(Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Moderator: Giraeffchen
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samoe
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
@Scheckse: Das ist richtig gut geschrieben!
Und, das merke ich momentan auch ganz stark bei Nr. 2. Ich habe gelernt, dass ich mich auch um mich kümmern muss, um eine gute Mama zu sein, insbesondere um eine ausgeglichene (!) Mama zu sein. Ich habe mich beim Großen noch sehr "aufgeopfert", jetzt beim Zweiten schaue ich mehr, wie es mir geht und kann auch nicht mehr endlos Kraft z.B. ins Einschlafen stecken. Ich lasse ihn natürlich nie schreien, aber kann jetzt auch mal "Protest" neben ihm aushalten, wenn ich keine Kraft mehr zum Tragen, etc. habe...z.B. gestern nach 2h Tragen und kein Schlaf und 22.00 Uhr...ich hoffe, ihr versteht gerade meinen Wirrwarr...
Und, das merke ich momentan auch ganz stark bei Nr. 2. Ich habe gelernt, dass ich mich auch um mich kümmern muss, um eine gute Mama zu sein, insbesondere um eine ausgeglichene (!) Mama zu sein. Ich habe mich beim Großen noch sehr "aufgeopfert", jetzt beim Zweiten schaue ich mehr, wie es mir geht und kann auch nicht mehr endlos Kraft z.B. ins Einschlafen stecken. Ich lasse ihn natürlich nie schreien, aber kann jetzt auch mal "Protest" neben ihm aushalten, wenn ich keine Kraft mehr zum Tragen, etc. habe...z.B. gestern nach 2h Tragen und kein Schlaf und 22.00 Uhr...ich hoffe, ihr versteht gerade meinen Wirrwarr...
- FuFu
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Ich unterschreibe auch bei Scheckse, ich kann das immer nicht so dolle formulieren. [emoji15]
Bei uns geht mit einem Kind natürlich auch noch recht viel, weil wir uns abwechseln können, aber für mich ist jetzt als Kleinkind/ Kind nicht das Ziel, dass das Kind nie weint, sondern dass ich seine Gefühle nicht relativiere, sie aushalte und mein Kind nicht alleine lasse. Und ich setze auch meine Bedürfnisse durch, wenn sie mir wichtig sind, wenn es mir nicht gut geht.
Beim schlafen hatten wir sehr unterschiedliche Phasen. Als Säugling hat Klein-Fufu relativ gut geschlafen, also mit Stillpausen, aber meist eine längere Schlafphase und ein paar kürzere. Allerdings ist sie meist beim stillen oder tragen eingeschlafen, selten einfach so. Aber auch das kam gerade als kleiner Säugling vor. Und im Familienbett. Wenn ich nicht da war, hat sich mein Mann mit ihr hingelegt und musste nicht tragen - also während seiner Elternzeit zwischen neun und achtzehn Monaten.
Mit ca. 12 Monaten wurde es dann richtig schlecht nachts, stündliches aufwachen, Wachphasen, schreien. Unabhängig vom stillen. Da ich Vollzeit gearbeitet habe, bin ich irgendwann ins Gästezimmer gezogen. Und mein Mann hat sie begleitet.
Seit sie achtzehn/ neunzehn Monate alt ist, schläft sie weitgehend durch. (Dummerweise genau ab dem abstillen, was ich nach außen ungerne verbreite, weil es dann wieder heißt: siehste)
Abends braucht sie nach wie vor Einschlafbegleitung. Das klappt je nach Müdigkeit gut und schnell, momentan dauert es etwas länger weil wir in der "mittags brauche ich eigentlich Schlaf kann dann aber abends nicht mehr so gut schlafen Phase"
Tags legt sie sich manchmal aufs Sofa und schläft. Alleine [emoji15]
Wir haben bislang aber weder versucht, die Einschlafbegleitung abzuschaffen noch sie aus dem Familienbett zu schmeißen. [emoji13]
Wenn ich so höre, wie oft die alleine schlafenden Kindlein nach Demontage der Gitterbetten so in den Elternbetten auftauchen, ist es für meinen Schlaf wesentlich angenehmer, wenn meine Tochter in ihrem dranmontierten Bett neben mir schläft.
