Anjuta2008 hat geschrieben:Und trotzdem frage ich mich immer wieder, wie aus Kindern so tolle Leute werden können, obwohl sie schreckliche Eltern hatten!
Ich bin der Überzeugung, dass diese tollen Leute dann doch eben an etwas leiden, es ihnen an etwas mangelt.
Wieviele depressive Menschen gibt es wohl in Wirklichkeit, die aber ganz tolle Leute sind.
Erfolgreich, gut aussehend, intelligent...und doch beschädigt, was solche seelischen Probleme ja deutlich zeigen.
Ich möchte Psychologie studieren und lese viel über solche Dinge...
Und meistens ist es einfach so, dass die gute, liebevolle KIndheit einen Menschen zufrieden und ausgeglichen macht.
Eine defizitäre Kindheit, womöglich noch mit Gewalt, macht aus den Menschen entweder gewalttätige, oder zumindest psychisch labile Menschen, das ist einfach so.
Keine Wirkung ohne Ursache!!!
Alles hat seine Ursache.Ich bin fest überzeugt...
Natürlich werden unsere TRaglinge auch Schwierigkeiten zu meistern haben und sie sind im Laufe
ihrer gesamten Kindheit ja auch nicht nur positiven Eindrücken ausgesetzt...
ABER:
Ich denke mal, das Fundament ist einfach ein völlig anderes, und das macht den Unterschied.
So,
das wars bin müde...
LG
Anne
Es sollte ja nicht heißen, daß Eltern ruhig schrecklich sein dürfen
Ich habe lange Zeit in der Psychiatrie gearbeitet und habe viele Menschen mit verschiedenen psychischen Erkrankungen und Belastungen kennengelernt. Die hatten nicht alle schreckliche Eltern oder überhaupt schlimme Erfahrungen gemacht.
Wir sprechen hier nicht über massive Gewalt oder Mißbrauch!!
Manche Ursachen sind eben unbekannt und liegen nicht immer im sozialen Umfeld oder in Beziehungserfahrungen aus der Vergangenheit.
Ich finde es etwas unüberlegt, Menschen, die eine nicht so schöne und liebevolle Kindheit hatten, pauschal zu verdächtigen, an irgendetwas zu leiden.
Ich glaube, daß Kinder schon soviel Eigenes mit auf die Welt bringen, soviele Fähigkeiten und Kraft, daß sie auch schlechte Erfahrungen aushalten und trotzdem nette, zufriedene, gesunde und glückliche Menschen werden können, die ihr eigenes Leben meistern und ihren eigenen Kindern anders gegenübertreten können als sie es selbst von ihren Eltern erfahren haben.
Natürlich muß man Kindern die beste und liebevollste Kindheit ermöglichen, da sind wir uns hier ja zum Glück alle einig.
Aber manchen Eltern gelingt das nicht und trotzdem sind deren Kinder nicht automatisch für immer "Leidende" und "Opfer".
Viele Menschen wurden als Kinder geschlagen, schreiengelassen, alleingelassen, immer wieder entmutigt und kleingemacht von den eigenen Eltern und trotzdem haben sie es geschafft, sich freizumachen, zu emanzipieren und ihre ureigenen Stärken zu entwickeln.
Mit einem "anderen Fundament", einem UrVertrauen schenkendem, ist es natürlich einfacher, ein "toller Mensch" zu werden.
Aber umso bewundernswerter, wenn ein toller Mensch eben nicht diese Ausgangslage hatte!
Und zu Jesus:
Wenn man die Existenz dieses eindeutig geschichtlichen Menschen bezweifeln will, und das haben schon einige schlaue Leute getan, muß man auch die Existenz anderer geschichtlichen Leute bezweifeln, die durch noch weniger historische Daten und Angaben durch Zeitgenossen ( ! ) gesichert ist. ( z. b. Konfuzius oder Gautama, auch Weltreligionsstifter ).