zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

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Mondenkind
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Mondenkind »

CiJay hat geschrieben: Heute grundsätzlich sehr gut
Prima, das klingt doch gut.
CiJay hat geschrieben:Wo ich noch rein kommen muss ist wenn sie tagsüber schläft sie rechtzeitig wach zu machen und vor allem selber da nicht Mit einzuschlafen.
Gegen selbst einschlafen ist doch nichts zu sagen :wink: . Hast du aktuelle Gewichte? Möglicherweise ist das mit dem Wecken ja bald gar nicht mehr nötig.
CiJay hat geschrieben:Wenn sie aber nuckelt lässt sie die Brustwarzen etwas los und hat sie nicht richtig im Mund, dann schmerzt es sehr stark. Ich nehm sie dann von der Brust und leg sie nochmal an, aber sie lässt ständig die Brustwarzen wieder locker. Und je öfter ich neu andocken muss umso unruhiger wird sie und dann dockt sie auch irgendwann direkt so locker an. Da sie lange Nuckelphasen hat wird es schnell mit jeder Minute schlimmer.
Dann leg sie dann nicht mehr an sondern beruhige sie anders (tragen, nackt strampeln und pinkeln lassen - pinkeln müssen ist ein häufiger Grund für Unruhe, Spaziergang...). Ganz wichtig!
CiJay hat geschrieben:Ansonsten ist mir aufgefallen dass meine rechte Brust Anschein mehr Milch produziert. Ich habe da öfter eine prall gefüllte Brust und muss dadurch rechts öfter anlegen. Milch kommt rechts immer. Links hingegen kommt irgendwann keine Milch mehr wen sie lange getrunken und genuckelt hat, dass dauert dann wieder ein Paar Minuten.
Das ist ganz normal. Bei fast allen Frauen ist die Milchbildung nicht exakt symmetrisch. Da brauchst du dir keine Gedanken zu machen.
CiJay hat geschrieben:Ansonsten zappelt sie mehr im Schlaf, aber keine Ahnung ob das etwas zu bedeuten hat....
Entweder sie träumt, oder sie muss mal... Völlig ok.

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von koalina »

Noch ein paar Gedanken zum Ablegen.

Vorweg : das ging bei uns das erste mal mit ca. 6 oder 7 Monaten, davor hatten wir einen Dauertragling.

Was uns half war: damit abfinden und genießen. Letzteres hört sich komisch an, war aber wirklich so. Für mich zogen Slings und Tücher ein, für den Papa eine Tragehilfe, die ihm gefiel und passte. Der Kleine wurde so schnell groß und nun mit 1,5 Jahren kann ich ihn allermeist ablegen, wenn ich ein paar Dinge beachte.

Wir haben gemerkt, das der Temperaturwechsel das größte Problem beim Ablegen ist. Wenn Mini auf meinem Bauch oder Rücken eingeschlafen war, war sein Bauch logischerweise warm, Rücken kälter. Meist legt man die Kleinen ja so ab, das sie auf dem Rücken liegen - > kalter Bauch! Daher lege/rolle ich mich nun mit dem Kleinen seitlich ins Bett, bleibe liegen, löse das Tuch langsam, halte es aber noch so fest, das er an mich gedrückt bleibt. Er liegt da immer noch direkt an mir. In der Zwischenzeit hole ich Decke oder Schlafsack und lege den über uns. Nach ca 5 Minuten ist dann der Schlafsack warm genug und ich kann aufstehen. Dann rollt sich der Kleine meist eh eine Runde, welche ich nutze um den Schlafsack um ihn zu schließen (wir haben einen, der wie eine Decke geöffnet werden kann). Am leichtesten fällt mir das Ablegen aus dem einfachen Rucksack und Känguru. WXT ist etwas komplizierter, da die Tuchbahnen gewickelt sind. Evtl hilft dir das...

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Gewicht war am Dienstag 3.600g
Die Ärztin war zufrieden mit der Zunahme.

Ich wecke sie zZt gar nicht und es läuft gut :-)

Ich hab nur das Problem, dass sie Nachts "zu gut" schläft. Sie schläft ja schon seit Anfang immer Nachts mind. 1x 5Std am Stück, öfter werden da auch mind 6 Std draus. Dann werde ich schon vor ihr wach weil meine Brüste voll sind und spannend vor lauter Milch.
Habt ihr einen Tipp was ich am besten dann mache???
Ich würde sie ungerne wecken, auch weil sie dann auch nicht so gut isst als wenn sie von selber wach wird. Sie nuckelt dann auch oft fast nur und schläft dann wieder ein.
Ich hatte überlegt dann evtl ein wenig abzupumpen, dass kann ic ja dann einfrieren und hätte auch etwas auf Reserve falls sie nochmal nicht satt wird oder mal was ist, dann könnte ich auch mal 2-3 Std weg und Papa kann füttern.

