Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
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Captainsparrow
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Bei Deiner SchwieMu hat aber das Auslassen vn Danke die Aussage " Ich finde den Ramsch den Du mir bringst total ätzend und bin gekränkt, dass Du mir nicht zuhörst". Als ist das WEGLASSEN von Danke doch eine klare Aussage.
- bienenmeister
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ja, aber sie meint es total nett und möchte mir eine Freude machen. Und SCHLIMM ist es doch auch nicht, Servietten im Haus zu haben. Ich bin in diesem unhöflich, weil ich denke ich unhöflich bin. Ich bringe kein Danke über die Lippen wenn ich es nicht fühle und ich verstehe hier im Thread den Jungen, der nicht Guten Morgen im Kiga sagen will, total.chrissi hat geschrieben:Bei Deiner SchwieMu hat aber das Auslassen vn Danke die Aussage " Ich finde den Ramsch den Du mir bringst total ätzend und bin gekränkt, dass Du mir nicht zuhörst". Als ist das WEGLASSEN von Danke doch eine klare Aussage.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ich glaube, wie oft man Bitte und Danke sagt, weiß man selber gar nicht - da wären Tonbandaufnahmen hilfreich. Ich habe mich jedenfalls eben dabei ertappt, wie ich zu meiner Tochter sagte "Holst Du mal bitte noch ein Wasser aus dem Keller"chrissi hat geschrieben:Ich glaube es ist auch eine Art der Prägung. Ich glaube wer als Kind liebevoll von seinen Eltern die Bedeutung von Bitte und Danke mitbekommen hat, wird es verinnerlichen und als eine Selbstverständlichkeit weitergeben. In Familien in denen es zu den Kindern gar nicht gesagt wurde (weil man meint man müsse ein Kind um nichts bitten, das hat zu parieren) oder in denen Bitte und Danke einfach nicht für so wichtg gehalten wurden, eher nicht. Meine Eltern sagten zu mir auch immer "bitte" und ich fand das schön. Damit war ich quasi gleichberechtigt: meine Eltern die ja viel größer sind als ich , haben eine Bitte an mich und fragen mich genau so, wie sie einen anderen Erwachsenen fragen würden. Ich finde "Bitte" im Satz klingt toll.
Aber - wieso wird eine Bitte so sehr an dem Wort festgemacht? Ich verstehe das nciht. Gleichberechtigtes Verhalten, Respekt (!) macht sich doch nicht an einem Wort fest. Sondern am Verhalten.
- bienenmeister
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Sehe ich auch so!Sandküste hat geschrieben: Aber - wieso wird eine Bitte so sehr an dem Wort festgemacht? Ich verstehe das nciht. Gleichberechtigtes Verhalten, Respekt (!) macht sich doch nicht an einem Wort fest. Sondern am Verhalten.
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Captainsparrow
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
An Beidem. Verhalten und Wörtern. Sprachgebrauch ist ja auch ein Teil von Verhalten
- Kinsale
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Hm, ich bin da geteilter Meinung. Ich sage eigentlich immer danke und bitte und finde auch gut, wenn Kinder das tun. Aber eben nicht auf diese gezwungene, dressierte Art und Weise, sondern idealerweise durch vorleben und abschauen. Ich glaube schon, dass das klappt.
Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich aber den freundlichen Umgangston nehmen.
@Berliner: Ja, der *räusper* spezielle Ton dort fällt mir auch immer auf.
Gewöhnungsbedürftig.
Thari, habt ihr euch schon mal überlegt, dass es für Deinen Sohn vielleicht selbstverständlich IST, dass er immer was mitgebracht bekommt, weil Dein Freund wirklich immer was mitbringt? Woher soll er denn wissen, dass es das nicht ist? Wenn ihr wollt, dass er das außergewöhnlich findet, solltet ihr es vielleicht auch zu was Außergewöhnlichem machen. Das Wissen, er könnte auch nicht mitbringen ist für ein kleines Kind nicht greifbar glaube ich.
Bist Du bei jedem Essen dankbar wie verrückt, weil andere das nicht haben / hatten? Ne, oder? Weil Du es eben immer hast. Ich schätze so geht es Deinem Sohn auch mit den Geschenken.
Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich aber den freundlichen Umgangston nehmen.
@Berliner: Ja, der *räusper* spezielle Ton dort fällt mir auch immer auf.
