Klavier üben - wieviel Druck ist notwendig?

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Feleni
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Re: Klavier üben - wieviel Druck ist notwendig?

Beitrag von Feleni »

glückskind hat geschrieben:Also als Instrumentallehrer ist es immer sehr frustrierend, wenn man mit einem Schüler nie wirklich weiter kommt, weil nicht geübt wird.
Ja, das denke ich auch.
Der Lehrer hat das bei uns ja auch angesprochen und ich versteh ihn total.
Wenn man schon als Lehrer "erwartet" daß das Kind sicher wieder mal nicht geübt hat und man zum 7. Mal das selbe nur mit anderen Übungen übt, ist das mit Sicherheit frustrierend.
Wie gehts mir als Mutter, die ich mit J. übe... Laaaaaangweilig....
Ich spiele rudimentär Klavier. Das Bach-Menuett, was er grad auf der Geige übt, hab ich damals in einfacher Version auf dem Klavier gespielt. Da es in meinem Heft die gleiche Tonart ist, hab ich es rausgeholt und geübt zum Zusammenspielen.
Ich kann meins jetzt und mir wird langweilig.... Wie gehts da dem Lehrer?

Da ich ja Musikalienhändlerin bin kenn ich aus dem Geschäft auch gut beide Seiten. Uns wurde gerne von Lehrern und Eltern das Übeleid geklagt :D

Wir haben uns jetzt auf 10 Min täglich geeinigt. Wenn J. einen Tag nicht übt, muß das am Wochenende nachgeholt werden, heißt also ggf. vormittags und nachmittags je 10 Minuten üben.
Er akzeptiert es und die Häkche-Liste an der Wand zeigt ihm, ob er schon geübt hat.

Momentan wurmt mich die sich nicht ausschleichend falsche Handhalttung links und daß die Intonation nicht besser wird....
Ich hab weiß Gott kein supergutes Gehör. Gehörbildung an der Uni... uah, hab Musikwissenschaften dann doch mal als Fach abgegeben. Aber ich kann gut hören und mir klappen sich die Fußnägel hoch und höher :?
LG U. mit M. und unseren Kindern J. (*07/06), M.(*11/08) und F. (*10/10)
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ChaiLatte
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Re: Klavier üben - wieviel Druck ist notwendig?

Beitrag von ChaiLatte »

Ich habe früher Blockflöte, Geige und Keyboard/Klavier ausprobiert. Zuhause hatten wir ein Keyboard ohne Anschlagsdynamik und in der Musikschule sass ich am Klavier. Das war sehr frustrierend, weil es sich ganz anders anhörte und ich keine Möglichkeit hatte es "richtig" zu lernen.
Meine Eltern haben mir Druck mit dem Üben gemacht, ich hatte "Hausaufgaben" wie in der Schule und mich hat es gelangweilt wochenlang das gleiche Stück zu spielen. Deshalb habe ich auch aufgehört. Ich hatte nicht den Anspruch alle Stücke perfekt zu können, mir hat es Spass gemacht wenn ich mir die Lieder selbst aussuchen konnte und es dann flüssig mit beiden Händen spielen konnte. Der Druck war bei mir kontraproduktiv, wenn ich nicht genug geübt hatte, habe ich mich eh schon schlecht gefühlt, wenn es nicht geklappt hat.

Sollte meine Tochter irgendwann ein Instrument spielen wollen, werde ich sie unterstützen und auch mal fragen ob sie Lust aufs spielen hat, aber drängen werde ich sie dazu nicht. Mir ist am wichtigsten, dass sie Spass an ihren Hobbies hat und es nicht zur lästigen Pflicht wird.
Und sollte sie mal ein paar Wochen Pause vom Unterricht brauchen, wäre das auch ok.
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