Mögt ihr mal mit mir zusammen ein bißchen überlegen?
Ich hatte ja schon Ende vom letzten Jahr geschrieben, dass meine Stute zunehmend fühlig läuft und harten Boden vermeidet. Jetzt war sie knappe 8 Wochen auf der Winterweide (barfuß) und wurde nicht geritten. Meine Hoffnung, dass sich das Problem danach erledigt hätte, hat sich leider nicht erfüllt
Ehrlich gesagt, ist es noch schlimmer geworden. Der erste Ausritt war noch halbwegs normal, wobei ich gerade natürlich nur kurz reite und vor allem Schritt. Kondition muss ja erstmal wieder aufgebaut werden. Insgesamt war das Tempo aber ziemlich langsam und zäh. Beim zweiten Ausritt wollte ich einen kleinen Hang hinunter, aber nach drei oder vier Schritte hat mein Pferd total verweigert. Sie hat mir klipp und klar gesagt, dass sie mit mir auf dem Rücken da nicht runterwill. Ich bin dann abgestiegen und habe geführt, da ging es. Der Großteil dieses Ritts war auf einem weichen Wiesenweg. An ein paar Stellen schimmer nackte Erde durch, und selbst diese kleinen Stellen hat meine Stute umrundet.
Danach bin ich auf den Platz. Auch hier extrem zäh und klamm, und total auffällig: Sie wollte nicht auf dem Hufschlag gehen, ist immer in Richtung zweiten Hufschlag gedriftet. Ich konnte dann sogar kurz angaloppieren, aber der Galopp war total seltsam. Es ging quasi nicht vom Fleck, sondern nur auf und ab. Und das, wo wir beide doch bisher immer so gerne galoppiert sind

Am nächsten Tag habe ich mir von einer anderen Einstellerin einen Fellsattel ausgeliehen, um mal zu schauen, wie sie mit etwas anderem auf dem Rücken läuft. Da habe ich dann nach 10 Minuten abgebrochen, weil sie noch klammer lief als am Vortag und ich sie nicht mal angetrabt bekam... Gut möglich natürlich, dass ihr noch vom Tag davor was weh tat.
Die Tierärztin war da und ist erstmal (wie schon fast von mir befürchtet) völlig ratlos. Der klamme Gang unter dem Reiter ließ sie spontan an Sattel denken, aber die Empfindlichkeit mit dem Boden wäre dafür sehr untypisch. Es sind keinerlei Lahmheiten zu sehen, der Rücken ist nicht empfindlich. An der Hand kann ich die Stute problemlos auf Asphalt traben lassen, und sie sucht auch nicht so den weichen Boden wie wenn ich draufsitze. Wobei, wenn ich sie nach dem Reiten führe, dann will sie schon lieber auf dem Randstreifen laufen als auf der Straße.
Nächste Woche kommt die TÄ nochmal und will sich das Ganze mal unter dem Sattel anschauen. Ich hoffe, sie hat dann auch noch Ideen, wie wir die Ursache finden können...
Könnte es evtl. sinnvoll sein, ein Bein abzuspritzen und zu schauen, ob sie dann lahm geht? Als Hinweis, ob das Problem von den Vorderbeinen kommt? Oder ist der Gedanke völliger Blödsinn? Oder vielleicht einfach mal Schmerzmittel geben und sehen, wie sie dann läuft? (Ich glaube, das wäre v.a. für mich persönlich sinnvoll. Einfach um mir selbst zu versichern, dass ich mir das nicht nur einbilde. Und um dem Rest vom Stall sagen zu können, dass sie nicht zickig ist, sondern ihr was weh tut.) Sonst noch Ideen?