Thari, habt ihr euch schon mal überlegt, dass es für Deinen Sohn vielleicht selbstverständlich IST, dass er immer was mitgebracht bekommt, weil Dein Freund wirklich immer was mitbringt? Woher soll er denn wissen, dass es das nicht ist? Wenn ihr wollt, dass er das außergewöhnlich findet, solltet ihr es vielleicht auch zu was Außergewöhnlichem machen. Das Wissen, er könnte auch nicht mitbringen ist für ein kleines Kind nicht greifbar glaube ich.
Bist Du bei jedem Essen dankbar wie verrückt, weil andere das nicht haben / hatten? Ne, oder? Weil Du es eben immer hast. Ich schätze so geht es Deinem Sohn auch mit den Geschenken.
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Gaby
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ich finde auch, dass es sehr auf das Alter des Kindes ankommt. Von einem Kleinkind bzw. Kindergartenkind würde ich gar nichts erwarten, im Alter von 3/4 Jahren ahmen die Kinder ja sowieso ihre Eltern stark nach, da reicht es, ein entsprechendes Vorbild zu sein. Und sich ggfls. anstelle des Kindes zu bedanken.
Bei größeren Kindern meine ich, dass man grundsätzlich schon ein höfliches Verhalten erwarten kann. Und damit auch ein Bitte und Danke. Sicherlich auch mit Ausnahmen, wenn zB das Kind in einer Situation sehr schüchtern ist oder sich gerade aus irgendeinem Grund sehr unwohl fühlt. Aber meine Zehnjährige ahmt mich nicht mehr dauernd nach, sondern hat manchmal schlichtweg keine Lust auf Höflichkeit oder ist einfach mit ihren Gedanken ganz woanders. Da erinnere ich sie schon mal an bestimmte Verhaltensweisen, wobei ich sie sicherlich nicht vor allen Leuten mit "Wie heißt das Zauberwort?" anpfeife. Aber direkt in der Situation leise oder danach würde ich sie schon ansprechen.
Bei größeren Kindern meine ich, dass man grundsätzlich schon ein höfliches Verhalten erwarten kann. Und damit auch ein Bitte und Danke. Sicherlich auch mit Ausnahmen, wenn zB das Kind in einer Situation sehr schüchtern ist oder sich gerade aus irgendeinem Grund sehr unwohl fühlt. Aber meine Zehnjährige ahmt mich nicht mehr dauernd nach, sondern hat manchmal schlichtweg keine Lust auf Höflichkeit oder ist einfach mit ihren Gedanken ganz woanders. Da erinnere ich sie schon mal an bestimmte Verhaltensweisen, wobei ich sie sicherlich nicht vor allen Leuten mit "Wie heißt das Zauberwort?" anpfeife. Aber direkt in der Situation leise oder danach würde ich sie schon ansprechen.
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08
Häng dein Herz an eine wackelnde Welt und dann wunderst du dich dass es runterfällt (Judith Holofernes).
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nacre
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Das mag ich auch überhaupt nicht und kann es auch einfach nicht verstehen. Junior verstehts jeweiks auch nicht, wenn eine Mutter die Hand ihres Kindes packt und ihm entgegenstreckt. Meist schaut er ganz verdattert und zieht von dannen.08u11 hat geschrieben:Noch schlimmer finde ich, wenn noch nicht mal 2jährige, die im Sandkasten aneinandergeraten sind, sich entschuldigen müssen. Und am besten noch mit Händchen geben. Da wird mir irgendwie auch anders.
So und nun lese ich weiter.
Liebevolles Handeln zu entwickeln fängt damit an, zu sich selbst freundlich und geduldig zu sein.
Naomi Aldort
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Ich glaube auch an regionale Unterschiede, vielleicht sogar beim Bitte und danke. Ich komme aus Norddeutschland und bin "Immi" im Rheinland, wie man hier sagt. Und warum auch immer, mir fällt es im Norden leichter, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, Small Talk, da merke ich wirklich Unterschiede.