Lange Rede kurzer Sinn: WIR haben keine Schlafprobleme.
☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
Bei uns geht mit einem Kind natürlich auch noch recht viel, weil wir uns abwechseln können, aber für mich ist jetzt als Kleinkind/ Kind nicht das Ziel, dass das Kind nie weint, sondern dass ich seine Gefühle nicht relativiere, sie aushalte und mein Kind nicht alleine lasse. Und ich setze auch meine Bedürfnisse durch, wenn sie mir wichtig sind, wenn es mir nicht gut geht.
Beim schlafen hatten wir sehr unterschiedliche Phasen. Als Säugling hat Klein-Fufu relativ gut geschlafen, also mit Stillpausen, aber meist eine längere Schlafphase und ein paar kürzere. Allerdings ist sie meist beim stillen oder tragen eingeschlafen, selten einfach so. Aber auch das kam gerade als kleiner Säugling vor. Und im Familienbett. Wenn ich nicht da war, hat sich mein Mann mit ihr hingelegt und musste nicht tragen - also während seiner Elternzeit zwischen neun und achtzehn Monaten.
Mit ca. 12 Monaten wurde es dann richtig schlecht nachts, stündliches aufwachen, Wachphasen, schreien. Unabhängig vom stillen. Da ich Vollzeit gearbeitet habe, bin ich irgendwann ins Gästezimmer gezogen. Und mein Mann hat sie begleitet.
Seit sie achtzehn/ neunzehn Monate alt ist, schläft sie weitgehend durch. (Dummerweise genau ab dem abstillen, was ich nach außen ungerne verbreite, weil es dann wieder heißt: siehste)
Abends braucht sie nach wie vor Einschlafbegleitung. Das klappt je nach Müdigkeit gut und schnell, momentan dauert es etwas länger weil wir in der "mittags brauche ich eigentlich Schlaf kann dann aber abends nicht mehr so gut schlafen Phase"
Tags legt sie sich manchmal aufs Sofa und schläft. Alleine [emoji15]
Wir haben bislang aber weder versucht, die Einschlafbegleitung abzuschaffen noch sie aus dem Familienbett zu schmeißen. [emoji13]
Wenn ich so höre, wie oft die alleine schlafenden Kindlein nach Demontage der Gitterbetten so in den Elternbetten auftauchen, ist es für meinen Schlaf wesentlich angenehmer, wenn meine Tochter in ihrem dranmontierten Bett neben mir schläft.
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Klein-FuFu Dez. 2012
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vivi
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Ich glaube schon, dass es eine gewisse Veranlagung gibt, die sensiblere Kinder mehr Nähe einfordern lässt und " robuste " Babys leichter zufrieden stellen lässt. Ich glaube, es spielt auch ganz viel Psyche der Mutter rein. Ich bin sicher, dass Babys sehr gut wahrnehmen, ob die Mutter unsicher und ängstlich ist und dementsprechend reagieren. Ist die Mutter tiefenentspannt, überträgt sich das auch auf das Baby. Wahrscheinlich spielt Beides zusammen und verstärkt sich.
Bei Freundinnen habe die eher nicht sutig eingestellt sind und mein Verhalten gegenüber meinen Kindern eher etwas belächeln oder seltsam finden, habe ich beobachtet, dass der Umgang mit dem Schlafen legen ganz anders ist. Z.b. eine Mutter- es ist Zeit fürs Tagesschläfchen- Baby wird in den Laufstall gelegt und Mutter unterhält sich normal weiter mit den Besuch. Ein anderes Mal legte sie es im Kinderzimmer ins Gitterbett . Keine Kuschelei oder Singen . Nuckel rein und das wars. Ich muss dazu sagen, dass das eine sehr liebe und auch einfühlsame Person ist. Die Kleine schien das nicht weiter zu stören, Sie lag teilweise still, teilweise brabbelnd und teilweise leise wimmernd im Bett , bis sie irgendwann eingeschlafen ist. Die Mutter hat maximal noch den Nuckel wieder reingesteckt und ab und zu mal nach dem Baby gesehen. Ich fand das Ganze ziemlich befremdlich. Meine Kinder hätten sich die Seele aus dem Leib geschrieen, wenn ich sie einfach ins Bett gelegt habe.
