Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
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sternenweib
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Ich sehe das so: es ist "Aufgabe" meiner Kinder so zu sprechen und es ist meine Aufgabe als Mutter, tadelnd darauf hinzuweisen, dass das nicht in Ordnung ist.
Genauso, wie mein Vater damals darauf reagiert hat, dass ich alles "geil" fand, was ihn glaub ich auf Grund der sexuellen Konnation echt sauer aufgestoßen ist. Ein wenig schärfer werde ich im Ton, wenn jemand als behindert, Spasti, schwul oder Kanak (Englisch ausgesprochen, da brauchte ich gestern relativ lange, bis ich gecheckt habe, was ein "Kennek" ist und war ein wenig verblüfft, dass meine eigentlich linkspolitischen Kinder das in Ordnung fanden) bezeichnet wird.
Und ich bin kein "Digga", wobei mich da eher das Augenverdrehen und der Ton nerven. Aber wenn die Kinder sich untereinander als "du Opfer" bezeichnen oder sich mit der besten Freundin als "Hallo Bitch" begrüßen, dann lächel ich nur milde.
Genauso, wie mein Vater damals darauf reagiert hat, dass ich alles "geil" fand, was ihn glaub ich auf Grund der sexuellen Konnation echt sauer aufgestoßen ist. Ein wenig schärfer werde ich im Ton, wenn jemand als behindert, Spasti, schwul oder Kanak (Englisch ausgesprochen, da brauchte ich gestern relativ lange, bis ich gecheckt habe, was ein "Kennek" ist und war ein wenig verblüfft, dass meine eigentlich linkspolitischen Kinder das in Ordnung fanden) bezeichnet wird.
Und ich bin kein "Digga", wobei mich da eher das Augenverdrehen und der Ton nerven. Aber wenn die Kinder sich untereinander als "du Opfer" bezeichnen oder sich mit der besten Freundin als "Hallo Bitch" begrüßen, dann lächel ich nur milde.
die Große 03/2002 die Kleine 02/2012 getragene, gestillte, zuhause entbundene, bei mir schlafende Familientischesserin
“There's no way to be a perfect mother and a million ways to be a good one.”
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Elena
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Ich habe doch extra geschrieben, dass ich den Begriff nicht "normal" finde im Sinne von "alle Jugendlichen sprechen so".lala hat geschrieben: 26.04.2024, 11:20 Puh Elena, Dein Beitrag klingt sehr klassistisch - aber meine Tochter lernt ja auch kein Latein, trotz Gymnasium. Bayerischem Gymnasium. Mit einer Mutter sozialisiert im humanistischen Gymnasium… Was ist denn normal? Welche Norm betrachtest Du? Oder ist es eher der statistische Begriff im Sinne von normal ist, was die Mehrheit macht? Umfasst die Mehrheit denn wirklich alle, oder nur die eigene Blase?!
Was ich eigentlich sagen wollte: Für mein Empfinden ist "du Opfer" zumindest momentan kein neutraler Jugendsprache-Begriff wie "safe" und "cringe" und sowas, das ich auch schon zu hören bekommen habe, sondern er wird in bestimmten Blasen viel eher benutzt als in anderen. Vielleicht ist meine Stichprobe dafür auch zu klein, aber ich bin mir tatsächlich sehr sicher, dass in keinem Freundeskreis meiner Kinder (sei es Schulfreundinnen oder der Jugendchor oder andere Hobbys) regelmäßig Ausdrücke wie "Du bist so doof" und "du Opfer!" fallen. Diese Freunde kommen nun mal aus dem typischen Bildungsbürgertum. Und deshalb sieht es für mich, wenn ich einfach nüchtern diese Fakten betrachte, so aus, dass diese Begriffe nicht gleichmäßig in allen Ecken der Gesellschaft benutzt werden, sondern in manchen eher als in anderen. Ob das gut oder schlecht ist, habe ich gar nicht bewerten wollen.