Beim höflichen Umgang bin ich ein bisschen zweigespalten. In meiner Familie finde ich das nicht so wichtig, wobei ich meine Kinder auch mal bitte, freundlich mit mir zu sprechen, ich mag es nicht, angepampt zu werden, vielleicht weil ich als Kind "das Zauberwort" sagen musste. Also ja, in manchen Situationen weise ich meine Kinder darauf hin, dass ich Dinge lieber für sie tue, als wenn sie mir im befehlston sagen "Du sollst!" In ganz ganz vielen Situationen im Alltag finde ich das aber unwichtig. Und bin auch immer unagenehm berührt, wenn andere Kinder zu höflichen Floskeln mir gegenüber angehalten werden.
Andererseits bewegen sich meine Kinder aber nicht nur innerhalb der Kleinfamilie. Sowohl im Kindergarten, als auch bei Oma und Opa wird schon teilweise Wert auf den korrekten Gebrauch der Floskeln gelegt. Und da finde ich es dann für meine Kinder blöd, sie auflaufen zu lassen, von anderen zurechtgewiesen zu werden oder für blöd und unhöflich gehalten zu werden. Ja, irgendwie empfinde ich das als auflaufen lassen. Deswegen frage ich sie schon freundlich (und ganz klar als Frage), ob sie Tschüss sagen mögen, oder ob sie sich bedanken mögen usw. Mir ist wichtig, dass das kein Vorführen der Kinder ist und ich akzeptiere auch, wenn sie dazu Nein sagen, aber ich empfinde das als eine Hilfe für meine Kinder.
Interessant, wenn ich darüber nachdenke, fällt mir schon auf, dass es sehr darum geht, was andere von meinen kindern halten. Ich möchte es ihnen leichter machen, von anderen akzeptiert zu werden, in dem ich sie freundlich und ohne Zwang an die Floskeln erinnere. Wie ich das finde, darüber denke ich jetzt mal ne Runde nach.
Beim höflichen Umgang bin ich ein bisschen zweigespalten. In meiner Familie finde ich das nicht so wichtig, wobei ich meine Kinder auch mal bitte, freundlich mit mir zu sprechen, ich mag es nicht, angepampt zu werden, vielleicht weil ich als Kind "das Zauberwort" sagen musste. Also ja, in manchen Situationen weise ich meine Kinder darauf hin, dass ich Dinge lieber für sie tue, als wenn sie mir im befehlston sagen "Du sollst!" In ganz ganz vielen Situationen im Alltag finde ich das aber unwichtig. Und bin auch immer unagenehm berührt, wenn andere Kinder zu höflichen Floskeln mir gegenüber angehalten werden.
Andererseits bewegen sich meine Kinder aber nicht nur innerhalb der Kleinfamilie. Sowohl im Kindergarten, als auch bei Oma und Opa wird schon teilweise Wert auf den korrekten Gebrauch der Floskeln gelegt. Und da finde ich es dann für meine Kinder blöd, sie auflaufen zu lassen, von anderen zurechtgewiesen zu werden oder für blöd und unhöflich gehalten zu werden. Ja, irgendwie empfinde ich das als auflaufen lassen. Deswegen frage ich sie schon freundlich (und ganz klar als Frage), ob sie Tschüss sagen mögen, oder ob sie sich bedanken mögen usw. Mir ist wichtig, dass das kein Vorführen der Kinder ist und ich akzeptiere auch, wenn sie dazu Nein sagen, aber ich empfinde das als eine Hilfe für meine Kinder.
Interessant, wenn ich darüber nachdenke, fällt mir schon auf, dass es sehr darum geht, was andere von meinen kindern halten. Ich möchte es ihnen leichter machen, von anderen akzeptiert zu werden, in dem ich sie freundlich und ohne Zwang an die Floskeln erinnere. Wie ich das finde, darüber denke ich jetzt mal ne Runde nach.
Liebe Grüße von Kirsten
"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
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Lösche Benutzer 1828
Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"
Guter Punkt
Ich habe jetzt mal bewusst darauf geachtet - hach, meine Kinder sind nicht von mir *gggg*
"Darf ich mal bitte das Nutella?"
"Gib mir mal bitte das Salz"
So ging es heute am Fruehstueckstisch.
Also- entspannt Euch, das geht von ganz allein.
Ich habe jetzt mal bewusst darauf geachtet - hach, meine Kinder sind nicht von mir *gggg*
"Darf ich mal bitte das Nutella?"
"Gib mir mal bitte das Salz"
So ging es heute am Fruehstueckstisch.
Also- entspannt Euch, das geht von ganz allein.