Andere Freunde haben das Recht frische Baby nur zum Stillen bei sich gehabt, dann wieder ins ruhige Schlafzimmer in den Stubenwagen gelegt. Das Baby hat auch nur kurz wegen Hunger geweint, wurde gestillt und dann wieder in den Stubenwagen gelegt. Es war fast so, als wäre das Baby nicht da, als man da so zu Besuch war. Und das sind auch sehr freundliche und liebevolle Menschen.
Und wieder andere ( etwas unentspannte , perfektionistische Mutter) haben ihre Kleine ab ca. 2 Monaten jeden Abend zu einer festgelegten Zeit hingelegt und so lange schreien lassen, bis sie geschlafen hat- damit sie es lernt. Hat wohl so 1-2 Wochen gedauert . Ich habe das erst im Nachhinein erfahren und es hat mir schon bei der Vorstellung so weh getan.
Ich selbst war bei der ersten Tochter sehr unsicher in allen Dingen. Ich wusste nicht, ob es gut oder wichtig ist, dass sie alleine in der Wiege einschläft und hab es die ersten Monate immer wieder probiert. Sie weinte so furchtbar, dass ich sie nach kurzer Zeit wieder zu mir nahm. Und da sie ab 4 Monaten alle 2 h stillen wollte , konnte ich nur mit FB überleben und bin da reingewachsen und habe es schätzen und lieben gelernt. Bei der zweiten war ich mir dann meines Weges schon sicher, die durfte von der ersten Nacht an komplett bei mir schlafen.
Beide Mädels ließen sich nie einfach zum Schlafen hinlegen und haben oft in der Nacht gestillt- die Kleine noch immer . Alle anderen Mütter, die ich kenne ( ich habe noch Kontakt zum Geburtsvorbereitungskurs und zum Rückbildungskurs) haben besser schlafende Kinder . Alle haben zwischen 8 und 18 Monaten abgestillt ( meist so um ein Jahr herum) Ob jemand geferbert hat weiß ich nicht, ich hab es zumindest nie gehört. Aber ich habe z.b. von einer gehört, dass sie ab 10 Monaten die nächtlichen Stillmahlzeiten immer weiter nach hinten geschoben hat und so langsam nachts abgestillt hat. Ich glaube, es gibt ein paar Babys , die einen Teil der Nacht bei den Eltern schlafen. Komplett FB oder Babybalkon hat sonst Keine.
Oft hab ich schon geflucht, wenn die Nächte bescheiden waren und mir gewünscht, ich könnte etwas ändern, aber ich weiß, dass ich nicht aus meiner Haut kann.
Ich bin auch relativ sicher, dass meine Kinder( v.a. die Große) eine Neigung zum Hochsensiblen haben , besonders aufgeweckt, bedürfnisstark und empfindlich sind. Manche Kinder , die ich kenne, sind viel ruhiger und gemütlicher in ihrem ganzen Verhalten- schlafen einfach so ein, spielen allein , müssen nicht die ganze Zeit erzählen, was sie gerade machen oder Fragen stellen.
Bei Freundinnen habe die eher nicht sutig eingestellt sind und mein Verhalten gegenüber meinen Kindern eher etwas belächeln oder seltsam finden, habe ich beobachtet, dass der Umgang mit dem Schlafen legen ganz anders ist. Z.b. eine Mutter- es ist Zeit fürs Tagesschläfchen- Baby wird in den Laufstall gelegt und Mutter unterhält sich normal weiter mit den Besuch. Ein anderes Mal legte sie es im Kinderzimmer ins Gitterbett . Keine Kuschelei oder Singen . Nuckel rein und das wars. Ich muss dazu sagen, dass das eine sehr liebe und auch einfühlsame Person ist. Die Kleine schien das nicht weiter zu stören, Sie lag teilweise still, teilweise brabbelnd und teilweise leise wimmernd im Bett , bis sie irgendwann eingeschlafen ist. Die Mutter hat maximal noch den Nuckel wieder reingesteckt und ab und zu mal nach dem Baby gesehen. Ich fand das Ganze ziemlich befremdlich. Meine Kinder hätten sich die Seele aus dem Leib geschrieen, wenn ich sie einfach ins Bett gelegt habe.
