Film Elternschule im Kino

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pikpetit
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von pikpetit »

Linda81 hat geschrieben: 17.10.2018, 09:29 Der Film ist da gar nicht gelistet?
:? Vorhin war er s noch... ist aber auch auf den Seiten der jeweiligen Kinos vermerkt - meist unter sondervostellungen
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Linda81
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von Linda81 »

Spannend. Wieso haben die das rausgenommen?
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
pqr
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von pqr »

Vielleicht haben sie ihn selber angeschaut? (*Hoffnung in die Menschheit hab*)
Viele Grüße
pqr

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und Mini2 12/2017
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RedsMama
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von RedsMama »

Mist, in Bonn waren die Leute schon...
Liebe Grüße
R.

I knew exactly how to raise my kid when I became pregnant. Then he was born...
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Jeder wird perfekt und vollständig geboren. Unsere Job als Eltern ist nicht unsere Kinder zu erziehen, sondern sie davor zu schützen, gebrochen zu werden.

R., K., der großartige Weltenbummler 10/15 und die Strahlende Königin 06/18.


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Seelentattoo
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von Seelentattoo »

Pikpetit, deinen Ansatz finde ich auch sehr interessant. Und sicherlich auch hilfreich.
Ich bin gegen die Ausstrahlung, weil ich glaube, dass sich dieser Film ähnlich wie das Buch der Haarer einfach lange halten wird und es Eltern darin bestätigt, ja das richtige zu tun.
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
Seelentattoo
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von Seelentattoo »

pikpetit hat geschrieben: 17.10.2018, 09:40
Linda81 hat geschrieben: 17.10.2018, 09:29 Der Film ist da gar nicht gelistet?
:? Vorhin war er s noch... ist aber auch auf den Seiten der jeweiligen Kinos vermerkt - meist unter sondervostellungen
Das habe ich eben auch festgestellt, weil ich wissen wollte, ob er hier in der gegend gezeigt wird. Wohl doch zu viel Gegenwind.
Ich frage mich auch, wie man da als Regisseur, Filmer, Produktionsleiter einen solchen Film machen kann, ohne sich schlecht zu fühlen.
Wurden die auch alle so behandelt?
Oder ist das einfach dieses typisch menschliche abstumpfen, dass nun mal leider passiert, wenn man nur schlechte, verstörende Dinge erlebt?
Ist ja nun mal eine Überlebensstrategie.

Mein Mann hat damals beim großen auch immer gesagt, dass ich ihn nicht bei jedem schreien sofort aus dem Bett holen soll, mit dem stillen beruhigen soll, tragen musste ich wirklich verteidigen, LZS ebenso, etc.
Meine Antwort darauf war immer: wie soll ich ein Kind mit Liebe verwöhnen? Ob ich ihn auch einfach weniger lieben soll?
Ob er lieber allein im Bett schlafen will, obwohl wir ja zusammen gehören?
Heute sieht er es so wie ich und sagt, dass er es damals falsch gesehen hat. War für ihn halt normal aufgrund seiner kindheitserlebnissen und den Erfahrungen in der Kindererziehung mit seiner ersten Frau.
Er fand es erstaunlich, dass ich, die nie Kinder wollte, da komplett anders rangegangen bin.
Ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen will ist, dass es für viele Menschen hilfreicher wäre, wenn sie das richtige Verhalten vorgelebt bekommen würden (was aufgrund der Erfahrungen unserer Eltern und Großeltern schwierig ist, dazu gibt es ja auch einen eigenen Thread, bzw. mehrere).

