Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

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MaNe
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von MaNe »

Es ist ein gutes Zeichen, dass die Erzieher so auf euch eingehen und eure Bedürfnisse sowie Wünsche berücksichtigen. Ich kennen es aus der Praxis auch anders (im negativen Sinne), trotz Berliner Modell, denn oftmals ist es nicht unbedingt wichtig wie es im Konzept steht sondern wie das einzelne Fachpersonal dies umsetzt.
Viel Erfolg noch!
Babychen April 2014
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sommernachtstraum5
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von sommernachtstraum5 »

Ich muss sagen, dass die Erzieherinnen es auch erst seit dem letzten Gespräch, welches ich mit der Kita-Leitung führten, akzeptieren und auf uns eingehen. Zuvor wurde ich doch nahezu permanent unter Druck gesetzt, dass es so nicht ginge und wir so keinen Schritt weiter kämen. Ich war oft verzweifelt und den Tränen nahe, denn wir wollen ja nur, dass unsere Kleine Vertrauen aufbaut und sich dort wohlfühlt und uns eben ein Zeichen gibt, dass sie für die Trennungen bereit ist.

Die Trennungen, welche nach der ersten Woche folgen waren eben nicht nach dem Berliner Modell. Obwohl sich die Kleine nach der ersten Trennung nicht beruhigen ließ, wurde ich nicht geholt und diese wurden mit jedem Tag ausgedehnt (bis zu einer halben Stunde weinte sie mit kurzen Pausen). Wenn wir nicht den Cut gemacht hätten, hätten sie die Trennungen weiter durchgeführt. Obwohl es der Kleinen dabei nicht gut ging. Sie sah immer so komisch aus, so in Trance, total erschöpft und weggetreten. Fast schon apathisch.

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MaNe
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von MaNe »

Ok, das ist dann wiederum nicht so gut aber so schlimm wie es klingt kenne ich das tw. auch aus der Praxis. (Dazu muss ich sagen ich habe noch nicht in Berlin gearbeitet und möchte behaupten, dass die dort schon weiter sind als in den Bundesländern in denen ich bisher gearbeitet habe) Da ist eben auch noch viel Arbeit mit den Fachpersonal notwendig. Ich finde Eingewöhnung ist eines der wichtigsten Dinge in der Krippenpädagogik und soo Grundliegend, zum Glück habt ihr aber dann doch auch gemeinsam mit den Erzihern die Kurve bekommen.
Klar klammern ist auch nicht gut und die (negativen) Gefühle der Mutter übertragen sich auch auf das Kind, wenn Mama noch nicht bereit ist es abzugeben. Das ist die schwierige Balance dabei. Aber ich bin grundsätzlich schon davon überzeugt, dass Mama einfach genau weis, was das Baby braucht und wenn Mama sich angenommen und wohl fühlt dann ist es bei den Kind in der Regel auch der Fall. WIe lange dauert eure Eingewöhnung jetzt schon?

Ich finde es diesbezüglich auch gut, wenn Kitas eine Krabbelgruppe anbieten. Das heist dass man schon weit vor der eigentlichen Eingewöhnung regelmäßig (kostenfrei) in die Kita geht und 1-2h mit den Krippenerziehern verbringt. Dabei können die Kinder und Eltern die Räume und Erzieher ungezwungen kennenlernen. Aber schön (ja es ist in der Regel nicht unbedingt selbstverständlich), dass sie dir das jetzt sozusagen auch auch ermöglichen.
Ich weis auch nicht ob ich das Berliner Modell uneingeschränkt gut finden soll, dafür habe ich mich noch nicht intensiv genug (Dazu gehört vorallem auch noch intensiver Entwicklungspsychologisch.) mit Eingewöhnung beschäftigt.
Aber ich glaube, dass viele Erzieher sich damit vielleiucht auch etwas Stress machen weil es ja schon eigentlich auf ca 3 Wochen "begrenzt" ist. Auf der anderen Seite, macht man es wirklich so behutsam wie beschrieben, dann wird es vermutlich in der Regel auch in der Zeit klappen (Dabei finde ich aber auch, dass es IMMER Kinder geben wird die einfach länger brauchen und trotzdem gut ankommen).

Oh jetzt ist der Text etwas lang geworden, ich hoffe das passt trotzdem so in diesen Tread...
Babychen April 2014
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sommernachtstraum5
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von sommernachtstraum5 »

Danke für deinen Beitrag. Ich finde schon, dass es hier hineinpasst.