Andere Freunde haben das Recht frische Baby nur zum Stillen bei sich gehabt, dann wieder ins ruhige Schlafzimmer in den Stubenwagen gelegt. Das Baby hat auch nur kurz wegen Hunger geweint, wurde gestillt und dann wieder in den Stubenwagen gelegt. Es war fast so, als wäre das Baby nicht da, als man da so zu Besuch war. Und das sind auch sehr freundliche und liebevolle Menschen.
Und wieder andere ( etwas unentspannte , perfektionistische Mutter) haben ihre Kleine ab ca. 2 Monaten jeden Abend zu einer festgelegten Zeit hingelegt und so lange schreien lassen, bis sie geschlafen hat- damit sie es lernt. Hat wohl so 1-2 Wochen gedauert . Ich habe das erst im Nachhinein erfahren und es hat mir schon bei der Vorstellung so weh getan.
Ich selbst war bei der ersten Tochter sehr unsicher in allen Dingen. Ich wusste nicht, ob es gut oder wichtig ist, dass sie alleine in der Wiege einschläft und hab es die ersten Monate immer wieder probiert. Sie weinte so furchtbar, dass ich sie nach kurzer Zeit wieder zu mir nahm. Und da sie ab 4 Monaten alle 2 h stillen wollte , konnte ich nur mit FB überleben und bin da reingewachsen und habe es schätzen und lieben gelernt. Bei der zweiten war ich mir dann meines Weges schon sicher, die durfte von der ersten Nacht an komplett bei mir schlafen.
Beide Mädels ließen sich nie einfach zum Schlafen hinlegen und haben oft in der Nacht gestillt- die Kleine noch immer . Alle anderen Mütter, die ich kenne ( ich habe noch Kontakt zum Geburtsvorbereitungskurs und zum Rückbildungskurs) haben besser schlafende Kinder . Alle haben zwischen 8 und 18 Monaten abgestillt ( meist so um ein Jahr herum) Ob jemand geferbert hat weiß ich nicht, ich hab es zumindest nie gehört. Aber ich habe z.b. von einer gehört, dass sie ab 10 Monaten die nächtlichen Stillmahlzeiten immer weiter nach hinten geschoben hat und so langsam nachts abgestillt hat. Ich glaube, es gibt ein paar Babys , die einen Teil der Nacht bei den Eltern schlafen. Komplett FB oder Babybalkon hat sonst Keine.
Oft hab ich schon geflucht, wenn die Nächte bescheiden waren und mir gewünscht, ich könnte etwas ändern, aber ich weiß, dass ich nicht aus meiner Haut kann.
Ich bin auch relativ sicher, dass meine Kinder( v.a. die Große) eine Neigung zum Hochsensiblen haben , besonders aufgeweckt, bedürfnisstark und empfindlich sind. Manche Kinder , die ich kenne, sind viel ruhiger und gemütlicher in ihrem ganzen Verhalten- schlafen einfach so ein, spielen allein , müssen nicht die ganze Zeit erzählen, was sie gerade machen oder Fragen stellen.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
- Kinsale
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es umgekehrt ist. Wer ein Baby hat, dass einfach schläft und tagsüber zufrieden auf der Decke vor sich hin brabbelt, beschäftigt sich vermutlich schlicht weniger mit Theorien und Erziehungsmodellen. Klappt ja alles. Wer ein Baby hat, dass nirgendwo 3 Sekunden alleine liegen mag, beschäftigt sich irgendwie damit.
Ohne meine große Tochter wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es anders sein könnte als oben beschrieben [emoji6]
Mir ging es also weniger um AP oder nicht, sondern schlicht um die Frage, wie wir damit umgehen können.
Bekannte von mir wurden zB erst zu Trageeltern und Familienbettschläfern, weil Kind 2 so war. Kind 1 schlief und aß und spielte dort wie im Bilderbuch.
