Re: Cooler Papa, strenge Mama?
Verfasst: 16.07.2019, 09:25
Lieben Dank, dass ihr euch alle Zeit genommen habt, was zu schreiben!
Hmm, unterm Strich hab ich mich jetzt noch nicht immer so gaaanz verstanden gefühlt, was ja aber stark darauf hindeutet, dass ich mir da einfach zu viele Gedanken mache und andere das einfach nicht so eng sehen, das wäre ja gut.
Am Sonntag war einfach irgendwie so ein bescheuerter Tag, jetzt seh ich das ganze grad schon viel entspannter wieder … aber der nächste bescheuerte Tag kommt bestimmt, von daher
Ich hänge meine Antworten mal an euren einzelnen Beiträgen auf (ich hab das teils schon gestern und vorgestern geschrieben und woanders gespeichert, damit es nicht unfair ist und einige ihre Rückmeldung erst viel später kriegen). Sorry, wenn die späteren Antworten dann kürzer ausfallen, es wiederholt sich ja inhaltlich.
Das mit den Süßigkeiten haben wir natürlich längst besprochen. Er weiß, dass ich es nicht gut finde, wenn sie schon Zuckerzeug bekommt (sie isst sowieso erst seit 3 Monaten so richtig), und sie nur in Ausnahmen ein bisschen kosten lasse. Aber irgendwie überkommt es ihn dann doch immer mal und er kann offenbar nicht anders als ihr doch was zuzustecken, weil sie ja so sehnsüchtig schaut. Und wie ihr schon schreibt, da sollte man vor dem Kind ja einigermaßen an einem Strang ziehen, deswegen muss ich ihn dann in der Situation möglichst machen lassen, aber bei mir gibts das halt so nicht, und wenn es zu viel wird, sage ich eben doch auch bei ihm was. Ich denke übrigens sehr wohl, dass mein Mann auch ohne Süßspeisen eine gute Bindung zu seiner Tochter hat und das nicht bräuchte (das denkt nur er wohl). Aber das mit dem "Liebe erkaufen" kann ich ja noch mal unter dem Schlagwort mit ihm besprechen, vielleicht wird es dann noch etwas deutlicher für ihn, danke.
Ach so ja, wir haben die Haushaltsarbeit gleich und gleich aufgeteilt, und einfordern, dass er sich dran hält, tue ich durchaus. Wirkt halt nur nicht immer
Ganz ehrlich bin ich auch nicht sicher, ob er in den Phasen, wo er es schleifen lässt, das wirklich aus Faulheit oder Vergesslichkeit macht, oder ob er aus anderen Gründen antriebslos ist. Aber er würde ja wegen so was nie zum Arzt gehen ...
Dass er einiges beim Kind auch anders macht als ich, ist schon klar und völlig in Ordnung, solange es halt nicht gefährlich oder ungesund wird. Ich gehöre mMn nicht zu denen, die da alles an sich reißen. Ich hab halt nur mit einigem zwangsläufig mehr Routine durch die längere Elternzeit ...
Hmm, unterm Strich hab ich mich jetzt noch nicht immer so gaaanz verstanden gefühlt, was ja aber stark darauf hindeutet, dass ich mir da einfach zu viele Gedanken mache und andere das einfach nicht so eng sehen, das wäre ja gut.
Am Sonntag war einfach irgendwie so ein bescheuerter Tag, jetzt seh ich das ganze grad schon viel entspannter wieder … aber der nächste bescheuerte Tag kommt bestimmt, von daher
Ich hänge meine Antworten mal an euren einzelnen Beiträgen auf (ich hab das teils schon gestern und vorgestern geschrieben und woanders gespeichert, damit es nicht unfair ist und einige ihre Rückmeldung erst viel später kriegen). Sorry, wenn die späteren Antworten dann kürzer ausfallen, es wiederholt sich ja inhaltlich.
