Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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honigtopf2010
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von honigtopf2010 »

Liebe Lisa,

bitte entschuldige meine bisherigen mit dem SuT-Goldstandard nicht zu vereinbarenden Antworten. Hier nun also die hoffentlich richtige:

Dass eine ca 36-jährige vierfache Mutter Lust hat abends mal wieder Sport zu treiben, ins Kino zu gehen oder etwas mit ihrem Mann zu unternehmen, ist zwar ein verständlicher Wunsch, allerdings keinesfalls mit den Bedürfnissen eines 13 Monate alten Babys vereinbar. Es muss deshalb dringend empfohlen werden alle Unternehmungen höchstens am Nachmittag vorzunehmen. Das hat auch mehrere weitere Vorteile: Viele Restaurants bieten einen Mittagstisch bis 15 Uhr. Da ist das Essen dann billiger. Happy Hours beginnen oft gegen 17 Uhr, auch wenn das knapp vor dem Abendessen ist - einen Cocktail (natürlich alkoholfrei) schafft frau doch. Die Nachmittagsvorstellungen im Kino sind meist jugendfrei und daher nicht so aufregend, was viel besser für die Nerven ist. Solltest du klassische Musik oder Konzerte mögen, stell dich doch einfach vor die geöffneten Fenster der örtlichen Musikschule oder rock mal so richtig in einem Fahrstuhl ab!
Mit SuTigen Grüßen, Honigtopf2010
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fragaria
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Re: AW: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von fragaria »

Ich ahne einen Hauch von Sarkasmus [emoji12] [emoji1]
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Lotti
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Re: AW: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von Lotti »

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Missy
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von Missy »

Sehr hilfreich, Honigtopf. Sehr hilfreich.

:roll:

Liebe TS, es gibt viele Möglichkeiten. Viele Personen haben dir jetzt diverse Erfahrungen berichtet. Du wirst sicher deinen für dich richtigen Weg finden. Mit Kind, ohne Kind, am Nachmittag oder am Abend.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
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tania
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von tania »

honigtopf2010 hat geschrieben:Liebe Mondenkind, ich war weder unsachlich noch schlecht gelaunt. Einer Threadstarterin, die ausdrücklich um Rat bittet, weil sie allein etwas machen möchte, zu empfehlen, das 'Baby' einfach mitzunehmen, empfinde ich als unsensibel.
sie hat gefragt wie wir das machen. und ich mache das so.
Davon abgesehen, dass wir hier nicht in Italien leben, wo das wesentlich üblicher ist.
und bin damit in italien die einzige auf weiter flur.
Dieser Post hätte aufgrund der Problematik genauso gut im Stillforum stehen können. Ich hätte mir also etwas anderes erwartet und habe das schlicht und konstruktiv auch auf das Problem eingehend geäußert.
ich habe jetzt noch eine antwort geschrieben.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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tania
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von tania »

ich muss gestehen, ich habe keine vorrangige stillproblematik gesehen. vor allem waere mir nie im leben die idee gekommen, ich muesste herausstellen, dass 13 monate alte kinder mehrere stunden ohne muttermilch auskommen. natuerlich tun sie das!

fuer mich ist es ein beduerfnisse abwaegen problem. stellt sich dann im laufe so eines threads heraus, dass die TS hilfe beim ab- oder weiterstillen braucht, wird sie die natuerlich auch kriegen. aber meiner einschaetzung nach ging es in erster linie um ein sortieren der eigenen gedanken und beduerfnisse.