Ohne meine große Tochter wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es anders sein könnte als oben beschrieben [emoji6]
Mir ging es also weniger um AP oder nicht, sondern schlicht um die Frage, wie wir damit umgehen können.
Bekannte von mir wurden zB erst zu Trageeltern und Familienbettschläfern, weil Kind 2 so war. Kind 1 schlief und aß und spielte dort wie im Bilderbuch.
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luna24
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Mir ging's auch nie um AP (den Begriff habe ich erst vor später kennengelernt), sondern darum, dass ich keine Lust habe nachts aufzustehen, mich mit einem Kinderwagen durch die Stadt zu quälen, oder unpraktisch Fläschchen zu machen
Zum Glück hat mein Sohn das sehr ähnlich gesehen, und war das perfekte AP-Baby. Insofern gabs für mich auch nie das Problem, dass ich das in Frage gestellt hätte, hat dafür viel zu gut funktioniert. Und abgestillte, alleine ein- und durchschlafende Kinderwagenbabies haben mich deshalb auch nie beeindruckt (wobei ich so vielen davon ehrlich gesagt auch nicht begegnet bin bzw. vielleicht habe ich mich auch einfach nicht genug für das Thema begeistern lassen...).
Wobei ich schon denke, dass AP nur dann funktioniert, wenn Mütter auch sehr klar in ihren Grenzen sind. Ich bin absolut gegen Schlaftrainings - aber wenn die einzige Alternative dazu darin besteht, dass die Mutter dauerhaft übermüdet und dementsprechend natürlich auch für das Kind emotional weniger verfügbar ist, dann muss man glaube ich wirklich abwägen. Und in manchen Fällen ist ein (möglichst sanftes) Schlaftraining dann vielleicht wirklich die bessere Variante.
Zum Glück hat mein Sohn das sehr ähnlich gesehen, und war das perfekte AP-Baby. Insofern gabs für mich auch nie das Problem, dass ich das in Frage gestellt hätte, hat dafür viel zu gut funktioniert. Und abgestillte, alleine ein- und durchschlafende Kinderwagenbabies haben mich deshalb auch nie beeindruckt (wobei ich so vielen davon ehrlich gesagt auch nicht begegnet bin bzw. vielleicht habe ich mich auch einfach nicht genug für das Thema begeistern lassen...).
Wobei ich schon denke, dass AP nur dann funktioniert, wenn Mütter auch sehr klar in ihren Grenzen sind. Ich bin absolut gegen Schlaftrainings - aber wenn die einzige Alternative dazu darin besteht, dass die Mutter dauerhaft übermüdet und dementsprechend natürlich auch für das Kind emotional weniger verfügbar ist, dann muss man glaube ich wirklich abwägen. Und in manchen Fällen ist ein (möglichst sanftes) Schlaftraining dann vielleicht wirklich die bessere Variante.
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Caitrionagh
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Re: (Ein-)Schlaf
Das war auch mein Gedanke. Ich hab mein Kind auch nach dem Stillen in den Stubenwagen gelegt, da hat sie entweder geschlafen oder sich beschäftigt. Sie ist ein sehr pflegeleichtes Baby gewesen (und das wusste ich auch und war sehr froh drum). Klar, ich hatte mir meine Gedanken zum Tragen (hatte mir eine TH herausgesucht) und zum Familienbett (wollte ich nicht, weil ich Angst hatte, sie zu erdrücken) gemacht, aber es war erst schlicht nicht notwendig. Das kam alles erst später immer mehr, aber dann hab ich es einfach aus Bequemlichkeit, und weil es funktionierte, gemacht.Kinsale hat geschrieben:Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es umgekehrt ist. Wer ein Baby hat, dass einfach schläft und tagsüber zufrieden auf der Decke vor sich hin brabbelt, beschäftigt sich vermutlich schlicht weniger mit Theorien und Erziehungsmodellen. Klappt ja alles. Wer ein Baby hat, dass nirgendwo 3 Sekunden alleine liegen mag, beschäftigt sich irgendwie damit.
