Oekoliesel hat geschrieben: 04.11.2022, 18:46
Blöde Frage, bittet haltet mich nicht für verrückt : Könnte Muttermulch bei einer Infektion oder Entzündung bei einem ERWACHSENEN helfen? Danke für eure Antworten
Ich kenne da leider keine offiziellen Angaben dazu. Ich weiß, dass es Forschung zu Fetten und/oder Oligosacchariden oder sowas in menschlicher Milch gibt, die evtl. (schwer) erkrankten Erwachsenen helfen könnten. Es gibt auch irgendwelche Hinweise darauf, dass Frauenmilch krebshemmende Bestandteile haben könnte.
Ich habe auch mal irgendwann was über Versuche mit Frauenmilchernährung für schwerstkranke Krebspatienten mit Resorbtionsstörungen gelesen (oder nur gehört? Websuche brachte mir da leider grad keine seriosen Quellen),
dass das aber wohl aufgrund der selbst für Frühchen meistens schon nicht ausreichenden Vorräte in Muttermilchbanken hinter der selbstverständlichen Priorisierung von Frühchen (die die Frauenmilchspenden teils mit Supplementen angereichert bekommen) zurückstehen muss.
Rein von der Sache her würde ich sagen:
wenn es für einen kranken Erwachsenen eine SICHERE (in Bezug auf Hepatitis, HIV, ...) Quelle für Frauenmilch gibt: schaden wird es nicht

.
Wir trinken als Erwachsene mit großer Selbstverständlichkeit die Muttermilch anderer Spezies (Kühe, Ziegen, Schafe, ...) ohne uns da einen einzigen Gedanken drum zu machen.
Manche Menschen trinken Tiermilch sogar roh.
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Also von mir ein unqualifiziertes:
"naja, SCHADEN wird es (Sicherheit der Quelle vorausgesetzt wie gesagt!) wohl kaum.
Menschenmilch ist - wie jede Säugetiermilch - sehr nährstoffdicht, und gerade Menschenmilch ist selbstverständlich für Menschen deutlich besser verdaulich als Milch anderer Spezies', alle Mikronährstoffe sind darin ideal für den Menschen bioverfügbar und akut nützliche Antikörper könnten auch welche drin sein, wenn die Infektion des Erkrankten mit Keimen stattfindet, mit denen die Frau, deren Milch getrunken wird, schon (ggf. je nach Keim: vor nicht allzu langer Zeit) in Kontakt war"
Ich habe allerdings keine Ahnung, ob ein der Magen eines Erwachsenen (ist der PH-Wert da gleich zum Baby?) evtl. mehr "Schäden" an den lebenden Zellen in der Frauenmilch macht/machen kann kann als ein Babymagen...
Im Zweifelsfall würde ich dann wohl Frauenmilch auf nüchternen Magen zu mir nehmen und danach mindestens 30-60 Minuten mit weiteren Nahrungsmitteln warten, wenn ich selbst je in die Verlegenheit käme, Frauenmilch aus mehr als Neugiergründen zu trinken.
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Ist jetzt nicht sonderlich hilfreich
Vielleicht kennt jemand ernstzunehmende Quellen (ggf. auch einfach aus anthropologischer Forschung, wo vielleicht festgestellt wurde, dass indigene Stämme irgendwo im Nirgendwo ihre fragilen bettlägerigen Alten teils mit ausgestrichener Frauenmilch ernähren, wenn jemand genug Milch für zwei Kinder hat, aber nur einen Einling versorgt?)