Unter Klassismus verstehe ich eine abwertende Haltung gegenüber Leuten aus als niedriger eingestuften Klassen. Das setzt ja eine Bewertung voraus. Ich würde aber eine Familie, die ihr Kind zum Altgriechischunterricht prügelt, obwohl es lieber Informatik wählen will, bestimmt nicht höher schätzen als eine Familie, die ihr praktisch begabtes Kind unterstützt, wenn es lieber eine Ausbildung als ein Abi machen will.
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nido56
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
So sehe ich das auch. Eigentlich finde ich es nicht schlimm, dass die Kinder so sprechen. Das gehoert irgendwie zur Pubertaet dazu. Ich denke auch, dass das vermutlich fuer die so betitelten total normal und weit entfernt von Mobbing ist. Gleichzeitig wuensche ich mir, dass sie in der Schule energisch darauf hingewiesen werden, dass im Unterricht und vor den Lehrern so nicht gesprochen wird. Ich finde, es ist Aufgabe der Eltern und der Schule, da eine Grenze zu setzen, an der sich die Juigendlichen dann vermutlich staendig reiben werden.sternenweib hat geschrieben: 26.04.2024, 11:43 Ich sehe das so: es ist "Aufgabe" meiner Kinder so zu sprechen und es ist meine Aufgabe als Mutter, tadelnd darauf hinzuweisen, dass das nicht in Ordnung ist.
Also, ich waere weder schockiert, noch wuerde ich davon ausgehen, dass das Anzeichen fuer eine schlimme Dynamik sind, faende es aber erstaunlich, wenn Lehrer und andere in der Schule taetige Paedagogen es OK faenden, dass die Kinder dort oeffentlich so reden.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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CIJUNOAR
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Wenn ich mich hier auf dem Gymnasium bzw unter Kindern umhöre, die auf das Gymnasium gehen, dann höre ich da durchaus auch diese Ausdrücke. Also von daher kann ich das keinesfalls (nur) mit dem Bildungsgrad verknüpfen.Elena hat geschrieben: 26.04.2024, 12:14Ich habe doch extra geschrieben, dass ich den Begriff nicht "normal" finde im Sinne von "alle Jugendlichen sprechen so".lala hat geschrieben: 26.04.2024, 11:20 Puh Elena, Dein Beitrag klingt sehr klassistisch - aber meine Tochter lernt ja auch kein Latein, trotz Gymnasium. Bayerischem Gymnasium. Mit einer Mutter sozialisiert im humanistischen Gymnasium… Was ist denn normal? Welche Norm betrachtest Du? Oder ist es eher der statistische Begriff im Sinne von normal ist, was die Mehrheit macht? Umfasst die Mehrheit denn wirklich alle, oder nur die eigene Blase?!
Damit ist der Begriff normal meines Erachtens zumindest in eine Richtung eingegrenzt.
Was ich eigentlich sagen wollte: Für mein Empfinden ist "du Opfer" zumindest momentan kein neutraler Jugendsprache-Begriff wie "safe" und "cringe" und sowas, das ich auch schon zu hören bekommen habe, sondern er wird in bestimmten Blasen viel eher benutzt als in anderen. Vielleicht ist meine Stichprobe dafür auch zu klein, aber ich bin mir tatsächlich sehr sicher, dass in keinem Freundeskreis meiner Kinder (sei es Schulfreundinnen oder der Jugendchor oder andere Hobbys) regelmäßig Ausdrücke wie "Du bist so doof" und "du Opfer!" fallen. Diese Freunde kommen nun mal aus dem typischen Bildungsbürgertum. Und deshalb sieht es für mich, wenn ich einfach nüchtern diese Fakten betrachte, so aus, dass diese Begriffe nicht gleichmäßig in allen Ecken der Gesellschaft benutzt werden, sondern in manchen eher als in anderen. Ob das gut oder schlecht ist, habe ich gar nicht bewerten wollen.