Mit der Großen (2/2015) und der Kleinen (6/2021)
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Emmi2007
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, aber ich denke, das hängt auch stark vom Kind ab. Unser erstes Kind war ein wahnsinnig schlechter/schwieriger Ein- und Durchschläfer. So sind wir dann überhaupt erst zum Familienbett gekommen. Beim zweiten Kind haben wir dann von Anfang an familengebettet und getragen, das wäre aber vermutlich gar nicht notwendig gewesen, da Kind 2 sehr schnell durchgeschlafen hat und auch sehr früh signalisiert hat, dass er alleine einschlafen möchte. Kind 3 ist eine Mischung aus den beiden Großen. Sie schlief besser ein und durch als Kind 1, aber auch nur mit Begleitung, aber längst nicht so gut wie Kind 2.
Liebe Grüße von K. mit Wirbelwind (11/07), Sonnenschein (05/10) und Maikäferchen 2013
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samoe
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Ich stecke gerade sooooo in der Krise mit dem Kleinen, obwohl ich es eigentlich entspannter sehen müsste, da wir ja mit dem Großen so viel durchhaben und wissen, dass sich alles (irgendwann) verwächst.
Aber vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich.
Der Zwerg kommt abends (mit mir) irgendwie nicht mehr zur Ruhe. Bzw. er hängt dann ewig an der Brust und sucht immer wieder sobald ich aufstehen möchte und ich KANN einfach nicht mehr. Der Kleine ist tagsüber auch sehr fordernd und quängelt eigentlich den ganzen Tag bei mir rum, bei anderen nicht so. Dadurch kann ich kaum etwas machen bzw. immer nur Baby dran (oder eben auf dem Rücken). Abends war es jetzt oft so (seit Mai, da lernte er laufen), dass er dann wieder wach war und vor Mitternacht nicht mehr an Schlaf zu denken war, manchmal war er dann auch gern 5.30 Uhr wieder wach
So nun schläft er auch tagsüber (immer im KiWa) schwere ein und erst nach langem Fahren auf huckeliger Piste. Daher habe ich heute (er hat früh sehr lang geschlafen) nur einen Mittagsschlaf machen lassen, aber obwohl er abends hundemüde war, war es wieder schwierig. Dann hat sich mein Mann erbarmt.
Ich selbst bekomme momentan leider total schnell Wut (also abends bei der Einschlafsituation), ich kann leider nichts dagegen machen und muss erstmal aus der Situation, bin gerade sooo runter mit den Nerven. Ich habe das Gefühl, meine komplette Kraft am Großen verbraucht zu haben beim Thema Schlafen und nun einfach keine Nerven für eine zweite Runde zu haben.
Kann mir irgendjemand noch einen Tipp geben? Mir geht es keineswegs darum, dass die Maus allein einschlafen soll, sondern ich möchte einfach dann nochmal das Schlafzimmer verlassen und brauche abends dann einfach mal noch Zeit für mich.
Danke, LG, samoe
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Littlepa
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
Ich lese gerne mal mit, mein kleiner ist erst 5,5 Monate und im Familienbett. Ich stille zum einschlafen. Finde ich auch alles schön und möchte es nicht missen. Ich höre nur oft das viele einschlafstill Mamis berichten, dass sie dann aufstehen können und das Baby erstmal eine weile schläft. Mein Zwerg sucht schon nach 20 Minuten wieder die Brust um nochmal anzudocken - nur ganz kurz, aber wäre ich weg wäre er wohl wach. Erst später nach Mitternacht hat er eine längere Schlafphase.
Würde mich interessieren ob sich das mit der Zeit gibt oder ich da etwas falsch mache.
Liebe Grüße, Nadine
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Würde mich interessieren ob sich das mit der Zeit gibt oder ich da etwas falsch mache.
Liebe Grüße, Nadine
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Nadine und Zwergi *15.1.16
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samoe
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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?
@Littlepa: Beim Kleinen jetzt hatten wir gaaaaanz lange die Phase, dass er nach 20-30 Minuten erneut nach dem Einschlafstillen aufweckte, dann nach erneutem Einschlafstillen aber ertsmal ganz gut schlief. Der Große war da wiederum etwas anders und ließ uns erstmal ca. 1h "in Ruhe"...