Wenn Menschen in Not und so nehme ich die Eltern dieser Kinder ebenfalls wahr, Hilfe suchen, dann sollen sie auch Hilfe bekommen. Aber wenn diese Eltern schon keine Kraft haben, selbst noch unterscheiden zu müssen, was gute/ schlechte Hilfestellungen sind, ist es kein Wunder, wenn sie in einer Klinik wie in gelsenkirchen landen.
Der Film hat was von diesem Hartz4 Niveau: zeigt den Leuten wie schlecht es anderen geht, dann können sich andere besser fühlen, weil es bei Ihnen noch nicht so schlimm ist. Statt echte Alternativen zu zeigen. Das werfe ich auch dem Filmemacher vor. Oder wollte er absichtlich polarisierend sein? Das hätte aber auch Abwägungen im Film nach sich ziehen müssen und eben GUTE Beispiele.
Dieser Film regt mich echt auf.
Wenn bei mir was in der nähe sein sollte, gehe ich auch gern hin zum diskutieren.
Mit Baby in der trage, welches ich auch gern während der Diskussion stille, Aennes Hunger bekommt.
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RedsMama
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von RedsMama »

Danke, Seelentatoo, für diesen wunderschönen Beitrag!

Ich werde das Brotfabrik anschreiben:
viewtopic.php?f=263&t=211132
Liebe Grüße
R.

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Vivilotta
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von Vivilotta »

Leider zeigt der Film wohl das, was in vielen Babyberatungstellen gängige Methoden sind, um die Kinder zu brechen. Wirklich neu ist das nun nicht, dass man derart "problematische" Kinder mit Bindungsentzug brechen will. Insofern ist der Film leider nur die Fortsetzung der Haarer Ideologie und dass er in den großen Medien positive Resonanz erfährt ist leider nunmal anscheinend die immer noch gesellschaftlich vorherrschende Meinung. Kleine Kinder sind grundsätzlich Tyrannen und brauchen eine "feste Hand", damit es gar nicht erst soweit kommt.
Gott sei Dank findet immer mehr ein Umdenken statt. Das geht nicht nur mit bindungsorientierter Kindererziehung einher, sondern auch mit mehr Umweltbewusstsein, mit mehr Toleranz gegenüber allen Mitmenschen. Bestes Beispiel ist der große Stimmgewinn der Grünen im konservativen Bayern, der vor allem von den jüngeren Generationen ausgeht.

Insofern finde ich zwar schon den Trailer schrecklich. So sehr, dass ich den Film wahrscheinlich gar nicht anschauen kann. Aber wenn er dazu führt, dass einem breiteren Publikum (und nicht nur unserer SuT Blase) in aller Deutlichkeit gezeigt wird, wie diese Methoden funktionieren und da vielleicht nur ein paar Eltern dabei sind, die merken, dass sie einen anderen Weg gehen wollen, ist doch schon was gewonnen.

Die Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen. In 10 Jahren ist eine neue Generation von Kinderärzten, Psychologen und (leider teilweise) auch Hebammen da, die ganz andere Kindererziehungsmethoden propagieren werden. Und vielleicht gilt der Film dann als Abschreckungsbeispiel.
mit Fini 02/15 und Paulini 05/19
Serafin
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von Serafin »

Vivilotta hat geschrieben: 17.10.2018, 10:47 Bestes Beispiel ist der große Stimmgewinn der Grünen im konservativen Bayern, der vor allem von den jüngeren Generationen ausgeht.
Deswegen werden wir König Söder leider trotzdem nicht los :roll: . Ich hatte ja echt schon Hoffnungen...
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Mera
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Re: Film Elternschule im Kino

Beitrag von Mera »

