coccolone hat geschrieben:
Uebrigens habe ich hier im thread den Eindruck (und ich meine jetzt niemanden persoenlich, es ist vielmehr ein allgemeines Gefuehl), dass viele sich mit dem Begriff "Schwarz" wirklich schwer tun. Wieso eigentlich?
Wie schon geschrieben: Ich stör mich dran, jemanden in eine Schublade zu stecken. Dass die Schublade auf jedenfall schon da ist, und die Schwarzen von der Gesellschaft schon reingesteckt wurden und sich in dieser Schublade befindlich fühlen - egal wie
ich die Situation nun einschätze, hab ich grade erst kapiert.
Ich denke (immer noch irgendwie), dass die Einteilung in schwarz und weiß Gräben schaffen kann, die sonst nicht da wären. Vielleicht ist diese Einstellung das, was Sow mit dem "undercover" Schwarzen meint. Wenn die Hautfarbe ignoriert wird, keine Rolle spielt, alle fröhlich sind - aber letztendlich der Schwarze immer der Schwarze bleibt, was von den Weißen (in dem Fall von mir) nicht wahrgenommen bzw. verdrängt wird.
Ich muss zugeben, ich hab nicht ganz kapiert, was sie damit meint / was das Problem ist. Sie schreibt, dadurch, dass die Hautfarbe keine Rolle spielt, also auch nie thematisiert wird, wird deutlich, dass es als
Makel wahrgenommen wird. Das versteh ich nicht. Es ist ja nicht so, dass jemand einen Pickel auf der Nase hat, der beim Gespräch ignoriert wird, obwohl alle Beteiligten genau wissen, dass er da ist. Sondern es ist einfach eine Eigenschaft des anderen. Ich habe eine Freundin, die hat feuerrotes Haar. Wir haben noch nie darüber gesprochen. Das bedeutet doch nicht, dass ich es für einen Makel halte.
Und außerdem zeigt es ein Dilemma auf: Einerseits ist es unhöflich, zu früh über die Hautfarbe zu sprechen, andererseits soll man bitte nicht zu spät was sagen, denn sonst zeigt man, dass man es für einen Makel hält. Ganz schön schwierig
Ich glaub, ich halte mich an Clermontine und nehme das Buch nicht als Knigge, sondern handle einfach weiter nach Gefühl.
Ach ja und ich wollte sagen: Ich hab festgestellt, dass wir selber (ohne es zu merken) 2 prima Bilderbücher "zum Thema" - oder eben grade nicht zum Thema haben. Meine Kinder lieben sie:
Dein Körper und
Die Gegensätze; wobei wir letzteres
auf Englisch haben und da sind ein paar Bilder anders, daher weiß ich das nicht genau. Jedenfalls geht es nicht um den Gegensatz schwarz-weiß, sondern z.B. um voll und leer und Kinder trinken die Gläser aus.