Unter Klassismus verstehe ich eine abwertende Haltung gegenüber Leuten aus als niedriger eingestuften Klassen. Das setzt ja eine Bewertung voraus. Ich würde aber eine Familie, die ihr Kind zum Altgriechischunterricht prügelt, obwohl es lieber Informatik wählen will, bestimmt nicht höher schätzen als eine Familie, die ihr praktisch begabtes Kind unterstützt, wenn es lieber eine Ausbildung als ein Abi machen will.Aber es ist ja nun mal eine Tatsache, dass Ausdrucksweisen, Kindernamen etc. mit dem Bildungsgrad verknüpft sind. Das zu erwähnen würde ich nicht als klassistisch ansehen. Kannst du näher erklären, wie du das meinst?
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CIJUNOAR
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Achso, man könnte vielleicht noch einwerfen, dass man diese Ausdrücke dort sicher weniger oft hört als auf einer Hauptschule aber dennoch werden sie benutzt (und nicht nur von einem).CIJUNOAR hat geschrieben: 26.04.2024, 12:40Wenn ich mich hier auf dem Gymnasium bzw unter Kindern umhöre, die auf das Gymnasium gehen, dann höre ich da durchaus auch diese Ausdrücke. Also von daher kann ich das keinesfalls (nur) mit dem Bildungsgrad verknüpfen.Elena hat geschrieben: 26.04.2024, 12:14Ich habe doch extra geschrieben, dass ich den Begriff nicht "normal" finde im Sinne von "alle Jugendlichen sprechen so".lala hat geschrieben: 26.04.2024, 11:20 Puh Elena, Dein Beitrag klingt sehr klassistisch - aber meine Tochter lernt ja auch kein Latein, trotz Gymnasium. Bayerischem Gymnasium. Mit einer Mutter sozialisiert im humanistischen Gymnasium… Was ist denn normal? Welche Norm betrachtest Du? Oder ist es eher der statistische Begriff im Sinne von normal ist, was die Mehrheit macht? Umfasst die Mehrheit denn wirklich alle, oder nur die eigene Blase?!
Damit ist der Begriff normal meines Erachtens zumindest in eine Richtung eingegrenzt.
Was ich eigentlich sagen wollte: Für mein Empfinden ist "du Opfer" zumindest momentan kein neutraler Jugendsprache-Begriff wie "safe" und "cringe" und sowas, das ich auch schon zu hören bekommen habe, sondern er wird in bestimmten Blasen viel eher benutzt als in anderen. Vielleicht ist meine Stichprobe dafür auch zu klein, aber ich bin mir tatsächlich sehr sicher, dass in keinem Freundeskreis meiner Kinder (sei es Schulfreundinnen oder der Jugendchor oder andere Hobbys) regelmäßig Ausdrücke wie "Du bist so doof" und "du Opfer!" fallen. Diese Freunde kommen nun mal aus dem typischen Bildungsbürgertum. Und deshalb sieht es für mich, wenn ich einfach nüchtern diese Fakten betrachte, so aus, dass diese Begriffe nicht gleichmäßig in allen Ecken der Gesellschaft benutzt werden, sondern in manchen eher als in anderen. Ob das gut oder schlecht ist, habe ich gar nicht bewerten wollen.
Unter Klassismus verstehe ich eine abwertende Haltung gegenüber Leuten aus als niedriger eingestuften Klassen. Das setzt ja eine Bewertung voraus. Ich würde aber eine Familie, die ihr Kind zum Altgriechischunterricht prügelt, obwohl es lieber Informatik wählen will, bestimmt nicht höher schätzen als eine Familie, die ihr praktisch begabtes Kind unterstützt, wenn es lieber eine Ausbildung als ein Abi machen will.Aber es ist ja nun mal eine Tatsache, dass Ausdrucksweisen, Kindernamen etc. mit dem Bildungsgrad verknüpft sind. Das zu erwähnen würde ich nicht als klassistisch ansehen. Kannst du näher erklären, wie du das meinst?
