mal ganz provokativ
- MelCel
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 429
- Registriert: 08.11.2010, 10:51
Re: mal ganz provokativ
Ich hab ein sehr aktuelles "Gesundheit für Kinder" und bin mir ziemlich sicher dass da an keiner Stelle zum Ferbern geraten wird.. ich schau heute abend aber gern mal nach. Ich bin von dem Buch absolut begeistert und hab viel drin gelesen, das würde mich wirklich sehr überraschen.
Mel mit Schnupsi (12/09)
- Schnullerpuppe
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2000
- Registriert: 17.09.2009, 15:38
- Wohnort: Dresden
Re: mal ganz provokativ
Ich kann mir das auch gar nicht vorstellen- habe meins letztes Jahr gekauft und schon viel drin gelesen. Ich geh dann auch mal stöbern, bin mir aber sicher, daß da nix von Ferbern drin steht.MelCel hat geschrieben:Ich hab ein sehr aktuelles "Gesundheit für Kinder" und bin mir ziemlich sicher dass da an keiner Stelle zum Ferbern geraten wird.. ich schau heute abend aber gern mal nach. Ich bin von dem Buch absolut begeistert und hab viel drin gelesen, das würde mich wirklich sehr überraschen.
Mit kleinem Padawan (*11/2009) an der Hand und Überraschungkrümelchen (*12/2013)
»Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen, würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.«
Astrid Lindgren
»Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen, würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.«
Astrid Lindgren
- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7128
- Registriert: 06.05.2010, 19:22
- Wohnort: bei der Pyramide
Re: mal ganz provokativ
Nochmal zurück zum Ausgangsthema: ich weiss nicht, ob andere das richtige für ihr Kind tun oder ob andere der Meinung sind, ich tue das richtige für mein Kind.Sakura hat geschrieben: jetzt mal ganz ketzerisch gefragt: woher wissen wir dann eigentlich, dass das, was die meisten hier machen (stillen nach bedarf, familienbett, tragen, nicht weinen lassen, nicht ferbern...), besser für unsere babies ist als der "normale" umgang? ich ging immer davon aus, dass wir es damit nur den "ursprünglichen" kulturen gleich tun, die noch nicht so verbildet sind, und daher ein intuitiveren, "richtigeren" umgang mit ihrem nachwuchs pflegen, aber wenn ich dann lese, dass es kulturen in afrika gibt, wo man die kinder nachts schreien lässt... und wenn das, was die meisten hier tun, besser für die babies ist, warum wird das dann nicht mehr praktiziert?
....
hm. mal wieder eine ganz ganz wirre niederschrift meiner gedankengänge. im endeffekt frag ich mich: was ist richtig? tue ich das richtige für mein kind? ist familienbett, tragen, stillen nach bedarf, schlafen wenn sie müde ist, und aus dem bett heben, wenn sie aufwacht - ist das alles gut für mein kind???? oder wäre es für sie besser, wenn ich ihr einen festen rhythmus vorgeben würde?
Ich weiss, dass ich das richtige für mein Kind tue. Woher? Keine Ahnung, aber wenn ich mir bei solchen Sachen innerlich sicher bin, dann wirds wohl meine (richtige) Intuition sein.
Sicherlich habe ich auch einiges gemacht, was ich im Nachhinein nicht als so toll bezeichnen würde. Aus Fehlern lernt man, niemand ist als Eltern von vorneherein "perfekt".
Und zu dem Buch: ich finde nicht, dass in ein Gesundheitsbuch Erziehungsthemen hineingehören. Trotzdem finde ich das Buch auch sehr gut, also die Gesundheitsthemen (wird bei jedem Schnupfen, Fieber, Husten oder was auch immer hervorgeholt
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

-
Lösche Benutzer 7240
Re: mal ganz provokativ
Du hättest nicht zufällig die Referenz? Der Artikel würde mich interessieren ...Steff hat geschrieben: Ein Artikel aus dem deutschen Ärzteblatt hat vor ein paar Jahren bestätigt, dass Babys, die schreien gelassen wurden als Jugendliche und Erwachsene eher Depressionen entwickeln. Man hat keine konkrete Erinnerung mehr daran, aber es brennt sich sozusagen in die Großhirnrinde ein und macht sich eben später doch bemerkbar.
