klapps auf den popo

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Inkling
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Inkling »

Und nur, um das nochmal zu verdeutlichen: für mich ist Klapps=Tupper=Schlag=Prügel. Ich sehe da keine Unterteilung, und habe darauf so weit es ging auch bewusst in meinem Post verzichtet.
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safira
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Re: AW: klapps auf den popo

Beitrag von safira »

Inkling hat geschrieben:Und nur, um das nochmal zu verdeutlichen: für mich ist Klapps=Tupper=Schlag=Prügel. Ich sehe da keine Unterteilung, und habe darauf so weit es ging auch bewusst in meinem Post verzichtet.
Das sehe ich auch so. Es ist alles ein Verhalten, bei dem Eltern ihre körperliche Überlegenheit durch GewaltAnwendung ausnutzen. Nur eben unterschiedlich schmerzhaft im körperlichen Sinn.
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vetmedmama
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Re: AW: klapps auf den popo

Beitrag von vetmedmama »

safira hat geschrieben:
Inkling hat geschrieben:Und nur, um das nochmal zu verdeutlichen: für mich ist Klapps=Tupper=Schlag=Prügel. Ich sehe da keine Unterteilung, und habe darauf so weit es ging auch bewusst in meinem Post verzichtet.
Das sehe ich auch so. Es ist alles ein Verhalten, bei dem Eltern ihre körperliche Überlegenheit durch GewaltAnwendung ausnutzen. Nur eben unterschiedlich schmerzhaft im körperlichen Sinn.
ja ich auch.
wobei die anwendung von körperliche überlegenheit nicht ganz vermeidbar ist, zb ein gegen den willen heim tragen gehört auch schon dazu. und sogar teilweise mit "gewalt" wenn das kind sehr gegenkämpft und man echt feste halten muss. schwieriges thema.
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Zierbanane
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Zierbanane »

Inkling hat geschrieben:....

Erst nach langem Reflektieren und Lesen (u.a. seitenlange Threads in Foren ;) ) ist mir klar geworden, dass allein diese Verniedlichung schon ein Teil des Problems ist. .....
Genau.

Und es ist auch in meinen Augen ein Unterschied ob mir jemand erzählt er/sie hat geschlagen und es tut ihm leid und er wird es nie wieder tun, oder ob ich von Anfang an verniedliche und verteidige.
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von klimaforscherin »

Was ist denn, wenn ich trotzdem meine körperliche Überlegenheit ausspielen "MUSS"?
Beispiele:
Kind rennt zur Straße, ich halte es fest.
Wutanfall, ich trage das sich windende Kind gegen seinen Willen weg.
Aufbruch, Kind will nicht mit, ich halte es fest und ziehe es gegen seinen Willen an.
Was tue ich in solchen Situationen, wenn reden nicht hilft, körperliche Kraft hingegen schon?
Grüße
klimaforscherin
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Himbeere78
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Himbeere78 »

Ich bin ja immer noch überzeugt, dass es mehr die Einstellung zum Kind ist, als die Handlung. Wenn ich mein Kind gegen seinen Willen schütze, in dem ich es wegtrage, obwohl es sich wehrt, mach ich das ja nicht wortlos oder quetsch extra noch zu. Sondern ich sag, was weiß ich: Nein, das ist gefährlich, da kommt Strom raus oder irgendwie sowas.

Bin überzeugt, dass die Botschaft an oder das Gefühl für das Kind rüberkommt. Schwer zu beschreiben... Gewalt im landläufigen Sinn fängt für mich da an, wo es einfach die seelische und körperliche Respektsgrenze überschreitet. Das kann man natürlich sehr subjektiv interpretieren. Wenn ich hingehe und einfach nur haue, klapse oder wie auch immer es genannt wird ist das eher ein Nebenschauplatz.
Ich weiß nicht... Bin echt weichgespült was das Thema betrifft. Jedes Mal, wenn ich mal beim Schimpfen mein Kind zum traurigen weinen bekomme, nagt das schlechte Gewissen und ich denke: Toll Mama, haste es mal wieder geschafft. :?
Weiß, das lässt sich in der Erziehung nicht vermeiden. Aber es tut mir trotzdem weh und ich versuche das so gut es geht mit Krümel zu klären. Klappt auch nur theoretisch immer so, wie ich es mir Wünsche. :roll:
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von vetmedmama »