Sikafi hat geschrieben: 17.10.2018, 09:21
Mera hat geschrieben: 16.10.2018, 16:49 Habt ihr alle einen anderen Trailer gesehen als ich? Da passiert doch nix großartig? (Wenn man den Ton auslässt. Das Geseiere ist zT echt das Letzte).
Mera, genau das war mein erster Gedanke, aber das was hier auch schon geschrieben wurde, trifft es ziemlich genau und ist bei der ganze Sache aus meiner Sicht das Hauptproblem bei der puren Bewertung der Methode:
Viele machen sich nicht klar, welches Menschen und Kindesbild hinter den Aussagen des Psychologen liegen und welche grundsätzliche Einstellung damit verbunden ist, so zu handeln.
Es wird nur das Verhalten der Kinder isoliert betrachtet und ein "ja es funktioniert doch".[...]
Aus meiner Sicht spielen da ganz viele unterschiedliche Ebenen rein, die sehr fragwürdig sind, aber sie wenigsten können das differenzieren und entsprechend das Erschreckende daran erkennen.
Mag sein, dass Viele zu unreflektiert sind, um da zu differenzieren oder die wenigen Hinweise auf das Menschenbild dahinter zu sehen bzw. hören (ich finde, es wird nur anhand 2-3 Sätze in dem Trailer deutlich, was da abgeht bzw. wie das Kind per se da betrachtet wird. Nicht anhand der Bilder selbst). Mit ein Grund, warum ich diese Empfehlung für die breite Masse nicht nachvollziehen kann.
Aber ich lese da in den Kommentaren auf FB/YT bzw. auch zT hier, wie "traumatisierend" diese Bilder /der Trailer sind/ist. Das kann ich nicht im Ansatz nachvollziehen. Ohne weiteren Kontext sehe ich da keine "gebrochenen" oder "misshandelten" oder "gezwungenen" Kinder. Verzweifelte Eltern? Ja. Traurige/erschöpfte/wütende Kinder? Ja. Probleme, egal welcher Art? Oh ja. Aber kein "dem Kind werden die Hände festgehalten und es wird ihm Essen aufgenötigt" und dergleichen (mag nicht hier im Thread gewesen sein, aber ich bin da jetzt schon öfter drüber gestolpert über solche Aussagen anhand des Trailers und, nee, das wird da einfach nicht gezeigt?). Mit solchen Kommentaren wirkt dann die Opposition ziemlich hysterisch, verschafft dem Machwerk mehr Publicity als es verdient hat und gibt scheinbar all jenen Recht, die zugewandte "Erziehung"/Miteinander/AP/whatever und respektvolles Verhalten Kindern gegenüber in irgendeine komische Ecke stellen wollen.


Die Worte des Psychologen (? ist doch der Vortragende in dem Trailer?) lassen für mich nur einmal das Kinderbild durchblicken, als er von "Der ist ja der Boss. Bis jetzt." sagt. Oder die Frau gegen Ende mit "Prinzessin". Das wäre bzw. war für mich der Punkt, an dem ich gesagt habe: "Danke, wir sind jetzt hier fertig. Ich find allein raus." (wie ja wohl auch jemand getan hat im Film "Das ist hier ja Quälerei und es ist ihm scheißegal, übermorgen gehen sie" "ja, dann sollen sie gehen" (sinngemäß)). Das sind die Stellen, wo man merkt, wohin der Hase in dem Film wohl laufen wird.

Das hier:
Sikafi hat geschrieben: 17.10.2018, 09:21 Eine ganz andere Ebene, aber ebenso wenig kritisch betrachtet ist diese:
Leila hat geschrieben: 17.10.2018, 06:59 Ist denen eigentlich bewusst, dass es da Eltern in Ausnahmesituationen gezeigt werden? Das diese Familien einen langen Weg hinter sich haben, bevor sie dort hin gehen? Das hat für mich etwas von zur Schau stellen von Kindern, die hilflos sind und nach Hilfe schreien, und diese werden als "allgemeine Erziehungstipps" verkauft.
kann ich vollumfänglich unterschreiben. Warum sollte dieser Film "ein Muss für alle Eltern" sein? Leuchtet mir nicht ein. Scheint mir mehr ein "Brot und Spiele" für die sensationsgierige Meute. Und ich kann da die Eltern nicht verstehen, die sich in dieser Ausnahmesituation für Filmaufnahmen hergegeben haben. Mir wäre da absolut nicht nach zumute gewesen, dass jemand unser Elend auch noch auf Film bannt.
LG, Mera
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