Ich krieg die (Still-)Krise

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Waldbeere
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von Waldbeere »

ja auf dem Bauch schlafen hatten wir dann auch, war aber nur eine Zeit lang so. Jetzt schläft er lieber auf der Seite.

Hm mein Mann ist da nicht so einfallsreich, er dachte immer es reicht wenn er sich daneben legt und war ganz hilflos, als das nur auf Protest stieß :|
Er gibt da lieber auf und überlässt das mir :roll:
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kittiefred
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von kittiefred »

hier ist es genauso.

von anfang an fordert die kleine Fluse das ein. Hat sie ja aber auch ein recht drauf.

mein sohn war anders. der war genügsamer und hat eher das genommen was ich ihm angeboten habe. aber die kleine dame marschiert immer direkt auf mich zu und macht ihr geräusch für "stillen, bitte. jetzt." und nachmittags und abends ist es auch echt häufig.
eingeschlafen ist sie bisher nur beim stillen oder beim tragen (draussen). weiterschlafen geht auch nur mit brust im mund.

für mich ist das ok, es ist nicht anstrengend. ich sitze ab 20.00 uhr am rechner in meinem sessel und hab sie auf dem schoß liegen. wenn sie eingeschlafen ist lege ich sie in das bett das in der anderen ecke des zimmers steht. wenn sie wach wird, nehme ich sie wieder mit vor den rechner und stille sie wieder in den schlaf.
es ist also eigentlich sehr praktisch.

allerdings habe ich auch ermüdungserscheinungen. ich finde dieses ständige aufgefordert bzw eingefordert werden anstrengend. aber ich will es ihr auch nicht weg nehmen. wie gesagt bei meinem sohn war es anders. der hat nie so forderungen gestellt. ich habe gemerkt wenn er hunger hatte und habe ihm das stillen angeboten und er hat entweder gestillt oder klar gemacht dass er grade keine zeit dafür hat.

halt durch. sie sind so schnell groß und brauchen dich dann viel zu wenig ;)
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Maia
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von Maia »

Ach du Arme. Ich kenn das nur zu gut und hatte auch irgendwann den Koller. Bei uns ist es wundersamer Weise nicht mehr so, dass ich abends noch jede Stunde nachstillen muss. N. und P. werden um halb acht ins Bett gebracht, N. wird einschlafgestillt und dann muss ich meistens noch nach einer halben Stunde oder Stunde mal ran, dann ist Ruhe. Ich hab aber nichts anders gemacht als vorher, er ist einfach älter geworden. Kann da also keine Tipps zu geben, außer, dass es eine 'Phase' ist. (jaja ich weiß, das hilft einem auch nicht, vor allem, wenn deine Kleine es von Anfang an so macht)

Hier wird übrigens auch seit einigen Wochen vermehrt der Papa eingebunden, so einmal die Woche muss er die Kinder ins Bett bringen. Vielleicht hat das auch den Wechsel gebracht? Jedenfalls kann ich seitdem entspannter sein. N. meckert zwar beim Einschlafen, aber er schläft ein!
Maia + grosser Sohn (12/05) + kleiner Sohn (06/08 ) + kleine Tochter (05/11)
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Patty
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von Patty »

Danke für Eure Worte/Ideen/Berichte!

Also ich glaube müdigkeitstechnisch erwischen wir meist eigentlich einen ganz guten Zeitpunkt und sie schläft auch in der Regel ganz gut ein. Nur wacht sie dann halt immer wieder auf. Und Papa wird dann meist leider nur angebrüllt, da schreit sie sich richtig in Rage. Ich glaube aber das ist echt reine Gewohnheit. Im Urlaub konnt mein Freund sie nach einer Woche geduldigem Probieren abends in den Schlaf tragen und dann sogar ablegen. Und oft schlief sie dann auch erstmal zumindest ne Stunde (dann aber wieder stillen alle Stunde). Leider ist er aber beruflich immer wochenlang nicht da und es ist echt schwierig, das fest zu etablieren. Klar im Urlaub mit 24/7 Papa ging das, aber im Alltag wehrt sie sich schon meist und sie dann wirklich lange weinen lassen, finde ich auch nicht so richtig toll. Ich überlege jetzt aber schon in der Zeit, wenn er da ist, sich wirklich abzuwechseln. Also abends zu stillen und dann einmal er, einmal ich ins Bett bringen. Dann hätte ich jeden zweiten Abend zumindest ein bisschen mehr Zeit. Aber das wird wohl das Aufwachthema nicht so richtig beeinflussen, denk ich mal. Hm, vielleicht ist sie wirklich einfach noch nicht so weit. Auf den Bauch legen habe ich auch schon versucht. Problem ist dann nur, dass sie sofort loskrabbelt bzwl aufsteht wenn sie aufwacht, klappt also auch nicht.
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
sandrine
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von sandrine »

