Sorry, olle, aber das ist jetzt schon leicht übertrieben. Wenn du mir unterstellen möchtest, ich hätte mein Kind misshandelt oder gequält, dann informiere von mir aus gern das Jugendamt. Ich finde deinen Kommentar echt daneben...olle hat geschrieben:Nein, im schlimmsten Fall machst du lieber dein Kind kaputtmzw hat geschrieben:Ich kann mein Kind genausowenig vor allen negativen Einflüssen schützen - ich versuche nach meinen eigenen Möglichkeiten, ihm eine gute Kindheit zu bieten - und zwar OHNE mich dafür kaputtzumachen. Was bringt es meinem Kind, wenn es alles darf und entscheiden darf, wenn ICH dann krank werde, weil ich nicht genug schlafe (etc)?![]()
![]()
Weiß es inzwischen aber schon! Es gibt KEIN Geknatsche mehr, wenn ich ihn mittags/abends hinlege, er kuschelt mit dem Teddy und schläft ruhig ein. Nur ab und an beschwert er sich kurz, wenn ich rausgehe, bevor er eingeschlafen ist. Ich bezweifle, dass er daran zerbricht, dass er hier nicht seinen Willen kriegt. Ich hatte die ersten 7 Monate seines Lebens kein Problem damit, nicht allein seine Mutter, sondern auch seine Einschlafhilfe, sein Teddy, sein Schnuller, seine Schmusedecke, sein Heizkissen, sein Licht und sein Schatten zu sein, und zwar sehr gern auch 24h am Tag. Irgendwann aber ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meinem Kind zutrauen kann, dass er eigenständiger wird. Beim einen Kind ist das innerhalb einen Jahres, beim anderen vielleicht bis zur Einschulung noch nicht. WANN ist der richtige Zeitpunkt, ein Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen? Ist das nicht eine genauso schwierige Entscheidung, wenn man ein Familienbett jahrelang konsequent weiterführt?olle hat geschrieben:Ist der Erfolg der, dem Kind zu zeigen, dass du die Stärkere bist? Das weiß es schon, deswegen meldet es sich mit seinen Bedürfnissen bei dir und nicht umsonst hast du ein schlechtes Gewissen gehabt, als dein Kind brüllte und du nicht hingingst - sowas nennt man auch Mutterinstinkt und nur weil der seit über tausenden von Jahren funktionierte (als man noch als Nomade urch die Gegend zog) gibt es die Menschheit immer noch-. Dein Kind weiß nicht, das es in seinem Zimmer in seinem Bett sicher ist! !mzw hat geschrieben:aber ich denke mal ihr werdet mir recht geben, dass auch ein Mittelweg zum Erfolg führen kann.
Genau da hat mir aber mein "Mutterinstinkt" gesagt, dass es Zeit für eine Veränderung ist. Der ist auch bei mir durchaus noch vorhanden - ein schlechtest Gewissen quält mich genauso, wenn ich ihn fremdbetreuen lasse, ihm Dinge zu essen gebe, die nicht vollwertig-biobio-zuckerfrei-gesund sind, sondern ihm einfach Spaß machen. Aber auch dahingehend lerne ich hinzu: er wird nicht krank von Sahnetorte alle halbe Jahre, vom Traubenzucker nach dem Impfen, von der täglichen Frustration, dass sich die Welt eben NICHT allein um ihn dreht, sondern es da noch andere Leute gibt, die mitentscheiden. Ich halte das, ganz ehrlich gesagt, für einen ganz natürlichen Lernprozess, den auch die Nomadenkinder damals haben durchmachen müssen, indem sie sich innerhalb eines Sozialgefüges untergeordnet haben.
Jepp, DU musst entscheiden wie du dein Kind groß bekommst, aber die Konsequenzen trägt in erster Linie DEIN KIND und nicht du! Dein Kind verläßt irgendwann DEIN Haus, aber mit den möglichen Folgen des ferberns wird es selbst ein Leben lang zu kämpfen haben![/quote]mzw hat geschrieben:Bis dahin muss jeder selbst entscheiden, wie er sein Kind großzieht - denn jeder trägt auch selbst die Konsequenzen
Bevor wir uns dafür entschieden haben, es mit dem eigenen Zimmer und Bettchen zu probieren, haben wir uns durchaus umfassend mit dem Thema beschäftigt und Literatur beider Richtungen studiert. Wenn es eine einzige tolle und allgemeingültige Lösung gäbe, dann würde ich mich durchaus dafür interessieren. Jeder findet letzten Endes dann doch seine eigene Methode. Für den einen ist es das Ferbern, für den anderen eben nicht. Ich denke immer noch, dass wir eine Lightversion dessen angewandt haben, was nicht schön, aber (in unserem Falle) wirksam war - und dass unser Kind davon KEINEN Schaden davontragen wird.
Aber klar: auch das wird man sicher erst in 20-30 Jahren sagen können...
Verstehe schon, dass es dich wundert, das in einem durchweg still-und-tragefreundlichen Forum zu lesen, aber ich muss dich kurz aufklären: Im Mainstreaming-Forum schlagen einem ganz andere Schoten entgegen - da wird man als Langzeitstiller "pervers", "eklig" und "abartig" geschimpft und braucht die Idee des Familienbettes wirklich gar nicht erst ansprechen.Sabsi hat geschrieben:*grusel* Solche Tipps kann ich einen Mainstreamforum noch halbwegs verknusen, aber doch nicht hier, wo man sich sooo viele Gedanken um das beste für sein Kind machtIch stehe mal wieder voll hinter Baba und finde es ganz grausam. Wenn mein Mann mich nicht zu meinem weinenden Baby gelassen hätte, na dem hätte ich was erzählt!
Daher bin ich froh, dass ich DIESES Forum gefunden habe, hoffe allerdings, dass ich mit meiner von der euren eben teilweise abweichenden Einstellung nicht ständig anecken muss!
Wie gesagt: jeder entscheidet für sich selbst, und ein Forum lebt eben auch davon, dass unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht werden können... sowohl gute als auch schlechte.
