Jadzia hat geschrieben: 19.08.2022, 10:34
Ah jetzt kommts der Sache ja schon näher-
Als wir spazieren waren war er die ganze zeit komplett im Jagdmodus.
Woan lags ? Am Mann, an der Umgebung oder an mir und den fremden Hunden ?
Ich tippe auf Mann. Der sagt, ich soll den Hund erziehen, ich kann ihn halt nur nicht dazu erziehen, dass er
beim Mann entspannt spazieren geht... bei mir klappt es (zu) gut.
Am Anfang war er bei mir auch so, hing immer nur in der Leine. Dann habe ich die Leinenführigkeit erarbeitet, und seitdem geht es auch mit Alltagsleine sehr gut.
Wenn sein Körbchen im Flur ist, dann ist er ja nie bei euch. Oder wie viel haltet ihr euch dort auf ?
Wir sind fast den ganzen Tag in den Räumen, die direkt an den Flur angrenzen und gehen ziemlich häufig durch den Flur. Von der Küche ins Bad, vom Bad ins Wohnzimmer, etc etc. Ich würde schon sagen, er ist bei uns. Nicht auf dem Schoß, aber in der Nähe.
Wieviele kilometer geht ihr am Tag ?
Sehr gute Frage, ist unterschiedlich. Ich habe bisher meist 5.000 Schritte gehabt, vieles davon dann natürlich mit Hund. Mein Mann geht ja neben der Morgen- auch die Abendrunde mit ihm, oft dann mit noch einschlafendem Rehkitz, der wird wohl auch noch so 5.000 Schritte mit ihm machen.
habt ihr einen Garten ? Wenn ja wie verhät er sich darin ?
Angebunden schläft er oder lässt sich zu mir rufen. Wenn wir zwei Erwachsene sind, rufen wir ihn gerne mit Schleppleine abwechselnd zu uns, damit er ein bisschen rennt. Ist leider sehr selten.
Wenn er nicht angebunden ist, ist er weg. Also, durch die Hecke zum Nachbarn und dann weiter durch die Wohnsiedlung.
Hundekontakt ist doch auch einfach wichtig. Gibt es denn mehr als mal kurz beschnüffeln ?
Ich erlebe ihn als unsicher aber nicht als hoffnunglos. Es gibt da Interesse aber auch viel Vermeidungsverhalten.
Du sagst er kann durchaus mal giftig werden. Das klint mir nach Unsicherheit im Umgang mit anderen Hunden. was auch für ihn schwierig ist zu lösen an der Leine ( ich fand aber daß er das doann doch ganz gut gemacht hat )
Er lässt sich halt beschnüffeln, egal ob er an der Leine ist oder nicht, und hält es entweder aus oder giftet den andren Hund an. Das hängt vermutlich davon ab, wie "übergriffig" der andere Hund schnüffelt, und ob er ihm sonst sympathisch ist. Mehr macht mein Hund von sich aus nicht. Will der andere Hund (ohne Leine, Hundeplatz) spielen, ignoriert meiner das, es sei denn, der Andre wird ihm zu übergriffig. Er hat schon Mal einen kleinen Hund, der ihn angesprungen hat, auf den Rücken gelegt, sich drüber gestellt und mit gebleckten Zähnen angeknurrt.
Auslastung des Hundes besteht ja aus drei Beinen ( würd eich spontan zählen)
Körperliche Auslastung ( geht ihr joggen oder sowas mit Hund)
Emotionale Auslastung ( dabei sein, gut genug sein)
Gesitige Auslastung ( Aufgaben)
Punkt drei ist bei uns quasi nie existent, weil ich das einfach zu anstrengend finde.
Punkt 1 : 7 - 10 Km am Tag plus Spiel im Garten
Punkt 2 : quasi fast immer dabei, auch bei der Arbeit, Kontakt mit Menschen. Mit fremden Hunden leider wenig, weil meine zwei zu verschiedene Bedürfnisse haben und zu verschieden reagieren. Durchaus auch lerenen und helfen ( an wen darf ich nah dran, wer hat Angst und ich muß vorsichtig sein)
Althund ( 4 Jahre ) ist damit absolut ausgelastet und sucht auch manchmal das allein sein und die Ruhe. Junghund gibt sich halbwegs damit zufrieden, allerdings sieht der garten aus wie ein Truppenübungsplatz.
Jeder Hund ist anders, aber mal so als abgleich. Junghund ist auch Jagdhund. Und die sind in jungen Jahren finde ich auch eine Herausforderung.
( und ehrlich gesagt fluche ich auch ab und an )
Punkt 1: spielen tut er ja leider nicht. Mein Mann nimmt ihn oft zum inliner fahren mit. Ewig laufen kann ich derzeit nicht, brauchte er aber das ganze Jahr auch nicht, das wäre ja schon komisch, dass er es wenige wochen, bevor ich es nicht mehr leisten
kann, plötzlich dringend braucht.
Punkt 2: er ist halt in unserer Nähe, in sicherer Entfernung, um ruhig schlafen zu können, ohne fürchten zu müssen, dass ein Kind auf ihn tritt, aber er bekommt alles mit, die Türen sind fast immer offen. Lob bekommt er, wenn er auf meine Kommandos hört, ich spreche ihn auch beim vorbei gehen öfters nett an. Streicheln natürlich auch mehrmals am Tag.
Punkt 3: würde ich gerne, hab aber noch nichts gefunden, was er "kann". Da bin ich offen für Ideen, sehe nur nicht, was ich machen kann, weil er eben an nichts interesse zeigt.