Kinder & Alkohol

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Gerbera
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Gerbera »

Nusserl hat geschrieben:
CasCade hat geschrieben: @ Schwangerschaft

Es ging mir nicht um die Menge, sondern um das Bewusstsein Alkohol zu mir zu nehmen.
Rein theoretisch müsste man klar auf Saft und Tralalla verzichten, aber das ist unbewusster Alkohol als wenn ich Bier/Wein/Sekt etc. trinke.
Dann bin ich mir bewusst Alkohol zu trinken und das könnte ich nicht mit mir vereinbaren
@cascade
danke für die MPU erklärung.
ich finde das schön, dass hier so zivilisiert diskudiert wird. du hast für dich entschieden bewusst auf alkohol in der schwangerschaft zu verzichten, aber saft und obst waren okay.
und ich habe das eben anders gemacht und voller genuss die 60ml prosecco getrunken. aber als ich das geschrieben habe, war mir klar, dass es sicher jemand geben wird, der das völlig unmöglich findet. aber suchtgefährdet finde ich mich trotzdem nicht, auch wenn ich es regelmässig (1x pro woche) getrunken habe
Warum sollten wir auch nicht zivilisiert diskutieren ;) (auch wenn mir das zugegebenermaßen in letzter Zeit nicht immer gelungen ist :oops: )
Wir sind eben verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, aber beide erwachsen und durchaus in der Lage selbst zu entscheiden was für uns und unsere Kinder das Beste ist :D
Fehler macht man immer irgendwo denn Nobody's perfect, und mein Verhalten kann genauso "fehlerhaft" sein wie das anderer Leute und ist es in den Augen anderer Leute bestimmt auch aber ich denke solange man das für sich persönlich vertreten kann und auch glaubwürdig rüberbringen kann, eben (wie schonmal hier geschrieben wurde) authentisch ist, ist doch alles in bester Ordnung ;)

Der eine genießt eben sein Glas Wein, der andere nicht - was soll#s ;)
Jeder wie er mag :D
Liebe Grüße an dieser Stelle :D
Lösche Benutzer 1828

Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Zierbanane hat geschrieben: Alkohol und SwS: Auch so etwas was die Schwangere ganz allein entscheiden muß und wer gesunden Menschenverstand hat, dem kann man das auch zutrauen. Und ich mags gar nicht da ständig erhobene Zeigefinger zu sehen (ohne hier jemanden persönlich zu meinen!, sondern nur so allgemein). Es gibt noch keine klaren wissenschaftlichen Erkenntnisse ab welcher Menge Alkohol schädlich ist. Daher empfiehlt man auf ihn ganz zu verzichten. Ich habe auch nicht komplett verzichtet, jedoch definitiv nicht regeläßig getrunken (dazu würde ich jetzt auch zB. jeden Sonntag zählen). Es war mal eine Ausnahme wenn ich ein halbes Glas Wein getrunken habe und sehr selten. Dies konnte ich mit mir vereinbaren und tat es in allen 3 Schwangerschaften. Alle Kinder sind kerngesund. Jemand anderes mag das anders sehen und das ist auch okay so.
Selber entscheiden....eben nicht. Denn sie entscheidet es ja nicht nur für sich, sondern auch für das Kind, das total hilflos allem ausgeliefert ist.
Ich finde es absolut nicht in Ordnung, Alkohol zu trinken. Es geht um Genuss - und auf den sollte man ja wohl mal diese MOnate verzichten können. Finde ich schon komisch, wenn man sich das nicht verkneifen kann.

Ich meine, ohne jetzt eine Quelle nennen zu können, dass reiner Alkohol ganz anders verstoffwechselt wird, als der natürliche in reifem Obst/Saft. Und für mich ist das schon ein Unterschied, ja.