*Heul mit* :cry:

Gleiches Alter, gleiches Problem! Wenigstens weiß ich jetzt, dass es nicht nur mir so geht :wink:
Der kleine Mann wacht nach dem Einschlafen abends jede Stunde wieder auf, schläft nur mit Stillen wieder ein und wacht auch nachts noch oft oft oft auf.
Phasenweise komm ich damit zurecht, phasenweise finde ich es voll in Ordnung so und manchmal denke ich nur noch "ich mag nicht mehr" :(

Ich wüsste so gerne irgendeine Möglichkeit, die ihm und somit auch mir das Schlafen und Einschlafen erleichtert. Mit Papa funktioniert bei uns in dieser Hinsicht auch gar nichts.
LG sandrine mit großem Kerl (08-2008) und kleiner Rübe (11-2011)
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LaLeMi
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von LaLeMi »

Ich kenne es auch sooo gut.... wurde bei uns auch leider erst einiges +1 Jahr besser...
davor oft alle halbe Stunde, Stunde aufwachen...

Heute ist halt auch eigentlich immer noch einschlafstillen angesagt...
Papatechnisch haben wir ein ähnliches Problem wie Ihr; der ist zwar tagsüber heißgeliebt, zumal er ja häufig nicht da ist, aber abends/nachts ist Mama angesagt.
Da kommt halt auch hinzu, daß er nicht so regelmäßig mit rankann, da er häufig abends lange arbeitet bzw. mehrere Abende die Woche an der Uni ist.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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***ClauWi-Trageberaterin (Grundkurs 2007, Aufbaukurs 2008)***[/i]
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Lösche Benutzer 1828

Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Jonas war auch so - und ich fand es oft auch schrecklich.
Einfach aber auch, weil ich so gefangen war im "das bleibt jetzt immer so" - tut es aber nicht.
Es kann sich ständig wieder ändern - und es wird sich ändern. Und im Nachhinein kommt mir das erste Jahr so dermaßen kurz vor.
Mittlerweile kann ich so was viel, viel gelassener hinnehmen - weil ich weiß, die Zeit geht eigentlich schnell vorbei. Auch wenn es einem gerade gefangen in der Situation nicht so vorkommt. Aber es ist endlich - ganz sicher.
Das heißt nicht, dass mich das ständige Gefordertsein nciht anstrengt - aber ich sehe auch, dass mein Kind zur Zeit bedürftiger ist als ich.

Abends mit Papa - das geht bei uns absolut nicht, leider. Da wird er echt hysterisch, leider. Aber auch das wird besser, ich weiß es 8)

Wenn es gar nicht mehr geht - dann mußt Du einen Weg für Euch suchen. Aber natürlich können Tränen fließen - und die mußt Du ihr auch zugestehen. Denn Du entscheidest dann - sie muss da mit durch. Das ist auch durchaus legitim - aber man sollte sich schon sicher sein. Das spürt das Kind, es spürt dann Deine Sicherheit und wird nicht noch durch Zweifel verunsichert. Und es macht es Dir leichter, mit ihrer Trauer umzugehen.

Die Abende sind bei uns mittlerweile gut - aber ab 4.00 /5.00 Uhr ist Stillen im 15-Minuten-Takt angesagt - und um 6.00/6.30 klingelt der Wecker - d.h. ich bin jedes NAcht meist schon ab 5.00 Uhr oder so wach....und das nervt mich auch gerade furchtbar.
Simon ist allerdings auch einiges älter - und kann warten und vertrösten schon viel besser ertragen.

