Wurde es irgendwann von allein besser?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Sakura
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von Sakura »

LottiBerlin hat geschrieben:
Sakura hat geschrieben:wobei abstillen NICHT heißen muss, dass die kids dann durchschlafen...
Das wurde ja schon mehrfach betont. Kiki hat aber ausdrücklich geschrieben, dass sie nicht weit über das erste Lebensjahr stillen möchte.
Kiki hat meiner Meinung nach im Ausgangspost einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Schlafen und Stillen hergestellt. Daher fand ich es wichtig, das nochmal zu schreiben. Wenn es vorher schon so oft kam, dann sorry, das hatte ich per Handy nicht so klar überblickt. Es ist mir auch ehrlich völlig egal, wann Kiki warum abstillt. Aber abstillen muss eben nicht zu besseren Nächten führen, und die Nächte scheinen mir Kikis Hauptproblem zu sein.
kiki18 hat geschrieben:laktosereduzierte, weil die Kinderklinik auf Laktoseintoleranz tippt
Laktose ist die einzige Zuckerart in Muttermilch. Wenn ein Baby also Laktoseintoleranz hätte, dann hätte es ein schwerwiegendes Problem, und zwar ab Geburt. Es hätte vermutlich nicht so lange überlebt wie Dein Kind. laktoseintoleranz ist etwas, das viele Menschen außerhalb Europas NACH DEM ABSTILLEN entwickeln, im Laufe der Kindheit. Ich bin jetzt etwas überrascht, dass sowas von einer Kinderklinik kommt???

kiki18 hat geschrieben:Kuhmilch mag sie, zumindest vom Löffel, aber soll man ja vor dem ersten Geburtstag eben nicht als Getränk geben.
Auch nicht nach dem ersten Geburtstag ;-)
Nee, im Ernst, Kuhmilch ist mehr Essen als Trinken, wenn auch flüssig. Kuhmilch hat im Vergleich zu Menschenmilch viel zu viel Eiweiß, damit sind die Nieren eines Menschenbabys überfordert, auch die Fettarten passen nicht so richtig... Wenn es gehen muss, dann geht es zur Not, früher wurden Babys auch mit verdünnter (!) Kuhmilch großgezogen, aber das ging mehr schlecht als recht, weil Kuhmilch nicht für Menschenbabys geeignet ist. Wenn nicht gestillt werden soll, dann kann ganz klar nur Pre Nahrung empfohlen werden. Selbst Folgemilchprodukte sind nicht empfehlenswert. Gleich gar keine mit Zucker gesüßten, also alles ab 2er Milch. In meinem Bekanntenkreis geben einige Mütter ihren zwei- bis dreijährigen nachts Flaschen mit halb Kuhmilch halb Wasser. Am Aufwachen der Kinder ändert das aber nichts.

Jedenfalls: die Babys, die ich kenne, haben ihr Schlafverhalten nur auf zwei Arten geändert: a) in ihrem eigenen Tempo ihrer Entwicklung entsprechend, oder b) mit Gewalt durch Schreien lassen. Meine Große wacht mit 2,5 Jahren noch nachts auf und hat noch nicht eine einzige Nacht in ihrem Leben durchgeschlafen. Hat jetzt aber wie gesagt Schlafphasen von 6-8 Stunden am Stück. Mein 4 Monate altes Baby hat die meisten Nächte in seinem Leben durchgeschlafen (ebenfalls 6-8 Stunden am Stück, was in diesem Alter sehr lang ist). Und beide werden absolut gleich behandelt: beide schlafen mit bei mir im Bett auf Tuchfühlung und werden nach Bedarf gestillt.
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von Juwel81 »

bei uns ists wie bei sakura: mein Sohn hat mit knapp 2,5 auch noch nicht eine einzige Nacht durchgeschlafen! Der Rekord waren mal 8 Stunden am Stück. Und ja, da muss ich Sakura recht geben: es gibt wirklich nur diese 2 Möglichkeiten um ein Kind zum Durchschlafen zu bekommen: sanft in seinem Tempo oder mit Gewalt (=schreien lassen).
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Starlightbaby
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von Starlightbaby »

Hallo,

Unser Sohn ( Mittelwelle 8 Jahre alt) hat das erste mal mit ca. 15 Monaten von 22 - 5 Uhr geschlafen. Ab dann wurde es nach und nach besser. Ein Langschläfer ist er bis heute noch nicht,

Ich bin schon gespannt, wie es mit dem Baby ( kommt im April 2014) dann schlaftechnisch wird. ;-)
Liebe Grüsse

Corina mit Elias Alexander *07.06.05


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kiki18
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von kiki18 »

