Literatur für Jungs-Mamas

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Potsdame
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Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Potsdame »

täusch dich nicht, ich bin auch ostkind und lebe noch da. aber mit west-chef. und da werden die weiblichen mitarbeiter danach beurteilt wie hübsch sie anzusehen sind :roll:
es ist unmöglich sexuelles denken aus den männerköpfen zu bekommen. wäre andererseits ja auch irgendwie doof 8)

und gleichberechtigung gab es im osten auch nicht. haushalt und familie war aufgabe der frau. NEBEN dem beruf. da gab es auch kein einkaufen mit auto.
aber es stimmt, wir wurden nicht zu mädchen erzogen. zumindest nicht bewußt. ein paar sachen gab es da schon, die mich auch ärgern. aber meine eltern waren sehr darauf bedacht, dass "der kopf nicht nur zum frisieren da ist". und wir sind eben damit aufgewachsen, dass es normal ist, dass eine mutter auch arbeiten geht.
aber es ist schon erstaunlich, wenn ich mitbekomme, dass westdeutschen freundinnen das studium verwehrt wurde, weil man das als mädchen ja nicht bräuchte :shock: das war vor gerade einmal 10 jahren!
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
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Seerose
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Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Seerose »

Es ist o. T. und paßt einerseits überhaupt nicht hierher, andererseits aber eben doch, da ihr eh schon über Ost und West diskutiert....

Ihr bzw. WIR sollten endlich mal auf die Straße dafür gehen, daß im ehemaligen "Osten" Ärzte in Kliniken zu gleichen Gehältern eingestellt werden egal ob "Ostarzt" oder "Westarzt". Das ist im Jahre 2012 immer noch nicht der Fall. Da ich das in meinen kühnsten Träumen nicht erahnt habe, bin ich absolut entsetzt.

Sorry, aber ich hatte schon mal drüber nachgedacht allein deswegen einen Thread aufzumachen, aber vielleicht ist dies ja allen eh schon bekannt. Ich wußte das tatsächlich nicht, 23 Jahre nach der "Wende".... :?
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Liebe Grüße,
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Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Potsdame »

lehrer sind auch nur im westen verbeamtet. im osten sind das angestellte.

uih, wir schweifen wirklich ab. ich bin für nen ost-west-thread :-)
honigtopf2010
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Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von honigtopf2010 »

Den sollten wir wirklich aufmachen.
Ich habe meine Wahrnehmung auch explizit auf die Kindheit bezogen. Mir ist der andere Teil durchaus bewusst. Und um beim Thema zu bleiben: nicht nur wir Mädchen wurden anders erzogen sondern eben auch mein Bruder. Wohlgemerkt ich spreche von mir und davon, dass ich diesen Unterschied erst nach der Wende realisiert habe. Ich kenne hier viele denen es ebenso ging.

Bei uns gab es zu Hause kein geschlechtsspezifisches Spielzeug bspw. Jeder spielte mit allem. Aber, und das hast du ja eingangs geschrieben, wir wurden nicht geschlechtsneutral erzogen. Sondern in einem gesunden Verhältnis zu uns selbst, zumindest was das angeht.

Ich kann das mit der späteren Einschulung für Jungs, wobei ich auch da ungern pauschaliere, verstehen. Das liegt jedoch nicht an den Jungs, sondern am System, das nicht auf die verschiedenen Bedürfnisse eingeht.

Zu deinem OT Seerose: Hier wird an privaten Häusern, und das sind auch die großen Akutversorger, eher eine KopfPrämie bezahlt. Egal welches Geschlecht. Da bekommst du selbst als Frau und Mutter das Paradies geliefert. Wie das bei den Öffentlichen ist, weiß ich nicht.
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Seerose
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Re: AW: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Seerose »

honigtopf2010 hat geschrieben: Zu deinem OT Seerose: Hier wird an privaten Häusern, und das sind auch die großen Akutversorger, eher eine KopfPrämie bezahlt. Egal welches Geschlecht. Da bekommst du selbst als Frau und Mutter das Paradies geliefert. Wie das bei den Öffentlichen ist, weiß ich nicht.
Ich bin ja schon froh, daß es nicht überall so ist.

Hab das auf Rügen erfahren und war einfach nur entsetzt. Und da ich ja in der Regel nicht völlig uninformiert in der Gegend rumlaufe, könnt ich mir vorstellen, daß dies ganz viele Menschen nicht wissen. Die Betroffenen natürlich schon. :? (Nach geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Bezahlung hab ich gar nicht mehr gefragt, da ich schon so geschockt war, daß nach 23 Jahren immer noch zwischen Ost und West unterschieden wird)
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Re: Literatur für Jungs-Mamas

Beitrag von Potsdame »

noch mal zum ausgangsthema:
Wer sich über die Schlichtheit dieses Denkens wundert, erhält oft eine ebenso einfache Entgegnung: Aber so ist es doch! Von Natur aus! Männer und Frauen sind grundlegend verschieden, die einen vom Mars, die anderen von der Venus, weswegen sie auf der Erde einander so fremd sind. Und Männer haben sich halt den Part des Monsters verdient.

Die interplanetarische Geschlechtertheorie hat allerdings zwei Probleme, ein aktuelles und ein historisches:

- Forscher finden keine Unterschiede in den Fähigkeiten der Geschlechter.
- Über Männlichkeit wird schon seit 200 Jahren abfällig gedacht.


Dieses Denken ist keine neue Wahrheit, sondern selbst ein Klischee, so platt wie die Behauptung, Frauen seien nicht für ein Studium geeignet. Interessant ist allein, warum es so lange überleben konnte und noch heute salonfähig ist.

Sie werden verzweifelt gesucht, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Fahndung ernährt eine weltweite Forschungsindustrie. Gefunden hat sie bislang: fast nichts. Frauen sind kommunikativer? Nö. Männer und Frauen reden etwa gleich viel. Frauen sind weniger gewalttätig? Zumindest nicht in familiären Beziehungen, wo sie "zu einem fast gleichen Anteil wie die Männer" Täter seien, wie der Politologe Peter Döge schreibt. Andere Forscher kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Frauen sind ethischer? Nein, sie antworten nur eher so, wie es sozial erwünscht ist.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 28723.html
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen :-)

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