Langweilige Biokleidung?
- Seerose
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Re: Langweilige Biokleidung?
Hier noch etwas zu Ökotex:
Der Oeko-Tex Standard wird von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (Oeko-Tex), einem Zusammenschluss von 14 Textil- und Prüfinstituten in Europa und Japan, herausgegeben und entwickelt. Die Idee des 1992 ins Leben gerufenen Standards ÖKO-TEX Standards 100 war die Schaffung einer unabhängig geltenden Zertifizierung für gesundheitlich unbedenkliche Textilprodukte. OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert textile Produkte aller Verarbeitungsstufen, konzentriert sich hierbei jedoch ausschließlich auf Schadstoffe in Textilien. Der OEKO-TEX Standard 1000 hingegen zertifiziert textile Produktionsbetriebe entlang der textilen Kette anhand bestimmter Umweltkriterien.
Soziale Kriterien
Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnorm für nach OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierte Betriebe ist vorgeschrieben. Keine Forderung von existenzsichernden Löhnen.
OEKO-TEX Standard 1000 fordert im Rahmen seiner Kriterien die Schulung seiner MitarbeiterInen im Hinblick auf eine umweltfreundliche Produktion.
Es werden keine Managementsystem-Audits bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführt.
Ökologische Kriterien
Keine Vorgaben für Anteil von Bio-Baumwolle.
Genmanipuliertes Saatgut nicht ausgeschlossen.
Ausschluss krebserrengender und allergisierender Farbstoffe, jedoch nur Grenzwerte für gesundheitlich bedenkliche Stoffe (kein Ausschluss).
Voraussetzung für die Produktzertifizierung nach OEKO-TEX Standard 100 sind obligatorische Firmen-Audits zur Verifizierung der betrieblichen Qualitätssicherung. Diese Firmen-Audits finden im Rahmen der Erstzertifizierung statt und werden danach alle drei Jahre wiederholt. Zusätzlich werden stichprobenartige Kontrollen durch unabhängige Prüfinstitute vorgenommen.
Ziel des OEKO-TEX Standard 1000 ist die kontinuierliche Optimierung der Umweltleistung des Betriebes. Dazu müssen zertifizierte Unternehmen jährlich einen Umweltplan mit festen Zielsetzungen definieren und die durchgeführten Maßnahmen gegenüber der OEKO-TEX Gemeinschaft dokumentieren. Diese werden im Rahmen von sogenannten Konformitäts-Audits durch die Institute/ Auditoren der OEKO-TEX Gemeinschaft vor Ort regelmäßig kontrolliert.
Vorgaben für ressourcenschonende Produktion bzw. betriebliches Umweltmanagement werden nach dem OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierten Produktionsbetrieben gemacht.
Transparenz
Vergabekriterien und -verfahren sind öffentlich zugänglich. Verifizierungsergebnisse werden nicht veröffentlicht. Allerdings ist eine Liste der entzogenen Zertifikate u.a. im Internet einsehbar.
Die einzelnen Stationen der Produktionskette sind nicht nachvollziehbar.
Bei OEKO-TEX Standard 100 & 100plus gibt es ein Label/ Siegel an den Kleidungsstücken.
Kommentar CIR
Der Fokus liegt bei OEKO-TEX 100 ausschließlich auf ökologischen Kriterien des Endprodukts und verbietet nicht die Verwendung von Schadstoffen. Des Weiteren gibt es nur Grenzwerte, jedoch keinen Ausschluss von Rückständen in den Endprodukten: Selbst für Babykleidung lässt das Siegel Rückstände von Schwermetallen, Pestiziden und Chlorbleiche zu. OEKO-TEX Standard 1000 berücksichtigt ausschließlich die Verarbeitung. Die Umsetzung sozialer Standardbestimungen ist aber nicht hinreichend gewährleistet. Existenzsichernde Löhne werden nicht gefordert. OEKO-TEX Standard 100plus ist eine Kombination der beiden oben genannten Standards.
