ist es ohne stillen leichter?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Peppa
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Peppa »

Wollte auch aufmunternde Worte beitragen...Wutz hat seit nach Hause kommen nach der Geburt alle 1-2 h gestillt. ...durchgehend...mit 1 Jahr wurde es sogar kurz noch schlimmer. ...Wachphasen, Horror...
Seit vor dem 2ten Geburtstag schlief er ganz von selbst bis 4 Uhr durch, stillt dann kurz und schlief bis 7 weiter. Seit einigen Monaten schläft er komplett durch, nachdem ich ihm um 4 ganz liebevoll und konsequent (mehrere Tage hintereinander) gesagt habe, dass wir erst wieder stillen, wenn es draußen hell ist und ihm Wasser angeboten habe. ..nun schläft er besser als ich :-)


Aber ...ich habe schon vor seinem ersten Geburtstag angefangen, wieder Schicht zu arbeiten, darunter meist mind. 2 Nachtdienste/Woche. Da schlief er bei Oma (bzw. Oma bei uns). Ich stillte ihn in den Schlaf und ging dann. ..es dauerte genau EINE Nacht, bis er bei der Oma ab da zuverlässig durchschlief (manchmal wachte er schon auf. ...nahm auch mal ganz kurz die MuMi-Flasche...aber nur 1-2 Mal. ..und er schlief mit Oma ja auch im FB). Insofern kann ich durchaus bestätigen, dass nicht stillen zum Durchschlafen führen kann. Für mich war es mit meinem schlechten Gewissen wegen der Arbeit ok, dass er bei mir komplett nach Bedarf auch nachts stillen konnte. Es gab sich jetzt ja komplett von (fast) selbst...aber es macht schon einen Unterschied.
Nur. ...wie gesagt, ich wollte es so und es war ok. Wenn eine Mama aber komplett am Rand der Erschöpfung steht, ist ein zumindest nächtliches Abstillen sicher deutlich besser als sich damit fertig zu machen.

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EhMiwP

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwP »

hm.... also ich weiß ja nicht, ob ich wegen diesem Beitrag jetzt aus dem Forum gesteinigt werde, doch ich schreib trotzdem mal unsere Erfahrungen:

Ich habe zwei Stillkinder (fast 5 Monate, korrigiert 3). Am Anfang (2 Monate lang) waren es Pump-Still-Kinder - wir haben also auch reichlich Flaschenerfahrung.

Ich habe die zwei nie in den Schlaf gestillt. Ich stille immer nach dem Aufwachen und eingeschlafen wird entweder ohne Hilfe (klappt meistens) oder mit Schnuller, oder wenn es Einschlafprobleme gibt dann mit tragen, schaukeln, singen, ect.
Seit die Zwergis drei Monate als sind schliefen sie etwa 5h am Stück nachts und seit 4 Monate sind es 8h. Das wird jetzt grade immer länger.
Nein, wir haben sie nie schreien lassen, aber eben auch nicht bei jedem Schreien die Brust angeboten sondern erstmal anderes probiert was dann oft wirkt. Ich glaube es ist nicht so sehr eine Frage des Hungers (den haben ja Still- und Flaschenkinder alle...) sondern eine Frage der Einschlafhilfen. Stillen war bei uns keine Einschlafhilfe weil:
- ich es nicht wollte
- immer noch Baby 2 danach kam und so Baby 1 keine Zeit hatte gemütlich bei mir einzuschlafen
- wir ordentlich Stillprobleme hatten (Umstieg von Flasche auf Stillen), Stillen brauchte Licht, volle Konzentration, Papas Hilfe und im Liegen ging das schonmal gar nicht
- die zwei in den Frühchenzeit keine Einschlafhilfe brauchten (haben ja eh nur geschlafen) und dann haben wir uns keine angewöhnt.

Inzwischen könnte ich wohl im Liegen stillen - doch jetzt schlafen sie einfach.... tztz
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romina
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von romina »

Du weißt aber ja nicht wie es stillend wäre. [emoji18] vielleicht würden deine Kinder genauso so schnell, so gut und so lange schlafen. Das weiß mein einfach nicht. Wie will man das auch vergleichen.
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
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jiu21
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von jiu21 »

Perlchen2 hat geschrieben:hm.... also ich weiß ja nicht, ob ich wegen diesem Beitrag jetzt aus dem Forum gesteinigt werde, doch ich schreib trotzdem mal unsere Erfahrungen:

Ich habe zwei Stillkinder (fast 5 Monate, korrigiert 3). Am Anfang (2 Monate lang) waren es Pump-Still-Kinder - wir haben also auch reichlich Flaschenerfahrung.