Vielleicht ist ein wenig Abwarten auch eine Lösung? Kinder entwickeln sich in dem Alter so schnell.
Elise

Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von Elise »

Gluehsternchen hat geschrieben:Also hier ist es bei beiden so gewesen, das auch papa zum einschlafen ran mußte ;)
D.h. wenn helene nicht bei mir einschläft oder ICH unruhig werde, weil sie die Kurve nicht bekommt, geht Papa rein und der kann nicht stillen ;)
Also macht er anderes. Schuckeln auf dem Bauch... poklopfen... singen...
Mittlerweile schläft sie fast bei ihm besser ein...
Hihi, so war's bei uns auch beim 3. Kind - die schläft heut noch vorzugsweise bei Papi ein :D
Ich kann genau nachfühlen, wie es Dir geht, ich hatte so einen Punkt auch so in der Zeit, als jedes Kind ca. ein 3/4 Jahr alt war - so eine allgemeine Stillmüdigkeit :?
aber die konnt ich so überwinden, indem ich mich mehr und mehr traute, das Kind mal meinem Mann zu überlassen, mich traute, auch mal abends wieder allein weg zu gehen (anfangs natürlich mit "Bauchweh" :wink: , aber jedes Mal völlig unberechtigt :roll: :wink: )

Nach nun einigen Kindern :wink: , die ich alle mindestens 26 Mo gestillt habe, erkenne ich in dieser Stillkrise den Beginn eines langsamen Abnabelungsprozesses, die Bereitschaft als Mutter, das Kind loszulassen (interessanterweise beginnt das Kind ja um die 9 Mo herum, mobil zu werden :wink: )!

Kopf hoch; sieh zu, wie Du auch wieder zu Deinem Teil kommen kannst, dann ist auch das Stillen wieder ein Genuss!
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2bengels
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von 2bengels »

Das kenne ich auch, und ich finde, da hilft nur Durchhalten (sofern das für dich nach einer "Fustphase" erträglich ist natürlich). Beim ersten Kind habe ich mir einen Riesen- Kopf gemacht, was ich dem Kind denn nicht alles angewöhne, wenn ich immer gleich "springe" etc. Jetzt beim Zweiten bin ich da wesentlich gelassener.
Für mich war und ist es keine Alternative, das Kind schreien zu lassen (also nicht alleine schreien lassen, sondern beim Papa-kurz warten, ob sich´s beruhigt schon, aber nicht ewig)- wenn Kind die Mama und/ oder die Brust braucht, kriegt´s die Mama und die Brust. Bei uns war´s Abends lange genauso: Ewiges Hoch- und runter- Gerenne, bis ich auch ins Bett ging. Mittlerweile schläft er oft so ca. 2-3 Stunden nach dem Einschlafstillen, stillt dann und schläft mit ca. einer Stillunterbrechung bis zum frühen Morgen- und dann ist Aufstehen angesagt :roll: .

Will sagen: Halte durch, irgendwann gibt sich´s- dasDumme ist halt wie bei all diesen Dingen immer nur, dass man nie weiß wann...!

Nochmal klar und deutlich: halte durch, WENN du noch kannst- ansonsten musst du halt was ändern.

LG
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Patty
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Re: Ich krieg die (Still-)Krise

Beitrag von Patty »

@2bengels: so wahr, das verflixte ist wirklich, dass man nie weiß wie lange es noch so ist wie es gerade ist und wann sich was ändern wird.

Ach, ich werde schon noch ein bisschen durchhalten, ich weiß ja wie gut es meiner Kleinen tut und dass sie es offensichtlich ncoh braucht. Und ja, Papa wird jetzt mehr und mehr eingebunden, das tut beiden gut. Und mit ja sowieso.

Danke für Eure Erfahrungsberichte und lieben Worte, mir gibt das ein Stück weit Hoffnung auf Veränderung und doch auch Gelssanheit für die aktuelle Situation. Danke!
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
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