Ja, das stimmt natürlich, dass es auch die ganzen positiven Dinge gibt. Ich meinte es eher so: Wir beide machen ja viele positive Dinge, der Papa und ich, aber in meine Zeit fallen mehr nervige Dinge fürs Kind, und ich hab halt (übertriebene?) Angst, dass sie mich dann nicht nur positiv assoziiert und den Papa halt schon (gerade weil ich mich an meine Kindheit da auch so ähnlich erinnere, das ist ja nicht von der Hand zu weisen ...). Klar sind das alles normale, notwendige Sachen und die kommen in jeder Familie vor - aber das heißt ja nicht, dass es sich nicht so auswirken könnte, wie ich befürchte (und in den anderen Familien auch). Solange ein Kind so klein ist und das alles ja nicht reflektiert, hab ich eben die Vermutung, dass das Positive einfach der Normalzustand für es ist (was ja gut wäre) und die negativeren Dinge dann darin unangenehm auffallen, es versteht ja nicht, was die sollen. Ich bin aber weder Pädagogin noch Psychologin, also vielleicht lieg ich da auch einfach falsch. Und klar, natürlich quäle ich mein Kind ja nicht oder mache das Unangenehme irgendwie leichtfertig, das wird sie hoffentlich spüren ... Aber gerade so was wie das Impfen ... einem Baby oder Einjährigen KANN man ja nicht begreiflich machen, was das jetzt soll und dass es für das restliche Leben einen sehr wichtigen Sinn hat, auch wenn man danach tröstet. Eigentlich muss sich das Kind da doch ganz schön verarscht vorkommen (Mama schleppt mich zu so fiesen Leuten, die mir wehtun, und dann tut sie so scheinheilig, als täte es ihr leid ...) Aber da ich nicht zum Impfgegner werden will, kann ich mir das Gegrübel wohl einfach schenken.Zweierlei hat geschrieben: 14.07.2019, 18:02 Du zählst vor allem die negativen Sachen auf die du als Mama machen musst...es gibt aber doch auch viele positive Dinge!
Du bist einfach da - du kannst trösten, in den Arm nehmen, kuscheln, Bücher vorlesen, gemeinsam eine Sendung gucken, stillen ;o)), Ausflüge machen, tolle Dinge zeigen, loben wenn sie was Neues kann etc.
Und das alles neben deinen Pflichten und den Dingen die eben wichtig sind.
Der Papa bekommt davon ja nur meist einen kleinen Teil mit (in eurer Situation und in unserer halt auch).
Wenn ich das mit uns vergleicht - der Papa ist halt nur nach der Arbeit und am Woe "greifbar", und dann macht er halt auch oft den Kram der so anfällt, für den er zuständig ist.
Klar macht er tolle Sachen mit den Kindern, aber eben auch andere Sachen als ich.
Ich bin einfach Ansprechpartner Nr. 1, ich bekomme Sorgen, Ängste und tolle Dinge immer zuerst mit und versuche auch für meine Kinder mehr zu sein als nur "das Mädchen für alles" und die Mama die eh immer da ist. Ich bilde mir auch ein das das so ist und mir ist ein offenes tolerantes Zuhause sehr wichtig - das nehmen sie auf jeden Fall mit!