Ich habe die zwei nie in den Schlaf gestillt. Ich stille immer nach dem Aufwachen und eingeschlafen wird entweder ohne Hilfe (klappt meistens) oder mit Schnuller, oder wenn es Einschlafprobleme gibt dann mit tragen, schaukeln, singen, ect.
Seit die Zwergis drei Monate als sind schliefen sie etwa 5h am Stück nachts und seit 4 Monate sind es 8h. Das wird jetzt grade immer länger.
Nein, wir haben sie nie schreien lassen, aber eben auch nicht bei jedem Schreien die Brust angeboten sondern erstmal anderes probiert was dann oft wirkt. Ich glaube es ist nicht so sehr eine Frage des Hungers (den haben ja Still- und Flaschenkinder alle...) sondern eine Frage der Einschlafhilfen. Stillen war bei uns keine Einschlafhilfe weil:
- ich es nicht wollte
- immer noch Baby 2 danach kam und so Baby 1 keine Zeit hatte gemütlich bei mir einzuschlafen
- wir ordentlich Stillprobleme hatten (Umstieg von Flasche auf Stillen), Stillen brauchte Licht, volle Konzentration, Papas Hilfe und im Liegen ging das schonmal gar nicht
- die zwei in den Frühchenzeit keine Einschlafhilfe brauchten (haben ja eh nur geschlafen) und dann haben wir uns keine angewöhnt.

Inzwischen könnte ich wohl im Liegen stillen - doch jetzt schlafen sie einfach.... tztz
Zum Einen gibt es einfach Kinder die keine/wenig Hilfe beim Einschlafen brauchen. Zum Anderen kann es auch sein, dass ein Kind das mit 4/5 Monaten durchgeschlafen hat, mit 6/8/12 Monaten wieder mehrmals pro Nacht wach wird. Beim Schlafen ist einfach nichts in Stein gemeißelt...

Das Stillen hat weder mit dem Einen, noch mit dem Anderen was zu tun.
mit einem Sohn 08/2014
EhMiwP

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwP »

jiu21 hat geschrieben:
Das Stillen hat weder mit dem Einen, noch mit dem Anderen was zu tun.
Ja, das mein ich ja eben auch! Ob nun Flasche oder Stillen macht sicher keinen (oder zumindest keinen großen) Unterschied. Der Fakt Einschlafstillen oder Einschlafflasche wahrscheinlich schon, hat ja am Anfang jemand geschrieben, dass es wohl eher selten ist, gleich schnell und oft die Flasche anzubieten wie die Brust und somit lernen Flaschenkinder vielleicht schneller das ohne Hilfe einschlafen?
Naja, leichter ist es sicher mit Flasche nicht.... die Schwierigkeiten sind vielleicht nicht ganz an der gleichen Stelle.
EhMiwP

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwP »

romina hat geschrieben:Du weißt aber ja nicht wie es stillend wäre. [emoji18] vielleicht würden deine Kinder genauso so schnell, so gut und so lange schlafen. Das weiß mein einfach nicht. Wie will man das auch vergleichen.
Ich hätte ja Zwillingsstudien machen können... haha....
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Giraeffchen
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Giraeffchen »

Perlchen2 hat geschrieben:hm.... also ich weiß ja nicht, ob ich wegen diesem Beitrag jetzt aus dem Forum gesteinigt werde, doch ich schreib trotzdem mal unsere Erfahrungen:
Wir steinigen nicht. Nie. ;-)
Und verzichten im übrigen auf Redewendungen dieser Art im Hinblick darauf, welch einen gewaltvollen Tod eine Steinigung bedeutet und wie wenig der Vergleich in eine kontrovers geführte Diskussion passt.