also ich selber denke das es ein unterschied ist ob ich agiere oder reagiere.
bei einem klaps agier ich.
beim festhalten halt ich nur so feste wie ich brauche, und die festigkeit lässt nach wenn der wiederstand des kindes nachlässt. ich reagiere auf den unwillen, und wende nur soviel kraft auf wie nötig weil ich reagiere. und ich bin in der lage es zu erklären.
soweit die theorie.

der erwachsene ist ja per definition intelligenter und stärker, und das muss auch so sein um das kind zu schützen. ein kind nimmt die umgebung nichz wahr wie ein erwachsener, er kann icht so vorausschauen wie wir.
aber ich setze meine kraft ein nicht um das kind zu strafen, und wiederum gilt es so souverän zu bleiben wie nur geht. man darf seine wut oder sein gefühl nicht in die festigkeit beim tragen hineinlassen.

und ich denke es ist in der tat für ein kind auch eine demütigung getragen zu werden gegen den willen, aber man kan das leider nicht immer vermeiden.
das kind muss auch grenzen lernen.
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MaareMum
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von MaareMum »

vetmedmama hat geschrieben: der erwachsene ist ja per definition intelligenter und stärker
Erfahrener auf jeden Fall, intelligenter sicherlich nicht.
Gruß, MaareMum
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Latascha
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von Latascha »

Ich denke auch es ist sehr von der Einstellung dem Kind gegenüber abhängig. Situationen, in denen ich meine körperliche Überlegenheit ausnutzen muss begegnen einem ja fast täglich. Kind will nicht vom Spielplatz heim. Kind bleibt stehen und guckt sich die Welt an während man den Bus vorfahren sieht. Kind möchte mitten auf der Straße stehen bleiben und gucken, während sich ein Auto nähert...
Ich versuche solche Situationen zu vermeiden, also so früh wie möglich los gehen, damit man es nicht eilig zum Bus hat und dem Kind die Zeit geben kann den Stock am Boden genau zu untersuchen und auch wirklich jede Ameise zu zählen. Doch oft geht es eben nicht anders und ich finde es durchaus sehr wichtig, dass das Kind auch lernt, wie die Welt funktioniert. Es ist sicherlich nicht alles toll, aber zu versäumen dem Kind zu vermitteln, dass es nicht immer nach dessen Willen geht ist für mich auch absolut unangebracht.
Und wenn es eben sein muss, dann kommt es ganz stark auf das "wie" an. Zerr ich mein Kind genervt nach Hause und packe es extra grob am Arm, oder nehme ich es bestimmt und artikuliere, dass ich genervt bin und den Grund dafür.
Liebe Grüße
Latascha
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Re: klapps auf den popo

Beitrag von greenie bird »

