In den Kindergarten ferbern?

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asujakin
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von asujakin »

Wenn es nach mir ginge hätte er alle Zeit der Welt. Vielleicht spürt er auch den Druck? Also dass es bis Anfang des Jahres (als sein Geburtstag = Ende Elternzeit) alles gut ging und jetzt immer schwerer wird ?! Und natürlich dass ausserdem noch viel Mist passierte, bzw auch schöne Sachen, die ihn durcheinander bringen, klar - für ihn keine einfache Zeit. Und ja er kämpft :cry:

Aber ich KANN ihn nicht ewig aus'm Kindergarten nehmen. Uns würden Gelder gestrichen/gekürzt usw wenn ich mich nicht bald um Arbeit bemühe. Ich habe wirklich wirklich Glück mit meinen Sachbearbeiterinnen, habe auch vorhin verzweifelt da angerufen und gefragt was passiert, wenn ich ihn wirklich rausnehme und einen anderen Kindergarten suche usw. Sie meinte "Dann ist das halt so" (nicht begeistert logischerweise) das allein hat schonmal UNHEIMLICH viel Druck rausgenommen für mich aber dennoch weiß ich, dass das ja so kein Dauerzustand ist. (und ich das auch nicht will! So lieb ich mein Kind habe,wir brauchen Geld :wink: )

Dh. es muss schon eine Lösung her, wie er betreut ist und sich dabei dennoch wohl fühlt. Alternativen gibt es viele, wir informieren uns in diverse Richtungen. Heute wurde mir aber wirklich ganz klar, dass das das Ende ist was unsere Einrichtung angeht. Ich hatte etwas Hoffnung, als mein Sohn sich die letzten 2 Wochen stark an die Leiterin gehängt hat und dachte, wir könnten über sie vielleicht doch wieder eine Basis finden. Ich denke, dass die nächsten 1-2 Wochen sehr ausschlaggebend sein werden...wie verlaufen die Gespräche, welche Hilfsangebote gibt es für meinen Sohn allgemein, welche Alternativen haben wir, wie sieht der Kindergarten die Situation usw.
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Giraeffchen
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von Giraeffchen »

Was mir durch den Kopf geht:

Sind die Erzieherinnen aufrichtig in ihrem Verständnis ihm und euch gegenüber? Hast du den Eindruck? Es gibt viele Menschen, die erspüren, wenn eine scheinbar freundliche Situation nur eine Maske ist, hinter der sich andere Gefühle verbergen (Unverständnis, Wut, Ungeduld...).
Ist das Annehmen deines Sohnes wirklich da?
Denn dieses schwere, schwere Loslassen für ihn und auch die Äußerungen zu Hause, dass er einfach nicht hin will, die sprechen ja recht deutlich dafür, dass es ihn nicht nur in den 5 Minuten des Abschieds schmerzt, sondern auch in der Erinnerung und in der Angst auf den nächsten Tag.
Kinder, die ein morgendliches Schreien in ihr 'Ritual' eingebaut haben, wie hier beschrieben, sind oft die, die Mittags nicht schon nach Hause wollen und sich auch zu Hause positiv äußern über den Kindergarten.

Bei deinem Sohn gibt es aber scheinbar irgendeinen Unsicherheitsfaktor, der so groß ist, dass er eben zu diesen Problemen führt.
Und oft sind das solche Annahme- Geschichten.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
asujakin
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von asujakin »

Danke für deine Anregung. Und das könnte evtl. wirklich der Fall sein. Dass sie nur "mir zuliebe" mitziehen, es aber eigentlich ganz anders handhaben würden, würde ich sie lassen. Unverständnis, fehlende Emphathie evtl. aber sie ziehen halt mit. So hab ich das Gefühl, ja.

Ich freu mich auf ihn gleich, auch wenn uns wirklich stressige Tage bevorstehen jetzt (nichts kigatechnisches) aber...es wird, es wird.