- Holly
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 528
- Registriert: 26.01.2010, 21:11
- Wohnort: Kleve
mal ganz provokativ
Ichhabe auf die Schnelle das hier gefunden, steht auf ferbern.de
Was genau geschieht im Körper ihres Kindes?
Wenn ein Kind schreit wird das Stresshormon Kortisol in den Nebennieren ausgeschüttet. Lässt man ein Kind einfach schreien bleibt der Kortisolspiegel hoch, nur durch Trost kann dieser wieder gesenkt werden. Der spiegel kann eine toxische Höhe erreichen. Das kann dazu führen, dass Schlüsselstrukturen und -systeme im sich entwickelnden Gehirn des Kindes zerstört werden. Kortisol ist ein langsam wirkender biochemischer Stoff der in hoher Konzentration über Stunden im Gehirn verbleiben kann, bei klinisch depressiven Menschen sogar über Tage und Wochen. Trösten sie ihr Kind wird der beruhigende Botenstoff Oxytocin im Gehirn frei gesetzt. Dieser lässt den Stresshormonspiegel wieder sinken.
Welche Folgeschäden können auftreten?
Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen frühkindlichem Stress und der rapide ansteigenden Anzahl an Menschen besteht, die bereits als Heranwachsende unter Angststörungen und Depressionen leiden.
Ein überempfindliches Stressreaktionssystem ähnelt einer fehlerhaften Alarmanlage im Kopf die bei der kleinsten Kleinigkeit reagiert. Situationen, die für gesunde Menschen unbedenklich sind, werden von welchen mit einem überempfindlichen Stressreaktionssystem oft als bedrohlich oder angsteinflößend interpretiert.
Diese Stressprogrammierung in der frühen Kindheit kann einen Menschen im späteren Leben anfällig machen für:
* Depressionen
* Angststörungen
* Stressbedingte körperliche Erkrankungen
* Panikattaken
* Trennungsangst
* Angst vor dem allein sein
* Alkoholmissbrauch
* Nikotinabhängigkeit
Quelle: Diee neue Elternschule: Kinder richtig verstehen - ein praktischer Erziehungsratgeber von Margot Sunderland, Rainer Schöttle, und Simone Blass
Autorin: Katja Strübing
Was genau geschieht im Körper ihres Kindes?
Wenn ein Kind schreit wird das Stresshormon Kortisol in den Nebennieren ausgeschüttet. Lässt man ein Kind einfach schreien bleibt der Kortisolspiegel hoch, nur durch Trost kann dieser wieder gesenkt werden. Der spiegel kann eine toxische Höhe erreichen. Das kann dazu führen, dass Schlüsselstrukturen und -systeme im sich entwickelnden Gehirn des Kindes zerstört werden. Kortisol ist ein langsam wirkender biochemischer Stoff der in hoher Konzentration über Stunden im Gehirn verbleiben kann, bei klinisch depressiven Menschen sogar über Tage und Wochen. Trösten sie ihr Kind wird der beruhigende Botenstoff Oxytocin im Gehirn frei gesetzt. Dieser lässt den Stresshormonspiegel wieder sinken.
Welche Folgeschäden können auftreten?
Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen frühkindlichem Stress und der rapide ansteigenden Anzahl an Menschen besteht, die bereits als Heranwachsende unter Angststörungen und Depressionen leiden.
Ein überempfindliches Stressreaktionssystem ähnelt einer fehlerhaften Alarmanlage im Kopf die bei der kleinsten Kleinigkeit reagiert. Situationen, die für gesunde Menschen unbedenklich sind, werden von welchen mit einem überempfindlichen Stressreaktionssystem oft als bedrohlich oder angsteinflößend interpretiert.
Diese Stressprogrammierung in der frühen Kindheit kann einen Menschen im späteren Leben anfällig machen für:
* Depressionen
* Angststörungen
* Stressbedingte körperliche Erkrankungen
* Panikattaken
* Trennungsangst
* Angst vor dem allein sein
* Alkoholmissbrauch
* Nikotinabhängigkeit
Quelle: Diee neue Elternschule: Kinder richtig verstehen - ein praktischer Erziehungsratgeber von Margot Sunderland, Rainer Schöttle, und Simone Blass
Autorin: Katja Strübing
-
miss_undercover
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 729
- Registriert: 13.10.2009, 18:02
Re: mal ganz provokativ
Also ich habe hier "Gesundheit für Kinder" in der dritten, überarbeiteten Auflage.