Unsere Eingewöhnung begann Anfang Januar. Also vor einem Monat.
Nach einer Woche gab es die ersten Trennungsversuche (insgesamt 4 Trennungen).
Mir schien, dass die Erzieherin es sehr schnell haben wollte. Obwohl wir zuvor und auch am Anfang der Eingewöhnung immer sagten, dass wir es ganz langsam angehen lassen wollen. Wir wussten von vornherein, dass sie eins der Kinder ist, welches sehr lange braucht. Sie lässt sich noch nicht einmal von den Großeltern auf den Arm nehmen.
Aber anfangs schien es die Erzieherin einfach so zu ignorieren.
Erst nach dem die Kitaleiterin mit ihr sprach wurde es besser bzw ist es besser.
Angeblich lassen sie dort den Kindern bis zu 8 Wochen Zeit für die Eingewöhnung. In dieses Zeitfenster lassen wir uns nicht drängen. Dies klärten wir mit der Leiterin auch so ab.
Zudem ist es eine Kita, die Kinder ab 18-24 Monaten aufnimmt. Meine Kleine ist 14 Monate alt (aber Geschwisterkind).
Daher ist es noch einmal ein Stück schwerer.
Aber sie scheint nun auch langsam sich wohlzufühlen. Zumindest lächelt sie die Erzieherinnen an.
Was nach den ganzen Trennungen nicht der Fall war. Sie hatte Angst und flüchtete vor ihren Blicken oder fing zu weinen an.

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Kinsale
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von Kinsale »

Ach Mensch, es ärgert mich immer so, wenn ich von solchen "sanften" Eingewöhnungen lese.
Ein Kind 30 Minuten lang weinen zu lassen- und sich dann wundern, dass es sich nicht sicher fühlt? Oh Mann…

Gut, dass Ihr Euch da nicht reindrängen lassen habt. Und gut, dass es Euch möglich ist, die Eingewöhnung so langsam zu machen, wie sie für Euch passt.
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

sommernachtstraum5 hat geschrieben: Wir werden von den Erziehern gänzlich in Ruhe gelassen.
Wie soll sie dann eine Beziehung zu den Erzieherinnen aufbauen? Eigentlich kenne ich es so, dass sich Mama eher im Hintergrund halten soll. In unserem Fall hiess das dann halt Tochter bei Papa auf dem Schoss, während die Erzieherin mit ihr etwas spielt oder ein Buch anguckt. So wie ihr es macht, gewöhnt sie sich doch dran, dass die Kita ein Ort ist, wo man mit Mama zum Spielen hingeht und zufällig noch andere Erwachsene rumlaufen?
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sommernachtstraum5
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von sommernachtstraum5 »

Ich fand es auch sehe herzlos und es zerriss mich innerlich so!
Ich habe auch zu Hause viel geweint und viel hin und her überlegt.

Es stand von Anfang an fest, dass wir uns die Zeit nehmen. Ich nahm mir auch Urlaub, damit wir keinen Stress haben.

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sommernachtstraum5
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von sommernachtstraum5 »

Sie will auch immer bei mir auf den Schoß. Anders geht es nicht. Vor den Trennungen hat sie sich frei bewegt (ich hielt mich im Hintergrund). Seit den Trennungen muss ich immer für sie präsent sein.
Die Erzieherin schaut immer mal bei uns vorbei, wenn wir irgendwo sitzen und spielen. Keine der Erzieherinnen hatte sich versucht länger mit ihr zu beschäftigen.

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sommernachtstraum5
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Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von sommernachtstraum5 »

Mein Mann hatte gestern die Erzieherin auch dazu angehalten, sich mindestens eine halbe Stunde am Tag mit ihr zu beschäftigen.
Aber ob es auch weiterhin gemacht wird, ist bei den Erzieherinnen eher fraglich. Dort spielen die meisten Kinder einfach für sich. Die Erzieherinnen sind einfach nur da.

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Lösche Benutzer 8492

Re: Kita-Eingewöhnung, Stillkind 13 Monate, Berliner Modell

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Vielleicht solltest du dir einfach eine andere Kita suchen? Oder eine Tagesmutter?

Irgendwie klingt es für mich so als wenn du so negativ eingestellt bist, dass daraus sowieso nichts wird...
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