Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

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Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Sagst Du nicht "Kannst Du mir mal die Butter geben" - echt immer mit Bitte?
Hach, ich fürchte, Du würdest mich auch unfreundlich finden *ggg*

Beruflich freundlich sein ist halt so - das ist ja ein Extrafall. Da kann ich auch supernett zu den nervigsten Leuten sein. Stört mich dann auch nicht, ist dann eben mein Job.
Ginevere
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Ginevere »

Sandküste hat geschrieben:Sagst Du nicht "Kannst Du mir mal die Butter geben" - echt immer mit Bitte?
Doch ich sag das immer mit bitte. ;)
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
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bienenmeister
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von bienenmeister »

Sandküste hat geschrieben:Sagst Du nicht "Kannst Du mir mal die Butter geben" - echt immer mit Bitte?
Hach, ich fürchte, Du würdest mich auch unfreundlich finden *ggg*
Mach dir nichts draus, wir sind die unfreundlichen Berliner :mrgreen:
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
asujakin
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Re: Anerzogenes

Beitrag von asujakin »

Ginevere hat geschrieben:
Sandküste hat geschrieben:Sagst Du nicht "Kannst Du mir mal die Butter geben" - echt immer mit Bitte?
Doch ich sag das immer mit bitte. ;)
dito
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

So viel Lebenszeit habe ich nicht mehr, da beschränke ich mich eben 8)

Und da kommt es doch darauf an, wie man das sagt. Ein Bitte finde ich da echt jedes Mal - für mich - übertrieben.
Ehut

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Ehut »

Ich persönlich halte sehr viel von Bitte und Danke und ich erwarte auch dass mein Sohn sich bedankt und fragt (nicht bittet, bettelt oder ähnliches) ob er etwas haben kann, was nicht ihm gehört. Für mich ist das nicht antrainiert oder ähnliches, ich lebe es vor, dennoch erinnere ich ihn ab und zu dass man sich bedankt. Wir haben hier ganz oft das Thema das mein Freund sich die Mühe macht und ihm extra etwas mitbringt und mein Kurzer sich eben nicht bedankt und auch in keinster Art und Weise zeigt dass er sich freut, sondern - und das ärgert mich so - er sieht es teilweise schon als selbstverständlich an, dass er jedes mal etwas geschenkt bekommt und ist dann total pampig wenn mein Freund uns besucht und eben NICHTS dabei hat. Leider hat ihm das sein Vater so angelernt, dass es jedes Mal für alles etwas extra gibt.

Naja, zurück zum Thema. Für mich gehören Bitte und Danke einfach dazu, weil ich es nicht mag wenn alles als selbstverständlich angenommen wird. Wenn ich etwas haben möchte, was mir nicht gehört frage ich und bitte auch und wenn ich etwas bekommen habe, bedanke ich mich. Nicht übertrieben, aber ich finde, ein wenig mehr Dankbarkeit im Alltag absolut angebracht.
asujakin
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Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von asujakin »

Übertrieben? Muss man denn Freundlichkeit und Respekt einschränken und kann es da tatsächlich ein Übermaß geben? Hier gehören Höflichkeitsformen dazu und sind SELBSTVERSTÄNDLICH. Das kommt automatisch, da muss man sich nicht mehr dran erinnern.

Meinem Kind habe ich das nie "antrainiert" und habe mich da echt lange gegen gewehrt, als dann "Gegenwind" (in Bezug auf "unerzogen") in der Familie aufkam, als er mit 2,5-3 noch kein Bitte und Danke sagte. :roll:
Und nun? Heißt es im Elterngespräch beim Kindergarten er sei das höflichste Kind im Haus (100 Kinder) der tatsächlich immer "Bitte" sagt wenn er etwas möchte. Und zwar nicht antrainiert, sondern automatisiert weil es hier einfach dazu gehört.

Wenn er sich mal nicht bedanken mag ist das auch ok, meist mache ich das dann, weil es mir ein Bedürfnis ist (zB wenn er in einem Laden was geschenkt bekommt und dann mampfend den Laden verlasst statt sich erst zu bedanken).

Ist doch nicht anstrengend...nur ein Wort und gut ist.

Ich denke hier kommt es auch gaaanz arg drauf an, wo man aufwächst, wie man aufwächst, wie man generell miteinander spricht usw. Ich empfinde übrigens andere nicht zwingend als unhöflich, wenn sie nicht bitte oder danke sagen - sofern das Auftreten und die Wortwahl, Mimik etc grundsätzlich freundlich ist. Aber so für mich und unter uns usw gehört das einfach dazu.

Aber ich stimme absolut zu: Antrainierte und erzwungene Höflichkeit ist grausig. Da bleibt dann echt die Menschlichkeit auf der Strecke (wie man bei eurem Beispiel sieht). Die Kinder wurden wohl auch einfach zu oft dazu gedrängt egal wie sie sich dabei fühlten :(
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

wenn ich zu meinem Mann/Kind sagen "kannst du mir das Glas mal geben" empfinde ich das als normalen, netten Umgangston - da muss nicht immer ein Bitte rein.......meine Meinung.
Für mich klingt das halt oftmals zu sehr "gestelzt" - ach, ich weiß auch. Mir ist es jedenfalls im normalen familären Miteinander nicht wichtig. Den Ton finde ich da deutlich wichtiger. Junior sagt auch durchaus mal abends nur noch "Durst" und deutet auf die Wasserflasche - natürlich bekommt er trotzdem die Flasche.
Aber ich bin ja auch jemand, der Händeschütteln vermeidet *ggg*
Ehut

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Ehut »

Klar muss man nicht immer übertrieben Bitten und Danken, aber ein höflicher Umgangston finde ich, ist schon nicht verkehrt.
Lösche Benutzer 1828

Re: Anerzogenes "Bitte" und "Danke"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

thari. hat geschrieben:Klar muss man nicht immer übertrieben Bitten und Danken, aber ein höflicher Umgangston finde ich, ist schon nicht verkehrt.
Aber da ist doch der Ton viel wichtiger als ein reines Wort?
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