Darin steht zum Thema Neugeborene: "Ein Kind jetzt schon zum Durchschlafen "trainieren" zu wollen, würde seinen Bedürfnissen nicht gerecht."
Später kommt dann folgender Abschnitt: "Erst ab fünf Monaten können Sie erwarten, dass Ihr Kind das selbstständige Einschlafen (also das Einschlafen ohne Ihre tatkräftige Hilfe durch Stillen, Herumtragen oder Schaukeln) nach und nach "erlernen" kann." Dann kommt eine Erklärung, dass es eigentlich normal ist, dass Kinder in dem Alter eben nicht alleine einschlafen. Aber es wird eben auch darauf verwiesen, dass das ganz schön stressig sein kann: "Der Haken an diesen schlafbahnenden Gewohnheiten: Sie setzen die Anwesenheit der Eltern voraus. Und: Einmal eingeschliffen, sind sie nur schwer wieder zu ändern. Dazu kommt, dass Kinder, die ihre Eltern zum Einschlafen brauchen, diese Gewohnheit dann auch nachts nicht missen wollen. Wenn sie also aus dem Schlaf aufwachen, stehen Ihnen weitere, meist unerwünschte Schmusestunden bevor."
Anschließend führen die Autoren aus, dass es jede Familie für sich entscheiden müsse, wie sie es mit dem Schlafen halte - ob das Kind alleine oder mit Hilfe einschlafe, sei vor allem eine Temperamentfrage der Eltern. Weiter geht's im Text: "Entlastung vom Paarzwang beim Einschlafen versprechen mehrere Methoden, die wir Ihnen nun vorstellen."
Dann kommt ein Kasten mit dem Titel "Selbstständiges Einschlafen - die Ferber-Methode", in der steht, wie man das "selbstständige Einschlafen aktiv trainieren" kann: "Eine relativ rigide - aber nachgewiesenermaßen erfolgreiche - Methode ist das kontrollierte Schreienlassen." Dann wird erklärt, wie sie funktioniert und worauf man dabei achten müsse, nämlich Regelmäßigkeit, Routine und Konsequenz. Schlusssatz: "Nach ein paar Tagen haben die meisten Babys gelernt, sich selbst über die Trennung hinwegzutrösten (oder haben die Nutzlosigkeit ihres Protests erkannt) und schlafen ohne Geschrei ein."
Auf der nächsten Seite kommt dann ein Absatz mit dem Titel "Ferber light", in dem steht: "Viele Eltern gehen nicht ganz so rigoros vor wie im Kasten auf der vorherigen Seite beschrieben und versuchen etwa so lange bei ihrem Baby zu sitzen, bis es ohne Tränen eingeschlafen ist. Sie setzen sich dann jeden Abend ein Stückchen weiter vom Bettchen weg, bis sie gar nicht mehr im Zimmer sein müssen. Leider funktioniert dies weitaus seltener aus die "Rausgeh-Methode". (...)"
Und weiter im Text: "Jedes Kind hat ein anderes Temperament, und was beim einen Kind funktioniert, kann beim anderen eine Tortur sein. Und jeder Erwachsene hat seine eigene Toleranzgrenze, was seinen eigenen Schlaf angeht. Manche Eltern haben schlichtweg nicht die Zeit oder Kraft für ein ausgedehntes Einschlafritual, da ist auch im Interesse des Kindes ein radikales Schlafprogramm die beste Lösung. Anderen Eltern widerstrebt alles, was nach "Programm" riecht. Wieder andere Eltern und auch Entwicklungspsycholopgen machen geltend, dass Säuglinge noch nicht verstehen können, weshalb ihnen beim Einschlafen Tröstung vorenthalten wird, auf die sie sonst vertrauen. Den Weg zum Schlaf muss also jede Familie selbst finden."
Daraufhin folgt ein Absatz zu den Vorteilen des Co-Sleepings und einer zur Sicherheit im Familienbett.
Abschließender Buchtipp zum Thema: "Kast-Zahn, A., Morgenroth, H.: Jedes Kind kann schlafen lernen. Vielgekauftrer, bei Entwicklungspsychologen aber umstrittener Erziehungsratgeber. Kern des Buches ist ein auf kontrolliertem Schreienlassen beruhendes Programm zum Erlernen des Durchschlafens."
