veganes/vegetarisches Essen probieren wenn er Appetit auf Fleisch hat, umgekehrt natürlich auch nicht und mit welchem Recht sollte ich so etwas von unseren Kindern verlangen? Ihr Mund, ihr Bauch, ihre Entscheidung.
mit Sternchen, Winterkind *11/13, Frühlingskind *5/16 und Sommerkind *7/19
Lösche Benutzer 16233

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Lösche Benutzer 16233 »

Meine Tochter isst nach dem probieren sehr oft doch mehr davon. Sie sagt kategorisch erst mal "mag ich nicht" wenn sie etwas nicht gut kennt.
Mut etwas ermuntern (nicht Zwang!) probiert sie meistens und oft findet sies dann doch lecker und möchte mehr.
Ich finde es nicht verwerflich dazu aufzufordern... Das gilt ja nicht für Dinge die sie wirklich nicht mag, wie zum Beispiel Rosinen oder rohe Tomaten, die sie nie mochte und auch immer aussortiert.

Wenn ihr irgendwo zum Essen eingeladen seid probiert ihr doch auch Dinge, die euch vielleicht fremd sind, oder?
Zwischen nicht mögen und Ekel liegt doch viel. Ersteres bringt einen nicht um, letzterer sollte immer geachtet werden. Finde ich jedenfalls...
Lösche Benutzer 23583

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Lösche Benutzer 23583 »

Mein Kind isst (noch?) mit 14 Monaten problemlos. Nur keinen Brei mehr. Seither kochen wir unser Abendessen, davon kann er mitessen. Wenn er es nicht mag, kann er Obst, Joghurt oder ein Brot essen. Manchmal kochen wir ihm auch gleich ein paar Nudeln, die mag er mit Butter immer. Gemüse ist nicht so sein Fall, aber Obst geht auch immer. Er liebt Mandarinen, Birnen, Kiwi, Bananen und isst das in rauen Mengen. Auch Obstmus würde immer gehen.

Ich musste als Kind immer probieren und fand es schlimm. Darum bitte ich ihn, beharre aber nicht darauf und lass nach 1-2 Nachfragen gut sein ohne Wertung. Aufessen muss er auch nicht. Reste heben wir auf fürs Mittagessen am Tag drauf oder so.

Ich probiere sehr selten herzhafte Gerichte mit Obst drin (zb Toast Hawaii), egal ob ich zu Besuch bin. Ich sortiere das Obst dann raus oder verzichte, wenn möglich.. Ich mag die Kombination einfach gar nicht.

Ich bin gespannt wie das wird, wenn er älter wird. Ob wir dann auch so cool bleiben, wenn er sich einschränkt? Ich hoffe es.
Lösche Benutzer 16233

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Lösche Benutzer 16233 »

Ich müsste als Kind übrigens auch immer probieren und fand das nicht schlimm.
Nur bei meiner Oma hat mich etwas genervt dass sie mir immer wieder Bananen unterjubeln wollte. Die hab ich schon als Baby nicht gegessen und schmecke selbst spuren davon immer raus ;)
Lösche Benutzer 24617

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Lösche Benutzer 24617 »

Vronilein hat geschrieben: 09.03.2018, 16:45 Ich müsste als Kind übrigens auch immer probieren und fand das nicht schlimm.
Nur bei meiner Oma hat mich etwas genervt dass sie mir immer wieder Bananen unterjubeln wollte. Die hab ich schon als Baby nicht gegessen und schmecke selbst spuren davon immer raus ;)
Naja stell dir mal vor wie du Probierenmüssen gefunden hättest, wenn dir fast nix geschmeckt hätte.
Probieren lasse ich meine Kinder auch. Allerdings immer mir Geruchsprobe vorher weil ich denk,was nicht zum Himmel stinkt und Brechreiz provoziert, darf eventuell mal in den Mund. Bei Ekel durch Geruch muss keiner essen. Wenn es nur "naja" riecht, ermuntere ich auch. Oft sind es Kopfkonzepte die uns hindern was zu testen. Mit Realität hat das wenig zu tun. Darum immer erst schnuppern.
Zb hab ich die Lütte gefragt ob sie Mango will. Sie sagt sofort NEIN! und ich bitte sie schnuppern...und plötzlich mag sie...ne ganze Mango. :) So viel zu Konzepten. :)
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Spessarträuberin »

Ich glaube schon,dass er dann meistens Hunger hat. Oft isst er dann was und geht gleich wieder schlafen. Wir sollten tatsächlich mal versuchen, einen Snack vor dem tatsächlichen zu Bett gehen anzubieten.

Sophia85 hat geschrieben: 09.03.2018, 08:38
Spessarträuberin hat geschrieben: 09.03.2018, 06:16 Pontiki, dein großes Kind ist ja auch noch klein. Da kann sich noch viel ändern, auch beim Essen!
Meine beiden essen grundsätzlich alles, deswegen mache ich mir keine Gedanken, wenn mal ein paar Tage nichts geht.
Probieren müssen sie nicht, ich wüsste gar nicht, wie ich auch den kleinsten Probierlöffel in sie hinein bekäme, wenn sie nicht wollen.

Mein kleiner Sohn hat nun leider die nervige Angewohnheit entwickelt, zum Abendessen nicht viel zu essen und dafür kurz vorm Einschlafen nach Essen zu verlangen. Da wissen wir noch nicht so recht, wie wir das wieder ändern können.
Du meinst, wenn er schon im Bett ist und Zähne bereits geputzt sind? Wie wäre es mit einem Brot oder Joghurt oder warmer Milch o.ä. direkt davor? Ich fand das bei meinen Großeltern als Kind immer toll, dass erst der Schlafanzug angezogen wurde, dann gab es noch mal schön kuschelig was zu futtern und dann erst ins Bad und ins Bett.

Mir geht's jetzt auch ganz oft so, dass ich beim Abendessen kaum Appetit habe, dann aber im Bett plötzlich Hunger bekomme.

Oder hast du den Eindruck, es geht gar nicht so sehr um Essen und mehr um Autonomie à la ich will bestimmen, wann es was gibt?
Grüße von der Spessarträuberin mit großem (2013) und kleinem Sohn (2015)

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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von PaleFire »

Bei uns muss auch niemand probieren oder aufessen...die Mädels essen zu den Hauptmahlzeiten auch oft nur Nudeln oder Kartoffeln ohne alles, aber zwischendrin jede Menge Obst und Rohkost, da mach ich mir keinen Kopf...

Ich wollte aber noch erzählen, neulich hatten wir meinen Onkel mit Frau und Sohn (18) zum Mittagessen eingeladen. Es gab Pizza und allen hat es geschmeckt, aber irgendwann hab ich bemerkt, dass mein Cousin mit seinem letzten Stück ganz schön kämpft. Da hab ich ihm gesagt "lass es halt stehen, wenn es Dir zu viel ist, bei uns muss niemand aufessen". Da sind dem fast die Tränen gekommen und er hat leise zu mir gesagt "Danke, das find ich so toll, ich musste immer aufessen zuhause". Das hat mich echt berührt, wie erleichtert er war, dass man das bei uns nicht "muss"...
mit großem 11/2012 und kleinem 02/2016 Mädchen
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