~mobil getippt~
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von jiu21 »

Perlchen2 hat geschrieben:
jiu21 hat geschrieben:
Das Stillen hat weder mit dem Einen, noch mit dem Anderen was zu tun.
Ja, das mein ich ja eben auch! Ob nun Flasche oder Stillen macht sicher keinen (oder zumindest keinen großen) Unterschied. Der Fakt Einschlafstillen oder Einschlafflasche wahrscheinlich schon, hat ja am Anfang jemand geschrieben, dass es wohl eher selten ist, gleich schnell und oft die Flasche anzubieten wie die Brust und somit lernen Flaschenkinder vielleicht schneller das ohne Hilfe einschlafen?
Naja, leichter ist es sicher mit Flasche nicht.... die Schwierigkeiten sind vielleicht nicht ganz an der gleichen Stelle.
Ich persönlich finde es eben nicht wirklich erstrebenswert ein Baby auf das Stillen oder die Flasche warten zu lassen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Gerade beim Stillen kann das "nicht bei jedem Mucks anlegen" auch zu Problemen wie dem Zurückgehen der Milchmenge führen. Stillen ist ja auch viel mehr außer Nahrungsaufnahme. Außerdem ist es auch normal das Stillen (ersatzweise Flasche/Schnuller) und Schlafen ganz eng miteinander verbunden sind, weshalb ich nicht denke dass man mit Einschlafflasche/-stillen etwas eigentlich unnötiges anfängt. Ich kenne kein Baby/Kleinkind dass ohne Tragen, Stillen oder künstliche Sauger einschlafen kann...

Und zur Ausgangsfrage: Der Mensch ist ein Säugetier, weshalb Stillen einfach das Natürliche und Normale ist. Wenn ein Kind aufgrund einer üppigen Abendflasche durchschläft ist das für die (erschöpften) Eltern sicher eine Erleichterung, das Baby zeigt aber eigentlich ein unnormales Verhalten.

Übrigens Hut ab perlchen2, dass du deine Zwillinge stillst! Ich fand die ersten Monate mit einem Baby schon anstrengend, bewundere daher immer die Mamas die das alles mit zwei Kindern gleichzeitig hinbekommen!
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Marissa04
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Marissa04 »

Ich hab meine Tochter immer gestillt zum einschlafen, zum wieder einschlafen nachts, also immer nach Bedarf.
Mal davon abgesehen, dass ich nachts sicher nicht aufstehen werde und trage oder sonst was.
Und sie hat trotzdem von ganz alleine durch geschlafen, einfach so wurde sie nicht mehr wach nachts.
Und mittlerweile kann sie auch ohne stillen einschlafen. Trotzdem sie die ersten 1,5 Jahre komplett nach Bedarf gestillt wurde. Ich habe sie nachts sogar mit aufs Klo genommen (schwanger, da muss ich ständig [FACE WITH TEARS OF JOY], weil sie nicht wach liegen blieb.
Und jetzt, 1 Jahr später, sie schläft, und nimmt nachts Wasser wenn sie was möchte. Stillen kommt ihr gar nicht mehr in den Sinn.
Ich glaube also nicht das stillen schuld ist am nicht schlafen können. Sie können es alle zu ihrer Zeit. Egal ob immer gestillt oder nicht.

Liebe grüße, geschrieben vom Handy
Liebe grüße
Mit Juli Mädchen *13 und Mai Jungen *15
EhMiwP

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwP »

jiu21 hat geschrieben:
Übrigens Hut ab perlchen2, dass du deine Zwillinge stillst! Ich fand die ersten Monate mit einem Baby schon anstrengend, bewundere daher immer die Mamas die das alles mit zwei Kindern gleichzeitig hinbekommen!
Danke :-)
Doch ja... ich glaube eben nicht deshalb besonders toll/ tapfer /... zu sein, irgendwo musste auch ich meine Abstriche machen. Stillen: ja, doch eben so ganz komplett nach Bedarf: nein. Das würde ich nicht schaffen. Jetzt bin ich sehr froh dass die beiden MuMi kriegen und dass es sich so mit einem Rhythmus eingependelt hat, sodass ich auch irgendwie klarkomme. Naja, und dann gibt es hier noch einen Papa, der ganz ganz viel macht!

Ich bewundere die Leute, die mit Babys klarkommen, die wirklich alle halbe Stunde gestillt werden wollen!
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