Ich fände es nicht so toll, wenn mein Sohn so reden würde (tut er zum Glück noch nicht aber kommt ja vielleicht noch?) aber würde es -solange kein Mobbing im Spiel ist- als Jugendsprache akzeptieren. Nicht akzeptieren würde ich so etwas zu uns als Eltern, zu anderen Erwachsenen oder zu Freunden wenn ich in der Nähe bin. Mein Mann nimmt das sogar noch etwas strenger und würde einen Vortrag halten
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- lala
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Ich kann grad schlecht zitieren - zum Klassismus:
Es ist die Verknüpfung, diese Sprechweisen nicht schön zu finden und diese Sprechweise (deshalb?) in eine niedere
Bildungsschicht zu schieben. Sonst wäre die Betonung auf „die Freunde meiner Kinder lernen Latein oder sogar Altgriechisch“ ja keine notwendige Information, da hätte ein „kenne ich nicht“ doch völlig ausgereicht. Zusammen mit „einen so sprechenden Jugendlichen würde ich nicht einstellen“. Damit findet sich eine klare Be- und Abwertung statt.
Bis ich meine Tochter mal so sprechen habe hören, hätte ich vermutlich auch fest behauptet, dass meine Tochter so etwas niemals sagen würde…
Es ist die Verknüpfung, diese Sprechweisen nicht schön zu finden und diese Sprechweise (deshalb?) in eine niedere
Bildungsschicht zu schieben. Sonst wäre die Betonung auf „die Freunde meiner Kinder lernen Latein oder sogar Altgriechisch“ ja keine notwendige Information, da hätte ein „kenne ich nicht“ doch völlig ausgereicht. Zusammen mit „einen so sprechenden Jugendlichen würde ich nicht einstellen“. Damit findet sich eine klare Be- und Abwertung statt.
Bis ich meine Tochter mal so sprechen habe hören, hätte ich vermutlich auch fest behauptet, dass meine Tochter so etwas niemals sagen würde…
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).
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CIJUNOAR
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Ich empfand den Beitrag auch so wie lala.Elena hat geschrieben: 26.04.2024, 10:55 Ich empfinde das nicht als normale Jugendsprache im Sinne von "alle Jugendlichen sprechen so". Das ist schon auch eine Milieu-Sache. An der Schule meiner Kinder und auch sonst in ihrem Umfeld wird nicht so geredet. Aber das sind zum größten Teil bildungsbürgerliche Familien, deren Kinder mindestens Latein, manchmal auch Altgriechisch lernen.
Ich denke, diese Ausdrücke sind nicht unbedingt "böse" gemeint, aber ich finde es wichtig für die Jugendlichen, dass sie einschätzen können, wo sie sie benutzen können und wo nicht. Ich würde zum Beispiel keinen Auszubildenden einstellen, der in meinem Beisein so spricht (auch wenn er nicht mich als Opfer tituliert, sondern jemand anderen). Ich empfinde das nämlich als unheimlich stressig, diesen rauen Ton.
Gefehlt hätte noch, dass noch ein Migrationshintergrund als Ursache dafür eingeworfen wird.
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Elena
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
Ah okay. Die kausale Verknüpfung ist bei mir tatsächlich anders bzw. so gar nicht vorhanden. Ich versuche mal zu erläutern: Ich empfinde das nicht als normale Jugendsprache (im Sinne von: alle Jugendlichen sprechen so), weil ich in meinem Umfeld eine ganze Menge Jugendlicher kenne, die nicht so reden. Das erkläre ich mir damit, dass meine Kinder und ihre Freunde schwerpunktmäßig aus Elternhäusern stammen, die man dem Hardcore-Bildungsbürgertum zurechnen könnte (deshalb der Verweis auf Altgriechisch). Bis hierhin sollte das eine ganz wertfreie Feststellung sein - hier wird der Ausdruck nicht benutzt, das könnte aber auch daran liegen, dass wir uns in einem besonderen Ökosystem bewegen.lala hat geschrieben: 26.04.2024, 12:48 Ich kann grad schlecht zitieren - zum Klassismus:
Es ist die Verknüpfung, diese Sprechweisen nicht schön zu finden und diese Sprechweise (deshalb?) in eine niedere
Bildungsschicht zu schieben. Sonst wäre die Betonung auf „die Freunde meiner Kinder lernen Latein oder sogar Altgriechisch“ ja keine notwendige Information, da hätte ein „kenne ich nicht“ doch völlig ausgereicht. Zusammen mit „einen so sprechenden Jugendlichen würde ich nicht einstellen“. Damit findet sich eine klare Be- und Abwertung statt.
