Das eifersüchtig Sein ist bestimmt nicht weit her geholt. Ich kann meinen Mann da aber auch ein bisschen verstehen. Meine Tochter hat gerade eine ziemliche anti-Papa-Phase. Das ist manchmal wirklich schlimm, da darf er sie nicht mal angucken und sie schreit schon "Papa weg" oder schubst ihn von mir weg. Das ist aber nicht der Grund für seine Einstellung zum Familienbett, denn die hatte er schon vor dieser Phase.
Naja gut, das, dass er sagte, dass er dann selbst nicht mehr gut schlafen könne, war auch nicht so argumentativ oder ernst gesagt. Grundsätzlich wäre er da schon vorübergehend damit einverstanden. Grad war er richtig witzig und meinte, er könne ja dann auch mit mir auf dem Boden im Kinderzimmer schlafen. Und das meinte er aber wirklich ernst! Lustig wäre diese Vorstellung ja schon, aber ich winkte trotzdem ab, da ich die Isomatten eh immer schon so schmal finde und dann gerne lieber beide für mich allein hätte. Ich bin jetzt halt grad echt wütend, dass wir solche Unannehmlichkeiten überhaupt auf uns nehmen müssen, wo es doch bisher immer so gut klappte. Je mehr ich mit ihm diskutiere, desto mehr denke ich echt, dass seine große Angst die ist, dass wir ein Mamakindchen bekommen, das nicht selbständig wird. Natürlich beeinflusst von der Gesellschaft.
Ähm

Ok, während ich das jetzt schrieb, kam mein Mann "kannst du mir bitte helfen?" und wir brachten das Gitterbett wieder ins Schlafzimmer! Jetzt schraubt er es gerade wieder an unser Bett

Geredet haben wir nicht weiter drüber. Ich glaube, er gibt sich einfach geschlagen und will mich nicht mehr so geknickt erleben. Innerlich freue ich mich, andererseits bin ich auch nicht ganz glücklich, weil ich weiß, dass er nicht davon überzeugt ist und nur nachgibt, nach vielen langen Diskussionen, die für mich manchmal schon eher Streit waren. Mal sehen, wie es weiter geht. Ich werde mich dann demnächst darum bemühen, dass wir tatsächlich eine Möglichkeit bekommen, dass sie in ihrem Zimmer schlafen könnte, wenn sie sich selbst dafür entscheiden würde. Das wäre dann zumindest ein bisschen ein Entgegenkommen meinerseits.