Ich habe in der schwangerschaft Null Alkohol getrunken - dabei mag ich schon gerne mal ein Glas Rotwein. Aber es fiel mir nicht schwer. Auch in der Vollstillzeit gab es absolut keinen Alkohol. GAnz langsam habe ich wieder angefangen, als KInd etliche Stunden erstmal durchschlief, also nach ca. 2,5 Jahren.
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Zierbanane
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Zierbanane »

Sandküste hat geschrieben:
Selber entscheiden....eben nicht. Denn sie entscheidet es ja nicht nur für sich, sondern auch für das Kind, das total hilflos allem ausgeliefert ist.
Ich finde es absolut nicht in Ordnung, Alkohol zu trinken. Es geht um Genuss - und auf den sollte man ja wohl mal diese MOnate verzichten können. Finde ich schon komisch, wenn man sich das nicht verkneifen kann.
Alkohol ist Alkohol. Und zu dem Rest sag ich jetzt lieber nix.
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Ich meine - kann mich natürlich aber täuschen - das mal gelesen zu haben, dass es da einen Unterschied gäbe.....

Kannst ruhig was dazu sagen 8)
Aber ich habe genausowenig Verständnis für mal ein Glas Alkohol wie für mal eine Zigarette.
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Zierbanane
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Zierbanane »

Sandküste hat geschrieben:...
Kannst ruhig was dazu sagen 8)
Aber ich habe genausowenig Verständnis für mal ein Glas Alkohol wie für mal eine Zigarette.
Diese Meinung kann ich gut akzeptieren. :wink: Klar trifft man immer auch eine Entscheidung für das Kind. Und dabEi fällt mir schon wieder das weite Feld der Pränataldiagnostik ein. Wo fängt man an, wo hört man auf....

Mein Typ wird verlangt....

LG!
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Für mich ist das ganz einfach: was einfach zu vermeiden ist, mir nur Genuss bringt, keinen Nutzen hat (was eine Untersuchung ja schon haben kann....aber weites Thema), dann kann ich es sehr gut sein lassen.
Ich hatte ja z.B. Schwangerschaftsdiabetes, mußte eine sehr, sehr strenge Diät halten - und das fiel mir, die an Diäten immer kläglich scheitert, ganz einfach. Es war absolut kein Thema, mich fast ausschließlich von Salat zu ernähren. Und ich bin kein so willensstarker Mensch - aber ich kann halt auch lange Zeit auf Alkohol verzichten - das waren bei mir halt jetzt fast 9 Jahre ingesamt. Weil ich entweder schwanger war oder noch ein recht viel stillendes Kind hatte.
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Zierbanane
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Zierbanane »

Sandküste hat geschrieben:Für mich ist das ganz einfach: was einfach zu vermeiden ist, mir nur Genuss bringt, keinen Nutzen hat (was eine Untersuchung ja schon haben kann....aber weites Thema), dann kann ich es sehr gut sein lassen.
Ich hatte ja z.B. Schwangerschaftsdiabetes, mußte eine sehr, sehr strenge Diät halten - und das fiel mir, die an Diäten immer kläglich scheitert, ganz einfach. Es war absolut kein Thema, mich fast ausschließlich von Salat zu ernähren. Und ich bin kein so willensstarker Mensch - aber ich kann halt auch lange Zeit auf Alkohol verzichten - das waren bei mir halt jetzt fast 9 Jahre ingesamt. Weil ich entweder schwanger war oder noch ein recht viel stillendes Kind hatte.
Nun ja, ich dachte da eher an FW-Untersuchungen um zB. Trisomie 21 zu erkennen und Spätabtreibungen. Da kann man auch sagen: "Muss nicht sein!". Da trifft man auch Entscheidungen für das Kind usw....Aber das führt hier viel zu weit. Ich habe alles gesagt. :)
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Ja, führt hier zu weit, stimmt.
Aber das kann man auch nicht wirklcih miteinander vergleichen - das eine hat halt einen Nutzen, halt für die Mutter, die die Ungewissheit nicht ertragen kann.
Ob man nun dahintersteht oder nicht, ist ja wieder ein andere Sache. Aber Alkohol trinken bedient n ur meine eigene Genusssucht.
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chennai
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von chennai »

