jali hat geschrieben: 23.06.2025, 20:00
andallthatjazz hat geschrieben: 23.06.2025, 14:32
jali hat geschrieben: 23.06.2025, 13:59
Bei den Laborfehlern geht es um Dinge, wie ein Vertauschen der Proben. Sehr unwahrscheinlich, aber da es um eine lebenslange Diät geht, geht man auf Nr. sicher.
Wie würdest du in unserem Fall entscheiden?
Ich habe das Gefühl, dass der Zweifel schon etwas an dir nagt, oder? Wenn dem so ist, würde ich es über eine Biopsie absichern. Damit würdet ihr mit der gf Umstellung wahrscheinlich auch eh hinter den Sommerurlaub rutschen. Ein bisschen glutenfrei, ohne auf Kontamination zu achten, macht m.E. keinen Sinn. Die schädlichen Autoimmunprozesse laufen trotzdem weiter.
Oh, ich glaube, das ist jetzt mit der parallelen Diskussion von Herzüberkopf durcheinander geraten

Wichtel bekommt ja schon ein Vierteljahr lang kein Gluten mehr.
Ich habe auch bei mir selber gemerkt, dass nach der Umstellung daheim glutenhaltiges Essen außerhalb (z.B. im Haushalt meiner Eltern) viel heftigere Symptome auslöst. Und ich bin so erleichtert, dass Wichtel jetzt zum ersten Mal seit Beikostbeginn ohne Angst und Schmerzen wegen fieser Fissuren auf Toilette gehen kann. Wenn das dann ggf. nochmal schlimmer werden würde und er hat ja so gar keine Kontrolle darüber, was da über seinen Körper entschieden wird, das finde ich schon sehr bedenklich. Deshalb erstaunt mich auch die Vehemenz, mit der der Ambulanzarzt zum Diätende geraten hat. Insbesondere, wenn eben realistisch betrachtet, Laborfehler eigentlich ausgeschlossen werden können (danke prinzessinzwerg für diese Einschätzung). Also, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass seine Ernährung eigentlich 180grad unkomplizierter sein könnte, irgendwie nennenswert bestünde, das ist ja praktisch ausgeschlossen, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe (was auch die Aussage des Arztes war, für den geht es ebenfalls komplett um die Formalität), dann sehe ich ganz viel potenzielles Leid für ein noch ganz ganz kleines Kind und nur marginalen Nutzen.
Dass das jetzt perspektivisch bei Krankenhaus, Klassenfahrt etc. ein Riesenproblem darstellen könnte, das hatte ich jetzt so nicht auf dem Schirm, weil das gerade null zu unserer Lebensrealität gehört. Aber wahrscheinlich würden sich dann da auch Lösungen finden? Also, dass wir eben trotzdem die Verpflegung stellen.
Und wenn er für sich später doch die Absicherung haben will, auch für irgendwelche Leistungen, dann kann er das ja jederzeit mit dem gleichen Aufwand wie jetzt nachholen, oder?
Also den Wunsch nach Klarheit, den kann ich persönlich total nachvollziehen. Im Prinzip ist mir klar, dass die Kinder das von mir haben. Ob ich die Diät ohne jegliche Diagnostik wirklich beibehalten werde, gerade, wenn man dadurch in sozialen Situation wieder aneckt, was mir super schwerfällt, das weiß ich nicht. Aber gerade, weil er eben noch gar nichts entscheiden kann und nicht absehbar ist, was ihn in der Zukunft bewegen wird (wenn er z.B. so tickt, wie die Schwester, dann will der auch gar nicht auf Klassenfahrt

), kommt es mir so falsch vor, ihm jetzt wieder Schmerzen aufzuerlegen.
andallthatjazz mit Zauberelfchen 👧🏼 (Herbst '19) und Wunderwichtel 👦🏼(Spätsommer '22) an der Hand und Glücksengelchen 👶🏻(Winter '26) im Arm
und dem kleinen Schimmern (Herbst '24) im Herzen