DANKE
Lösche Benutzer 1828

Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Das verstehe ich nicht oder habe es falsch interpretiert: wenn es klar ist, dass es dort nicht mehr geht, warum sind dann die nächsten zwei Wochen ausschlaggebend? Ist es nun klar oder nicht?
weeka
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von weeka »

hhmmm. bei uns werden die kinder getröstet und wenn nicht geht, dann werden die eltern gerufen. das passiert aber echt selten. mit mittagsschlaf und essen ist es genauso, es zwingt da keiner die kinder.

ich möchte eigentlich nicht gegen waldorf schreiben, denn ich denke, eher dass es große unterschiede zwischen den waldorfkitas auch gibt.aber freunde von uns haben die kinder im waldorfkiga und die erzieher sind nicht gerade zimperlich...wer keinen mittagsschlaf machen möchte (u3-gruppe) und nicht still ist, wird auch gerne aus der gruppe in den flur geschickt und muss da die zeit des mittagsschlafs verbringen (alleine ohne erzieher wohlgemerkt auf der bank von der umkleide), verabschieden muss auch sehr schnell gehen, es gibt viele regeln, die alle streng eingehalten werden müssen, z.B. was spielen und andere aktivitäten angeht...auch erzieher und die eltern kontrollieren sich gerne gegensseitig, was die waldorfkonformität angeht. die überlegen geldstrafen einzuführen, wenn eltern sich beim abholen verspäten...(soll es wohl aber durchaus in anderen kitas auch geben). aber es ist nur mein erfahrungswert mit dem waldorfkiga hier und auch wenn ich einiges an konzepten gut finde, haben wir den platz dort nicht genommen. mein sohn hätte es nicht mitgemacht, denn er z.B. an tisch bei essen ganz lange sitzen müsste und erst recht nicht im flur zu sitzen (vll. jetzt mit 3, aber nicht mit 1...)
meiner meinung nach steht steht und fällt die einrichtung mit den erziehern, denn die sind ja die vertrauenspersonen der kinder und wenn dein sohn sie nicht annimmt, dann würde ich einen andere einrichtung suchen...
asujakin
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von asujakin »

Ich meinte, dass in den nächsten 1-2 Wochen viele Veranstaltungen/Gespräche usw sind, die ausschlaggebend dafür sein werden, wie es weiter geht.

Habe eben zwischen Tür und Angel mit dem Zwergenpapa telefoniert und der Zwerg wird bis zum Elterngespräch nicht mehr in den Kindergarten gehen. Morgen geht er zu Papa, solange ich hospitiere und am Mittwoch nehme ich ihn mit zum Jobcenter. Mein Mann will einiges geklärt haben, interessanter Weise sprach er auch an, dass er das Gefühl hat, dass vorn viel gelächelt und toleriert wird, aber die Grundhaltung nicht stimmt und N. das einfach sehr deutlich wahrnimmt, weil er eh so sensibel ist. Er will von denen auch einen "Rat", was sie für N. geeignet halten, wie sie vorgehen sollten usw.

Ich bin gespannt...und geh jetzt mein Kind holen :wink:
Lösche Benutzer 1828

Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Dann macht Euch einen schönen Nachmittag!
Und ich denke auch, dass N. einfach spürt, dass er dort nicht wirklich "angenommen" wird - Kinder sind da ja eh so feinfühlig.....
BabyElf
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von BabyElf »

hallo asu,

ich habe nicht alles durchgelesen, aber ich wollte dir mal mein mitgefühl ausdrücken... das muss ja super hart für dich sein!
mein tipp an dich: hak den heutigen tag ganz schnell ab und versuch, dass sich dein schlechtes gewissen nicht manifestiert.
sau-blöd gelaufen. aber so ist das leben.
dein kleiner ist garantiert nicht durch diesen einen blöden tag traumatisiert.
im gegenteil: er hat nun deutlich gemacht, dass die situation so für ihn nicht okay ist, und seine mama reagiert nun darauf.
das ist ganz toll, so wünsche ich mir das auch für mich und mein kind...
er hat ausserdem die erfahrung gemacht, dass seine mama ihn erst mal versuchen lässt zurechtzukommen - es hätte ja auch gutgehen können!
also: ich finde, das war ein erlebnis, das sich gelohnt hat, auch wenn es sich nicht so angefühlt hat!
habt ihr schon mal über die alternative tagesmutter/vater nachgedacht?