Kiara123 hat geschrieben: Zu meiner Mutter:
Ich kann es heute nachvollziehen. Meine Mutter ist absoluter Gewaltgegner. Wie gesagt, die situation ist 25 Jahre her. Ich weiß es auch nur noch deshalb, weil ich meine Mutter noch völlig leichenblass und meinen Bruder (damals übrigens 4) mit erschrockenen, aber höhnischem Gesicht vor mir hab. Als er aus dem Wasser kam, meine Mutter ihn umarmt und geguckt hat, dass es ihm gut geht und bekommt dann so einen Satz um die Ohren geschlagen. Sie hat ihm einen einen festeren Klapps oder leichten Schlag mit der flachen Hand auf den Hintern gegeben. 'Mehr' nicht. Keine Prügel, keine Schlagattacke.
Natürlich gibt es da bessere Lösungen, dass ist mir und auch meiner Mutter bewusst (auch direkt darauf schon und sie hat mit uns beiden darüber geredet).
Ich verteidige nicht oder find dieses Verhalten gar gut, aber ich kann es nachvollziehen.
Er war ein wirklich schwieriges Kind. Wenn man ihn als erstes Kind gehabt hätte, dann wär es schon schwierig, aber als zweites waren solche Ausflüge so schon schwierig und selten. Hinzu kam, dass einfach kein Geld für einen Babysitter da war. Die Omas hätten ihm, wenn er dorthin gekommen wäre, einen schönen Tag gemacht und das hätte dann leider auch keinen Lehrcharakter mehr gehabt. Ich hab durch sein Verhalten müssen auf viel verzichten. Ich hab vieles nicht gemacht/machen dürfen, weil er vieles torpediert hat.
Heute haben wir ein gutes Verhältnis, wenn auch nicht so eng. Das liegt aber eher an den unterschiedlichen Interessen und daran, dass er im Ausland arbeitet. Übrigens mit meiner Mutter auch. Er hat sich vor ein paar Jahren bei meinen Eltern entschuldigt, dass er ihnen soviele Sorgen gemacht hat. Und im Spass meinte er vor ein paar Jahren, wenn er so ein Kind bekäm, würd er weg laufen. Aber das ist wirklich ein Spass. :-)
Das wird jetzt leider etwas OT, aber Du schilderst doch ganz gut welche Probleme Dein Bruder Dir gemacht hat- bzw. was Du so empfunden hast. Immer wenn Du über ihn schreibst, dann klingt es als hättest Du etwas aufzuarbeiten und Deine Sicht auf die Dinge im Schwimmbad ist daher wohl nicht objektiv. Ja, Du findest immernoch er hat es verdient...Er war das schwierige Kind, dass immer die Aufmerksamkeit auf sich zog und Dir den Spaß verdorben hat.
Es gibt aber immer zwei Seiten- wie hat Dein Bruder sich gefühlt? Wenn man davon ausgeht, dass es einfach böswillige Kinder gibt, dann mag man auch zu Züchtigungen dieser Art greifen. Ich vermute da aber auch andere Beweggründe. Er hat vielleicht auch nur die Erwartungen erfüllt? Kamen vorher Sätze wie: 'wenn das heute nicht klappt...' oder 'wenn du wieder...' oder wenn man sich mit Bekannten unterhält 'er ist ja so...' .

Auch wenn meine Mutmaßungen etwas weit gehen, (dann wieder zurück zum Thema) so hat Dein Bruder Gewalt satt Zuneigung bzw. gleichzeitig beides erhalten- das IST verwirrend und er konnte daher vielleicht auch nicht immer anders kommuniezieren? Das heißt nicht, dass er Euch alle zum Spaß geärgert hat, wenn seine Mutter ihn aus Liebe schlägt- wenn ich das jetzt mal grob vereinfachen darf. All diese Dinge stecken dann in uns drin, auch wenn wir das gar nicht beabsichtigen oder wissen, dass es genau dazu führt, dass unsere Eltern vielleicht auch stärker reagieren werden.

Ich kenne diese Aggressionen, die in mir aufsteigen auch wenn meine Kinder mich augenscheinlich 'verhöhnen', weil so etwas bei uns gar nicht geduldet wurde...aber Kinder lachen auch wenn sie Angst haben oder sich bedroht fühlen, das ist ein Schutzmechanismus und sicher kein mangelnder 'Respekt' zumal ich das Wort in diesem mißbräuchlichen Sinne- wenn trotzdem so weit verbrietet gar nicht angebracht finde, da Respekt ja eigentlich eine gegenseitige Achtung sein soll und nicht eine Einschüchterung der mächtigeren Seite.
Da denke ich liegt dann auch der Hund begraben, wenn ich meine Macht mißbrauche und nicht meine Kraft gebrauche indem ich mein Kind festhalte.
Meine Tochter ist mit anderthalb auf die Straße gelaufen- wirklich aus heiterem Himmel- es kam ein Motorrad, das zum Glück ausweichen konnte- ich hatte weiche Knie und nie im Leben hätte ich noch die Kraft gehabt sie auch noch zu schlagen. Aber da greifen wohl wieder andere Instinkte- Flucht, Angriff oder Verstecken- eine der drei Möglichkeiten wird es sein bei einem Schock, auch wenn der Angriff selten vorkommt.
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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