Sie lässt sich inzwischen super tragen!!! :-))))
Tragen, nackt strampeln und rum laufen hilft wirklich sehr gut um vom nuckeln abzulenken!!! Manchmal kann es so einfach sein aber man kommt trotudem nicht auf diese Ideen ... ;-)
Aber wie lasse ich sie den pinkeln???

Bei der unsymmetrischen Milchbildung ist es bei mir so, das ich ziemlich genau rechts das Doppelte habe als Links. Ich lege also 2x rechts an und dann nur 1x links. Aber so lange sie satt wird ist das wahrscheinlich kein Problem...

Ich habe mir auch jetzt irgendwelche waschbaren "Öko-Stilleinlagen" bei Hans Natur geholt und die tun zusammen mit der Salbe von meiner Hebamme sehr gut! Wollfett habe ich auch gekauft aber noch nicht benutz weil ich noch von der Hebamme die Salbe habe.

Ich glaube ich kann mich gerade nicht beschweren. Es waren sehr sehr harte Tage aber dank eurer Hilfe habe ich das schnell in den Griff bekommen. Ich werde wahrscheinlich bald noch eine Trageberatung machen um sie bestmöglich tragen zu können, damit ich auch mehr mit ihr machen kann :-)

@koalina
Ja Temperatur und wenn sie nicht exakt so hingelegt wird wie sie eingeschlafen ist auf den Arm dann wird sie wach bei uns. Mit dem zusammen ins Bett legen Versuch ich auch manchmal, die Chance das es klappt ist bei uns aber eher 50/50.

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von koalina »

CiJay hat geschrieben:Aber wie lasse ich sie den pinkeln???
Lehne ihren Rücken an deinen Bauch, fasse ihre Oberschenkel und halte sie so über eine Windel oder Schüssel als wenn sie auf Klo sitzen würde. Man nennt es abhalten. Unter dem Begriff bzw im windelfrei Bereich findest du im WWW auch Bilder.
Ja Temperatur und wenn sie nicht exakt so hingelegt wird wie sie eingeschlafen ist auf den Arm dann wird sie wach bei uns. Mit dem zusammen ins Bett legen Versuch ich auch manchmal, die Chance das es klappt ist bei uns aber eher 50/50.
Hier auch, aber als er klein war unsere Chance gegen Null. 50/50 ist da doch super ;)

LG
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Es geht wohl wieder von vorne los :-o

Meine Maus hat 10g ABGENOMMEN :-( Unten habe ich die ganzen Gewichte zusammen gefasst.

Sie ist wieder sehr quengelig, weint viel und will dauernd an die Brust, nuckelt dann aber meistens nur. Es ist irgendwie wie beim letzten Mal. Ein wesentlicher Unterschied ist allerdings ihr Stuhlgang. Seit ca. 1 Woche (also die Woche wo sie jetzt Gewicht verloren hat) hat sie mehrmals am Tag Stuhlgang. Ich habe noch nicht gezählt wie oft genau, aber immer mind. 2x am Tag
Davor hat sie alle 2-4 Tage nur 1x am Tag Stuhlgang gehabt.

Ich bin nicht sicher ob das Gewicht auch mit dem Stuhlgang zu tun haben kann, aber sie trinkt seit dem Wochenende auch wieder schlechter an der Brust.
Sonntag ging es mir sehr schlecht (Fieber und Milchstau) und ich konnte selber kaum trinken und essen und dachte es hätte auf sie vielleicht"abgefärbt". Ich musste morgens und am Vorabend Abpumpen weil ich so viel Milch hatte. Tagsüber hat sie kaum getrunken und wir haben die abgepumpte Milch (120ml) Nachmittags dann direkt zu gefüttert was sie auch alles sofort getrunken hatte.

Ich habe sie heute wieder fast im Dauerzustand angelegt und teilweise abgepumpt. Abpumpen konnte ich fast nix (2x je 20ml) das bißchen bekam sie kurz nach dem Abpumpen auch zugefüttert mit Becher (nicht mit Spritze/Sonde).

Ich versuche jetzt wieder oft anzulegen und zwischendurch abzupumpen wie beim.letzten mal. Diesmal ist alles jedoch anstrengender we meine rechte Brust so extrem entzündet ist und es wird kaum besser. Da sie seit der Geburt sehr weh tut beim Anlegen ist alles sehr anstrengend. Solltet ihr Tipps haben wie ich meine Milch bei behalten kann und sie weniger rechts anlegen muss bin ich gerne für alles offen weil es wegen der ständigen Schmerzen so anstrengend ist das ich schon seit 2 Wochen täglich mit dem Gedanken spiele abzustillen.

