Das stimmt wohl, da wird sich noch einiges ändern und anders ergeben, als ich jetzt denke. Es ist ja sogar schon in diesen 14 Monaten manches anders gekommen als ich dachte, und es gibt, gerade vom Kind aus, immer mal wieder Veränderungen, mit denen man nicht rechnen kann (zumindest nicht damit, WANN genau die eintretenMelliL hat geschrieben: 14.07.2019, 19:34 Jetzt mag es noch nicht so sein, aber in ein paar Jahren wird es automatisch zu Situationen kommen, in denen euer Kind den Papa einfordert oder ihr auch Rituale entwickelt, in denen er zuständig ist (zb Zähne putzen, Zubettgeh-Ritual, lernen etc). Wenn ihr euch dann einig seid, wie was gehandhabt wird, wird der Papa entsprechend gefordert sein und natürlich auch mal anecken.
(Entschuldige, dass ich deinen Beitrag jetzt auf obigen Absatz reduziert habe, du schreibst ja selbst, dass du damit bei den anderen unterschreibst. Was es nicht weniger wahr oder hilfreich macht.)
Hm, also im Alltag hab ich eigentlich kein Problem, Verantwortung abzugeben, da bin ich ja froh, und noch ist das Kind mit Papa allein auch noch nie verhungert, erfroren oder verloren gegangenLoreen hat geschrieben: 14.07.2019, 21:00 Ich kann mich den anderen anschließen.
Du musst auch lernen Verantwortung abzugeben. Ich bin immer noch dabeiWarum kann der Papa denn nicht Zähne putzen, wenn er doch so früh da ist?
Und ihr solltet euch einig sein über so etwas wie Süßigkeiten etc. Da müsst ihr an einem Strang ziehen. Wenn Schlafenszeit ist, dann ist es gut, wenn ihr das beide so vermittelt.
Um dir vielleicht deine Ängste zum Teil zu nehmen: ich bin seit Geburt quasi hauptverantwortlich fürs Kind. Inklusive all der unschönen Dinge, wie verbote usw. Mein Kind ist aber totales Mamakind. Merklich eben auch deswegen, weil ich am ehesten weiß, was er gerade braucht. Weil er weiß, dass ich immer für ihn da bin. Natürlich ist das der Papa auch. Aber es ist eben doch eine besondere Nähe zwischen uns, weil wir von kleinauf so viel Zeit miteinander verbracht haben. Und der Papa ist ein toller Papa! Der mit zunehmendem Alter auch mehr allein mit dem kleinen unternimmt (und dadurch eben auch planen, verbieten etc muss).
Am wichtigsten ist, dass dein Mann und du an einem Strang ziehen, dass ihr über eure rollen als eltern(teile) klar kommuniziert. Dann ist es möglich aus alten rollenmustern rauszukommen.
Zum Zähneputzen: morgens und mittags putze ich die, weil nur ich da bin, und abends ergibt es sich auch meistens so, weil es die Aufgabe meines Mannes ist, sich nach dem Essen um die Küche zu kümmern. In derselben Zeit putze ich halt mit dem Kind Zähne.
Das mit den Süßigkeiten ist wie gesagt wirklich noch eine Baustelle, ist ja auch noch neu, das Thema. Seit dem 1. Geburtstag sieht es mein Mann lockerer (vorher war es für ihn auch tabu). Ich glaube, da kommt er leider zu sehr nach seiner Mutter und hat das so gelernt, dass man sich halt auf diese Weise etwas Gutes tun kann. Ich hoffe auch, dass die Oma da nicht auch noch in dieselbe Kerbe hauen wird, wenn die Kleine etwas später mal allein dort ist und auch schon genau weiß, was Süßigkeiten sind und die einfordern kann ... aber das ist ja ein häufiges Oma-Problem
Ich denke auch, dass sich mit zunehmendem Alter vieles verändern wird, wie ja auch zuvor schon jemand schrieb. Das ist ein guter Denkanstoß. Das Kind wird ja zunehmend selbst äußern, was es will, und mit wem es das machen will usw. Die meisten Kinder haben ja irgendwann auch mal eine ausgeprägte Papa-Phase (spätestens vielleicht wenn ein Geschwisterchen unterwegs oder da ist).
Das klingt gut, das ist ja auch mit ein Grund, warum ich eben nicht schon früh wieder Vollzeit arbeiten möchte. Ich möchte schon gern fürs Kind (die Kinder?) da und ihre Vertrauensperson sein, sonst bräuchte ich eigentlich keine bekommen (mein Mann sagt übrigens dasselbe, nur irgendwo muss noch das Geld herkommen - vielleicht machen wir daher mal jeder 30 Stunden oder so). Finde ich ja trotz aller Anstrengung auch schön, sonst hätte ich das mit dem Kind echt lassen müssen. Wenn ich wieder arbeite, wird auch der Papa das Kind fertig machen und bringen müssen (mal schauen in welchen Klamotten, aber auch das wird er übenMuli hat geschrieben: 14.07.2019, 21:16 Bei uns ist das auch ein bisschen so, aber ich glaube, das ist nunmal das Los desjenigen, der die meiste Zeit im Alltag mit den Kindern verbringt. Aber ich glaube, meine Jungs wissen jetzt mit 3 und 6 schon, dass auch ich trotz der blöden Sachen auch coole Sachen mit ihnen mache und vorallem immer für sie da bin. Und wie schon jemand schrieb, ich bekomme halt auch die schönen Dinge im Alltag eher mit. Bei meinem Großen hat mein Mann etwas an "Beliebtheit" eingebüßt, als er sich nach der Geburt des Kleinen im Wochenbett hauptsächlich um ihn gekümmert hat und da dann auch mal unbeliebte Maßnahmen ergreifen musste. Und was bei uns glaube ich auch echt hilft, ist dass mein Mann die Kinder an meinen Arbeitstagen allein fertig macht und wegbringt.