Sakura hat geschrieben:Kiki hat meiner Meinung nach im Ausgangspost einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Schlafen und Stillen hergestellt.
So wars aber eigentlich nicht gemeint. Klar spekuliere ich so ein bisschen auf bessere Nächte und zumindest bei vielen ist das ja auch so. Warum sonst auch diverse Nachts-Abstill-Pläne nach Gordon oder sonstwem. Ich erwarte auch keinesfalls ein durchschlafendes Kind. Aber lieber schaukle ich sie viermal pro Nacht wieder zurück in den Schlaf, als das sich stündlich aus dem Tiefschlaf gerissen werde.
Aber meine grundsätzlichen Abstill-Wünsche hängen eigentlich nicht mit dem Schlafen zusammen. Ich habe mich nie als Langzeitstillmama gesehen (wobei ich für diese großen Respekt habe!) und so langsam komme ich an den Punkt, wo es mir eigentlich reicht. So unterschiedlich sind die Mamas, den einen sind schon 4 Monate stillen zu viel, die anderen verzweifeln, wenn sich das Kind mit 14 Monaten selber abstillt und tun alles mögliche dagegen. Schön, dass hier im Forum für alle Stillbeziehungen, unabhängig von deren Länge, Respekt da ist.
Mein Ausgangspost sollte eigentlich deutlich machen: Ich möchte abstillen und dazu gehört eben auch das nächtliche abstillen. Fange ich damit so bald wie möglich an oder gibt es eine realistische Chance, dass es bis 1,5 Jahren zumindest ein bisschen besser wird, so dass das nächtliche Abstillen nicht komplett in Horror ausartet?
Sakura hat geschrieben:Laktose ist die einzige Zuckerart in Muttermilch. Wenn ein Baby also Laktoseintoleranz hätte, dann hätte es ein schwerwiegendes Problem, und zwar ab Geburt.
Ja, mich hat das ehrlich gesagt auch sehr gewundert. Ich kannte das hier aus dem Stillforum auch anders. Mir haben inzwischen aber noch andere Ärzte bestätigt, dass eine Laktoseintoleranz nicht unbedingt mit Gedeihstörungen einhergehen muss, sondern auch einfach zu extremer Gasbildung führen kann (so wie bei meiner Maus). Keine Ahnung, ich bin selbst keine Fachfrau und musste mich dann doch ein Stückweit auf die Meinung von studierten Gastro-Ärzten verlassen. Obs das nun wirklich ist oder nicht - das werde ich wohl vorerst nicht erfahren.
Und zu der Frage, wie und ob das Schlafverhalten beeinflusst werden kann: Ich stimme euch zu, dass der Zeitpunkt des Durchschlafens nicht beeinflusst werden kann. Trotzdem denke ich, dass es eine Angewohnheit gibt, nach jeder Leichtschlafphase (also quasi alle 60-90 Minuten) noch im Halbschlaf nach der Brust zu verlangen, weil die Mäuse das Gefühl haben, sonst nicht weiterschlafen zu können. Und ich glaube, diese Angewohnheit kann man schon beeinflussen (sonst wäre die hier im Forum so heiß angepriesene Pantley ja auch total wirkungslos). Wiederum stimme ich euch zu, dass sich das irgendwann sicher auch von alleine gibt, aber solange wollen viele dann halt doch nicht warten...
Ist aber nur meine Meinung, bin keine Schlafexpertin... :wink:
Milchkaffee-Baby (10/15) und Cappuccino-Kind (11/2012) immer dabei und Sternchen (01/2012) fest im Herzen
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tania
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von tania »

hm, also nach anfaenglichem unwillen weil nicht abgestillt werden wollen gibt es durchaus einige kinder, die dann eher durchschlafen - gibt nu nicht mehr so viel tolles um noch oft aufzuwachen. ja, wir sind hier (fast) alle stillmamis - ueberzeugt und begeistert. und ich persoenlich rede mir gerne ein, dass ich auch so oft geweckt werden wuerde, wenn ich flasche mit kunstmilch geben wuerde (und da muesste ich ja noch aufstehen blablabla). ehrlich - ganz ehrlich - glaube ich schon, dass ein kind was weiter weg von der mama (milchgeruch) schlaeft oder aber gar nicht mehr gestillt wird, in aller regel seltener aufwacht. es ist ja unsere entscheidung jeweils, was wir fuer uns und kind am besten finden. ich finds eigentlich ganz troestlich, wenn ich mir sagen kann, dass ich ja abstillen KOENNTE und dann wuerde er DURCHSCHLAFEN. weil den ersten still ich ja eh noch, dann werd ich den zweiten jetzte nicht schon abstillen ;-) - auch wenn die nacht mal nicht ganz so superkuschelig war ;-)
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vivi
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von vivi »

bei uns wurde es mit 21 monaten von heute auf morgen viiiel besser. vorher wachte die kleine mindestens alle 2 stunden auf und hat in den morgenstunden oft dauergenuckelt. und plötzlich , ohne das ich etwas geändert habe, schlief sie 6 bis 9 stunden durch. das schlafverhalten blieb von da an gut und wurde mit 3- 4 jahren noch deutlich besser- seit dem schläft die kleine echt wie ein stein und ist auch zum morgenlangschläfer geworden.

ich weiß noch , wie oft ich am verzweifeln war- wenn man drinne steckt und nicht weiß , ob und wann diese nächte ein ende haben, kann es die hölle sein. mir ging es immer besser, wenn ich mich im forum ausgetauscht habe und gemerkt habe, dass ich nicht alleine dastehe und auch nichts falsch mache. und wenn ich es einfach so hingenommen habe und nicht gekämpft habe, ging es mir auch besser. die einstellung kann da ganz schön viel bewirken.

liebe grüße, vivi
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
sflia
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Re: Wurde es irgendwann von allein besser?

