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Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
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- nwsurgeon
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Danke
,
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nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
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- Iris
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Liebe nwsurgeon und liebe Nadine144,
ich möchte Euch dann aber doch mal widersprechen. Die Grenze zwischen "nicht können" und "nicht wollen" ist sehr unscharf. Mann, wir wissen doch alle, wie sensibel und zerbrechlich wir Mütter im Wochenbett sein können und wie schnell eine Stillbeziehung durch die vielfältigen Einflüsterungen von anderen gestört werden kann: "Wird es denn auch satt?", "Iiiich konnte ja auch nicht stillen", "Reicht denn die Milch?", "Ein Fläschchen schadet noch nicht"... Und das kommt ja (auch) von Leuten, denen man vertraut.
Aschenputtel hat ja auch geschrieben, dass ihre Cousine von sehr vielen Menschen "beraten" wurde. Sie ist ja nicht untätig, aber bestimmt sehr verwirrt. Dann noch den Schritt zu machen, noch eine fremde Person einzubeziehen, ist sehr schwer. Woher soll sie denn das Vertrauen nehmen, dass diese Stillberaterin es besser weiß als Hebamme und Kinderarzt?
ich möchte Euch dann aber doch mal widersprechen. Die Grenze zwischen "nicht können" und "nicht wollen" ist sehr unscharf. Mann, wir wissen doch alle, wie sensibel und zerbrechlich wir Mütter im Wochenbett sein können und wie schnell eine Stillbeziehung durch die vielfältigen Einflüsterungen von anderen gestört werden kann: "Wird es denn auch satt?", "Iiiich konnte ja auch nicht stillen", "Reicht denn die Milch?", "Ein Fläschchen schadet noch nicht"... Und das kommt ja (auch) von Leuten, denen man vertraut.
Aschenputtel hat ja auch geschrieben, dass ihre Cousine von sehr vielen Menschen "beraten" wurde. Sie ist ja nicht untätig, aber bestimmt sehr verwirrt. Dann noch den Schritt zu machen, noch eine fremde Person einzubeziehen, ist sehr schwer. Woher soll sie denn das Vertrauen nehmen, dass diese Stillberaterin es besser weiß als Hebamme und Kinderarzt?
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Gerade wegen dieser Leute, wünsche ich mir halt, dass das Milchpulver nicht so allgegenwärtig in unserer Gesellschaft wäre. Und das Bild vom Säugling nicht immer gleich mit einer Flasche in Verbindung gebracht würde, ist ja kein "Flaschling". Und wenn eben diese Leute (die mit den Flaschenratschlägen) dann für jede Flasche 10km zu Fuß gehen müßten um sie dem Kind zu bringen, würden die vielleicht mal ihren Mund halten. (Und einsehen, dass die Muttermilch das "Naheliegende" ist.)Iris hat geschrieben: Mann, wir wissen doch alle, wie sensibel und zerbrechlich wir Mütter im Wochenbett sein können und wie schnell eine Stillbeziehung durch die vielfältigen Einflüsterungen von anderen gestört werden kann: "Wird es denn auch satt?", "Iiiich konnte ja auch nicht stillen", "Reicht denn die Milch?", "Ein Fläschchen schadet noch nicht"... Und das kommt ja (auch) von Leuten, denen man vertraut.
LG
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Ja, da gebe ich Dir Recht. Aber gerade deshalb verurteile ich keine Mutter, die aus Verunsicherung das Stillen aufgegeben hat.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Das ich niemanden verurteile habe ich ja bereits geschrieben...Iris hat geschrieben:Ja, da gebe ich Dir Recht. Aber gerade deshalb verurteile ich keine Mutter, die aus Verunsicherung das Stillen aufgegeben hat.
Ich versuchs mal mit einem Beispiel: Wenn ich mein Fahhrrad reparieren lassen möchte, dann würde ich auch zum Fahrrad-Mechaniker gehen und nicht zum Bäcker oder Klempner. Das würde ich sogar dann tun, wenn ich den Bäcker oder Klempner persönlich kenne und auch wenn der Bäcker schonmal ein Buch über Fahrräder gelesen und der Klempner schon mal sein Fahhrad repariert hat.Iris hat geschrieben: Aschenputtel hat ja auch geschrieben, dass ihre Cousine von sehr vielen Menschen "beraten" wurde. Sie ist ja nicht untätig, aber bestimmt sehr verwirrt. Dann noch den Schritt zu machen, noch eine fremde Person einzubeziehen, ist sehr schwer. Woher soll sie denn das Vertrauen nehmen, dass diese Stillberaterin es besser weiß als Hebamme und Kinderarzt?
