Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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FireAngel
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von FireAngel »

Hi Aranyen

Ne, versicherungstechnisch geht's nicht. Wenn dann privater Abend mit den Leuten. laut KUVB darf man als Stillende übrigens ebenfalls keinen Feuerwehrdienst machen - daher wird mein Kommandant einfach nichts davon erfahren, so dass ich nach Ende der 2 Monate Mutterschutz zurückkehren kann.
Sobald du schwanger meldest, bist " prophylaktisch" kaltgestellt. Dabei wäre einiges möglich, z.b. Übungsabende, Ausbilderin in Theorie etc. Aber das ist ein anderes Thema. So verliert man halt weibliche Mitglieder, da bei so einem Vorgehen natürlich der Wunsch zur Rückkehr gering wird nach der ganzen Zeit (SchwS, MuSchu, Variable Stillzeit)....
Als Arzt kann ich immer noch freiberuflich tätig werden, da hierfür kein Mutterschutz gilt. Man sollte nur sehr genau wissen, wo seine Grenzen sind.

Ich mach übrigens schon fast jeden Tsg 3-5km Spaziergang, teils alleine , teils mit Kinderwagen. Ist auch die einzige Zeit, in der mein schmerzhaftes ISG mal etwas besser wird, das dann beim nächsten Stillmarathon wieder so richtig ekelhaft weh tut, dass ich nicht mehr hochkomme Richtung Klo 🙈
Hatte gehofft, es wird nach geburt besser - Fehlanzeige.

Bezüglich Stillen: heute waren es zwar etwas weniger Stillmahlzeiten, aber dafür längere. Nach dem nächtlichen Kampf hat der Kleine fast 6 Stunden (!) bis 8 Uhr geschlafen und kam ca alle 2 Stunden wieder, dazwischen war er recht aktiv und hat heute besonders viel interagiert mit uns beiden. Die Clusterphase fing um 18 Uhr an und dauert noch an....
Lösche Benutzer 27615

Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

ISG Schmerzen kenne ich. Mir half Yoga allgemein, Übungen für den unteren Rücken/Hüfte und besonders die Asana Happy Baby. Bewegung alleine hat bei mir nicht gereicht.
Aranyen
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von Aranyen »

Ok, das ist dann echt schade, dass du dem nicht nachgehen kannst. Irgendwie auch verrückt, dass du als Notärztin Dienste machen darfst, aber keinen Ausbildungsabend halten. Das hat mit gesundem Menschenverstand nichts zu tun. Versicherungsrechtliche Fragen sind da ja leider oft etwas „fern“ der Realität.
Ich kann total nachvollziehen, dass dir deine Blaulichtfamilie sehr fehlt.

ISG-Schmerzen sind gemein. Mir haben Übungen geholfen die meine Physio mir gezeigt hat. Im Moment nutze ich ein Tensgerät, allerdings gegen andere Beschwerden. Das schafft bei mir schmerzfreiheit. Allerdings weiß ich nicht wie sich das mit Stillen verträgt. Kann dir jemand Physio verordnen?
Ich drücke dir die Daumen, dass es bald besser wird.

Das mit dem Stillen klingt doch gut. Abends ist meistens die anstrengendste Zeit, weil der ganze Tag von Bubi verarbeitet wird.
Ich leben mit meinem Monster (Hochzeit 2017) und unserem Monsterchen (März 2018) im Sauerland.

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klecksauge
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von klecksauge »

Hallo Fireangel,

zunächst einen großen Dank an die anderen Schreiberinnen.
Ich kann da nur zustimmen.

Ich habe mir gerade zumindest schonmal die Gewichte angesehen und eine Kurve angelegt.
Es sieht gerade so aus, dass die Zufütterung auf jeden Fall nötig ist.

Hast du eine Waage da oder kannst dir eine besorgen?
Sinnvoll reduzieren können wir nur, wenn ich regelmäßig Gewichte habe.

Hast du denn mittlerweile eine andere Pumpe bekommen können?
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
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FireAngel
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von FireAngel »

Hi.
Das letzte Gewicht bitte mit Frsgezeichrn sehen, das wurde mit einer alten Waage gemessen. Bin nächste Woche beim Kinderarzt, dann kommt etwas aussagekräftiges Gewicht.
Nein, ich hab keine Waage bisher.
Pumpe habe ich mir eine mobile Doppelpumpe von Medela besorgt, da das alte geliehene Ding zum einen zu schwer und zum anderen mit Stecker war.
FireAngel
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von FireAngel »

