Wie sehr "darf" man sich bei anderen Eltern "einmischen"?

Moderatoren: Toony, Momolina

Mimm
gut eingelebt
Beiträge: 47
Registriert: 30.03.2009, 20:51
Wohnort: Kreis Nürnberg

Re: Wie sehr "darf" man sich bei anderen Eltern "einmischen"

Beitrag von Mimm »

Ich kanns echt verstehen, besonders wenn man keine eigenen Kinder hat, kann das echt nerven.

Unsere Kinder müssen auch möglichst am Tisch sitzen bis alle aufgegessen haben. Wenn es aber mal länger dauert oder so, dann wird gefragt "Darf ich bitte aufstehen" und dann sagt normalerweise niemand nein.
Dagegen stört es mich nicht, wenn mal ein Bein angewinkelt wird oder jemand sich hinkniet... solang es kein großariges Gezappel ist.

Kindergeschrei stört mich immer nur dann, wenn ich mich unterhalten möchte bzw. mich konzentrieren muss. Das nervt wirklich extrem - egal ob es meine eigenen Kinder sind oder fremde. Ich rufe meine Kinder dann schon zur Ordnung, aber meist im Kollektiv, damit sich niemand direkt angesprochen und womöglich blamiert fühllt.
Wenn man keine eigenen Kinder dabei hat, wird es schwiriger. Eltern fühlen sich naturgemäß schnell angegriffen, sobald es um die Erziehung geht. Ich will mich da nicht ausschließen. Daher würde ich die Kinder und nicht die Eltern direkt ansprechen, ohne vorwurfsvoll zu sein, in freundlichem Ton. Auf "Fremde" hören die Kleinen in der Regel immer besonders gut :D . Wenn ich dann doch einmal wegen irgendetwas angesprochen werde, macht der Ton die Musik.

Letztens war ich mit einer Truppe (12) 7-8 Jähriger im Supermarkt. Das Thema des Geburtstags war "Zusammen Kochen" und in 3er Grüppchen gab es Einkaufslisten, was zu besorgen war. Natürlich war das für alle sehr aufregend und Mädchen neigen ja schnell zum "sich hochschaukeln", sodass es zeitweise etwas lauter zuging "Den Käse hier!" "Nein DEN, den haben wir auch immer!" "Booaa Paula, der ist günstiger!"...usw... (Es gab aber kein Gedränge, nichts ist kaputt gemacht worden oä)
Kommt ein Mann zu mir "Meine Güte, haben Sie ihre Kinder nicht im Griff? Das ist ja nicht zu ertragen!" :shock: Da hab ich aber mal zurückgekeift.....


Aber was mich noch mehr stört als jedes Geschrei: Die Kein-Danke-Fraktion.
Mein Patenkind, ein liebes Mädchen von immerhin schon 13 Jahren, wird von mir zum Geburtstag immer großzügig beschenkt. Ich mache mir dann auch immer richtig Gedanken, überlege, was in diesem Alter wohl "cool" ist und schließe mich mit ihrer Mutter kurz usw...
In all den Jahren hat dieses Kind sich nicht EINMAL bei mir bedankt :? Sie macht das Geschenk auf, freut sich in der Regel aber beachtet mich kein Stück mehr. Mutter steht immer schön daneben und sagt nichts. Ich finde das fürchterlich !!!
K.T. *06/03
L.A. *08/05

E.F. *08/09
Mini ET 12/15
Benutzeravatar
nilsholgersson
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1453
Registriert: 11.01.2010, 08:14
Kontaktdaten:

Re: Wie sehr "darf" man sich bei anderen Eltern "einmischen"

Beitrag von nilsholgersson »

Bei uns wird auch am Tisch sitzen geblieben, bis wir fertig sind. Außer Papa und Mama verquatschen sich und trödeln :lol: , dann dürfen die Kids schonmal zum Spielen. Aber es ist durchaus machbar für ein Kind sich 20 Minuten mit an den Tisch zu setzten. Sie müssen da ja nicht still sitzten sondern können erzählen.

Ruhig ist es bei uns allerdings nie, wie auch bei 3 Kindern und das muss auch nicht sein. Zum Schreien geht es allerdings raus in den Garten (wäre jedenfalls mein Wunsch :| ).

Wenn ich mich mit Freundinnen verabrede, bin ich sehr froh, wenn die Kinder ehr fertig sind und aufstehen, dann kann man sich wenigstens unterhalten.

Um den Tisch rennen, wenn andere noch essen ist unhöflich und wird hier auch nicht geduldet. Kann man vom Kind verlangen, ohne das seine Kindheit ruiniert ist ;).

Empfindliche Wände und Böden, keinen Tipp. Seit ich Kinder habe haben sich meine Prioritäten anders verlagert und der Boden, die Wände oder Möbel sind funktionale Gegenstände. Die Zeit, wo das eine Rolle spielt und geschont wird kommt wieder oder eben auch nicht :D.
Liebe Grüße von Helena mit E. 12/05 , A. 4/09 und L. 8/11

Mein Blog
Anjuma
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 695
Registriert: 17.12.2010, 12:02

Re: Wie sehr "darf" man sich bei anderen Eltern "einmischen"

Beitrag von Anjuma »

Ich finde dich sehr tolerant, mich würde ein Besuch bei einem kinderlosen Paar total stressen. Die Vorurteile gegenüber Großfamilien sind eh schon sehr verbreitet, ich lass mich davon sehr stressen und das obwohl meine Kinder wirklich gut mitmachen.

Meine Kinder dürfen aufstehen wenn sie fertig sind, sie müssen ihr Glas/Teller dann abdecken, Hände waschen und aus dem Esszimmer gehen. Das hat sich bei uns bewährt, bleiben sie am Tisch um zu warten werden sie zappelig und die Mahlzeit wird zum Stressmoment für alle.
4 Zuckerkinder
Benutzeravatar
nilsholgersson
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1453
Registriert: 11.01.2010, 08:14
Kontaktdaten:

Re: Wie sehr "darf" man sich bei anderen Eltern "einmischen"

Beitrag von nilsholgersson »

Jetzt erst gelesen, noch keine Kinder. Ja, das kann dann durchaus stressig sein. Lieber draußen treffen, da kann nix kaputt gehen und die Lautstärke verhallt :mrgreen: .
Aber dann sollten deine Freundinnen auch drauf achten, das ihre Kinder nix zerstören. Meine würden nicht an die Wände meiner kinderlosen Freundin schmieren und auf den Kleinsten pass ich gut auf. Das kannst du auch durchaus anbringen, wenn es dich stört. Aufpassen ist schließlich deren Aufgabe!
Liebe Grüße von Helena mit E. 12/05 , A. 4/09 und L. 8/11

Mein Blog
Benutzeravatar
chennai
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7506
Registriert: 04.04.2009, 21:41

Re: Wie sehr "darf" man sich bei anderen Eltern "einmischen"

Beitrag von chennai »

OT, aber die Regel 'Kinder warten auf Kinder' geht bei uns wirklich nicht: Großkind sitzt gerade noch am Tisch, wir haben bereits alles aufgeräumt und sitzen nun schon seit 10 min im WZ ;) - das wäre wirklich Folter...
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


Meine Blogs: http://mamafecit.blogspot.com/ und http://minikin-pin.blogspot.com/
Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“