Nusserl hat geschrieben: nicht als rechtfertigung, nur zur anschauung: meine schwiegereltern sind beide gynäkologen in italien. sie haben überhaupt nicht verstanden warum ich die ersten 2 drittel völlig auf alkohol verzichtet habe und auch danach dieses halbe glas prosecco pro woche. ich habe mal meinen FA in der schweiz danach gefragt, habe aber auch keine wirklich klare aussage dazu erhalten ob jetzt 0,0625 l prosecco pro woche schädlich sind oder nicht.
in der verwnadtschaft war eine cousine auch schwanger zur selben zeit. war jedes mal komisch, wenn ich den wein kategorisch abgelehnt habe und sie was getrunken hat.
Mein FA hier (Belgien) hat sogar in seiner als Kopie ausgehändigten, persönlich zusammengestellten Info für Schwangere stehen, dass ab dem 2. Trimester 1 Glas Wein pro Tag(!!!) in Ordnung sei... Ich persönlich find das nun gar nicht in Ordnung, aber ich MUSS es ja auch nicht trinken.

Generell fällt es mir nicht schwer, während der Schwascha auf Alkohol völlig zu verzichten, aber manchmal gibt es schon Situationen, wo es für mich schwer ist, genauso wie Rohmilchkäse... Urlaub in der Bretagne z.B., wenn Göga dann lecker Wein trinken kann und ich eben Wasser, weil's auch keine ordentlichen Alternativen da gibt.

Zur 'bewussten Schädigung' des ungeborenen Kindes, tja, das stimmt natürlich, aber wo man dann die Grenze zieht ist eben doch eine persönliche Entscheidung. Ich hab mal wo gelesen, dass es unverantwortlich sei, stark übergewichtig schwanger zu werden. Was man da den Kindern an Ballast mit gibt... Naja, klar könnte man willensstark genug sein vor einer Schwangerschaft ordentlich abzunehmen und dieses Risiko minimieren, aber ehrlich gesagt ICH war's nicht... (Hab allerdings während der Schwangerschaft sehr auf meine Ernährung geachtet)

Zu Alkohol und Kindern, wir durften als Kinder auch mal am Weinglas nippen und weder ich noch mein Bruder trinken viel Alkohol. Mein Vater raucht (Pfeife), wir beide rauchen nicht, haben bis auf ausprobieren auch nie geraucht.
Trotzdem will ich meine Kinder eher nicht nippen lassen. Es gibt einfach Dinge, die den 'großen Leuten', wie meine Kleine schon weiß :wink: , vorbehalten sind. Kochen mit Alkohol gibt es hier schon. Nicht täglich, auch nicht wöchentlich aber schon öfter als 1x im Jahr. Solange Alkohol wirklich mitgekocht oder gebacken wird, hätte ich für meine Kinder keine Bedenken. Natürlich würde ich keinen Eierlikörkuchen geben, auf dem eine Flasche Eierlikör als oberste Schicht verteilt ist. Wie das mit älteren Kindern so gehen wird, das lass ich auf mich zukommen. Wird sich sicher finden...

@Reiz des Verbotenen: Bei TV und Süßem haben wir ebenfalls lange überlegt, wie wir das handhaben sollen. Die Geschichten von genervten Eltern, wo Kinder aus zuckerfreien Familien angeblich völlig 'ausgehungert' Anstürme auf die Süßigkeitenvorräte ihrer Freunde halten, hatte ich in den Ohren... Wir haben sie möglichst lange komplett davon ferngehalten, nun darf sie in Maßen, also mal Kuchen oder Keks, mal ein Eis, auch jetzt zu St. Martin mal Schokolade - und siehe da, sie mag z.B. Schokolade gar nicht. TV hat wenn Kindersendungen dran sind natürlich seinen Reiz, sonst aber auch nicht. Und Kindersendungen gibt's für sie auch nur alle heilige Zeit mal (noch). Eine Freundin von mir wuchs komplett TVfrei auf, sie hat auch heute noch so gut wie keinen Zugang zum Medium Film, auch im Kino nicht. Das finde ich auch schade. Wir sind beide begeisterte Kinogänger, das wollen wir nun doch auch vermitteln.