Hm, das mit dem "verbotenen Gegenstand" war ein bisschen anders, als es hier jetzt rüberkam. Da ging es nicht um was Allgemeines wie offene Steckdosen, wo natürlich auch der Papa aufpassen und sie nicht hinlassen würde, sondern um einen empfindlichen Gegenstand, der mir gehört und der normalerweise natürlich gar nicht in Reichweite gelangt. Es war so, dass ich gerade was alleine gemacht habe, als der Papa die Kleine ohne Vorwarnung zu mir setzte und dann wegschaute (irgendwas in dem Zimmer suchte), woraufhin sie sich das Ding schnappte und tatsächlich auch was daran kaputtging. Da hätte ich in der Situation das Kind schon gar nicht "freigelassen" (wenn er grad mit seinen Kameras z. B. rumgemacht hätte). So musste ich dann streng sein und ihr das Ding entreißen (und habe halt erschrocken „Nein“ geschrien), ich war nicht drauf gefasst gewesen, die Sachen in Sicherheit bringen zu müssen, weil er sie ja eigentlich hatte. Jetzt wo ich das so ausführe, kommt es mir irgendwie albern vor, aber es war irgendwie was Typisches und sollte ja auch nur EIN Beispiel sein dafür, dass der Papa halt manches cool und locker sieht und dadurch dann ich als die Strenge rüberkomme.AnnaH85 hat geschrieben: 14.07.2019, 18:08 Was mir beim lesen auffällt: du schreist stopp zur steckdose wenn eigentlich Papa zuständig ist. Das ist so ein typisches "nicht abgeben können" verhalten was viele Mütter haben weil sie halt daheim sind und das den ganzen tag machen. Papa will sicher auch nicht dass sie zur steckdose greift und hätte es auch bemerkt. Vielleicht später. Du musst auch ihm Raum geben sich da einzuleben. Lass ihn einfach mal machen. Das ist auch ein (lern)prozess den wir alle durchmachen. Bei uns war es wie bei dir bis Papa 2 Monate in elternzeit ging und ich arbeiten, da hat sich vieles dann umgedreht und er hatte mehr die zügel in der hand.
Was die schokocreme und Eis angeht, das würde ich mit ihm mal richtig besprechen. Das ist "liebe erkaufen" und verfehlt mmn das Ziel. Also es spricht ja nix gegen eis und so aber wenn er es schon so begründet... Väter konnen ganz toll eine Bindung herstellen ohne auf Schokolade zurückgreifen zu müssen. Da gibt es viele Wege. Er hat sich nur offenbar den einfachsten gesucht
Ich würde mir ansonsten nicht so sehr den Kopf zerbrechen. Sobald die elternzeit rum ist pendelt sich da ja auch vieles wieder anders ein und wenn du vielleicht ein bisschen mehr einforderst dass Papa sich einbringt (mental load) und ihn dann auch lässt (denn er wird vieles anders machen als du und das muss man auch erst mal akzeptieren lernen) dann wird das alles gut.![]()
Das mit den Süßigkeiten haben wir natürlich längst besprochen. Er weiß, dass ich es nicht gut finde, wenn sie schon Zuckerzeug bekommt (sie isst sowieso erst seit 3 Monaten so richtig), und sie nur in Ausnahmen ein bisschen kosten lasse. Aber irgendwie überkommt es ihn dann doch immer mal und er kann offenbar nicht anders als ihr doch was zuzustecken, weil sie ja so sehnsüchtig schaut. Und wie ihr schon schreibt, da sollte man vor dem Kind ja einigermaßen an einem Strang ziehen, deswegen muss ich ihn dann in der Situation möglichst machen lassen, aber bei mir gibts das halt so nicht, und wenn es zu viel wird, sage ich eben doch auch bei ihm was. Ich denke übrigens sehr wohl, dass mein Mann auch ohne Süßspeisen eine gute Bindung zu seiner Tochter hat und das nicht bräuchte (das denkt nur er wohl). Aber das mit dem "Liebe erkaufen" kann ich ja noch mal unter dem Schlagwort mit ihm besprechen, vielleicht wird es dann noch etwas deutlicher für ihn, danke.
Ach so ja, wir haben die Haushaltsarbeit gleich und gleich aufgeteilt, und einfordern, dass er sich dran hält, tue ich durchaus. Wirkt halt nur nicht immer
Dass er einiges beim Kind auch anders macht als ich, ist schon klar und völlig in Ordnung, solange es halt nicht gefährlich oder ungesund wird. Ich gehöre mMn nicht zu denen, die da alles an sich reißen. Ich hab halt nur mit einigem zwangsläufig mehr Routine durch die längere Elternzeit ...