Ist nicht bös gemeint, aber ich finde wirklich, dass es so offensichtlich auf der Hand liegt... und ich finde ihr Verhalten (nicht bei Besuch stillen zB.) auch ohnehin so auffällig, dass ich das Gefühl habe, dass da was anderes hintersteckt... hab ich ja auch schon geschrieben.
Liebe Grüße,
Nadine mit den Zwillis (07/08) & Riesen-Kuschelzwerg (04/12)
Clauwi Trageberaterin GK 02/13, MK 05/13
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- Iris
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Klar. Aber von einem Bäcker erwartet niemand Mechaniker-Wissen. Von einer Hebamme oder einem Kinderarzt erwartet man doch Stillwissen. Wir beide wissen, dass diese Erwartung leider oft trügt und dass Stillen in der Ausbildung dieser Berufsgruppen kaum vorkommt, aber das weiß eine Neumutter nicht.
Nadine, mich als Stillberaterin freut es natürlich, dass Du uns als höhere Autoritäten in Stillfragen ansiehst als Kinderärzte oder Hebammen.
Aber auch unter uns gibt es faule Eier und unter Hebammen und Ärzten tolle Stillexperten. Dass eine frischgebackene Erstmutter, die evt. noch nie von Stillberaterinnen gehört hat und damit vielleicht sowas wie ne Avon-Beraterin assoziiert, ihrer Hebamme, die sie kennt, mehr vertraut als einer ihr fremden Angehörigen einer ihr fremden Berufsgruppe, kann ich verstehen.
Nadine, mich als Stillberaterin freut es natürlich, dass Du uns als höhere Autoritäten in Stillfragen ansiehst als Kinderärzte oder Hebammen.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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feuerdrache
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Ich denke das Problem ist ein anderes: Wer hat das Selbstwertgefühl Deiner Schwägerin so zerstört dass ihr der Besuch wichtiger ist als ihr Baby?
Könnte es ein verzweifelter Versuch sein die Kontrolle über ihren Körper zurückzubekommen?
Wichtig wäe mM entlasten und Selbstbewusstsein stärken.
Vielleicht ist es auch ein Versuch sich gegen ihren Mann "der alles besser weiß" zu wehren?
Drängen in Richtung Stillen wird Gegenwehr verursachen.
Sei da für sie und höre zu und hin.
Ich hoffe das ich falsch liege denn sonst wird es ein harter Weg für alle.
Könnte es ein verzweifelter Versuch sein die Kontrolle über ihren Körper zurückzubekommen?
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Vielleicht ist es auch ein Versuch sich gegen ihren Mann "der alles besser weiß" zu wehren?
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Aschenputtel
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Ich wollt nur mal berichten, dass ich inzwischen die Stillberaterin angerufen habe. Sie war ungefähr der gleichen Meinung wie Nadine, also, dass eine Stillberatung wohl nur dann was bringen würde, wenn sie selbst bei ihr anrufen würde und auch wirklich wollen würde. Sie hat mir auch geraten, einfach für sie da zu sein, ihr auch zu sagen, wo sie Hilfe finden kann und meine Erfahrungen zu schildern, aber nicht für sie jetzt einen Termin auszumachen oder sie sonstwie fremd zu bestimmen.
Leider hab ich meine Cousine seitdem noch nicht erreicht.
Iris: Es stimmt, mir geht es bei Ihr auch so, dass ich nicht sicher bin, ob sie nicht kann oder nicht will. Sicher bin ich mir nur, dass sie falsch beraten wird, und zwar vom ersten Lebenstag ihres Kindes an, als die Nachtschwester Glucose gab.
Was würdest Du an meiner Stelle machen?
Leider hab ich meine Cousine seitdem noch nicht erreicht.
Iris: Es stimmt, mir geht es bei Ihr auch so, dass ich nicht sicher bin, ob sie nicht kann oder nicht will. Sicher bin ich mir nur, dass sie falsch beraten wird, und zwar vom ersten Lebenstag ihres Kindes an, als die Nachtschwester Glucose gab.
Was würdest Du an meiner Stelle machen?