Dass Kinder abstinenter Eltern eher alkoholabhängig werden, halte ich für Blödsinn. Vegetarische Kinder bleiben doch auch häufig Vegetarier oder essen dann zumindest maßvoll Fleisch. Komplette Gegenpositionen der Kinder wären dann eher Trotzreaktionen und die machen ja nur dann Sinn, wenn von Elternseite auch eine gewisse Verbohrtheit zur Abstinenz dazu kommt.
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


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pinefloat
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Re: Kinder & Alkohol

Beitrag von pinefloat »

Sandküste hat geschrieben:
Zierbanane hat geschrieben: Alkohol und SwS: Auch so etwas was die Schwangere ganz allein entscheiden muß und wer gesunden Menschenverstand hat, dem kann man das auch zutrauen. Und ich mags gar nicht da ständig erhobene Zeigefinger zu sehen (ohne hier jemanden persönlich zu meinen!, sondern nur so allgemein). Es gibt noch keine klaren wissenschaftlichen Erkenntnisse ab welcher Menge Alkohol schädlich ist. Daher empfiehlt man auf ihn ganz zu verzichten. Ich habe auch nicht komplett verzichtet, jedoch definitiv nicht regeläßig getrunken (dazu würde ich jetzt auch zB. jeden Sonntag zählen). Es war mal eine Ausnahme wenn ich ein halbes Glas Wein getrunken habe und sehr selten. Dies konnte ich mit mir vereinbaren und tat es in allen 3 Schwangerschaften. Alle Kinder sind kerngesund. Jemand anderes mag das anders sehen und das ist auch okay so.
Selber entscheiden....eben nicht. Denn sie entscheidet es ja nicht nur für sich, sondern auch für das Kind, das total hilflos allem ausgeliefert ist.
Ich finde es absolut nicht in Ordnung, Alkohol zu trinken. Es geht um Genuss - und auf den sollte man ja wohl mal diese MOnate verzichten können. Finde ich schon komisch, wenn man sich das nicht verkneifen kann.

Ich meine, ohne jetzt eine Quelle nennen zu können, dass reiner Alkohol ganz anders verstoffwechselt wird, als der natürliche in reifem Obst/Saft. Und für mich ist das schon ein Unterschied, ja.

Ich habe in der schwangerschaft Null Alkohol getrunken - dabei mag ich schon gerne mal ein Glas Rotwein. Aber es fiel mir nicht schwer. Auch in der Vollstillzeit gab es absolut keinen Alkohol. GAnz langsam habe ich wieder angefangen, als KInd etliche Stunden erstmal durchschlief, also nach ca. 2,5 Jahren.
Auch wenn mittlerweile schon etwas älter ;-), das sehe ich für mich ganz genauso!!!

Aber, wie bei so vielen Dingen muss das ja jeder für sich entscheiden...

Was ich hingegen in der Schwangerschaft SEHR befremdlich fand war, als ich mit Freunden deren Schreiben der letzten Examensklausur gefeiert habe und da natürlich die ein oder andere Flasche Sekt war und ich gefragt wurde, ob ich auch ein Gläschen will, dies verneinte s.o., dann nochmal gefragt wurde, wieder verneinte und dann so ein "ach komm, ein Gläschen macht doch nichts" kam. Das finde ich total DANEBEN!!! Ok, er wird sich nichts dabei gedacht haben, war euphorisch wegen der letzten Klausur, bla bla, aber das geht jawohl echt gar nicht! Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Entscheidungen anderer zu akzeptieren, gerade beim Thema Alkohol (nicht nur in Bezug auf Schwangerschaft, auch beim Autofahren oder genrell nichts trinken wollen) anscheinend schwer fällt. Mir selbst ist's ziemlich wumpe, weil ich da nicht diskutiere und meine Freunde das (zumindest sonst immer ;-)) auch einfach so stehen lassen können, aber ich habe schon öfter mitbekommen oder erzählt bekommen, dass immer und immer wieder gefragt wurde. Finde ich mehr als komisch.
Liebe Grüße,
A. und der Schnuff 07/09 und Märzmaus 03/12
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