liebe TS - so ist das manchmal auch hier. aber in den allermeisten faellen geht es deutlich friedlicher und empathischer zu.
lisa78 hat geschrieben:Wir, Sohnemann 13 Monate und ich, stillen die Nächte durch. Schlaf am Stück ist schon seit Geburt selten, maximal 3 Stunden sind drin.
Meine Frage an Euch, mal abgesehen von den durchgemachten Nächten, wie macht ihr das mit dem Weggehen????
wie ich persoenlich es mache, habe ich ja bereits beantwortet.
Ich mag mal wieder zum Sport, Kino, mit meinem Mann essen gehen... Ich mag nimmer jeden Abend zu Hause hocken und springen, wenn mein Kleiner nach dem Busen schreit. Wenn er wenigsten einen 3 Stunden Rythmus hätte, dann wäre ich ja "fast" frei, aber manchmal nuckelt er alle 30 Minuten.
Bleibt ihr immer zu Haus, nehmt ihr Fläschchen, lasst ihr schreien beim papa, oder habt ihr gar nicht das Bedürfnis Wegzugehen???
ich habe direkt nach der geburt wieder angefangen zu arbeiten, meist zu hause, wenn es ausserhaeusig war, kamen papa und sohn mit und ich habe stillpausen gemacht. von "lasst ihr schreien beim papa" waren wir weit weg. die beiden sind immer ueber stunden ohne mich ausgekommen. wenn es mal schwierig wurde und ich nicht direkt greifbar, hat der papa ihn getragen (wir hatten aber auch alle uebung mit trennung von anfang an).
Abgesehen davon stelle ich mir zunehmend die Frage, ob sich der Nuckelwunsch meines Sohnes von selbst reguliert, oder ob es Sinn macht, sich gegen halbstündiges Beruhigungsnuckeln "zur Wehr" zu setzen?
ja, er wird von selber weniger nuckeln. aber das kann sehr wohl noch lange so gehen. mein kind hat bis 2.5 jahre sehr viel gestillt, erst danach wurde es fuehlbar weniger (durchgeschlafen hat er erst deutlich spaeter..) ob es sinn macht, ihn weiterhin komplett nach bedarf zu stillen, kannst nur du entscheiden.
Mir bricht es fast das Herz meinem Sohn die Brust zu verweigern, aber ab welchem Alter ist es denn angebracht, dem Kind seine eigenen Grenzen deutlich zu machen? Ich will nicht alle Stunde Nachts geweckt werden.
das kommt durchaus auch bei abgestillten kindern vor. oftmals bringt abstillen aber sehr wohl erleichterung. probleme koennten sein: dein kind hat nachts tatsaechlich noch hunger oder er laesst sich ohne brust schlechter wieder beruhigen. du musst also evtl aufstehen und tragen. das laesst sich vorher halt schlecht einschaetzen. meiner erfahrung nach, funktioniert das abstillen nach gordon bei etwas aelteren kindern (15-18 monate) deutlich besser, aber es lassen sich einfach keine allgemeingueltigen aussagen treffen.
Es nervt mich auch grad wenn mein Sohn ständig an meinem Busen rumnuckelt und nuckelt und nuckelt und kein Ende findet. Das ist ja mein Körper. ich stille gern und finde es auch schön. Aber nicht so viel. Es fühlt sich zur Zeit so wenig nach Nähe und kuscheln an, fühle mich eher wie ein Schnulli, wenn ihr versteht was ich meine... Meine Brüste tun mir grad schon weh, so viel wird hier wieder gestillt.
inwiefern tun deine brueste weh?

wenn er dauernuckelt koenntet ihr folgendes versuchen: der papa kann tragen (wenn er anwesend ist und den schlafausfall verkraftet), du kannst immer wieder loesen, ihn schuckeln, bei manchen kindern reicht das schon, du kannst ihn in eine haengematte legen (wir hatten zwischenzeitlich im schlafzimmer unsere grosse aluleiter aufgestellt und ein tragetuch reingehaengt). oder vielleicht den gesamtschlaf etwas verkuerzen? ansonsten ist vor allem das morgendliche dauernuckeln sehr verbreitet.
tania mit sohn *09 und sohn *12
honigtopf2010
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von honigtopf2010 »

Danke tania.
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
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tania
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von tania »

liebe lisa78,

TS bist uebrigens du - die ThreadStarterin.

dieses bloede forensprech - ich versuche es *eigentlich* zu vermeiden..

liebe gruesse, tania
tania mit sohn *09 und sohn *12
lisa78
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von lisa78 »

So jetzt habe ich soooo viele Antworten gelesen und den Überblick verloren.

Also wir machen das jetzt mit dem Stillen so, dass sobald ich im bett liege und schlafen will maximal alle 3 Stunden gestillt wird. Hab die letzten beiden Nächte zu meinem Sohn (wenn er früher bzw häufiger stillen wollte) klar und deutlich gesagt: der busen schläft. Das hat er irgendwie ganz gut akzeptiert, ganz kurz gemault u sich dann angekuschelt, wieder eingeschlafen. Nachdem ich ihn dann heute Nacht um 1:30 gestillt habe, hat er sage und schreibe bis 5:00 nur einmal nach der Brust gefragt! Ich denke das ist jetzt ein guter Weg für uns.
Und so größer die Stillabstände um so mehr Freiraum bedeutet das auch für mich.

Ich habe da übrigens scheinbar etwas falsch formuliert. Über Tag, wenn mein Mann denn dann mal da ist, kommen die beiden sehr gut miteinander klar. Da habe ich auch kein problem damit einige Stunden weg zu sein. Tagsüber stille ich aber auch nur noch in Ausnahmesituationen.

Und ja, Honigtopf hat das schon ganz richtig verstanden. Ich will ABENDS ausgehen.
Mal ein Bier trinken. Mal tanzen gehen. Halt ausgehen, mit Freunden, die ja auch Abends unterwegs sind.
Das ist ja schon was anderes, als tagsüber in nem Cafe zu hocken.
Und ich glaube am meisten vermisse ich es halt jetzt grad, weil ich letztes Jahr Konzertkarten gekauft habe, und mein Mann musste am Woende ohne mich gehen. Weil ich ja Abends so unentbehrlich bin. Und das hat mich dann schon ziemlich angekotzt.

Ach ja, meine Brüste tun weh, weil der kleine Mann so oft und irgendwie auch echt mit Schmackes saugt. Fühlen sich an wie blaue Flecke, wenn er die Nacht durchnuckelt...
Lila83
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Re: Nächtliches Stillen, Ausgehen, eigene Grenzen...

Beitrag von Lila83 »

Ich finde das klingt schon nach einem tollen Erfolg! [emoji2]
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