Was mich immer so verwirrt ist, dass ich sie eben mal anlege und mal kommt da sofort was und mal hampelt sie rum und es kommt anscheinend nix. Drücke ich dann die Brust zusammen, ist sie kurzfristig zufrieden, aber so wirklich auch nicht.
Ich frag mich, wie das damit zusammenhängt, dass doch eigentlich immer Milch da sein sollte.
Weder du noch dein Kind sind Maschinen. Es kann mal sein, dass zu viel kommt, dass zu wenig kommt, dass es langsamer fließt... Milch wird beim Stillen gebildet, aber das heißt nicht, dass sie permanent
sprudelt. Gerade wenn der Milchspendereflex schon öfter ausgelöst wurde, ist der Fluss eher langsam. Und unter bestimmten Bedingungen, die ganz unterschiedlich sein können, kann es auch sein, dass die Menge, die insgesamt gebildet wird, für eine Zunahme des Kindes im Normbereich nicht ausreicht. Es gibt auch Zufüttersituationen, da lässt sich die Milchbildung so steigern, durch gutes Stillmanagement, stillfreundliche Zufütterung und kontrollierte Reduktion derselben, manchmal durch Unterstützung von milchbildungssteigernden Medikamenten, dass die Zunahme dann ohne Zufütterung im Normbereich ist.
Diese Spuckerei ist schon nervig. Und das ist immer dann, wenn sie PRE bekommt. Muss ich nochmal gucken, wie wir das machen.
Nach dem Stillen noch 100ml füttern halte ich für definitiv zu viel, in meinen Augen spuckt sie da einfach, weil sie zu voll ist. Und nicht immer ist Quengeln Hunger. Die Bedürfnisse eines Kindes gehen ja über satt und trocken hinaus.
Vor allem abends sind Kinder unruhig und haben ein vermehrtes Saugbedürfnis. Was passiert denn, wenn du sie ohne Zufütterung an deinem Finger weitersaugen lässt?
Was mich stutzig macht sind solche Situationen wie gerade. Vielleicht könnt ihr das ja mal bewerten.
...
Jetzt hab ich sie abgedockt und sie schläft.
Was genau verunsichert dich an der Situation? Ich finde das klingt normal und recht entspannt. ZUm Weinen in der Trage: das machen viele Kinder, gerade wenn sie müde sind, kann das sein. Meine haben auch oft kurz geweint vorm Einschlafen, auch in der Trage. Zu den Händen im Mund hatte ich ja schon mal was geschrieben.
Ich hoffe, ich werde nun nicht gesteinigt,
Hier wird niemand "gesteinigt". Dass hier jeder seine eigenen Entscheidungen treffen darf wird doch recht deutlich, oder?
Nachdem ich sie stille an beiden Brüsten und sie dann nochmal die Flasche bekommt (90 ml) ist sie trotzdem immer noch gierig. Ist das normal so?
Hunger hat sie dann sicher nicht mehr. Möglich, dass sie einfach noch Saugbedürfnis hat. Vielleicht würde euch ein Schnuller helfen? Ist jetzt nichts, was ich oft oder sonderlich gern vorschlage, aber möglicherweise würde es mehr Ruhe bei euch reinbringen.
Ausserdem hab ich generell mal eine Frage zum Zufüttern und dem richtigen Zeitpunkt.
Wenn ich sie morgens stille und sie beim Stillen wie heute morgen erst so Probleme macht, soll ich ihr die Flasche trotzdem geben? Probleme heißt...sie dockt immer wieder ab, lächelt mich an und wirkt gar nicht sooo hungrig. Bin mir aber sicher, dass sie die Flasche ruck-zuck austrinken würde.
Ich denke nicht, dass das eine Situation zum Zufüttern ist, nein.
Auch ein sattes Baby trinkt noch aus der Flasche. (Hatte ich glaub ich schon mal verlinkt).
Zu den Den: Muss ich sie zwangsläufig jeden Tag wiegen?
Mit 300ml Zufüttermenge würde ich nur 1x pro Woche wiegen vorschlagen.
Ich lese überall, dass Babys noch ein Sättigungsgefühl besitzen und da Stopp sagen, wenn sie nicht mehr mögen.
Das gilt nur für das Stillen nach Bedarf, bei der Flaschenfütterung trifft das nicht zu.
Blue hat geschrieben: 10.11.2018, 19:32
koalina hat geschrieben: 10.11.2018, 19:02
Steinigen wird duch eh niemand. Bedenke nur das 120 ml auf einmal plus stillen abends einem 7 Gänge Menü entspricht und dein baby vermutlich pappsatt ins fresskoma fällt. Besser wäre öfters weniger anzubieten.
Und besser für was wäre es weniger anzubieten? Fürs Stillen? Für die Milchproduktion? Fürs Baby?
Sowohl als auch. Kleinere Portionen bieten die MÖglichkeit, dass das Kind sich eher wieder meldet und dann wieder stillt, ist also besser für Stillen und Milchproduktion. Aber ich will dir gar nicht ausreden, es anders zu machen. Wenn du das Gefühl hast, anders geht es besser für euch, dann ist das doch gut. Nur du kannst entscheiden, was für euch passt, da ist es wumpe, was theoretisch für die Milchproduktion besser wäre.
Wie gesagt, bei meiner Tochter gibt es zwei Arten zu trinken: 15-20 Minuten und selber Abdocken oder trinken und irgendwann einschlafen.
Das ist _völlig_ normal, beides.
Oft schläft sie beim Stillen ein oder eben neuerdings dockt sie sich nach 15 Minuten ab. Wenn ich das BES benutzt habe und sie dann dabei eingeschlafen ist, bin ich nicht davon ausgegangen, dass ihr das reicht. Sondern dass sie eben müde ist und das stillen zum Einschlafen braucht.
Ich kann diesen Gedankengang nicht nachvollziehen

. Magst du mir das vielleicht nochmal erklären, wie du das meinst? Wobei ich mir fest vorgenommen hatte, das BES nicht mehr zu erwähnen

. Ich hatte den Eindruck, du willst es partout nicht. Ich hab es nur aufgegriffen, weil es wieder aufkam.
Blue hat geschrieben: 10.11.2018, 21:16
Achso, Bockshornklee nehme ich, aber vermutlich von der Dosierung viel zu wenig.
Warum nimmst du dann nicht mehr?
Wenn du jetzt sagst, du fütterst 300ml am Tag per Flasche zu, damit endlich mehr Ruhe einkehrt, dann ist das in Ordnung. DU musst mit der Situation zufrieden sein. Und wenn du beim wiegen und stillen und zufüttern nicht mehr dazu kommst, dein Kind zu genießen und sich das durch eine höhere Zufütterung lösen lässt, dann mach das so! Dass ich persönlich nicht denke, dass es aus objektiver Sicht die sinnvollste Lösung ist, ist unerheblich- denn ich leb ja nicht dein Leben.