Beitrag von sflia »

hallo Kiki,
Hier kommt mein Erfahrungsbericht:
Mein Sohn ist und war schon immer kein einfacher Schläfer. Alleine eingeschlafen ist er noch nie! als Säugling wurde er sehr viel nach Bedarf und ohne erkenntlichen Rhythmus gestillt. Mit ca. 5 Monaten habe ich angefangen ihm die Brust kurz vorm richtigen Einschlafen wegzunehmen, weil ich Dauergenuckel nicht haben kann. (hat gut geklappt mit weiter kuscheln) Ab ca. 8 Monaten hat er gute Mengen gegessen und wurde dann tagsüber noch 4 mal vor dem Einschlafen gestillt und nachts beliebig oft. Ohne vorheriges stillen hat Schlafen gar nicht geklappt. Mit ca. 11 Monaten wollte ich dieses Einschlafstillen nicht mehr und er hat auch wirklich viel gegessen, sodass ich angefangen habe tagsüber nur noch morgens und abends zu stillen. Mittagsschlaf war 2 mal etwas problematisch wobei ich sagen muss dass mein Sohn kein "wütendes" Naturell hat, sich gut ablenken und trösten lässt und nicht sehr beharrlich nach der Brust verlangt hat. sicher hat er gemotzt und etwas geweint, aber ich war mir zu hundert Prozent sicher dass ich nicht mehr zum Einschlafen stillen will und deshalb hat es wohl auch geklappt. Wenn er geschrien hätte,hätte er natürlich Brust bekommen. Dann waren wir eine Woche im Urlaub und da ging ohne stillen wieder gar nichts. sobald wir aber wieder zu hause waren konnte er tagsüber gut auf das Stillen verzichten. also stillte ich dann morgens und abends und nachts nach Bedarf. irgendwann habe ich angefangen ihm nachts erstmal ein Wasserfläschchen anzubieten, denn er hat abends 3 Scheiben Brot gegessen und da war für mich klar, dass er nicht nach 2 Stunden wieder hunger haben kann. mal ging es und er hat nur Wasser getrunken, mal musste ich auch stillen. Irgendwann brauchte er das stillen erst so gegen 5-6 Uhr morgens. dann kam ein heftiger Magen Darm Infekt mit 3 tagen nur stillen :-) danach wieder ca. 3-4 mal stillen in 24 h plus nachts Wasserfläschchen nach Bedarf. Irgendwann kurz nach seinem Geburtstag musste ich abends weg, das war das erste mal dass Papa ihn ins Bett bringen musste (ohne stillen versteht sich) es hat eine stunde gedauert, aber es ging auch! Ab dem Zeitpunkt habe ich abends auch nicht mehr gestillt. das heißt ich war bei 2 mal stillen in 24 h. Meistens gegen 4-6 Uhr und dann nochmal so gegen 8-9 zum Frühstück. Seit etwa einem Monat reicht ihm das Wasser nachts, sodass ich noch einmal morgens gestillt habe nach dem Aufstehen. Seit 4 tagen stille ich jetzt gar nicht mehr. Wir sind gerade im Urlaub und hatten alle eine fette Erkältung sodass ich erst wieder etwas mehr gestillt habe aber dann war mir einen tag so elend, dass ich einfach nicht wollte und konnte. Außerdem wollte ich genau wie du jetzt um diese Zeit irgendwann eh abstillen. Sohnemann hat jetzt vielleicht insgesamt 5 nächte durchgeschlafen meistens wird er aber öfter wach kuschelt sich an oder will einen Schluck Wasser. Er schläft im Familienbett und hat keinen Schnuller, nuckelt nicht am Daumen und tagsüber hat er auch kein Fläschchen. Auch wenn er nicht durchschläft geht es mir ohne das Stillen nachts viel besser und ich bin viel erholter. Ich konnte noch nie beim Stillen weiter schlafen.
So ist unsere Stillgeschichte ;-) und ich dachte auch zwischenzeitlich: werde ich ihn je abstillen können???
Aber jetzt ist es soweit und ich bin sehr zufrieden so wie es gelaufen ist! In diesem Sinne wünsche ich allen dass sie Ihren Weg finden!!!
Sylvie mit dem Hasenmann 7/12, dem kleinen Mausemädchen 10/15 und dem Mausebaby 5/20
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