Der Oeko-Tex Standard wird von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (Oeko-Tex), einem Zusammenschluss von 14 Textil- und Prüfinstituten in Europa und Japan, herausgegeben und entwickelt. Die Idee des 1992 ins Leben gerufenen Standards ÖKO-TEX Standards 100 war die Schaffung einer unabhängig geltenden Zertifizierung für gesundheitlich unbedenkliche Textilprodukte. OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert textile Produkte aller Verarbeitungsstufen, konzentriert sich hierbei jedoch ausschließlich auf Schadstoffe in Textilien. Der OEKO-TEX Standard 1000 hingegen zertifiziert textile Produktionsbetriebe entlang der textilen Kette anhand bestimmter Umweltkriterien.
Soziale Kriterien
Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnorm für nach OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierte Betriebe ist vorgeschrieben. Keine Forderung von existenzsichernden Löhnen.
OEKO-TEX Standard 1000 fordert im Rahmen seiner Kriterien die Schulung seiner MitarbeiterInen im Hinblick auf eine umweltfreundliche Produktion.
Es werden keine Managementsystem-Audits bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführt.
Ökologische Kriterien
Keine Vorgaben für Anteil von Bio-Baumwolle.
Genmanipuliertes Saatgut nicht ausgeschlossen.
Ausschluss krebserrengender und allergisierender Farbstoffe, jedoch nur Grenzwerte für gesundheitlich bedenkliche Stoffe (kein Ausschluss).
Voraussetzung für die Produktzertifizierung nach OEKO-TEX Standard 100 sind obligatorische Firmen-Audits zur Verifizierung der betrieblichen Qualitätssicherung. Diese Firmen-Audits finden im Rahmen der Erstzertifizierung statt und werden danach alle drei Jahre wiederholt. Zusätzlich werden stichprobenartige Kontrollen durch unabhängige Prüfinstitute vorgenommen.
Ziel des OEKO-TEX Standard 1000 ist die kontinuierliche Optimierung der Umweltleistung des Betriebes. Dazu müssen zertifizierte Unternehmen jährlich einen Umweltplan mit festen Zielsetzungen definieren und die durchgeführten Maßnahmen gegenüber der OEKO-TEX Gemeinschaft dokumentieren. Diese werden im Rahmen von sogenannten Konformitäts-Audits durch die Institute/ Auditoren der OEKO-TEX Gemeinschaft vor Ort regelmäßig kontrolliert.
Vorgaben für ressourcenschonende Produktion bzw. betriebliches Umweltmanagement werden nach dem OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierten Produktionsbetrieben gemacht.
Transparenz
Vergabekriterien und -verfahren sind öffentlich zugänglich. Verifizierungsergebnisse werden nicht veröffentlicht. Allerdings ist eine Liste der entzogenen Zertifikate u.a. im Internet einsehbar.
Die einzelnen Stationen der Produktionskette sind nicht nachvollziehbar.
Bei OEKO-TEX Standard 100 & 100plus gibt es ein Label/ Siegel an den Kleidungsstücken.
Kommentar CIR
Der Fokus liegt bei OEKO-TEX 100 ausschließlich auf ökologischen Kriterien des Endprodukts und verbietet nicht die Verwendung von Schadstoffen. Des Weiteren gibt es nur Grenzwerte, jedoch keinen Ausschluss von Rückständen in den Endprodukten: Selbst für Babykleidung lässt das Siegel Rückstände von Schwermetallen, Pestiziden und Chlorbleiche zu. OEKO-TEX Standard 1000 berücksichtigt ausschließlich die Verarbeitung. Die Umsetzung sozialer Standardbestimungen ist aber nicht hinreichend gewährleistet. Existenzsichernde Löhne werden nicht gefordert. OEKO-TEX Standard 100plus ist eine Kombination der beiden oben genannten Standards.
