Ich möchte hier auch mal etwas Frust ablassen, denn bei uns ist zur Zeit alles ziemlich durcheinander.
Wir haben die meiste Zeit (außer im Freien bei gutem Wetter, drinnen jetzt im Sommer, usw.) eher Ausscheidungskommunikation mit Backup/Windel betrieben, als wirklich "windelfrei", waren damit aber einige Monate sehr erfolgreich. S. hat es uns wirklich leicht gemacht, gut kommuniziert und hatte ein inherentes Interesse, nicht in die Windel machen zu müssen. Der Stand vor dem Laufenlernen war: Über Monate ging KEIN großes Geschäft in die Backup-Windel, Nachts blieb die Windel mit 1-2mal Abhalten bis auf Ausnahmen (Krank, Zähne, Schub...) auch immer trocken, tagsüber schwankte es, jenachdem, was bei S. oder uns so los war, so zwischen keinem und 5 "Unfällen" oder Windeln pro Tag.
Den ersten richtigen Abhaltestreik gab es so im 9ten Lebensmonat, als S. angefangen hat, sich hinzustellen und gestützt zu laufen. Damit konnten wir gelassen umgehen. Als der Streik rum war, hat S. unseren Schlüssellaut zwar viel seltener verwendet, uns dafür damit überrascht, anzuzeigen, indem er zum Bad gekrabbelt ist/uns hingezerrt hat. Jetzt seit 2-3 Wochen ist es ganz schlimm. Mit den ersten freien Schritten, zwei neuen Zähnen und noch ganz vielen anderen neuen Entwicklungen, haben wir jetzt Tage dabei, an denen tagsüber gar nichts klappt. S. ist (deswegen?) das erste Mal überhaupt wund

Und das, obwohl er praktisch nie eine volle Windel anhat (wir merken es ja immernoch)
Also Windelfrei-Frust zum Ersten...
Das wäre alles noch kein richtiges Problem, wenn er sich denn wickeln lassen würde. Wickeln ist aber schlimmer als je zuvor. Im Liegen versuche ich es idR schon gar nicht mehr, da bräuchte ich echt Gewalt. Und dass wegen des Wundseins Pflege angesagt ist, macht es nicht besser :-/Gerade nach dem großen Geschäft steigert er sich in einen richtigen Wutanfall hinein. Das beschränkt sich übrigens nicht nur auf das Wickeln/Bestreiken des Töpfchens: zum Spielen auf den Boden setzen darf ich ihn auch nicht. Sonst ist aber alles gut

Bei meinem Mann geht es etwas besser, aber auch nur etwas. Unterwegs darf ich auch sowohl abhalten oder ihn aufs Töpfchen setzen (wenn es eines gibt).
Mein Mann ist jetzt erstmal zwei Tage beruflich unterwegs und ich habe mir vorgenommen, S. in der Zeit zu Hause wieder ganz unten ohne rumlaufen zu lassen. Notfalls mit Heizung, bei dem Wetter. Heute früh habe ich noch einmal das Töpfchen angeboten, jetzt habe ich eine Schüssel hierstehen, damit er im Stehen pieseln kann, wenn er will.
Bisher hat der Versuch ergeben: alles erkannt, alles ging auf den Boden

Ach ja... Aber wenn es sonst nichts bringt, hilft die frische Luft hoffentlich wenigstens gegen die wunden Stellen...
Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw. eine Idee

lunovis mit dem großen Sohn (9/13), der ziemlich großen Tochter (9/16), dem großen Kleinen (10/19), der Babymaus (5/24), den Sternengeschwisterchen und ganz besonders tollem Mann