Liebe Grüße
Nora
Darin steht zum Thema Neugeborene: "Ein Kind jetzt schon zum Durchschlafen "trainieren" zu wollen, würde seinen Bedürfnissen nicht gerecht."
Später kommt dann folgender Abschnitt: "Erst ab fünf Monaten können Sie erwarten, dass Ihr Kind das selbstständige Einschlafen (also das Einschlafen ohne Ihre tatkräftige Hilfe durch Stillen, Herumtragen oder Schaukeln) nach und nach "erlernen" kann." Dann kommt eine Erklärung, dass es eigentlich normal ist, dass Kinder in dem Alter eben nicht alleine einschlafen. Aber es wird eben auch darauf verwiesen, dass das ganz schön stressig sein kann: "Der Haken an diesen schlafbahnenden Gewohnheiten: Sie setzen die Anwesenheit der Eltern voraus. Und: Einmal eingeschliffen, sind sie nur schwer wieder zu ändern. Dazu kommt, dass Kinder, die ihre Eltern zum Einschlafen brauchen, diese Gewohnheit dann auch nachts nicht missen wollen. Wenn sie also aus dem Schlaf aufwachen, stehen Ihnen weitere, meist unerwünschte Schmusestunden bevor."
Anschließend führen die Autoren aus, dass es jede Familie für sich entscheiden müsse, wie sie es mit dem Schlafen halte - ob das Kind alleine oder mit Hilfe einschlafe, sei vor allem eine Temperamentfrage der Eltern. Weiter geht's im Text: "Entlastung vom Paarzwang beim Einschlafen versprechen mehrere Methoden, die wir Ihnen nun vorstellen."
Dann kommt ein Kasten mit dem Titel "Selbstständiges Einschlafen - die Ferber-Methode", in der steht, wie man das "selbstständige Einschlafen aktiv trainieren" kann: "Eine relativ rigide - aber nachgewiesenermaßen erfolgreiche - Methode ist das kontrollierte Schreienlassen." Dann wird erklärt, wie sie funktioniert und worauf man dabei achten müsse, nämlich Regelmäßigkeit, Routine und Konsequenz. Schlusssatz: "Nach ein paar Tagen haben die meisten Babys gelernt, sich selbst über die Trennung hinwegzutrösten (oder haben die Nutzlosigkeit ihres Protests erkannt) und schlafen ohne Geschrei ein."
Auf der nächsten Seite kommt dann ein Absatz mit dem Titel "Ferber light", in dem steht: "Viele Eltern gehen nicht ganz so rigoros vor wie im Kasten auf der vorherigen Seite beschrieben und versuchen etwa so lange bei ihrem Baby zu sitzen, bis es ohne Tränen eingeschlafen ist. Sie setzen sich dann jeden Abend ein Stückchen weiter vom Bettchen weg, bis sie gar nicht mehr im Zimmer sein müssen. Leider funktioniert dies weitaus seltener aus die "Rausgeh-Methode". (...)"
Und weiter im Text: "Jedes Kind hat ein anderes Temperament, und was beim einen Kind funktioniert, kann beim anderen eine Tortur sein. Und jeder Erwachsene hat seine eigene Toleranzgrenze, was seinen eigenen Schlaf angeht. Manche Eltern haben schlichtweg nicht die Zeit oder Kraft für ein ausgedehntes Einschlafritual, da ist auch im Interesse des Kindes ein radikales Schlafprogramm die beste Lösung. Anderen Eltern widerstrebt alles, was nach "Programm" riecht. Wieder andere Eltern und auch Entwicklungspsycholopgen machen geltend, dass Säuglinge noch nicht verstehen können, weshalb ihnen beim Einschlafen Tröstung vorenthalten wird, auf die sie sonst vertrauen. Den Weg zum Schlaf muss also jede Familie selbst finden."
Daraufhin folgt ein Absatz zu den Vorteilen des Co-Sleepings und einer zur Sicherheit im Familienbett.
Abschließender Buchtipp zum Thema: "Kast-Zahn, A., Morgenroth, H.: Jedes Kind kann schlafen lernen. Vielgekauftrer, bei Entwicklungspsychologen aber umstrittener Erziehungsratgeber. Kern des Buches ist ein auf kontrolliertem Schreienlassen beruhendes Programm zum Erlernen des Durchschlafens."