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Liebe Grüße,
Seerose
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- Mirimama
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Re: Langweilige Biokleidung?
Ich finde das echt total krass!
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)
-
Roter Drache
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- Registriert: 02.07.2011, 19:36
Re: Langweilige Biokleidung?
Hier wird gerne Maxomorra und Meandi (die größeren Gr sind nicht Bio- zertifiziert, da wohl ein Faden nicht der Bionorm entspricht- so wars zumindest vor einem halben Jahr,Verkauf über Hausparties) getragen, in allen Größen und von allen Kindern.
-
Potsdame
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 14.07.2011, 18:07
Re: Langweilige Biokleidung?
ich finde überhaupt nicht, dass das was mit verbrauchertäuschung zu tun hat, sondern sehe die volle berechtigung für dieses siegel. es geht darum grenzwerte für bedenkliche stoffe einzuhalten und bestimmte farbstoffe und chemikalien überhaupt nicht zu verwenden. gerade bei matratzen oder unterwäsche macht das doch sinn, wenn man bedenkt, wie manche klamotten beim kauf stinken. man muss kein ökofetischist sein, um sich einen halbwegs vernünftigen umgang mit rohstoffen zu wünschen. und für mich hat öko grundsätzlich nichts mit faitrade zu tun.Seerose hat geschrieben:Oh, gar nicht mehr gesehen, daß hier noch eine Antwort kam, sorry.
Nein.Mimm hat geschrieben: Ich weiß jetzt nicht, was du genau meinst?
Man kann doch schon behaupten, dass das "irgendjemand" behauptet, dass das Ökotex Siegel etwas mit ökologischer Kleidung zu tun hat, sonst hätte man ihm einen anderen Namen gegeben...![]()
Das Ökotex-Siegel ist wie vieles andere auch, eine ganz raffinierte Verbrauchertäuschung.![]()
Und es scheint bestens zu funktionieren..
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen 
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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- bienenmeister
- Dipl.-SuT
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Re: Langweilige Biokleidung?
Achso, grundsätzlich nicht fairtrade ist ok?
Green cotton kaufe ich nicht mehr, seit sie die hochwertigen Applikationen durch ausgebügelte plastik-weich-sticker ersetzt haben. Kaufpreis des shirts natürlich identisch. Und ich bezweifle stark, dass die Leute von green cotton irgendwas kapiert haben.
In einem geschenkten bio wolle Seide body prangt hier INNEN ein ganz softer ausgebügelter Sticker, gut 10cm groß, mit dem logo und der konfektionsgrose. Was soll das bitte? Stinken tut dieser Sticker auch nach mehreren Wäschen noch. Zieh ich dem kind nicht an.
Green cotton kaufe ich nicht mehr, seit sie die hochwertigen Applikationen durch ausgebügelte plastik-weich-sticker ersetzt haben. Kaufpreis des shirts natürlich identisch. Und ich bezweifle stark, dass die Leute von green cotton irgendwas kapiert haben.
In einem geschenkten bio wolle Seide body prangt hier INNEN ein ganz softer ausgebügelter Sticker, gut 10cm groß, mit dem logo und der konfektionsgrose. Was soll das bitte? Stinken tut dieser Sticker auch nach mehreren Wäschen noch. Zieh ich dem kind nicht an.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
.... lost in translation ....
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- Seerose
- Miss SuTiversum
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- Wohnort: Bayern
Re: Langweilige Biokleidung?