Liebe Grüße, Aschenputtel, Schnupse (08/07) kleine Schnucke (06/13), zwei Sternchen (08/14 und 01/15) und Strahlemann (05/16)
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
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- Nadine144
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Schade und ich hatte gehofft sie hat noch irgendeine Idee, an die ich nicht gedacht hatte...
Liebe Grüße,
Nadine mit den Zwillis (07/08) & Riesen-Kuschelzwerg (04/12)
Clauwi Trageberaterin GK 02/13, MK 05/13
Nadine mit den Zwillis (07/08) & Riesen-Kuschelzwerg (04/12)
Clauwi Trageberaterin GK 02/13, MK 05/13
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Re: Wieso ruft sie nicht einfach ne Stillberaterin an????
Oje, das ist ja eine total blöde Situation.
Wobei ich mich noch gut erinnern kann, wie "neben mir" ich in den ersten acht Wochen nach der Geburt stand. Ich hatte nur wenig Ahnung vom Stillen und hätte ich "Das Stillbuch" nicht vorher gelesen und eine einigermaßen gut informierte Hebamme gehabt, hätte ich wahrscheinlich schon im Krankenhaus aufgegeben. Ich musste mich gegen Zufüttern durchsetzen...und das in dem Zustand...total durcheinander nach der Geburt.
Von daher kann ich verstehen, dass deine Cousine sich nicht "rational" verhält und logischen Argumenten nicht immer offen gegenüber. Sie ist bestimmt auch total durcheinander weil sie von allen Seiten verschiedene Informationen bekommt. Das überfordert sie. Woher soll sie wissen, ob du die "richtigen" Tipps gibst oder jemand anders? Zudem ist die Abpumperei seelisch total bescheuert (musste ich auch in der Klinik machen), man fühlt sich wie eine Milchkuh und ist total gestresst. Dann misst man sich auch noch am Ergebnis, an der Milchmenge, und wenn es nicht soviel ist, ist man noch mehr gestresst und hat immer weniger Milch...naja wem sage ich das, DIR ist das bestimmt klar, nur der Cousine nicht. Ob sie "wirklich" stillen will oder kann, steht auch noch auf einem anderen Blatt.
Es ist so schade, aber du kannst ihr dein Wissen nicht eintrichtern. Du hast ja alles versucht. Aber ihre Erfahrungen muss sie selber machen. Du kannst nur Verständnis für sie haben und für sie da sein.
Davon abgesehen finde ich es toll, wie sehr du dich für sie und das Baby engagierst, obwohl die restliche Familie nicht so stillfreundlich eingestellt ist. Das ist sicher nicht einfach.
Wobei ich mich noch gut erinnern kann, wie "neben mir" ich in den ersten acht Wochen nach der Geburt stand. Ich hatte nur wenig Ahnung vom Stillen und hätte ich "Das Stillbuch" nicht vorher gelesen und eine einigermaßen gut informierte Hebamme gehabt, hätte ich wahrscheinlich schon im Krankenhaus aufgegeben. Ich musste mich gegen Zufüttern durchsetzen...und das in dem Zustand...total durcheinander nach der Geburt.
Von daher kann ich verstehen, dass deine Cousine sich nicht "rational" verhält und logischen Argumenten nicht immer offen gegenüber. Sie ist bestimmt auch total durcheinander weil sie von allen Seiten verschiedene Informationen bekommt. Das überfordert sie. Woher soll sie wissen, ob du die "richtigen" Tipps gibst oder jemand anders? Zudem ist die Abpumperei seelisch total bescheuert (musste ich auch in der Klinik machen), man fühlt sich wie eine Milchkuh und ist total gestresst. Dann misst man sich auch noch am Ergebnis, an der Milchmenge, und wenn es nicht soviel ist, ist man noch mehr gestresst und hat immer weniger Milch...naja wem sage ich das, DIR ist das bestimmt klar, nur der Cousine nicht. Ob sie "wirklich" stillen will oder kann, steht auch noch auf einem anderen Blatt.
Es ist so schade, aber du kannst ihr dein Wissen nicht eintrichtern. Du hast ja alles versucht. Aber ihre Erfahrungen muss sie selber machen. Du kannst nur Verständnis für sie haben und für sie da sein.
Davon abgesehen finde ich es toll, wie sehr du dich für sie und das Baby engagierst, obwohl die restliche Familie nicht so stillfreundlich eingestellt ist. Das ist sicher nicht einfach.
Eva mit F. (2010) und A. (2012)