Liebe Grüße
Nora
-
emely
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 60
- Registriert: 22.08.2011, 21:19
- Wohnort: Berlin
Re: mal ganz provokativ
Ich stille/trage/kuschel und vermeide jedes Schreien so gut es geht weil es mir gut tut. Ich WILL mein Kind in meiner Nähe (ständig), ich will es beruhigen wenn es unglücklich ist, ich will es mit mir rumtragen. Und ich glaube das ist genau richtig, ich glaube das ist mein absoluter Urinstinkt.
Von der wissenschaftlichen Seite her ist außerdem erwiesen, dass exzessives Schreien zur Ausschüttung von Stresshormonen beim Kind führt, was sich negativ auf das Gehirn auswirkt und später anfälliger für Depressionen u.ä. macht. Ich bin leider dafür auch das beste Beispiel - auch deswegen war mir immer schon klar, dass ich es anderes machen will! (mir wurde als Kind auch oft mit "dann lassen wir Dich hier stehen und kommen nie wieder" gedroht..)
Von der wissenschaftlichen Seite her ist außerdem erwiesen, dass exzessives Schreien zur Ausschüttung von Stresshormonen beim Kind führt, was sich negativ auf das Gehirn auswirkt und später anfälliger für Depressionen u.ä. macht. Ich bin leider dafür auch das beste Beispiel - auch deswegen war mir immer schon klar, dass ich es anderes machen will! (mir wurde als Kind auch oft mit "dann lassen wir Dich hier stehen und kommen nie wieder" gedroht..)
Liebe Grüße von Emely mit Prinzessin Pups (08/11) - geliebt, gestillt, getragen, schnullerfrei und familiengebettet
- MelCel
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 429
- Registriert: 08.11.2010, 10:51
Re: mal ganz provokativ
danke miss undercover fürs zusammenfassen. Ich hab es auch gestern nochmal nachgelesen. Ich finde da kann man wirklich an keiner Stelle rauslesen, dass Fuer Ferbern plädiert wird. Es wird erwähnt, erklärt und die Bedenken geaeussert. Man muss bedenken dass es ein medizinisches Buch und kein ideologisch gefärbter Erziehungsratgeber ist.
Mel mit Schnupsi (12/09)
-
Maja
- SuT-Legende
- Beiträge: 8590
- Registriert: 18.10.2004, 22:40
- Wohnort: NRW
Re: mal ganz provokativ
Echt, findest Du? Ich finde, wenn Adjektive wie "erfolgreich" verwendet werden, dann hat das schon einen optimistisch gefärbten Grundton. Außerdem wird ja offensichtlich mehrfach von "lernen" und "funktionieren" gesprochen. Man kann aber schlafen nicht "lernen" - gelernt werden soll lediglich eine Verhaltenweise während des Aufenthalts im Bett (nämlich: still sein und bleiben), und das auch über eine sehr behaviouristische Lernmethode, die aus pädagogischer Sicht eher im Spektrum der Dressur anzusiedeln ist. Ebenso zeigt die Begriffswahl "funktionieren" in Bezug auf ein menschliches Wesen und seine Bedürfnisse schon an, welches Menschenbild dem Verfasser des Textes zugegen ist. Ich finde das problematisch. Selbst wenn man das mit dem "funktionieren" dann auch fürs Co-Sleeping aufnimmt.MelCel hat geschrieben:danke miss undercover fürs zusammenfassen. Ich hab es auch gestern nochmal nachgelesen. Ich finde da kann man wirklich an keiner Stelle rauslesen, dass Fuer Ferbern plädiert wird. Es wird erwähnt, erklärt und die Bedenken geaeussert. Man muss bedenken dass es ein medizinisches Buch und kein ideologisch gefärbter Erziehungsratgeber ist.
Aber ich bin zugegebenermaßen auch sehr kritisch in Bezug auf Baby-Literatur.
2004/2006/2014
- Sakura
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 16267
- Registriert: 01.05.2011, 19:17
- Wohnort: MEI
Re: mal ganz provokativ
hm... nicht offen. ich kenne das buch nicht, und kenne daher nur die von dir zitierten abschnitte. aber wenn DAS deutschsprachige ferber-buch als weiterführende literatur empfohlen wird....MelCel hat geschrieben:Ich finde da kann man wirklich an keiner Stelle rauslesen, dass Fuer Ferbern plädiert wird
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