Aber die Täuschung funktioniert doch. Mirimama hatte geschrieben daß sie einen Verkäufer nach Biostoffen fragt und als Antwort bekommt, sie solle Ökotex nehmen. Wieviele glauben denn dem Verkäufer? Bestimmt so einige, wenn nicht die Mehrheit.Potsdame hat geschrieben:ich finde überhaupt nicht, dass das was mit verbrauchertäuschung zu tun hat,
Berechtigung meinetwegen. Es gibt sooo viele Siegel, einer mehr oder weniger schadet da auch nicht. Aber dann soll man ihn nicht "öko" nennen, denn das ist ja die eigentliche Täuschung sondern von mir aus "schadstoffbegrenzt". Das ist dann wenigstens die Wahrheit.sondern sehe die volle berechtigung für dieses siegel. es geht darum grenzwerte für bedenkliche stoffe einzuhalten und bestimmte farbstoffe und chemikalien überhaupt nicht zu verwenden. gerade bei matratzen oder unterwäsche macht das doch sinn, wenn man bedenkt, wie manche klamotten beim kauf stinken. man muss kein ökofetischist sein, um sich einen halbwegs vernünftigen umgang mit rohstoffen zu wünschen.
Na ich denke für niemanden, sind ja zwei verschiedenen Schubladen.und für mich hat öko grundsätzlich nichts mit faitrade zu tun.
Es gibt Fair Trade Produkte die nicht öko sind und Ökoprodukte die nichts mit Fair Trade zu tun haben.
Meine Idealvorstellung ist öko UND Fair Trade.
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Liebe Grüße,
Seerose
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-
Potsdame
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 14.07.2011, 18:07
Re: Langweilige Biokleidung?
@bienenmeister: was für dich ok ist, bestimmst du selber. es gibt kein allübergreifendes richtig oder falsch. l*dl verkauft auch fairtrade produkte. die zahlen sogar ihren eigenen mitarbeitern tariflohn. bioprodukte gibt es da auch. man könnte sagen, der laden ist ok.
zum thema ökotex fällt mir noch ein, dass mein laborkittel das siegel trug
fand ich irgendwie lustig, denn nach einmal tragen im labor hätte er dieses siegel nicht mehr verdient gehabt 
kann man es dem verkäufer übel nehmen, dass er einfach keine ahnung hatte? wenn er biostofe gehabt hätte, hätte er doch anders geantwortet.Seerose hat geschrieben:Aber die Täuschung funktioniert doch. Mirimama hatte geschrieben daß sie einen Verkäufer nach Biostoffen fragt und als Antwort bekommt, sie solle Ökotex nehmen. Wieviele glauben denn dem Verkäufer? Bestimmt so einige, wenn nicht die Mehrheit.Potsdame hat geschrieben:ich finde überhaupt nicht, dass das was mit verbrauchertäuschung zu tun hat,
zum thema ökotex fällt mir noch ein, dass mein laborkittel das siegel trug
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen 
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- meredit
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 17.03.2013, 16:47
- Wohnort: Österreich
Re: Langweilige Biokleidung?
Also auf DaWanda finde ich immer wieder schöne Produkte, bloß ob es die dann in der richtigen Größe gibt muss man manchmal erfragen. Der Preis scheint zwar öfters hoch aber soweit ich die ERfahrung gemacht habe, ist das dann gute Qualität, auch nach vieeeelen Wäschen und wurde ja das meiste von Mamas wie uns hergestellt, zuhause, und nicht von billigen Näherinnen in Süd-Ost-Woauchimmer. Und dann kommt mir der Preis wieder günstig vor.
Vacuumologist (2/2012)
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- Sakura
- Miss SuTiversum
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Re: Langweilige Biokleidung?
@ langweilig: meine Mädels waren heute abend beide in diesem Kleidchen zu einem Sommerfest http://www.hessnatur.com/de/c/kleid-aus ... 3473560128
und ich wurde mehrfach darauf angesprochen, wo ich denn die süßen Kleidchen her hätte...
und ich wurde mehrfach darauf angesprochen, wo ich denn die süßen Kleidchen her hätte...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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- Atsitsa
- ModTeam-Stillberatung
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- Registriert: 19.04.2011, 13:38
Re: Langweilige Biokleidung?
Hat hier noch jemand zusätzliche Tipps bzw Marken? Insbesondere für Jungs ab 6.
Atsitsa
mit ihren Jungs 10/2013, 3/2016 und 1/2018
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