lg, niki
Liebe Grüsse von
Niki mit dem Elfenjungen 11/11 und Mandarinchen 8/13

*ein zarter Wind wiegt mein verzaubertes Herz*
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von inselkind08 »

Hallo Asu,
bei uns war es genauso. Nachdem ich einmal gegangen bin als er weinte, ja richtig nach mir schrie (genauso wie du es von deinem Sohn geschrieben hast), wurde es bei uns nur noch schlimmer... die Erzieherinnen haben zwar mitgemacht, waren aber eigentlich der Meinung, er müsse da halt durch und wäre nur bockig... Mein Sohn hat danach total geklammert, ich konnte nicht mal mehr den Müll rausbringen (ist bei uns eine Sache von wenigen Sekunden).
Ich habe ihn dann nach den Herbstferien aus dem Kiga rausgenommen, und habe ihn dann 4 Monate zu Hause gelassen und Kindergarten gar nicht mehr erwähnt. (Ich hatte Glück, hier war es mit dem Jobcenter kein Problem, die machen im Winter eh nichts, da hier das meiste Saisonarbeit ist).
Als mein Sohn jetzt im KiGa angefangen hat, habe ich klar gesagt das er bestimmen darf wann ich gehe, und die Erzieherinnen stehen voll hinter mir. Es ist eine supernette Atmosphäre und mein Sohn ist von Anfang an begeistert und geht jetzt nach einer Woche quasi allein. Mittags freut er sich schon auf den nächsten Morgen.

Ich wünsche Euch dass ihr eine Möglichkeit findet ihm erstmal eine Pause zu geben und dann irgendwo ganz neu anfangen könnt. (Die Idee mit dem Neffen, finde ich übrigens nicht so gut, mein Sohn wollte trotz bestem Freund nicht mehr in den ersten KiGa und was ist wenn der Neffe mal krank ist und wenn sich Kinder jeden Tag sehen, haben sie dann ja auch mal keine Lust miteinander zu spielen, ich finde eine "unabhängige" Lösung besser)
Liebe Grüsse vom inselkind mit Sohn und 2 *

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BabyElf
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Re: In den Kindergarten ferbern?

Beitrag von BabyElf »

BabyElf hat geschrieben:hallo asu,

ich habe nicht alles durchgelesen, aber ich wollte dir mal mein mitgefühl ausdrücken... das muss ja super hart für dich sein!
mein tipp an dich: hak den heutigen tag ganz schnell ab und versuch, dass sich dein schlechtes gewissen nicht manifestiert.
sau-blöd gelaufen. aber so ist das leben.
dein kleiner ist garantiert nicht durch diesen einen blöden tag traumatisiert.
im gegenteil: er hat nun deutlich gemacht, dass die situation so für ihn nicht okay ist, und seine mama reagiert nun darauf.
das ist ganz toll, so wünsche ich mir das auch für mich und mein kind...
er hat ausserdem die erfahrung gemacht, dass seine mama ihn erst mal versuchen lässt zurechtzukommen - es hätte ja auch gutgehen können!
also: ich finde, das war ein erlebnis, das sich gelohnt hat, auch wenn es sich nicht so angefühlt hat!
habt ihr schon mal über die alternative tagesmutter/vater nachgedacht?

lg, niki
ach so, nicht falsch verstehen, bitte...
mein beitrag liest sich so hart, stelle ich gerade fest!
das sollte nicht heissen, dass ich finde, weinen gehört zum abschied dazu... im gegenteil.
aber man muss sich und sein kind ja erst mal richtig kennen- und einschätzen lernen... deswegen solltest du dich nicht selbst kasteien, das meinte ich!
liebe übermüdete und stilldemente grüsse, n
Liebe Grüsse von
Niki mit dem Elfenjungen 11/11 und Mandarinchen 8/13

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