Gewicht
13.6.---3.340 Geburt
16.6.---3.020 Entlassung Krankenhaus
17.6.---3.000 Hebamme
19.6.---3.100 Hebamme
21.6.---3.200 Kinderarzt U2
24.6.---3.280 Hebamme
28.6.---3.360 Hebamme
05.7.---3.400 Hebamme (Pumpen/Zufüttern)
09.7.---3.520 Hebamme (nicht mehr zufüttern)
12.7.---3.600 Kinderarzt U3
20.7.---3.790 Stillcafé
27.7.---3.770 Stillcafé (Pumpen/Zufüttern)

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Mondenkind »

CiJay hat geschrieben:Meine Maus hat 10g ABGENOMMEN :-( Unten habe ich die ganzen Gewichte zusammen gefasst.
Das kann man so nicht sagen. Möglicherweise liegen hier auch Wiegefehler vor. Was ist das für eine Waage beim Stillcafe? Systematisches Wiegen ist sehr wichtig.
CiJay hat geschrieben:eit ca. 1 Woche (also die Woche wo sie jetzt Gewicht verloren hat) hat sie mehrmals am Tag Stuhlgang. Ich habe noch nicht gezählt wie oft genau, aber immer mind. 2x am Tag
Das ist super.
CiJay hat geschrieben:Da sie seit der Geburt sehr weh tut beim Anlegen ist alles sehr anstrengend. Solltet ihr Tipps haben wie ich meine Milch bei behalten kann und sie weniger rechts anlegen muss bin ich gerne für alles offen
Möchtest du erstmal nur auf der einen Seite anlegen und die andere nur pumpen? Das wäre auch ok. Was ist denn mit der Entzündung, wie pflegst/behandelst du die? Möglicherweise muss sie bei einer größeren Entzündung antibiotisch behandelt werden.

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Das Stillcafé ist in und vom Krankenhaus veranstaltet. Die Waage ist die selbe wie auf den Stationen, also auf jeden Fall eine vernünftige Waage. Letzte Woche habe ich alleine gewogen. Vielleicht habe ich auch irgendwas nicht richtig gemacht und irgendwie falsch gewogen.

Ich war heute bei der Frauenärztin wegen meiner rechten Brust. Sie sagte es ist noch nicht genug entzündet für Medikamente. Sie schlug vor trotzdem anlegen und dann "Augen zu und durch" um die Milchproduktion bei zu halten und zwischendurch Abpumpen um die Brustwarzen zu schonen.

Behandelt habe ich die Brust nur mit Muttermilch und Salbe. Hatte bis vor ein paar Tagen eine sehr tolle Salbe von der Hebamme, seit die leer ist benutze ich Lanolin (oder wie das geschrieben wird) Ansonsten habe ich waschbare Stilleinlagen die feuchter bleiben und nicht so aufsaugen wie Wegwerf-Einlagen, daher hält die ausgetretene Muttermilch die Brustwarze feucht und sie trocknet nicht aus was sehr angenehm ist zwischendurch. Wenn sie trocken ist tut sie zZt durchgehend höllisch weh.
Zum abheilen rät meine Ärztin Spucke vom Baby dran lassen, Muttermilch auftragen und mit Traubenzuckerpuder abdecken. Ich habe sowas zwar noch nie gehört aber bisher waren ihre Tipps immer super, daher werde ich das bald mal versuchen.

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Mondenkind »

Du kannst mir gerne mal ein Foto der Brustwarze schicken. Wirklich entzündete, offene Brustwarzen sollten weder mit Muttermilch feucht gehalten werden noch sollte Spucke, Milch oder irgendwas darauf eintrocknen. Auch Zucker darf nur auf absolut saubere, nicht entzündete Wunden aufgetragen werden, wenn überhaupt.

Lanolin ist gut. Als Sofortmaßnahme kann ich empfehlen, die Brustwarze nach dem Stillen trocken zu tupfen, Octeniseptspray aufzutragen, 30 Sekunden einwirken zu lassen, dann Lanolin aufzutragen und die Brustwarzen mit Brustdonuts zu schützen. Ansonsten findest du in der Linksammlung Stillwissen noch eine Reihe Tipps. Gerne mehr, wenn ich eine genauer weiß, was mit der Brustwarze ist.

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Ich habe dir Fotos geschickt. Ih hoffe es bringt etwas, ich ertrage die Schmerzen nicht mehr. Selbst ohne anlegen sind sie inzwischen extrem schlimm.

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Mondenkind »

Ich hab dir per PN geantwortet. Kannst du von Hand entleeren? Das ist schonender, aber genauso effektiv wie pumpen.

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