Autsch, autsch, autsch. Das liest sich in meinen AUgen wirklich haaaaarsträubend......wirklich, vielleicht liest Du doch mal die zehn Seiten!Spingo80 hat geschrieben:"Wenn du jetzt dies oder jenes machst, dann darfst du heute abend eine Folge "Shaun das Schaf" sehen ( oder eben nicht!)!Also warum macht mein Kind das dann? (Z.B. ihre Stifte zusammen räumen ( was sie im Übrigen kann) )
Nicht weil Mama das sagt, nicht weil sie es für notwendig erachtet, dass der Flur frei ist von derartigen Stolperfallen. Nein, allein für die Belohnung....
Was lernt Dein Kind denn so? Mama hat die Macht. Aufräumen ist grundsätzlich doof. Andere erpressen ist okay.
Das geht doch anders...."Au, eben bin ich auf einen Deiner Stifte getreten, gut, dass er nicht kaputt gegangen ist, lass sie uns schnell wegräumen, damit nichts passiert".
@all:
Und das ist es was mich an Belohnungen einfach tierisch stört (egal für was wann wen): Wir belohnen Verhalten, aber es ist sehr schwierig, dass von der Person abzugrenzen! Es hat FOLGEN für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder. Wir sorgen mit der Belohnung höchstpersönlich dafür, dass das Kind sich freut, aber NICHT, dass es sich über seine Leistung, seinen Beitrag, seine Nützlichkeit, seine Fähigkeit freut. NEIN, es freut sich über die Belohnung. So ein Mist! Warum ist das MIST? Weil die Belohnung von AUSSEN kommt......der Anlass zur Freude sollte aber von INNEN kommen. Wir erziehen unsere Kinder mit Bestrafungen und Belohnungen dazu, sich an den Wünschen der anderen zu orientieren, den eigenen Wert und die eigene Leistungsfähigkeit nur über die Reaktion des Umfelds wahrzunehmen und sich mehr am HABEN zu orintieren als am SEIN.
Wir wollen selbstständige, offene, kreative Menschen begleiten, die aus eigener Kraft und eigenem Wunsch Leistungen bringen . Natürlich ist es schön, wenn wir uns mitfreuen, aber sobald wir belohnen verderben wir etwas. Wir schwingen uns damit auch in eine übergeordnete Position. WIR haben die MACHT zu belohnen (oder auch nicht)! WIR wissen was eine gute Leistung ist (oder auch nicht). Das ist doch Blödsinn!!!!! Was wird denn der Vorstandsvorsitzende denken, wenn ein Azubi ankommt und zu ihm sagt: "Dr. Müller, ich finde wirklich, dass Sie Ihren AUfgaben exzellent nachkommen und außergewöhnliche Leistungen erzielen" Wenn er höflich ist wird er sich freundlich bedanken und innerlich schmunzeln.......was weiß schon der kleine Azubi???? Da ist eine Hierarchie da. Und wenn wir eine Hierarchie in unserer Familie wollen....dann mal los, strafen und belohnen ist der Weg dahin, emotionale Erpressung ist auch wirkungsvoll. Wie lange das funktioniert kann ich auch in etwa einschätzen ...ca. 15 Jahre....wenn man dann den Machtkampf noch nicht verloren hat dauert es nicht mehr lang (emotionale Erpresung funktioniert meist länger, also das Mittel nicht unterschätzen!).
Deswegen finde ich auch den ganzen "Wenn...dann"-Kram komplett zum kotzen (leider passiert mir das selber häufig, aber nicht weil ich es toll finde, sondern weil ich manchmal hilflos und unkreativ und möglichst ohne nachzudenken mit einer Situation nicht richtig umgehen kann,dann hole ich halt die MACHT raus, das funktioniert und was funktioniert ist gut, oder????


- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...