Und jetzt ein Sprung zu meiner persönlichen Sichtweise: Ich empfinde die Ausdrücke als aggressiv, auch wenn sie freundlich lachend benutzt werden. Andere haben das hier mit "rauer Ton" bezeichnet. Das möchte ich in meinem Alltag nicht. Und deshalb würde ich jemanden, der in meiner Gegenwart so redet, nicht einstellen. Ich würde auch nicht mit ihm essen gehen oder in Urlaub fahren.
Mehr wollte ich gar nicht sagen. Die beiden Punkte Bildungsgrad und mein persönliches Unbehagen haben eigentlich nichts miteinander zu tun - höchstens vielleicht unbewusst, denn es fühlt sich vermutlich jeder am wohlsten mit der Sprache und dem Umgangston in seinem vertrauten Umfeld. Das will ich gerne zugeben.
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Elena
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
CIJUNOAR hat geschrieben: 26.04.2024, 13:01Ich empfand den Beitrag auch so wie lala.Elena hat geschrieben: 26.04.2024, 10:55 Ich empfinde das nicht als normale Jugendsprache im Sinne von "alle Jugendlichen sprechen so". Das ist schon auch eine Milieu-Sache. An der Schule meiner Kinder und auch sonst in ihrem Umfeld wird nicht so geredet. Aber das sind zum größten Teil bildungsbürgerliche Familien, deren Kinder mindestens Latein, manchmal auch Altgriechisch lernen.
Ich denke, diese Ausdrücke sind nicht unbedingt "böse" gemeint, aber ich finde es wichtig für die Jugendlichen, dass sie einschätzen können, wo sie sie benutzen können und wo nicht. Ich würde zum Beispiel keinen Auszubildenden einstellen, der in meinem Beisein so spricht (auch wenn er nicht mich als Opfer tituliert, sondern jemand anderen). Ich empfinde das nämlich als unheimlich stressig, diesen rauen Ton.
Gefehlt hätte noch, dass noch ein Migrationshintergrund als Ursache dafür eingeworfen wird.
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- Amber
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Re: Was ist Mobbing/Was ist "Jugendsprache"?
In meiner Heile Welt Kleinstadt haben meine beiden Gymnasiasten auch schon "du Opfer" zueinander gesagt. Rein spaßig ohne Mobbing, gleiche Ebene wie cringe. Klar kam da von mir die Ansage, dass ich dass nicht OK finde. So wie meine Eltern früher was gegen das Wort "geil" hatten. Oh da ist Muttern ausgetickt damals
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Solange die Kinder auch "anständig" reden können habe ich mit Jugendsprache kein Problem. Sie wollen ja eben schockieren bzw. anecken. Sohnemann sagt gerade zu jeden "Alter", also auch mal zu mir. Da korrigiere ich ihn immer scherzhaft, er soll wenigstens "Alte" sagen (das findet er wiederum uncool). Mir ist es wichtig, dass die Kinder in meiner Anwesenheit authentisch bleiben und nicht gekünstelt reden. Darum dürfen sie auch Jugendsprache verwenden (auch "Alter", aber eben immer mit einem zwinkerndes Auge).
Zurück zum Thema: Mobbing macht sich nicht an einem Wort fest, sondern am Tonfall und Handlungen.
Solange die Kinder auch "anständig" reden können habe ich mit Jugendsprache kein Problem. Sie wollen ja eben schockieren bzw. anecken. Sohnemann sagt gerade zu jeden "Alter", also auch mal zu mir. Da korrigiere ich ihn immer scherzhaft, er soll wenigstens "Alte" sagen (das findet er wiederum uncool). Mir ist es wichtig, dass die Kinder in meiner Anwesenheit authentisch bleiben und nicht gekünstelt reden. Darum dürfen sie auch Jugendsprache verwenden (auch "Alter", aber eben immer mit einem zwinkerndes Auge).
Zurück zum Thema: Mobbing macht sich nicht an einem Wort fest, sondern am Tonfall und Handlungen.
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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