Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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chennai
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von chennai »

Wir sind bisher auch mit Unaufgeregtheit und Flexibilität am besten gefahren. Ich richte mich oft nach den Kindern, aber nicht immer. Phasenweise kommen dann zwei Kinder in die Küche, stürmen zum Herd, schauen, 'was gibt's denn heute?', um sich dann nörgelnd und igittigitt rufend an den Tisch zu setzen. Nicht selten wird dann von diesem ekligen Essen hinterher doch noch Nachschlag verlangt. Derzeit ist die Kleine mäkeliger beim Essen, will z.B. nur Nudeln ohne Gemüse oder so. Ich geb ihr das dann und oft will sie dann, nachdem der erste Hunger gestillt ist, doch noch von der Soße / dem Gemüse probieren. Bei Eintopf sortieren sie sich Sellerie und Paprika meist an den Tellerrand, bei Tortilla-Füllung, wo meist auch Sellerie und Paprika drin ist, stört das irgendwie nicht so. Ganz selten darf ein Kind als Alternative auch mal ein Brot haben. Wenn ich da aber das Gefühl bekäme, dass eines der Kinder dann täglich nur noch Brot einfordert, würde ich das definitiv wieder abstellen.
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


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Zööö
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Zööö »

Aber was wäre denn schlimm an täglich Brot?
Viele Grüße
ich und
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Lösche Benutzer 16233

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Lösche Benutzer 16233 »

Zööö hat geschrieben: 08.03.2018, 15:51 Aber was wäre denn schlimm an täglich Brot?
Es ist einseitige Ernährung... Ich finde das auch immer blöd.


Meine Tochter muss (fast) alles probieren. Nur einen winzigen bissen. Aber wenn sie nicht probiert gibt es auch keine Alternative. Einzige Ausnahme sind Sachen bei denen ich sicher weiß, dass sie gar nicht gehen. Rosinen zum Beispiel...

Als Alternative gibt es hier Brot oder Obst, aber meistens isst sie dann lieber gar nichts, hat also wahrscheinlich eh keinen großen Hunger.

Ich ermuntere auch stark alles aufzuessen, was sie sich selbst aufgeladen hat. Ich zwinge sie natürlich nicht, und es gibt auch keine Sanktionen. Aber ich möchte schon dass sie lernt ihren Hunger richtig einzuschätzen. Oft sind die Reste halt irgendwie unsppetitlich und am Ende muss ich es wegschmeißen. Dafür ist mir Essen wirklich zu schade.

Nachschlag gibt es zum Beispiel auch erst, wenn die Portion davor aufgegessen wurde. Wenn nur die Oliven rausgepickt und gegessen wurden gibt es keine neue Sauce um mehr Oliven zu haben...

Ich mache mir Arbeit beim kochen, und die Zutaten kosten auch Geld und Verbrauchen Ressourcen. Deshalb ist mir schon wichtig, dass probiert wird. Nur mäkeln und von vornherein eine extrawurst verlangen finde ich respektlos.
Wie gesagt : Wer probiert hat und es echt nicht mag kann jederzeit ein Brot haben.
Aber ich möchte nicht extra kochen, oder nur noch was Tochter sich wünscht, damit ginge es mir nämlich nicht gut.
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Linda89
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Linda89 »

Sandküste hat in irgendeinem Thread mal sehr schön beschrieben, warum sie probieren absurd findet. Ich glaube zumindest, dass sie es war. Ich geh Mal auf die s, das war super.
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Linda89
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Linda89 »

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chennai
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von chennai »

Wir haben allerdings 1-3 Tage pro Woche, wo ich tatsächlich für die Kinder was mache und für meinen Mann und mich dann wenn die Kinder im Bett sind. Wir essen abends eher low carb, daher fallen da viele Kindergerichte weg. Und so können wir scharf und pikant essen und mit Gemüse, das die Kinder nicht mögen (Rosenkohl ;)) Die Kinder bekommen dann Tortellini mit Spinat oder Fischstäbchen mit Salat oder Gemüse. Ist für mich zwar etwas mehr Arbeit, nimmt aber den Druck raus, nicht immer dasselbe essen zu müssen bzw. etwas zu finden, was alle mögen. Ich warte dann mal noch auf den Tag, an dem den Kindern Tortellini mit Spinat zum Hals raus hängt ;)
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Pontiki »

Meine Große verhält sich beim Thema Essen genauso:
Heggs hat geschrieben: 07.03.2018, 21:13 Eines meiner Kinder ist sehr mäkelig, ihn ekelt es regelrecht wenn er etwas nicht mag und er würde Sachen die er nicht mag nie und nimmer essen, egal mit welchen Konsequenzen und egal wie hungrig er ist. Dabei ist es auch egal wo er sich befindet. Und im Gegensatz zu meinen anderen Kindern fischt er sich auch nicht vom Teller was er mag und lässt das andere liegen sondern isst allgemein nichts was mit nicht gemochten Essen in Berührung gekommen ist.
Sie wird von uns gefragt, ob sie probieren möchte, sagt sie nein, lassen wir sie. Extra gekocht bekommt sie nicht, aber sie darf Brot, Obst oder Müsli als Alternative haben.

Ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet mir die Essensituation im Kindergarten. Dort wird sehr stark die Meinung vertreten, dass probiert werden muss. Es werden auch stets alle Komponenten auf den Teller getan, wenn auch nur sehr wenig von dem, was das Kind vermeintlich nicht mag. Die Große geht nun seit einem halben Jahr dort hin und seitdem habe ich das Gefühl, dass ihr das gemeinsame Essen am Tisch zu Hause irgendwie Stress bereitet. Sie ist extrem zappelig, unruhig und hat heute z. B. auch Sätze wie „das kleine bisschen, das ich dir aufgetan habe, wird jetzt aber noch gegessen“, „das kannst du ruhig mal probieren“ oder „du isst ja gar nix“ vor sich hingefaselt. Ich hab sie daraufhin angesprochen, wie es ihr beim Essen im Kindergarten geht und sie hat mir erzählt, dass sie mit ihrem noch vollen Teller manchmal in den Nebenraum muss, damit die Tische abgewischt werden können, nachdem alle anderen fertig sind. Das ist doch bescheuert! Wenn sie in der Zeit, in der alle anderen Kinder essen, ihr Essen nicht isst, dann will sie es einfach nicht. Fertig. Nachdem ich jetzt in dem verlinkten Thread Sandküstes Schilderungen gelesen habe, muss ich das Thema wohl dringend mal bei den Erzieherinnen ansprechen 😳
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Dickkopf-Mama
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Dickkopf-Mama »

Mein Mittlerer ist genauso:
Heggs hat geschrieben: 07.03.2018, 21:13 Eines meiner Kinder ist sehr mäkelig, ihn ekelt es regelrecht wenn er etwas nicht mag und er würde Sachen die er nicht mag nie und nimmer essen, egal mit welchen Konsequenzen und egal wie hungrig er ist. Dabei ist es auch egal wo er sich befindet. Und im Gegensatz zu meinen anderen Kindern fischt er sich auch nicht vom Teller was er mag und lässt das andere liegen sondern isst allgemein nichts was mit nicht gemochten Essen in Berührung gekommen ist.
Und was das gemeinsam aussuchen und kochen angeht. Wir hatten schon Situationen wo wir gemeinsam was von ihm gewünschtes gekocht haben. Dummerweise wollte er es nur kochen. Nicht essen...
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von 08u11 »

Dickkopf-Mama hat geschrieben: 08.03.2018, 20:04 Mein Mittlerer ist genauso:
Heggs hat geschrieben: 07.03.2018, 21:13 Eines meiner Kinder ist sehr mäkelig, ihn ekelt es regelrecht wenn er etwas nicht mag und er würde Sachen die er nicht mag nie und nimmer essen, egal mit welchen Konsequenzen und egal wie hungrig er ist. Dabei ist es auch egal wo er sich befindet. Und im Gegensatz zu meinen anderen Kindern fischt er sich auch nicht vom Teller was er mag und lässt das andere liegen sondern isst allgemein nichts was mit nicht gemochten Essen in Berührung gekommen ist.
Und was das gemeinsam aussuchen und kochen angeht. Wir hatten schon Situationen wo wir gemeinsam was von ihm gewünschtes gekocht haben. Dummerweise wollte er es nur kochen. Nicht essen...
Genau das wollte ich gerade schreiben: Mein Mittlerer ist ein begeisterter Kocher. Aber er isst es dann nicht :(
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Beitrag von Lösche Benutzer 24617 »

Vronilein hat geschrieben: 08.03.2018, 18:34
Ich ermuntere auch stark alles aufzuessen, was sie sich selbst aufgeladen hat. Ich zwinge sie natürlich nicht, und es gibt auch keine Sanktionen. Aber ich möchte schon dass sie lernt ihren Hunger richtig einzuschätzen. Oft sind die Reste halt irgendwie unsppetitlich und am Ende muss ich es wegschmeißen. Dafür ist mir Essen wirklich zu schade.
Genau das finde ich äußerst fatal. Jeder Mensch hat einen Instinkt der ihm sagt wieviel er wovon braucht. Diesen zu brechen, auch wenn es "nur" Ermunterungen, aufzuessen sind, prägt für´s ganze Leben. Selbst Ermunterungen führen dazu daß das Kind genau das tut, was es ohne diese NIE getan hätte, aus Selbstschutz vor Überlastung(Es sind nicht nur "ein paar Kalorien mehr, das das Kind beim nächsten Mal weniger isst, es geht viel tiefer). Nur um dem Kind beizubringen, sich nicht zu viel aufzuladen, würde ich eine solche, für uns Erwachsenen vielleicht unerheblichen, Grenzübertritt nie machen wollen. Vielleicht würde es helfen, dem Kind bei jedem Mal nur das aufzuladen zu gestatten, was es das letzte Mal mengenmäßig gegessen hat. Und dann tee-/esslöffelweise nachfüllen.(?)

Ich bin sehr glücklich, daß ich nie aufessen musste, außer bei meiner Oma. Aber davor hat meine Mutter uns dann geschützt und ich bin ihr sehr dankbar dafür!
Tut mir leid, daß das so harsch klingt, das will ich eigentlich nicht. :oops: Ich weiß mich grad nur nicht besser auszudrücken. :oops:
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