Also, heute hat es neue Dimensionen angenommen.
Insgesamt sind wir auf 17 Mahleitrn gekommen, davon 4x Fläschchen, meist kleine Portionen von ca 20ml, dann wollte er wieder nicht mehr.
Begonnen hat es damit, dass er bis ca 3 Uhr wieder rumgequengelt hat, aber keine Nahrung mehr wollte. Ist dann sukzessive müder geworden und eingeschlafen. Aufgewacht um kurz nach 8, danach "gute" Stillmahlzeiten 8.30, 11.30 und kurz vor 14 Uhr (nicht schmerzhaft, wenig Abdocken, trinken bis er einschläft nach 10 -15min, selten auch mal 18-20min). Morgens tropft mir meist auch etwas Milch aus den Brüsten, auch nach den ersten Stillmahlzeiten.
15.30 bis 18. Uhr insgesamt 5x, dann hatte ich wieder brennende Schmerzen vom zappeln+ziehen+ ständigen An/Abdocken, da hat er dann das erste mal Pre bekommen, dann 2 Stunden erstmal keinen Hunger. Danach wieder Clusterorgie - habe jedes ca 3. bis 4. Stillen mit Pre ersetzt, er wollte je ca 20 -30ml, dann kurzes Einschlafen und nach 5 min dösen erneut Hungerzeichen. Insgesamt war sein trinken an der Brust aber schlechter als morgens, wie fast immer wenn er vorher Fläschchen hatte.
Am schlimmsten war jedoch vor ca 15 min, dass er schmerzhaft beißend angedockt hat, mehrfach an- und abgedockt, dann ca 2min gut getrunken hat (daher habe ich ihn nicht mehr abgelöst) und dann ganz plötzlich einmal richtig heftig zugebissen hat. Gottseidank lag er recht stabil quer vor mir auf dem Stillkissen, ich mag gar nicht denken, dass er mir vor lauter Schmerzschrei und Schmerzreaktion sonst evtl heruntergefallen wäre😳😳😳😵
Sowas hat er noch nie gemacht ...
Insgesamt ist so etwas wie oben beschrieben bis auf den Biß so unser "normaler" Tagesablauf. Auch die ca 5 Stunden Schlaf zwischen 3 und 8 scheinen sich so einzupendeln, und Tagsüber schläft er viel. Haben versucht, ihn tagsüber zu beschäftigen, da mag er aber nicht so recht.
Aranyen
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von Aranyen »

Guten Morgen,

das mit dem Beißen ist wirklich super schmerzhaft. Ich erinnere mich auch, dass ich manchmal Angst hatte Monsterchen fallen zu lassen. (())

Zum Stillen und dem Clustern am Abend kann Klecksauge dir heute bestimmt helfen.

Mein Gedanke ist, kann der Papa ihn in den Clusterphasen ein bisschen Tragen? Lässt er sich irgendwie anders beruhigen als durchs Stillen in dieser Zeit?
Ich leben mit meinem Monster (Hochzeit 2017) und unserem Monsterchen (März 2018) im Sauerland.

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Lösche Benutzer 27615

Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

FireAngel,

das ist sicher sehr anstrengend und schmerzhaft, eine Portion Mitgefühl von mir.
Mods - irgendwie hört sich das schon sehr nach einer Saugverwirrung an, oder?
Habt ihr Zufüttern mit einem Becher schon mal probiert?

Viel Glück!
vam
alter SuT-Hase
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von vam »

FireAngel, wie geht es euch?
... mit dem kleinen Wilden (2019) und Pünktchen (2022)
FireAngel
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Re: Täglicher Stillk(r)ampf - was kann ich tun?

Beitrag von FireAngel »

Hi vam!
Ich war ziemlich beschäftigt 🙈
Schwiegermom war da und mein Paps, haben Regale festgebohrt (mit Ankerdübeln wegen brüchiger Wand) und einen Weg durch den Dachboden gebahnt um da grob zu vorzusortieren . Fühlt sich super an, mal visuell was bewegt zu haben. Jetzt kann ich an diesen Stellen neu und richtig einsortieren. Morgen ist endlich Rückbildungskurs und übermorgen mein Auto in der Werkstatt.
Zum Wichtigsten (Stillen): langsam glaube ich, ich hab ein kleines grünes Monsterchen alias Dr Jekyll &Mr Hyde.
Die erste Hälfte des Tages brav, alle 2-3Stunden fast schmerzfreies Stillen (etwas tut es immer weh wegen den wunden Bereichrn vom Vorabend) - und gegen Abend hampelt er nur noch rum, Dauerstillen , an der Brust reißen....und dann frustriert wieder zuschauen müssen, wie er nach x-mal rumzuzeln zwischen 50-80ml Pre vernichtet. Und die Schleife wieder von vorne anfängt , bis einem wegen der brennenden Schmerzen in den Brüsten wieder mal die Tränen runterlaufen. So wie zb gestern. Und immer noch jede Nacht bis ca 3 Uhr stoppt der Bär.
Zufüttern kommt auf Bedarf- mittlerweile schwankt es recht. Er kriegt entweder dann was, wenn ich grade nichts mehr geben kann und er noch hungrig ist (wg Schmerzen, 8x hintereinander etc) oder ich nicht anwesend bin. Er zieht dann portioniert so viel, bis er nicht mehr aktiv verlangt. Manchmal speit er so 10-30min später wieder was halbvergorenes aus, wenn es zu viel war.
Becher findet er doof, auch der Löffel fürs Zymafluor ist nicht ganz sein Ding.
Wenn er richtig schlecht drauf ist, hilft nur eine Brustwarze zum beruhigen. Gelegentlich hängt er mir länger als eine halbe Stunde dran und nuckelt friedlich vor sich hin - aber wehe , das Zitzl fällt ihm beim Einschlafen dran aus dem Mund, dann geht die Sirene wieder los. Rumlaufen und schunkeln bringt ihn während dem Clustern eher in Rage.

Netterweise hab ich heute beim Spaziergang aufgrund eines dünneren Oberteils unter der Jacke noch wunderbare Brustwarzen-Spasmen und Finger-Ziehrn/kribbeln gekriegt (hab Raynaudsyndrom, da hilft Magnesium etc ned wirklich). Merk es jetzt noch etwas, wo ich schon längst im Warmen bin.....urgh
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